Alfred Schirokauer - Messalina

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Valeria Messalina war die dritte Frau des römischen Kaisers Claudius. In den ihr überwiegend äußerst negativ gesinnten Quellen wird sie als habgierig, grausam und ausschweifend beschrieben. Sie sei eine Nymphomanin gewesen. Zahlreiche hochrangige unliebsame Personen fielen ihren Intrigen zum Opfer. Als sie mit der mächtigen Partei der Freigelassenen brach und mit Gaius Silius eine neue Ehe einging, wurde sie auf Betreiben von Narcissus hingerichtet.

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Caligula musterte die durch die Rauferei um das Geld aus dem zerrissenen Gewande hervordrängenden weißen, prallen Brüste der Ruferin. Er nickte ihr zu. Langsam hob er den Arm und die, von der bereitgehaltenen Gabe funkelnde Hand. Plötzlich die Finger öffnend, warf er.

Aller Blicke starrten dem in der grellen Sonne silberig niederflirrenden Regen entgegen. Dann mischte sich in das Heilrufen der Hintenstehenden das Jammergeschrei der Menschen, in deren Augen, Gesichter, Köpfe, Schultern sich die nadelscharfen Wurfgeschosse bohrten.

Der Kaiser trieb seine Sänftenträger vorwärts. Gierig griff er in die Silberschatulle und streute Münzen aus. Und wenn die sich bückenden Rücken der um die Geldstücke Kämpfenden ein bequemes, unfehlbares Ziel boten, scharrte er wie ein Rasender in dem Mahagonikasten und verschleuderte händeweise die von seinem blutrünstigen Aberwitz ersonnenen Pfeile.

Da hielten die Sänftenträger des Kaisers just neben einer Sella. Es war der Tragsessel der Valeria Messalina.

Etwas im Blicke des jungen Mädchens hinderte den Tyrannen an der Fortsetzung seines scheußlichen Vergnügens. Doch da er wußte, wie wenig Gewalt er über sich hatte, sobald der Hang zur Grausamkeit ihm die letzte Regung der Menschlichkeit aus dem Marke fraß, scheuchte er durch Hiebe mit der Stachelpeitsche die beiden Bewahrer der Silberschatulle und des Mahagonikastens fort. Ein befehlendes Wort, und Caligula war dicht genug bei Valeria Messalina, um ihr die Huld einer Ansprache zu gewähren.

»Wie alt bist du, meine Tochter?« fragte er mit schleimiger Freundlichkeit, während seine Blicke frech in die Verborgenheiten des jugendlichen Mädchenleibes einzudringen suchten.

Valeria Messalina, innerlich erschauernd unter dem schamlosen Anstarren des häßlichen Menschen, lächelte verängstigt und erwiderte: »Zu jung, hoher Cäsar, um deiner erhabenen Beachtung würdig zu sein.«

»Meine Schwester Drusilla – doch nein, Panthea Drusilla, die Allgöttin – war weit jünger als du, da ich, selbst noch ein Knabe, in ihrem Schoße dem Eros opferte,« gab Caligula geil grinsend zurück.

»Wie kannst du mich, o Cäsar, mit deiner Göttin Schwester vergleichen!« entgegnete zaghaft Valeria Messalina und suchte den Faunsaugen des Kaisers zu entrinnen.

Geruhsam weidete er sich an der bebenden jungen Gestalt, deren lieblichster Schmuck nicht die Schönheit war, sondern der Zauber der Unschuld.

»Du bist noch unberührt?« forschte Caligula mit geheuchelter Sachlichkeit. Zu tiefster Empörung errötend, warf sie den Kopf in den Nacken.

»Wärest nicht du es, Cäsar, der mich so verletzend fragt, ich würde in schweigender Verachtung meinen Trägern befehlen, mich aus deiner Nähe zu entfernen,« erwiderte sie in der Kühnheit gekränkter jungfräulicher Würde. Doch als sie sein von diesem Todesmute betroffenes, fast törichtes Gesicht bemerkte, setzte sie mitleidig stolz hinzu: »Man hat mir erzählt, es gebe in Rom kein unberührtes Mädchen. Das gibt deiner Frage ihr Recht. Aber wisse, Cäsar, seit ich, Valeria Messalina, erwachsen bin, strafe ich diese Behauptung Lügen.«

Caligula kaute in nervöser Wut an der Unterlippe. Leise, schneidend, unheildrohend stieß er hervor:

»Du wirst heute zum Gastmahl im Palatin erscheinen. In koischem Gewande.«

Angstgeladene Stille herrschte ringsum. Die Eltern des tollkühnen Mädchens standen steif in sich zusammengesunken. Sie wußten, der Tod schwebte über ihrem Kinde und ihrem eigenen Haupte.

Doch ahnungslos oder die Gefahr verachtend, rief Messalina erregt:

»In koischem Kleide? Im durchsichtigen Gewand der leichtfertigen Weiber? Niemals, Cäsar!«

Alles duckte die Köpfe. Jetzt mußte der zerschmetternde Blitz niederzucken auf das verwegene Geschöpf und seine Sippe.

Aber zu allgemeinem Staunen sprach Caligula gelassen:

»Wenn du nicht willst, daß ich dich auf der Stelle entkleiden lasse, so widerrufe deine Weigerung augenblicklich!«

Statt einer Antwort befahl Valeria Messalina mit fester, heller Stimme ihren Sellaträgern, den Ort zu verlassen.

Doch hier mischte sich der Vater Valerius Messala Barbatus endlich in die gefahrenstrotzende Debatte.

»Sie wird erscheinen, wie du es befiehlst, o Cäsar. Verzeih einem törichten, unmündigen Kinde!«

Er beugte flehend das Knie.

Der letzte Blutstropfen war aus dem Gesichte des Kaisers gewichen. Mühsam beherrschte er seine zuckenden Züge. Er hatte anderes mit diesem Mädchen vor als ihren blutigen Tod im Zirkus. Zunächst! Daher winkte er nachlässig gewährend Valerius Messala zu, warf sich auf den Rücken und gab sich wollüstigen Vorstellungen hin.

Die Pompa circensis setzte sich langsam wieder in Bewegung, dem Zirkus entgegen.

2

Wagenrennen und kleinere Zirkusspiele waren beendet. Bis dahin hatte sich auf dem Sande der Arena nichts ereignet, was die verwöhnte Schaulust der Römer noch nicht gesehen hätte. Durch die Reihen der Sitze, die dem einfachen Volke dienten, lief ein vorsichtig leises Murren.

»Bietet Caligula uns nach diesen großen Verheißungen nicht mehr, als was er bis zur Stunde bot, so wollen wir lieber im Schatten des Sonnensegels ein Schläfchen halten,« sagte der Gerber Fufidius. Er sprach laut genug, auch von anderen verstanden zu werden.

»Schweig' doch, Unseliger,« warnte ihn sein Freund Verres und versetzte dem gelangweilt Gähnenden einen heftigen Rippenstoß. »Willst du für deine unvorsichtigen Redensarten zu einem neuen blutigen Spiele auf dem Sande da unten dienen?«

»Ich bin ein fröhlicher Mensch und tauge nicht zu solch traurigen Possen,« lehnte Fufidius lustig die Warnung ab. »Sieh doch hinüber nach dem Podium, Freund Verres. Sitzt nicht der Cäsar unter dem Baldachin seiner Tribüne, als langweile er sich noch viel mehr als wir?«

»Vielleicht sinnt er auf neue Teufeleien,« raunte Verres nach einem Blick auf den in den Zirkus vorspringenden Raum. Das Podium mit der kaiserlichen Tribüne lag erhöht und war mit einer Brustwehr umgeben, zum Schutz gegen allzu grimmige Sprünge der gereizten Raubkatzen – der Löwen und Tiger.

»Nun, wenn seine Teufeleien spannende Spiele bringen und anderen gelten, sollen sie willkommen sein,« versetzte der vorlaute Gerber. »Aber sieh doch, Verres, was dort drüben geschieht! Wahrhaftig, das sieht nach etwas Neuem aus. Also harren wir in Geduld!«

Er reckte und dehnte sich. Dann kramte er einen Beutel hervor, den er bisher zu Füßen seines Sitzplatzes aufbewahrt hatte. Große, gelbe Zitronen holte er aus dem Sacke. Zwei Früchte zerteilte er mit einem Scherben und gab die eine dem Gefährten. Laut schmatzend sog er den ätzenden, bittersauern, aber köstlich erfrischenden Saft.

Verres nahm dankbar die durstlöschende Frucht. Sich dieser Labung armer Zirkusbesucher genießerisch hingebend, beobachtete er, wie in der Arena, der kaiserlichen Tribüne gegenüber, Zimmerleute ein wunderliches Gerüst aufbauten.

Sie schleppten auch Rollen, Seile und schwere Steine herbei. Diese Steine sollten offenbar als Gegengewichte dienen für eine bewegliche Plattform. Denn kaum waren die vorbereiteten Holzteile des Gerüstes von einigen Hundert eiligen Händen zum Bau gefügt, als die Zimmerer Versuche anstellten mit einem auf- und niederschwebenden Mittelstück der Maschine.

»Das sieht vielversprechend aus,« urteilte Fufidius mit kritischer Vorfreude. Er schabte behaglich mit den Zähnen das Fruchtfleisch seiner Zitrone aus, wobei er rücksichtslos die Kerne auf die Köpfe der tiefer Sitzenden spuckte. »Und dort,« – der schwatzhafte Gerber zeigte mit der Schale hinaus in die Arena – »dort scheint noch etwas ganz Besonderes zu kommen. Aber was bedeutet das? Will man einem der Fechter oder einem Wagenlenker ein Denkmal setzen?«

Wirklich schleppten etwa hundert Zirkushandwerker eine ungeheure Säule herbei. Zwar sah man, daß sie nur ein hohler Zylinder aus Holz war. Doch hatte man durch Bemalung der Außenseite den Eindruck erweckt, der wohl dreißig Manneshöhen lange Säulenschaft sei aus ligurischem Marmor gemeißelt. Das Kapitäl war reich vergoldet. Das Postament in der Höhe bot kaum zum Stehen für einen Menschen oder eine lebensgroße Statue Platz.

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