Alfred Schirokauer - Messalina

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Valeria Messalina war die dritte Frau des römischen Kaisers Claudius. In den ihr überwiegend äußerst negativ gesinnten Quellen wird sie als habgierig, grausam und ausschweifend beschrieben. Sie sei eine Nymphomanin gewesen. Zahlreiche hochrangige unliebsame Personen fielen ihren Intrigen zum Opfer. Als sie mit der mächtigen Partei der Freigelassenen brach und mit Gaius Silius eine neue Ehe einging, wurde sie auf Betreiben von Narcissus hingerichtet.

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Cordus lacht nur – das heisere Lachen heimlicher Erregung. »Beim Jupiter, Asthus,« flüstert er mit zitternden Lippen, »was ist meine alte Bettel gegen dieses Göttergeschenk!«

Dabei sucht der Listige sich noch fester anzuschmiegen an das Mädchen vor ihm, dessen schwellende Formen er seit dem langen Warten in dem Gedränge schon dicht an seinem Körper spürt. Als ob er Halt zu gewinnen trachte, umspannt er mit den verarbeiteten Händen lüstern die Hüften der kleinen Drallen.

Sie merkt nichts, denn sie muß schauen. Und es gibt immer wieder Neues zu sehen: berückende Gewänder der Damen ... ach, wer sich auch so reich kleiden könnte! Und dort der Jüngling, dessen Toga noch der rote Saum ziert. Rot wie das Blut, das der Kleinen sehnsüchtiges Herz pochen läßt. Traf nicht des Knaben Blick absichtlich den ihren? Sie seufzt – – und gafft weiter, spürt nicht die schmutzigen Hände des Nachbarn Cordus, die schon kühn nach der Brust des Mädchens tasten.

Immer neuer Prunk reicher Ankömmlinge füllt den durch die Kohorten freigehaltenen Platz, auf dem sich der Adel Roms versammelt, die Ritter einfinden. Ruhebetten, pomphaft bemalt und mit Leisten aus purem Golde geschmückt oder mit Silberbeschlag plattiert, schwanken daher, getragen von acht herkulischen Sklaven. Schöne Frauen lagern auf den kostbaren Purpurdecken dieser Sänften, hochmütig auf die Menge herabblickend, aber doch voll Freude über die ihnen gespendete naive Bewunderung.

Eine thronartige Sella, ein Tragstuhl, ragt hoch empor über die Köpfe von sechs riesigen Liburnern. Es sind kräftige Männer aus Illyrien, die man mit Vorliebe als Sänftenträger bedienstet, als Boten bevorzugt.

Ein junges Mädchen hat den bequemen Sitz der Sella inne. Über der schneeigen, geräumigen Stirn teilt sich das ebenholzschwarze Haar zum Scheitel, dessen sanftes Gewell mählich in krauses Gelock übergeht. Dieses Gelock verdeckt die Schläfen und die Ohren. Die Haartracht betont den Blick – den Blick der großen, tiefdunkeln Augen, die von kräftigen Brauen überwölbt, von seidigen, zierlich gebogenen Wimpern beschattet sind. Und dieser Blick offenbart eine feurige, leidenschaftliche Seele, die noch im Schlummer der Unschuld dämmert. Denn nur in kindlich staunender Neugier haften die schönen Augen auf der starrenden Menge und trinken die tausend Herrlichkeiten der Adelsversammlung in sich hinein.

Das Volk verstummt, als man dieses junge Geschöpf herzuträgt. In schweigender Huldigung stieren die Gesichter zu dieser jugendfrischen Schönheit empor. Selbst die unbeweglichen Prätorianer richten ihre Aufmerksamkeit mehr auf das anmutige Geschöpf als auf ihre Pflicht, zumal die eben noch drängende, stoßende Menge durch den lieblichen Anblick der Keuschheit zur Ruhe gebannt ist.

Da scholl in die Stille eines Mannes kräftige Stimme: »Sehet die Tochter des Valerius Messala Barbatus und seiner Gemahlin Lepida!«

»Ist es nicht vielmehr die Göttin der Schönheit selbst?« rief in aufflammender Begeisterung ein junger Mensch.

»Mit nichten,« lachte der Mann. »Doch mag der Venus Schönheit die Stunde regiert haben, in der dieses Mädchen gezeugt ward.«

»Nenne uns ihren Namen, du Kundiger,« tönte es aus einiger junger Leute Mund. »Rasch den Namen! Wir wollen ihr huldigen!«

»Unterlaßt es lieber,« flüsterte vorsichtig ein gewitzter Dritter. »Man könnte dem Cäsar von dieser Huldigung berichten. Und dann – ihr wißt: sein Neid kann ebenso den Tod dieses Kindes bestimmen wie euern eigenen.«

»Dann sterben wir für einen schönen Augenblick unsers Lebens und für diese junge Göttin der Schönheit,« klang es übermütig zurück.

»So huldiget der Valeria Messalina!«

Der Name flog von Mund zu Mund.

»Heil, Valeria Messalina! Roms Jünglinge grüßen dich!«

Die Rufe pflanzten sich fort, schwollen durch die Menge und jauchzten gegen den glutenden Septemberhimmel auch dort, wo niemand wußte, wem die Huldigung galt und was sie bedeute.

Es schrie dasselbe Volk, das wenige Jahre später dieses junge Geschöpf dort auf der reich prangenden Sella die verbuhlteste Dirne Roms schelten sollte.

Valeria Messalinas üppig blühender Mund über dem sinnlich rund vorspringenden Kinn öffnete sich zu einem kindlich dankbaren Lächeln. Sie senkte die seidigen Wimpern über den Blick innerlichen Entzückens, beugte den Kopf in den Nacken, als wäre die Fülle der gleich einem Rabenfittiche schwarz glänzenden Haare ihr plötzlich zu schwer geworden.

Jubelte man ihr nicht zu, als wäre sie die Kaiserin selbst? Sie gedachte einer Weissagung, an deren stolzer Verheißung sie zweifelte. Dann öffnete sie die Augen und ließ deren tiefes, rätselhaftes Dunkel über die ekstatisch rufenden Menschen schweifen. In plötzlicher Wallung hob sie die rechte Hand und erwiderte mit fürstlicher Gebärde den Gruß.

Das hatte vor ihr nie eine der edeln Frauen Roms getan. Stets noch waren alle Huldigungen der Plebs Blicken des Hochmutes, der Überheblichkeit und des verachtenden Stolzes begegnet. Und dieses schöne königliche Mädchen erwiderte wie in einer Gegenhuldigung, als grüße sie ihresgleichen?

Rasender Begeisterungstaumel erfaßte die Menschen. Alle schrien und tobten in der Dankesfreude verachteter Geschöpfe, die sich plötzlich erhoben und geehrt fühlen. Gegen die lebendige Mauer der Prätorianer flutete die erregte Welle der Beglückten an. Man suchte Valeria Messalinas Sella zu erreichen. Wenn möglich, wollte man den Tragsessel von den Schultern der Liburner heben, selbst tragen dieses junge Götterkind, das durch die zierlich grüßende Hand mehr Glück in das tiefste Elend der Armut gestreut hatte als je die geldsäenden Hände des Kaisers und seiner Großen.

Da rollte die Straße herauf der Donner brausenden Stimmengewirrs: »Der Kaiser naht!«

Die Soldaten, eben noch lachend sich wehrend gegen die der Valeria Messalina huldigende Menge, machten rasch Ernst. Mit pressenden Lanzenschäften, mit Fußtritten gegen die empfindlichen Schienbeine der Vornstehenden stauten sie die in Bewegung geratene Menschenflut zurück. Bis das Gewoge starr stand wie die ragenden Tempelsäulen des Platzes.

Dabei zwangen die wilden, scharf achtenden Blicke der Centurionen den abertausend Kehlen der Plebs den Kaisergruß: ave Imperator! ab. Wehe dem, der zu schweigen wagte und ob seines Schweigens entdeckt wurde oder gar verraten ward von den Umstehenden! Er wurde zu einem neuen Opfer des Todeskampfes in der Arena, falls der Herr Roms nicht in gnädiger Laune der Milde dem frevelnden Schweiger sogleich den Hals abschneiden zu lassen geruhte.

Ein Menschenleben, ob hoch, ob niedrig, galt schon früher nicht allzuviel in der Cäsarenstadt. Jetzt, im Zeitraume der Herrschaft des Gajus Cäsar Caligula, war es nicht mehr als ein fallendes Blatt im Winde.

Todesqual war Augenweide nicht nur für den Kaiser, nicht nur für des Kaisers Umgebung. Nein, auch für den, der im Augenblicke des Sichweidens am Sterben eines Menschen nicht sicher war, ob er nicht wenige Stunden später selbst wieder zur Ursache ward, daß andere seine Todesqualen als gräßlich belustigendes Schauspiel bejubelten. –

Angeber sind unter der Menge, irgendwo entsteht Bewegung. Zwei bärenstarke Männer haben einen Alten gepackt und verstehen es, den Ertappten durch das Menschengeknäul nach vorn zu bringen. Dort übergeben sie ihn den Prätorianern.

»Was verbrach er?« erkundigt sich der Gardist, dem Gefangenen die Faust als Fessel ins ergraute Haar krallend.

»Er schwieg, als alle jubelnd des Kaisers Namen riefen,« erklären die Spitzel.

Der Prätorianer nickt nur und will den Alten abführen. Man wird Caligula den Vorfall melden. Dieser Bericht bedeutet qualvollen Tod. Der Greis sucht sich mit seltsam gelallten Lauten zu verteidigen.

Da ruft eines Weibes Stimme grell in die einen Augenblick herrschende furchtbeklommene Stille: »Laßt den Armen! Wie könnte er, der von Kindesbeinen an stumm ist, den Kaiser grüßen?«

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