Alfred Schirokauer - Messalina
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Der Prätorianer überlegt kurz, dann lacht er gallig auf. »Buhlst du mit dieser Jammergestalt, Weib, die deine widerwärtige Unzucht nicht ausplaudern kann?« Und er schleppt den in gurgelnden Tönen klagenden Mann von dannen.
Der Jammer des Weibes, der Enkelin des Stummen, erstickt in den aufs neue aufbrausenden Rufen: »Heil dir, Kaiser – wir grüßen dich!« Ihre Klage verstummt unter den Füßen der Menschen, die über die vor Leid besinnungslos Zusammenbrechende nach vorn drängen. Was gilt eines Weibes Dasein, wenn der mit aberwitzigem Prunk nahende Caligula schon sichtbar wird!
Der Prätor Proculejus Gillo eröffnete den vom Kapitol kommenden Auszug. Ehrgebietend in Haltung und Miene, nicht wenig stolz auf sein Scheinamt und dessen fragwürdige Wichtigkeit, fuhr der stattliche Mann daher auf einem reich geschmückten Wagen. Ein Dreigespann von Maultieren in roter, geschmeidestrotzender Lederschirrung zog das Gefährt. Die beiden Räder des Fuhrwerks blinkten mit ihren silbernen Speichen und schwergoldenen Naben in der Form von Löwenhäuptern. Als Augen der grimmigen Löwenfratzen funkelten leuchtende Topase, in deren Mitte als Pupille ein schwärzlichgrün glimmernder Stein gefügt war. Auf den Basaltplatten des Platzes scholl das schrille Gekling des aus purem Silber gefertigten Hufbeschlages der Maultiere.
Purpurn leuchtete die Tunika des Prätors. Zu Goldstickerei strebten Palmenzweige vom Saume des Gewandes zum Gürtel empor. Von den Schultern Gillos wallte die Toga wie eine Wolke, die überhaucht ist von dem Glanze kampagnischer Abendröte. Es war, als hätte des Jupiters Statue im Kapitol sich vom Elfenbeinsessel erhoben, an der Pompa circensis teilzunehmen.
Ein Farbenrausch von Gewändern, getragen von den vornehmsten Männern der kaiserlichen Umgebung, folgte dem Wagen des Prätors. Jeden dieser Höflinge geleitete ein Schwarm seiner Sklaven, deren stattlichste und schönste man für die Teilnahme an dem Aufzuge ausgewählt hatte.
Schon füllte sich das von den Kohorten umsäumte Viereck des Platzes mit einem Strom von Adeligen und Rittern, Freigelassenen und Sklaven. Über ihren Häuptern schwebten die Sänften und Kathedren der erlauchten Frauen und Mädchen.
Nun schritten ernst und gemessen die Soldaten der Leibwache des Kaisers daher. Die Sonne flimmerte auf unzählbaren Lanzenspitzen, glitzerte auf Brustharnischen, flirrte zurück von gleißenden Helmen, funkelte wider von den Metallbeschlägen des Rüstzeuges. Die Garden umgaben wie ein Gatter aus Gold, Silber und Eisen die von sechzehn riesenhaften Sklaven getragene Lektika Caligulas. Auf diesem Ruhebette ein Berg von Kissen, über die Kissen gebreitet aus amethystfarbener Seide eine Decke; ihre Ränder waren rings beschwert von Goldplättchen, deren jedes einzelne in steter Abwechslung von Rot, Weiß und Grün einen Rubin, einen Diamant und einen Smaragd in sich faßte. Fransen aus Fäden schieren Goldes säumten die sybaritische Pracht der Decke.
Der dicke Mensch mit dem wachsbleichen, schrecklich häßlichen Antlitz, der bald bäuchlings, bald auf den Ellbogen sich stützend, auf dieser Lektika ruhend sich einherschleppen ließ, dieser Mann war des römischen Weltreiches absoluter Herrscher: Gajus Cäsar Caligula.
Hervor unter einer breiten Stirn, die zu massig und zu plump war, um edel oder gar geistvoll zu sein, hervor unter finsteren Brauen lugten die grünlich schillernden Augen. Wachsame, suchend ausspähende Augen, die trotz der schläfrigen und scheinbar teilnahmlosen Miene des Cäsars scharf achteten, ob nicht irgendein Vorfall in der Menge ihm Gelegenheit böte, sofort die Wollust seiner Grausamkeit zu befriedigen. Denn Caligula langweilte sich auf dem Wege durch die mit Menschenleibern vollgepfropfte Straße und gierte nach einer Sensation des Blutes.
Pfui, der Hauch dieser schwitzenden Plebs! War nicht der Gestank der Menge, war nicht der wüste Lärm ihres tollen Geschreis »Heil dir, Kaiser!« schon eine tödliche Beleidigung der empfindlichen Person eines Cäsars? Böte diese Belästigung der Nase, des Gehörs und der Nerven des wieder einmal von Schlaflosigkeit zermürbten Herrschers der Welt nicht den willkommenen Anlaß zu einer allgemeinen Niedermetzelung? Freilich, er hatte dem Pöbel ein Zirkusfest versprochen und mußte den Dank seiner lieben, innig gehaßten Römer geduldig über sich ergehen lassen. O Last der höchsten Würde!
Wie das Haupt eines Albs hob sich der große, glatzige Kopf auf dem lächerlich dünnen Halse, drehte sich hierhin und dorthin, lauernd vertierten Blickes. Und Caligula, der es liebte, sein wildes Gesicht durch das Einüben schauerlicher Grimassen noch mehr zu verzerren, noch furchtbarer zu machen, richtete sich langsam auf. Zurück streifte er die Ärmel seiner Tunika und entblößte die affenartig schwarzbehaarten, dürren Arme, als bereite er sich vor zu einer blutigen Schlächtertat. Und nun hob er an, dem gaffenden Pöbel fürchterliche Gesichter zu schneiden, mit seinem Ohre lauschend, ob jemand lache.
Das durch die Grausamkeiten seines Herrn gelehrig gewordene Volk wußte, daß dem plumpen, häßlichen Menschen auf der Lektika dort oben nur darum zu tun war, durch seines Irrsinns Gebaren zum Majestätsverbrechen zu reizen. So schrien die Menschen um so brausender ihr »Heil dir, Cäsar – Roms Bürger grüßen dich, deine Weisheit und Güte!«
Die Sänfte Caligulas hatte die Gasse der Prätorianer erreicht und bog nun ein auf den Platz. Da befahl ein kurzes Wort Halt. Der Kaiser ließ sich nahe herantragen an die Doppelreihe der Garden. Die zur rechten Seite der Lektika schreitenden Sklaven, zwei ungeheuere Neger, wußten, was nun ihres Amtes sei. Der eine hielt eilig seinem Herrn eine geöffnete silberne Schatulle hinauf, der andere hob einen schweren, goldverzierten Mahagonikasten auf das afrikanische Wollhaupt. So traten sie dicht unter die zugreifenden Hände des Kaisers.
Caligula langte in die Silberschatulle und warf Münzen über die Köpfe der Prätorianer hinweg unter das Volk. Während sich nach jedem Wurf die Menschen, die kaum sich regen konnten, um die Geldstücke rauften, traten die Sänftenträger stets ein paar Schritte weiter vor. Ein neuer Münzensegen – ein neues Gebalge.
Der Kaiser sah nun aufrecht und sah dem Toben zu. Da rann ein Grinsen des Wahnsinns um seinen breiten Mund. Die grausam heimliche Vorfreude an dem Erfolg eines nun zu vollbringenden Tuns, eine neue Ausgeburt seines kranken Hirns.
Er griff diesmal in den Mahagonikasten, dem er einen glitzernden Gegenstand entnahm. In prüfenden Fingern hielt er einen nach vorn zu konisch verlaufenden Pfeil von etwa Daumengröße und Griffeldicke, dessen Spitze nadelgleich verlängert war. Am Hinterende zeigte dieses winzige, stählerne Wurfgeschoß vier aus dem Metall herausgearbeitete Flügelchen. Dieser Pfeil mußte infolge seiner Form senkrecht niederfallen, einerlei wie man ihn warf.
Das Volk sah zu Caligula hinauf, erwartungsvoll schweigend, bereit zu neuem Jubelgeschrei. Denn was sollte das blitzende Ding in des Kaisers Hand anders sein als ein Schmuckgegenstand? Der große Mahagonikasten barg sicherlich noch mehr des Schatzes, den der wilde, aber gebefreundliche Cäsar nun an die Menge vergeuden würde. Es galt aufzupassen, daß man seinen Teil erwischte. Ein einziges der gleißenden Stücke war gewiß mehr wert, als eine Handvoll Münzen aus der Silberschatulle.
Caligula ließ die Plebs harren, indem er mit der Linken gemächlich Stück für Stück aus dem Mahagonikasten entnahm, blinkende Reihen in die Spalten zwischen seinen Fingern fügend. Hin und her über die zu ihm heraufstarrenden Gesichter glitt der lauernde Blick. Keiner der Erwartungsvollen las in der Begier der Gewinnsucht die Tücke in des Spenders Augen.
»So wirf doch, Cäsar!« rief endlich kühn eine hübsche junge Frau in ihrer Schmucklüsternheit und machte dem Kaiser vielverheißende Augen.
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