Alfred Schirokauer - Messalina

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Valeria Messalina war die dritte Frau des römischen Kaisers Claudius. In den ihr überwiegend äußerst negativ gesinnten Quellen wird sie als habgierig, grausam und ausschweifend beschrieben. Sie sei eine Nymphomanin gewesen. Zahlreiche hochrangige unliebsame Personen fielen ihren Intrigen zum Opfer. Als sie mit der mächtigen Partei der Freigelassenen brach und mit Gaius Silius eine neue Ehe einging, wurde sie auf Betreiben von Narcissus hingerichtet.

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»Abalanda?« nahm sie die Frage des Kaisers auf. »Er gefällt mir, wie ein stattlicher Mann wohl jedem Mädchen gefällt.«

»Aber mit dem Gefallen muß doch ein Gefühl verbunden sein,« behauptete Caligula. »Ich hätte dich also richtiger fragen müssen: was fühlst du für ihn?«

»Nicht mehr als die Ehrerbietung, die man einem kaiserlichen Gaste schuldet,« antwortete sie. »Vielleicht auch ein wenig Freundschaft, da er höflich und aufmerksam ist, auch seine Neigung verbirgt, um mir nicht lästig zu werden.«

»Er wirbt also nicht offen um dich,« nickte Caligula vor sich hin. »Nun ja, das darf man von diesem Arkadier wohl auch kaum erwarten.«

»Arkadier?« fragte Messalina erstaunt. »Warum nennst du ihn so, da er doch kein Südländer ist?«

»Weil aus Arkadien die größten Esel und die einfältigsten Menschen kommen,« erklärte der Kaiser und lachte und freute sich, als habe er einen trefflichen Witz gemacht.

»Aber nicht das allein. Man muß, dem langen Barte nach, deinen Freund auch für einen sittenstrengen Mann halten, der den Liebesgenuß verschmäht. Als ich – ihn seines Vaters wegen auszuzeichnen – ihm erlaubte, gleich einem Römer die Toga zu tragen, konnte ich ihn nur mit Mühe überreden, sich das Haupthaar scheren zu lassen. Langhaarige Bartträger aber sind immer Sittenbolde und Schulmeister.«

»Und Glatzköpfe?!« fragte Messalina keck.

»Meinst du damit mich?« rief der Kaiser heftig und betupfte seinen kahlen Schädel.

Da ward dem Mädchen angst vor seinen zornigen Augen. Sie log verwegen. »Nein, Herr. Du bist nicht sittenlos. Das weiß ich und ganz Rom. Du liebst die Kaiserin, deine Gemahlin.«

Leicht, wie jeder Irre, von einem Gedanken abgelenkt, erwiderte er lebhaft:

»Oh, Cäsonia über alles! Es gibt kein Weib, das mich so liebevoll verstünde wie Cäsonia. Ich will dir erzählen, was mich mit ihr zusammenführte.«

Er erhob sich und befahl der Sklavin, den Stuhl beiseitezustellen.

»Ich spreche freier, wenn ich auf- und abschreiten kann,« erklärte er, zu Messalina gewandt.

Die Griechin erwachte für einen Augenblick aus ihrer Statuenhaftigkeit und räumte den kleinen Sessel fort. Dann nahm sie ihren Platz am Vorhang wieder ein. Und ihr Antlitz versteinte von neuem.

Der Kaiser ging eine Weile schweigend umher, als überdenke er seine Worte.

Endlich begann er:

»Die Menschen beneiden mich um den Glanz meiner Stellung, um die Macht in meinen Händen, um den Reichtum. Hinter dem Glanze verbirgt sich die Dunkelheit eines seelischen Leides, das ich keinem offenbaren kann. Hinter der Macht verborgen ist erbärmliche Machtlosigkeit. Denn wenn ich allem gebieten kann, so kann ich doch nie meinem Schlaf gebieten, daß er mich erquicke. Hinter dem Reichtum also lauert die Armut eines Menschen, der an dem Köstlichsten, der kraftspendenden Ruhe und Erholung, darbt. Reichtum überhaupt – er ist nur gut, um vertan zu werden. Hat es Zweck, Reichtum zu mehren? Auf Erden bleibt vom irdischen an mir nichts als eine Urne voll Asche. Was soll mir in dem engen Gehäuse der Reichtum!«

Messalina war erschüttert von diesem Bekenntnis eines Menschen, dem alle Welt nachsagte, seine Gedanken seien nichts als Prassen, Verschwenden und Blut.

»Wie traurig ist dein Leben, Cäsar, wenn dein Glück so brüchig ist!« sagte sie ernst.

Caligula blieb einen Augenblick stehen. »Mein Leben?« versetzte er in einem Hohn, der weit mehr Verzweiflung als Bitterkeit war. »Ich schlinge vom Leben, als wäre ich Saturnus, der seine eigenen Kinder verschlang. Denn ich will nicht vom Leben verschlungen werden. Ich will das Leben fressen, bis ich satt bin. So satt, daß nichts vom Leben mich mehr reizt.«

Er nahm seinen Rundgang wieder auf und fuhr fort:

»Für mich ist das Leben ein Weib, das man umarmt, solange es sich hingibt. Je häufiger man umarmt. desto stärker wächst die Fähigkeit zum Umarmen. Anders beim Essen. Da wird man um so satter, je mehr man ißt. Aber in der Liebe wächst der Hunger mit dem Genusse. Und hier eben ist Cäsonia der zu allen Zeiten gedeckte Tisch.«

»Sie liebt dich also!« bemerkte Messalina in ein Verstummen des Kaisers hinein, da sie meinte, irgendetwas sagen zu müssen.

»Nein!« entgegnete er hart. »Es ist umgekehrt: ich liebe sie!«

Messalina war von diesem Geständnis sehr beruhigt. Dann hatte sie offenbar die vermeintliche Gefahr überschätzt. Und so flocht sie ein: »Es gibt demnach doch ein Glück in deinem Leben, Cäsar.«

»Glück nennst du das?« widersprach er, heiser auflachend. »Ich habe Stunden, in denen ich vergeblich grüble, was ich mit Cäsonia beginnen soll, um ihr das Geständnis abzupressen, warum ich sie so sehr liebe. Denn ich weiß es nicht. Aber sie muß es wissen. Mir ist es unerklärlich. Und wäre ich sicher, daß man die Antwort aus ihrem Herzen lesen könnte, ich würde noch in dieser Stunde dem Arzt befehlen, sie zu öffnen, ihr das Herz herauszuschneiden und es zu durchforschen, jede Fiber, jede Falte, bis es das Geheimnis meiner unverständlichen Liebe preisgäbe!«

»Ein fürchterlicher Gedanke,« murmelte Messalina entsetzt.

»Doch – ich wollte dir erzählen, wie ich mit Cäsonia zusammenkam,« erinnerte sich Caligula, wieder auf- und abschreitend. »Die Nächte des vollen Mondes hatten früher einen sonderbaren Einfluß auf mich,« begann er wieder. »Ich war dann unruhig und von einem Verlangen gepeinigt, das von nichts, von keinem Weibe gestillt werden konnte. Meine Sehnsucht ging nicht nach Irdischem, nicht nach Staubgeborenem. Sie reichte höher, bis zum Monde selbst! Und ich wußte dann Luna zu zwingen, daß sie das Lager mit mir teilte. Ich gab mich ihr hin, fühlte, wie der bleiche Schein ihres Körpers mich umschmiegte, das blasse Licht ihrer Glieder meine Sehnsucht kühlte, wenn alle Rundheit ihrer Gestalt auf meinen Kissen leuchtete. Und wie mich jetzt manchmal ein seltsames Begehren treibt, mich auf einem Haufen von Goldstücken zu wälzen, so wälzte ich mich in Mondnächten auf dem Silber der Luna.« Er machte erschöpft eine Pause. Dann fuhr er flüsternd fort:

»Da kam eine Nacht, in der die volle Luna meine Geliebte hätte sein sollen – aber Wolken bedeckten den Himmel. Mein Lager blieb dunkel. Ich schrie durch die Gänge, mir Mondlicht zu schaffen, wütend über meine armselige Machtlosigkeit, dem verfinsterten Himmel zu gebieten. Niemand wußte Rat. Nur Callistus verstand mich. Er führte mir Cäsonia zu. Und sie gab mir alles, was die in jener Nacht ungetreue Luna mir versagt hatte. Seitdem ersetzt Cäsonia mir die wankelmütige, launenhaft schwindende und wiederkehrende Luna. Cäsonia ist immer da, immer treu und bleibt stets die kühlende, spendende Luna. Ja, sie ist sogar so treu, daß ich sie bisweilen an einen meiner Freunde verschenken muß, um Eifersucht in mir zu erzeugen, die mir den unwandelbaren, sicheren Besitz Cäsonias wieder begehrenswert macht.«

Er war ermattet von seiner aufgeregten Schilderung und sah ermüdet um sich. Die Griechin löste sich abermals aus ihrer Erstarrung und schob ihm den Sitz entgegen. Er scheuchte sie mit einem Fußtritt auf ihren Platz zurück. Auch den Stuhl schleuderte er mit einem Tritte zur Seite.

Messalina erhob sich, aufgeschreckt von seiner Gewalttätigkeit.

»Man wird uns beim Mahle vermissen,« sagte sie mit bebender Stimme. »Laß uns das Gespräch beenden, Cäsar.«

Er spielte mit merkwürdig unruhigen Fingern an seinen Lippen, als er Messalina mit nachdenklicher Miene musterte.

»Es wäre eine Überraschung für die Gaffer, brächte ich dich in den Saal zurück, ohne daß deine geröteten Ohren Zeugnis ablegten für die Art unserer Zwiesprache,« grinste er. »Und – beenden – ? warum beenden? Das Ende ist anders nach meiner Gewohnheit. Ich denke dir Kurzweil zu bieten, die du bei deinem braven Gatten Claudius noch oft vermissen wirst.«

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