Alfred Schirokauer - Messalina
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»Ja, Kaiserin!« gab sie gelassen zurück.
»Kaiserin? Du?! Mit mir?!«
»Warum gerade mit dir, Cäsar?« meinte sie leichthin. »Werden nicht auch nach dir Kaiser kommen?«
Langsam hob er die Arme. Seine Hände öffneten sich und krallten sich wieder zu. Es war, als verspüre er den unwiderstehlichen Drang, diese Hände um den weißen Hals Messalinas zu klammern, weitere Worte zu ersticken, die ihn daran erinnerten, daß auch für ihn die Kaiserherrlichkeit einmal enden konnte.
»Also nicht mit mir?« zischte er. »Mit einem andern – der – nach mir kommen – wird!«
Eine Grimasse gewaltsamen Spottes verzerrte sein Gesicht zur Fratze, während er die Hände sinken lieh. Dann faßte er sich. Langsam, jedes Wort deutlich betonend, sagte er:
»Mir fehlt keineswegs das Verständnis für ein mutiges Wort zur rechten Zeit. Du, Messalina, wagst jedoch weit mehr, als ein Mensch meiner Art ertragen kann – wenn ich denn schon deiner Meinung nach nicht mehr bin als ein Mensch.«
Die Sklavin hatte den Stuhl aufgerichtet, in dem der Kaiser nun wieder Platz nahm.
Er kniff die Lider eng zusammen und betrachtete seinen Gast mit spitzem Blicke. Dann sprach er in ruhigem, sachlichem Tone weiter:
»Du hörtest beim Mahle, daß mir schon einmal die göttliche Macht gegeben war, eine Weissagung zur Lüge zu stempeln. Du sollst erfahren, was Cäsar Caligula vermag. Ich werde zum zweiten Male eine Weissagung zunichte machen. Du Kaiserin!« Er lachte. »Wir wollen sehen, wer mächtiger ist, der Gott, der dir diese Weissagung schenkte, oder ich! Ich könnte sie mit einem Worte vernichten und dich auf der Stelle erdrosseln lassen. Dann könntest du im Tartarus die Kaiserin spielen. Doch ich bin milde, wenn auch nicht viele es wissen. Ich werde deinem Vater befehlen, dich meinem Oheim Claudius zur Gattin zu geben.«
Wieder lachte er, kreischend, und fuhr fort:
»Wenn jemals ein Mensch keine Aussicht hatte, den Cäsarensessel Roms zu besteigen, so ist es der gute Claudius. Du siehst, wer dir weissagte, du würdest Kaiserin sein, der betrog dich.« Er sah sie lange stumm an. Dann fügte er hinzu: »Es sei denn, Messalina, du würdest Kaiserin durch mich!«
»Niemals!« schrie sie außer sich. »Dann lieber den Claudius!«
Der Kaiser verfärbte sich vor Wut.
»Und wenn ich dir versichere, daß du mir gehören wirst, auch wenn du später das Weib des Claudius wirst?!«
»Ich werde sterben, ehe du mich berührst.«
»Ah, Selbstmord! Altrömische Tugend!« spottete Caligula. Er rückte den Stuhl näher und legte die heißen Hände auf Messalinas Knie, die er mit klammernden Fingern umspannte.
»Schöne Messalina, wer wie du einen Kaisertraum träumt – wer wie du geschaffen ist, so hoch zu steigen, nicht nur durch Schönheit, sondern auch durch Klugheit und Verstand – wer noch das größte Geheimnis der Wonnen des Lebens zu lernen hat – der greift nicht zur pulsöffnenden Lanzette. Du bist zu jung, um nicht leben zu wollen. Ich werde der Lehrmeister sein, der dir zeigt, was Leben ist!«
Er ließ ihre Knie los und tastete höher hinauf auf dem glatten Stoffe des Gewandes. Sie saß in Erstarrung, entkräftet von dem Widerwillen vor der Berührung dieses unheimlichen Menschen, betäubt von dem allmählichen Begreifen der Gefahr, in der sie schwebte. Eine Gefahr, deren Schrecken sie instinktiv nur ahnte, in der Lebensunkenntnis, in der die jungen Mädchen aus den vornehmen Häusern Roms bis zu ihrer frühen Verehelichung künstlich erhalten wurden.
Sie versuchte, sich von den frech zugreifenden Händen des Kaisers zu befreien. Doch das kurze Ringen entblößte nur ihre rechte Schulter.
Der Anblick der marmornen Halbkugel nahm den Cäsar gefangen. Er starrte auf die schneeige Haut und hielt inne in seiner Zudringlichkeit. Weit beugte er den Kopf vor und murmelte undeutliche Worte. Der überstarke Reiz seiner Sinne rettete für den Augenblick Messalina aus der Gefahr. Er legte eine Hand auf die blutdurchpulste Rundung des enthüllten Fleisches und sah regungslos, als lausche er auf die Ströme, die durch die Berührung mit dieser glatten, kühlen Stelle des jugendlichen Körpers auf ihn überfluteten. So verharrte er lange, bis er mit fast vorsichtigen Fingern auch die linke Schulter Messalinas vom Gewande befreite.
Sie duldete mit geschlossenen Augen, ohne Widerstand und ohne Möglichkeit der Bewegung, weil Caligula jetzt fest zupackte und sie in das Halbrund der Lehne zurückdrängte. Sie duldete jedoch auch, weil trotz allen Widerwillens gegen den Mann und seine Gewalttat eine Erschlaffung in ihrem Blute rieselte, die sie lähmte und willenlos machte.
Da zerrissen Worte des Kaisers den hypnotischen Bann. Diese Worte siedeten auf aus dem Sadismus des Kaisers, aus der krankhaften Mischung seines Gefühls, die seine Sinnlichkeit stets mit der Grausamkeit des mordlüstigen Wahnsinns tränkte.
»Die Schönheit deines Halses ist ein Wunder,« sagte er ganz klar, bewußt und kritisch. »Er baut sich auf wie aus Alabaster geschliffen. Er verheißt, wie deine Schultern, viel Körperschönheit.«
Ganz sacht betastete er in fast scheuer Berührung die Haut, ihre Kühle prüfend.
»Wäre es Tag, Messalina, und du säßest gegen die Sonne, so würde an beiden Seiten deines Halses ein rötlicher Schimmer leuchten, wie, wenn man die Hand gegen das Licht hält, zwischen den Fingern das Blut farbig pulst. Es muß schön sein, diesen Hals zu küssen. Aber es gibt noch etwas Schöneres!«
Er maß zwischen Daumen und Zeigefinger die Kehle.
»Von da bis da – ein rascher Schnitt – die Wunde klafft wie ein purpurner Mund. – Und wie deinem Munde heiße Worte der Liebe entströmen können, wenn du nur willst, so würde der Wunde heißes Blut entströmen.«
Er betrachtete seine gespreizten Finger und wischte sie an seinem Gewände ab, als müsse er sie von Blut reinigen. Dann sagte er nach einem Aufseufzen:
»Es müßte eine vernichtende Lust sein, Messalina, dir den Hals abzuschneiden. Ich könnte jetzt einen Sklaven rufen, es zu tun ... Aber lassen wir's ... Ich würde ihn vielleicht beneiden.«
Voller Grauen und Entsetzen hatte Messalina diese Reden über sich ergehen lassen. Worte, die fast ohne Ausdruck, eintönig wie das Tröpfeln von Blut, über des Kaisers Lippen fielen.
In Gedanken verloren, sah er da. Sein brennendes Begehren schien er vergessen zu haben.
Messalina nahm alle Kraft des Willens zusammen, die Angst vor diesem Manne zu bezwingen. Wenn sie jetzt flüchtete? Aber wer half ihr, aus dem Gemache zu entkommen? Die Griechin? Die stand noch immer mit geneigtem Haupte an dem Vorhang, leblos und in sich zurückgezogen, als wäre ihr die Gabe verliehen, mit dem Körper zugegen, mit Sinnen und Seele fern zu sein, bis man ihrer benötigte. Und der taubstumme Wächter draußen? Vielleicht war seine Pflicht nur, kein weibliches Wesen von der Türe fort, doch ungehindert die von dannen zu lassen, die einmal des Kaisers Gemach betreten hatten. Leise erhob sich Messalina – da rief das Rascheln des Gewandes den Imperator in die Gegenwart zurück.
»Du kannst den Raum nicht verlassen, Messalina,« bedeutete er, den Blick vollkommen ruhig erhebend. »Der Prätorianer draußen – er ist mein Liebling und der getreueste aller Germanen – läßt dich nicht hinaus ohne meinen ausdrücklichen Befehl. Behalte Platz, ich will mit dir sprechen.«
Er zog sie an den Händen in den Sessel zurück und hob sogleich an:
»Man erzählt sich, dieser Abalanda – er ist mein Gast in Rom, und ich habe deinen Vater geehrt, indem ich den nordischen Sendling eurem Hause zuwies – man erzählt, Abalanda bewerbe sich um deine Gunst. Gefällt er dir?«
Messalina glaubte schon, die Zusammenkunft mit dem Kaiser gleite in weniger gefährliche Bahnen. Da sie nun wußte, daß ihr jede Möglichkeit zur Flucht abgeschnitten war, entschloß sie sich, dem Gespräche standzuhalten. Vielleicht gelang es ihr, den Kaiser zu ermüden, daß er sie selbst freigab, überdrüssig ihrer Gesellschaft. Sie straffte sich, lehnte sich in den Sessel zurück und zwang sich mit aller Macht, vollkommen furchtlos zu erscheinen.
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