Alfred Schirokauer - Messalina

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Valeria Messalina war die dritte Frau des römischen Kaisers Claudius. In den ihr überwiegend äußerst negativ gesinnten Quellen wird sie als habgierig, grausam und ausschweifend beschrieben. Sie sei eine Nymphomanin gewesen. Zahlreiche hochrangige unliebsame Personen fielen ihren Intrigen zum Opfer. Als sie mit der mächtigen Partei der Freigelassenen brach und mit Gaius Silius eine neue Ehe einging, wurde sie auf Betreiben von Narcissus hingerichtet.

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In diesem Augenblicke erschien Caligula auf der Schwelle. Er hatte seine Ungeduld nicht länger meistern können.

»Ohne Scheu,« bat er mit einer einladenden Handbewegung.

Der Kaiser zog selbst den Vorhang zu, nachdem Valeria Messalina die Tür durchschritten hatte und in das vom rötlichen Ampelscheine durchglühte Gemach gelangt war. Er wies auf einen Sessel, der mit weit ausgreifenden Beinen und mit halbgerundeter, tief zurückliegender Lehne die Mitte des Raumes einnahm. Ein rotes Seidenpolster bedeckte den bequemen Sitz. Caligula blieb höflich stehen, bis sein Besuch Platz genommen hatte. Dann zog er einen zweilehnigen Stuhl heran und lieh sich ebenfalls nieder.

»Ich habe dich hierher befohlen –« eröffnete er die Rede.

»So unfreundlich der Wächter im Vorgemach war, so anmutig ist die Dienerin vor diesem Raume. Ich mache dich aufmerksam, Herr, daß ich gewohnt bin, mit Männern nur in Gegenwart einer zweiten Frau im Gemach zu weilen. «Ich werde daher nur in Gegenwart deiner Dienerin mit dir reden. Rufe sie, bevor du weitersprichst.«

Caligula kam diesem kühnen Wunsche augenblicklich nach. Das Mädchen trat ein und blieb mit tiefgeneigtem Gesichte statuenhaft unbeweglich neben dem Türvorhang stehen. Ihre schönen Züge nahmen eine Ausdruckslosigkeit an, die erkennen lieh, daß die Sklavin Auge und Ohr zu verschließen verstand. Sie mochte sich daran gewöhnt haben, Zeugin zu sein der Gespräche ihres Herrn mit einsamen Besucherinnen.

»Wir sind allein,« sagte Caligula kurz und spöttisch, indem er mit einer leisen Kopfbewegung nach der Sklavin deutete. »Dennoch ist dein Wunsch erfüllt, Valeria Messalina,« fügte er etwas freundlicher hinzu. »Ich freue mich, Gedanken mit dir auszutauschen. Denn du scheinst mir ein Wesen besonderer Art. Von Alltagsmenschen aber strotzt meine Umgebung.«

»Gedanken mit mir auszutauschen?« fragte Valeria Messalina verwundert. »Gerade mit mir?! Was wüßte ich wohl zu sagen, ich, deren Wege bis zu diesem Tage kaum weiter als von der Schwelle des Elternhauses in das Heim guter Freunde führten – ich, deren Augen bisher eine nur kleine Welt sahen.«

Caligula saß mit untergeschlagenen Armen und betrachtete forschend das belebte Antlitz seines Gegenübers.

»Du schlägst die Augen nicht vor mir nieder,« sagte er nach einer Pause zufrieden.

»Ich habe nichts getan, was mich zwänge, meinen Blick zu verstecken,« entgegnete sie, frei seinen grünlich schillernden Augen begegnend.

»Das ist es eben: deine Unberührtheit macht dich kostbar,« sagte er. Sein eigenartig häßliches Gesicht nahm einen lauschenden Ausdruck an, voll Neugier, ob sie die Anspielung verstanden hätte. Da sie schwieg, fuhr er fort: »Bei welchem Namen nennt man dich in vertraulicher Anrede?«

»Du nanntest mich ja schon beim Namen, Herr,« erinnerte sie mit einem leisen Auflachen.

Er machte eine ungeduldige Bewegung. »Valeria Messalina – ja gewiß« stieß er hervor. »Du müßtest nicht eine Domitierin sein, wenn dein voller Name mir fremd wäre. Ich meine: wie ruft man dich zuhause?«

»Beim ersten Namen: Valeria.«

»Ein nichtssagender, blutloser Name,« meinte er geringschätzig. »Als ich noch ein Knabe war und die Bulla noch am Halse trug, ritt ich mit Vorliebe eine lammfromme Stute. Sie hieß Valeria.«

Ein breiter, sinnlicher Zug glitt um seinen Mund, während er fortfuhr:

»Dem erwachsenen Manne genügt ein frommes Stutchen nicht mehr. Nun kann gewiß auch eine Stute feuriges Blut haben, selbst wenn man sie nur sanft Valeria ruft. Ist aber das Feuer in ihrem Blute erst einmal geweckt ... vielleicht durch – den – Hengst ... so verdient die Stute einen klangvolleren Namen.«

Valeria Messalina wunderte sich still über dieses törichte Geschwätz des Kaisers.

»Wenn du von Pferdezucht mit mir reden willst, Cäsar,« sagte sie in aller Harmlosigkeit, »so kann ich dir nicht viel Unterhaltung bieten. Ich verstehe davon nichts.«

Sein Lächeln ward ein breites, laszives Grinsen, als er fortfuhr:

»Was meinst du – bist du eine Stute, die Feuer im Blute hat?«

Da sie diesmal auf die sie dumm dünkende Frage keine Antwort gab, nur gelangweilt mit den Achseln zuckte, sprach er weiter:

»Nun, der Abend ist noch lang – es wird sich erweisen. Und da du mir dein lebhaftes Temperament bereits bewiesen hast, wenn auch nicht in jener Form, die ich bei Frauen bevorzuge, so will ich dich schon jetzt nicht mehr bei dem wässerigen Namen Valeria nennen. Messalina sollst du heißen! Nicht nur für mich.«

»Meine Eltern haben über meinen Namen zu entscheiden!« erwiderte sie stolz.

Er schnellte von seinem Sitze auf und sah höhnisch auf sie herab.

»Deine Eltern? ... Wenn ich, der Cäsar, dir den Namen bestimme?« rief er belustigt. Er reckte sich zu kindischer, gravitätischer Haltung empor und stelzte gewichtig in dem Gemache auf und nieder wie ein Pfau, der eitel sein farbensprühendes Rad zeigt.

Plötzlich blieb er vor dem Mädchen stehen und wiederholte mit erhobener Stimme: »Messalina sollst du heißen! Der Name, bei dem dich die Gottheit Caligula rief, wird die Zeiten überdauern. Und du meinst, Menschen hätten über das zu entscheiden, was Cäsar befiehlt? Es gibt keinen, der neben mir wäre, geschweige denn über mir.«

»Bist du nicht auch ein Mensch? Nur ein Mensch und von demselben Fleische wie ich? Auch ich stamme aus dem Blute der Julier.«

»Wir werden später prüfen, wie weit wir einander als Menschen gleichen,« entgegnete er mit einer Stimme, die heiser war vor Erregung. Seine zitternde Hand griff an den Halsausschnitt ihres Gewandes. Er zerrte an dem Stoffe und flüsterte: »Ich hatte dir befohlen, in einem koischen Kleide zu erscheinen, Messalina.«

»Nimm deine Hand fort, Cäsar!« gebot sie so scharf, daß er erschrak und von ihr ließ. Dann setzte sie ihm ruhig auseinander: »Ich war zum ersten Male zu einem Fest geladen. Wie konnte ich anders als in dem edlen, weißen Gewande unserer Vorfahren erscheinen, wenn man mich nicht für eines von den lockeren Mädchen Roms halten sollte!«

»Gut, ich will das als Entschuldigung gelten lassen,« gab er zu. Er wanderte wieder eine Weile stumm aus und ab, wie traumverloren, sein kranker Geist entschwärmte seiner Herrschaft. Dann ließ er sich in den Stuhl fallen und erklärte mit dem Versuche, liebenswürdig zu erscheinen:

»Dein weißes Kleid hebt nicht genug deine Schönheit, Messalina. Es gibt für ein schönes Mädchen nichts Schmuckeres als das seidenfeine, durchsichtige Gewebe des koischen Purpurstoffes. Du wärest eine Göttin in solchem Gewände. In deinem weißen Gewande aber bist du nur ein Mädchen, und das – – ist gefährlich für dich. An die Göttin wagt man nur den Blick, an ein Mädchen aber alles.«

Ein kältender Schauer überrieselte Messalina, als sie die vor Lüsternheit flimmernden Augen des Kaisers mit irrem Glanze auf sich gerichtet sah. Alles an diesem Manne ekelte und entsetzte sie.

Sie raffte den Stoff der Stola enger um sich, als könne sie dadurch den Augen des Cäsars entrinnen. Dann suchte sie dem Gespräch eine andere Wendung zu geben, indem sie sagte:

»Du meintest, Herr, der Name Messalina – weil du es bist, der ihn mir aufdrängt – würde die Zeiten überdauern? Das klingt wie eine Weissagung.«

»Und du glaubst natürlich an Weissagungen,« stellte er fest.

»Allerdings – um so lieber, wenn sie Gutes verheißen,« gab sie mit einem leichten Lächeln zurück.

»Und man hat dir Gutes verheißen?«

Mit einem unbewußten Zug des Hochmuts um den Mund sah sie den Cäsar an.

»Nicht nur kürzlich erst, nein, auch heute wieder sagte man mir voraus, ich würde dereinst Kaiserin sein.«

Caligula fuhr so heftig vom Sitze auf, daß der Stuhl umstürzte.

»Kaiserin –?!« stieß er mit aufgerissenen Augen hervor.

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