Lew Tolstoi - Auferstehung

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Die Handlung thematisiert die Läuterung der Protagonisten durch moralisches Handeln. Ein adliger Gutsherr, als Geschworener bei Gericht, erkennt in einer angeklagten Prostituierten ein von ihm verführtes Mädchen wieder, verführt in einer Osternacht, dem Fest der Auferstehung Christi. Er fühlt sich mitschuldig an ihrem Schicksal und bemüht sich um eine Urteilsrevision. Er erfährt die ganze Unvollkommenheit des damaligen Rechtssystems und folgt ihr schließlich in Zwangsarbeit und Verbannung. Eine Ehe mit ihm schlägt sie aus, obwohl oder eher weil sie ihn liebt. Sie hat vor, einen anderen Häftling zu heiraten.

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»Sie haben sich wohl verbrannt«, sagte sie und ordnete mit der freien Hand den sich auf lösenden Zopf. Und schwer atmend blickte sie ihm lächelnd, von unten herauf gerade in die Augen.

»Ich wußte gar nicht, daß hier ein Graben ist«, sagte er ebenfalls lächelnd, ohne ihre Hand loszulassen.

Sie rückte zu ihm heran, und ohne zu wissen, wie es geschah, näherte er sich ihrem Gesicht. Sie zog sich nicht zurück, er aber drückte ihre Hand fester und küßte sie auf den Mund.

»Nanu!« rief sie, und mit einer schnellen Bewegung ihre Hand freimachend lief sie von ihm weg.

Als sie an den Fliederstrauch kam, brach sie sich zwei Zweige von den weißen, schon abfallen den Fliederblüten. Sie peitschte sich mit den Blüten das erhitzte Gesicht, blickte sich nach Nechljudow um und ging, mit den Händen fuchtelnd, zu den Spielenden zurück.

Von dieser Zeit an veränderten sich die Beziehungen zwischen Nechljudow und Katjuscha und nahmen jenen besonderen Charakter an, wie sie ihn zwischen einem unschuldigen Jüngling und einem ebenso unschuldigen jungen Mädchen, die sich beide zueinander hingezogen fühlen, zu haben pflegen.

Sobald Katjuscha das Zimmer betrat oder Nechljudow auch nur aus der Ferne ihre weiße Schürze sah, wurde für ihn alles wie von der Sonne beleuchtet, alles wurde interessanter, heiterer, bedeutsamer, das ganze Leben wurde freudevoller. Dasselbe empfand auch sie. Aber nicht nur die Anwesenheit oder Nähe Katjuschas übten auf Nechljudow diese Wirkung aus; von ebensolcher Wirkung war für ihn das bloße Bewußtsein, daß Katjuscha, und für sie, daß Nechljudow existierte. Erhielt Nechljudow einen unangenehmen Brief von der Mutter, oder ging es mit seiner Arbeit nicht recht vorwärts, oder wurde er von jenem grundlosen Trübsinn der Jugend befallen, — er brauchte blos daran zu denken, daß Katjuscha existierte und daß er sie sehen würde, und sogleich hob sich jede Verstimmung.

Katjuscha hatte im Hause viel zu thun, aber sie verstand es, mit allem schnell fertig zu werden und pflegte dann in den freien Augenblicken zu lesen. Nechljudow gab ihr Dostojewskij und Turgenew, die er selbst soeben erst gelesen hatte. Am meisten gefiel ihr »Das Stillleben« von Turgenew. Gespräche gab es zwischen ihnen nur gelegentlich, bei Begegnungen im Korridor, auf der Veranda, auf dem Hof und zuweilen im Zimmer des alten Stubenmädchens der Tanten, Matrjona Pawlownas, mit der Katjuscha zusammen lebte. Dorthin kam Nechljudow bisweilen zu einen Gläschen Thee. Und diese im Beisein Matrjona Pawlownas geführten Gespräche waren die angenehmsten. Waren sie allein, so wurde ihnen das Sprechen schon viel schwieriger. Sogleich begannen die Augen etwas ganz anderes und wichtigeres zu sagen, als der Mund; die Lippen zogen sich zusammen, es wurde den beiden unheimlich mit einander und sie trennten sich schleunigst.

Solche Beziehungen blieben zwischen Katjuscha und Nechljudow während der ganzen Zeit seines ersten Aufenthalts bestehen. Die Tanten bemerkten diese Beziehungen, erschracken und schrieben sogar darüber ins Ausland an Nechljudows Mutter, die Fürstin Jelena Iwanowna. Tante Marja Iwanowna fürchtete, daß Nechljudow mit Katjuscha ein Verhältnis eingehen könnte. Aber ihre Befürchtungen waren grundlos: Nechljudow liebte Katjuscha ohne es selbst zu wissen mit der Liebe der Unschuld, und diese Liebe schützte sowohl ihn als auch sie am besten vor einem Fehltritt. Es fehlte ihm nicht nur jedes physische Verlangen nach ihrem Besitz, sondern der bloße Gedanke an die Möglichkeit solcher Beziehungen zu ihr erfaßte ihn mit Schaudern.

Viel begründeter waren dagegen die Befürchtungen der poetisch angehauchten Sofja Iwanowna, daß Nechljudow mit seinem ungebrochenen, entschlossenen Charakter, wenn er einmal ein Mädchen liebte, es auch ohne Rücksicht auf dessen Herkunft und Stellung heiraten könnte.

Wenn sich Nechljudow damals klar seiner Liebe zu Katjuscha bewußt gewesen wäre und besonders wenn man ihn zu überzeugen gesucht hätte, daß er sein Schicksal mit dem dieses Mädchens nicht verbinden könne und dürfe, — dann hätte es leicht geschehen können, daß er mit seiner Geradlinigkeit zu der Entscheidung gekommen wäre, daß es keine Gründe dagegen gäbe, ein Mädchen zu heiraten, welches man liebe, wer sie auch sei. Aber die Tanten sagten ihm nichts von ihren Befürchtungen, und so fuhr er denn ab, ohne sich seiner Liebe zu Katjuscha bewußt geworden zu sein.

Er war überzeugt, daß seine Neigung zu Katjuscha nur eine der Betätigungen jener damals sein ganzes Wesen erfüllenden Lebensfreudigkeit sei, an der auch das anmutige, heitere Mädchen teilnehme.

Als er aber abfuhr und Katjuscha, die mit den Tanten auf der Freitreppe stand, ihn mit ihren schwarzen, thränenerfüllten, etwas schielenden Augen begleitete, da fühlte er doch, daß er etwas Schönes und Teueres verlasse, was sich nie mehr wieder holen würde. Und es wurde ihm sehr traurig zu Mut.

»Leb wohl, Katjuscha, und hab Dank für alles«, rief er, den Wagen besteigend, über die Haube Sofja Iwanownas hinweg.

»Leben Sie wohl, Dmitrij Iwanowitsch«, sagte sie mit ihrer angenehmen, schmeichelnden Stimme. Sie hielt die Thränen, die ihr in die Augen traten, zurück und lief in den Hausflur, wo sie sich ungestört ausweinen konnte.

Dreizehntes Kapitel

Von der Zeit an sahen sich Nechljudow und Katjuscha drei Jahre lang nicht wieder. Erst als er eben zum Offizier befördert auf dem Wege nach der aktiven Armee zu seinen Tanten einen Abstecher machte, traf er mit Katjuscha wieder zusammen. Jetzt aber war er bereits ein ganz anderer Mensch, wie damals vor drei Jahren, als er dort den Sommer verbrachte.

Damals war er ein ehrlicher, selbstloser Jüngling gewesen, bereit, sich für jede gute Sache aufzuopfern. Jetzt war er ein entarteter, verfeinerter Egoist, der nur seinen Genuß liebte. Damals erschien ihm die Welt Gottes als ein Geheimnis, das er entzückt und freudig zu enträtseln suchte; jetzt war ihm alles in dieser Welt klar und einfach, und bedingt durch die Lebensverhältnisse, in denen er sich befand. Damals war ihm der Verkehr mit der Natur und den Menschen, die vor ihm gelebt, gedacht und gefühlt hatten, mit Philosophen und Dichtern, notwendig und wichtig; jetzt waren es für ihn die menschlichen Einrichtungen und der Verkehr mit den Kameraden. Damals erschien ihm das Weib geheimnisvoll und reizend, ein Wesen, dessen Zauber eben in jenem Geheimnis bestand; jetzt war die Bedeutung des Weibes, eines jeden Weibes außer den eigenen Familienangehörigen und den Frauen der Freunde, eine sehr bestimmte: das Weib war eines der besten Mittel für einen ihm schon bekannten Genuß. Damals brauchte er kein Geld und konnte mit weniger als dem dritten Teile dessen, was er von der Mutter erhielt, auskommen, sogar auf das Gut des Vaters verzichten und es den Bauern schenken; jetzt genügten ihm die tausend fünfhundert Rubel nicht mehr, die ihm die Mutter monatlich gab, und er hatte mit ihr bereits peinliche Geldgespräche. Damals hielt er für sein wirkliches Ich sein geistiges Wesen; jetzt hielt er sein gesundes, rüstiges, animalisches Ich dafür.

Und diese ganze furchtbare Veränderung hatte sich in ihm nur dadurch vollzogen, daß er auf gehört hatte, sich selbst zu glauben und anderen zu glauben begann. Er hatte aber daher auf gehört, sich selbst zu glauben und anderen zu glauben begonnen, weil es zu schwer war zu leben, wenn man sich selbst glaubte. Wenn man sich selbst glaubte, mußte man jede Frage nicht zu Gunsten, sondern fast immer zu Ungunsten seines tierischen, nach leichten Freuden lechzenden Ichs entscheiden. Glaubte man aber anderen, so brauchte man nichts mehr zu entscheiden, alles war schon entschieden und entschieden immer zu Ungunsten des geistigen und zu Gunsten des animalischen Ichs. Und nicht genug, — glaubte er sich selbst, so setzte er sich immer der Verurteilung von Seiten der anderen Leute aus; glaubte er aber anderen, so hatte er den Beifall seiner Umgebung.

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