Lew Tolstoi - Auferstehung

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Die Handlung thematisiert die Läuterung der Protagonisten durch moralisches Handeln. Ein adliger Gutsherr, als Geschworener bei Gericht, erkennt in einer angeklagten Prostituierten ein von ihm verführtes Mädchen wieder, verführt in einer Osternacht, dem Fest der Auferstehung Christi. Er fühlt sich mitschuldig an ihrem Schicksal und bemüht sich um eine Urteilsrevision. Er erfährt die ganze Unvollkommenheit des damaligen Rechtssystems und folgt ihr schließlich in Zwangsarbeit und Verbannung. Eine Ehe mit ihm schlägt sie aus, obwohl oder eher weil sie ihn liebt. Sie hat vor, einen anderen Häftling zu heiraten.

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Wenn z. B. Nechljudow über Gott, über die Wahrheit, über Reichtum und Armut dachte, las oder sprach, so hielt seine ganze Umgebung dieses für deplaciert und beinahe lächerlich, und die Mutter und die Tante nannten ihn mit gutmütiger Ironie: notre cher philosophe. Wenn er aber Romane las, laxe Anekdoten erzählte, lustige Vaudevilles im französischen Theater besuchte und sie dann lustig wiedererzählte, so lobten und ermunterten ihn alle. Als er es für nötig hielt, seine Bedürfnisse einzuschränken, einen alten Mantel trug und keinen Wein trank, so hielten das alle für ein Sonderlingstreiben und renommistische Originalität. Wenn er aber für die Jagd oder zur Einrichtung eines außergewöhnlich luxuriösen Kabinetts viel Geld ausgab, so lobten alle seinen Geschmack und schenkten ihm noch kostbare Sachen dazu. Als er noch keusch war und es auch bis zur Ehe bleiben wollte, so fürchteten seine Verwandten für seine Gesundheit und sogar seine Mutter war durchaus nicht betrübt sondern eher erfreut, als sie erfuhr, daß er ein ganzer Mann geworden war und seinem Kameraden irgend eine französische Dame abspenstig gemacht hatte. An die Geschichte mit Katjuscha, daran, daß ihm der Gedanke hätte kommen können sie zu heiraten, konnte die Fürstin-Mutter nicht ohne Entsetzen denken.

Als Nechljudow nach Erreichung der Volljährigkeit jenes kleine Gut, das er vom Vater geerbt hatte, den Bauern schenkte, weil er den Grundbesitz für etwas Unrechtmäßiges hielt, — da versetzte diese Handlungsweise seine Mutter und seine Verwandten in Schrecken und blieb ein ständiges Ziel für alle möglichen Neckereien und Vorwürfe von Seiten der Verwandten. Man er zählte ihm unaufhörlich davon, daß die Bauern, nachdem sie das Land erhalten, nicht nur nicht wohlhabender geworden waren, sondern anfingen zu verarmen, im Dorf drei Schenken errichteten und ganz und gar aufhörten zu arbeiten. Als aber Nechljudow, nachdem er in die Garde eingetreten war, mit seinen hochgestellten Kameraden soviel verlebte und verspielte, daß Jelena Iwanowna ihr Kapital angreifen mußte, war sie darüber kaum betrübt, sondern meinte, daß das natürlich und daß es sogar gut sei, wenn diese Art Impfung in der Jugend und in guter Gesellschaft vorgenommen würde.

Anfangs kämpfte Nechljudow, aber der Kampf war zu schwer, denn alles das, was er nach seinem eigenen Gewissen für gut hielt, hielten die anderen für schlecht, und umgekehrt, was er seinem Gewissen nach für schlecht hielt, hielt seine ganze Umgebung für gut. Und das Ende war, daß Nechljudow sich ergab, aufhörte sich selbst zu glauben, und anderen zu glauben begann. Und in der ersten Zeit war diese Verleugnung seiner selbst ihm unangenehm. Dieses unangenehme Gefühl hielt aber nicht lange an, und sehr bald empfand es Nechljudow, der um dieselbe Zeit zu rauchen und Wein zu trinken anfing, gar nicht mehr, sondern fühlte sogar eine große Erleichterung.

Und Nechljudow gab sich mit der ganzen Leidenschaftlichkeit seiner Natur dieser neuen, von seiner ganzen Umgebung gebilligten Lebensweise hin, und erstickte die innere Stimme, die nach etwas anderem verlangte. Das begann mit der Übersiedelung nach St. Petersburg und erreichte seine Vollendung mit dem Eintritt in den Militärdienst.

Der Militärdienst demoralisiert überhaupt die Menschen. Er veranlaßt sie zum Müßiggang, das heißt zum Aufgeben jeder vernünftigen und nützlichen Thätigkeit. Er entbindet sie von den allgemeinen menschlichen Pflichten und stellt als Ersatz dafür nur die konventionelle Ehre des Regiments, der Uniform und der Fahne hin, nur die unbeschränkte Gewalt über andere Menschen oder sklavische Unterwürfigkeit vor den Vorgesetzten.

Wenn aber zu dieser demoralisierenden Wirkung des Militärdienstes überhaupt, mit seiner Ehre der Uniform und der Fahne, mit seiner Billigung von Gewaltthätigkeit und Totschlag, wenn sich dazu noch die verderbliche Wirkung des Reichtums und des nahen Verkehrs mit der kaiserlichen Familie gesellen, wie das inmitten der Elite-Regimenter der Garde, in welchen nur reiche und vornehme Offiziere dienen, zu geschehen pflegt, dann führt diese Verderbnis bei den Leuten, die ihr verfallen, einen vollständigen Egoismus-Irrsinn her bei. Und in einem solchen Zustand des Egoismus-Irrsinns befand sich Nechljudow, seitdem er in den Militärdienst eingetreten war und den Lebenswandel begonnen hatte, den seine Kameraden führten.

Man kannte keine andere Arbeit, als in einer vorzüglich sitzenden Uniform, in Helm und Waffen, — alles das nicht selbst, sondern von anderen Leuten gefertigt, geputzt und dargereicht —, auf einem schönen, ebenfalls von anderen Leuten gepflegten und zugerittenen Pferde zum Exerzieren oder zur Parade zu reiten, dort mit seinesgleichen zu galoppieren, die Säbel zu schwingen, zu schießen und in diesem allen auch andere Menschen zu unterrichten. Eine andere Beschäftigung gab es nicht, und die höchstgestellten Persönlichkeiten, jung und alt, der Zar und seine Vertrauten billigten nicht nur diese Beschäftigung, sondern ermunterten zu derselben noch durch Lob und Danksagung.

Außerdem hielt man es für gut und wichtig, in den Offizierskasinos und in den teuersten Restaurants Zusammenkünfte zu veranstalten, wo man das aus unsichtbaren Quellen fließende Geld veraß und vertrank, worauf Theater, Bälle und Frauen folgten, und dann wieder das Reiten, Säbel schwingen, und wieder Geldverschleudern, und Wein und Karten und Frauen.

Ein solches Leben wirkt auf das Militär ganz besonders verderblich, weil ein Nichtmilitär, wenn er dieses Leben führt, nicht umhin kann, sich in der Tiefe seiner Seele dessen zu schämen. Die Militärs aber glauben, daß es so sein müsse, prahlen damit und sind stolz darauf, besonders in Kriegszeiten, wie es auch mit Nechljudow, der nach der Kriegserklärung an die Türkei in den Militärdienst eintrat, der Fall war.

»Wir sind bereit, unser Leben im Kriege zu opfern, und daher ist eine solche sorglose, lustige Lebensweise nicht nur verzeihlich, sondern auch für uns notwendig. So leben wir denn drauf los.«

So dachte Nechljudow, wenn auch nicht ganz klar, in dieser Periode seines Lebens.

Nechljudow feierte in dieser Periode den Triumph der Befreiung von allen sittlichen Fesseln, mit denen er sich früher belastet hatte, und befand sich ohne Aufhören in einem chronischen Zustand des Egoismus-Irrsinns.

In so einem Zustand befand er sich auch, als er nach Verlauf dreier Jahre bei den Tanten wieder einkehrte.

Vierzehntes Kapitel.

Nechljudow besuchte die Tanten, weil ihr Gut auf dem Wege zu seinem bereits vor ausgegangenen Regiment lag, und weil sie ihn sehr darum gebeten hatten; hauptsächlich aber um Katjuscha wiederzusehen. Vielleicht befand sich schon in der Tiefe seiner Seele jene schlimme Absicht in Bezug auf Katjuscha, die ihm der jetzt entfesselte animalische Mensch einflüsterte. Jedoch kam ihm diese Absicht nicht zum Bewußtsein. Er wollte nur einfach den Ort, wo es ihm so wohl gewesen war, und die komischen aber lieben und gutmütigen Tanten, die ihn stets unmerklich für ihn selbst mit der Atmosphäre der Liebe und Bewunderung umgeben hatten, wieder aufsuchen. Auch die liebe Katjuscha, an die ihn so angenehme Erinnerungen fesselten, wollte er wiedersehen.

Er kam bei den Tanten Ende März an, am Charfreitag, bei schlechtestem Wege, unter strömendem Regen, durchnäßt und erfroren, aber rüstig und angeregt, wie er sich zu der Zeit immer fühlte. »Ob sie noch da ist?« dachte er, als er in den bekannten, von einer Ziegelmauer umgebenen altertümlichen Gutshof, an den vom Dach herabgerutschten Schneehaufen vorbei einfuhr. Er hatte erwartet, daß sie auf das Geklingel seiner Schellen herauslaufen würde. Aber auf der Leutetreppe standen nur zwei barfüßige, aufgeschürzte Weiber mit Eimern, die offenbar Dielen scheuerten. Auch auf der Paradetreppe war sie nicht zu sehen; nur der Diener Tichon kam heraus, mit einer vorgebundenen Schürze, augenscheinlich ebenfalls mit dem Aufräumen beschäftigt. Im Vorzimmer erschien Sofja Iwanowna im seidenen Kleide und Haube.

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