William Shakespeare - Ende gut, alles gut

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Ende gut, alles gut (frühneuenglisch All's Well, that Ends Well) ist ein Stück von William Shakespeare, das vermutlich zwischen 1601 und 1603 entstanden ist. Als Lustspiel kann es nicht eindeutig der Gattung der Komödie zugeordnet werden und wird daher allgemein als problem play (Problemstück) oder als dark comedy (dunkle Komödie) bezeichnet. Die literarische Vorlage lieferte eine Novelle aus Boccaccios Decamerone (3. Tag, 9. Geschichte).

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HELENA. Der Himmel bewahre unser armes Jungfrauentum vor Minierern und Luftsprengern! Gibt's keine Kriegspolitik, wie Jungfrauen die Männer in die Luft sprengen könnten? –

PAROLLES. Läßt sich denn ein vernünftiger Grund im Naturrecht nachweisen, das Jungfrauentum zu bewahren? Verlust des Jungfrauentums ist vielmehr verständige Zunahme; und noch nie ward eine Jungfrau geboren, daß nicht vorher ein Jungfrauentum verloren ward. Das, woraus Ihr besteht, ist Stoff, um Jungfrauen hervorzubringen. Euer Jungfrauentum, einmal verloren, kann zehnmal wieder ersetzt werden; wollt Ihr's immer erhalten, so geht's auf ewig verloren; es ist ein zu frostiger Gefährte: weg damit!

HELENA. Ich will's doch noch ein wenig behaupten, und sollt' ich darüber als Mädchen sterben.

PAROLLES. Dafür läßt sich wenig sagen; es ist gegen die Ordnung der Natur. Die Partei des Jungfrauentums nehmen, heißt, seine Mutter anklagen; welches offenbare Empörung wäre. Einer, der sich aufhängt, ist wie solch eine Jungfrau: das Jungfrauentum gleicht einem Selbstmörder, und sollte an der Heerstraße begraben werden, fern von aller geweihten Erde, wie ein tollkühner Frevler gegen die Natur. Das Jungfrauentum brütet Grillen, wie ein Käse Maden, zehrt sich ab bis auf die Rinde und stirbt, indem sich's von seinem eignen Eingeweide nährt. Überdem ist das Jungfrauentum wunderlich, stolz, untätig, aus Selbstliebe zusammengesetzt, welches die verpönteste Sünde in den zehn Geboten ist. Behaltet's nicht; Ihr könnt gar nicht anders, als dabei verlieren. Leiht es aus, im Lauf eines Jahrs habt Ihr zwei für eins; das ist ein hübscher Zins, und das Kapital hat nicht sehr dadurch abgenommen. Fort damit!

HELENA. Was aber tun, um es anzubringen nach eignem Wohlgefallen?

PAROLLES. Laßt sehn! Ei nun, leiden vielmehr, um dem wohlzugefallen, dem es gefällt. Es ist eine Ware, die durchs Liegen allen Glanz verliert; je länger aufbewahrt, je weniger wert: fort damit, solange es noch verkäuflich ist. Nutzt die Zeit der Nachfrage! Das Jungfrauentum, wie eine welke Hofdame, trägt eine altmodische Haube, ein Hofkleid, dem keiner mehr den Hof macht; wie die Schleife am Hut und der Zahnstocher, die jetzt veraltet sind. – –

HELENA.

Nun warten tausend Liebsten deines Herrn,

Eine Mutter, – eine Freundin, – eine Braut, –

Ein Phönix, – eine Feindin und Monarchin, –

Göttin, und Führerin, und Königin,

Ratgeberin, Verräterin, und Liebchen,

Demüt'ger Ehrgeiz und ehrgeiz'ge Demut,

Harmon'sche Dissonanz, verstimmter Einklang,

Und Treu', und süßer Unstern; und so nennt er

'ne Unzahl art'ger, holder Liebeskinder,

Die Amor aus der Taufe hebt. – Nun wird er –

Ich weiß nicht, was er wird, – Gott send' ihm Heil;

Es lernt sich viel am Hof; und er ist einer –

PAROLLES.

Nun, was für einer?

HELENA.

Mit dem ich's gut gemeint; – und schade ist's, –

PAROLLES.

Um was? –

HELENA.

Daß unserm Wunsch kein Körper ward verliehn,

Der fühlbar sei; damit wir Ärmeren,

Beschränkt von unserm neid'schen Stern auf Wünsche,

Mit ihrer Wirkung folgten dem Geliebten,

Und er empfände, wie wir sein gedacht,

Wofür uns kaum ein Dank wird.

Ein Page tritt auf.

PAGE. Monsieur Parolles, der Graf läßt Euch rufen. Ab.

PAROLLES. Kleines Helenchen, leb wohl! Wenn ich mich auf dich besinnen kann, will ich deiner am Hofe gedenken.

HELENA. Monsieur Parolles, Ihr seid unter einem liebreichen Stern geboren.

PAROLLES. Unterm Mars!

HELENA. Das hab' ich immer gedacht: unterm Mars.

PAROLLES. Warum unterm Mars?

HELENA. Der Krieg hat Euch immer so herunter gebracht, daß Ihr notwendig unterm Mars müßt geboren sein.

PAROLLES. Als er am Himmel dominierte.

HELENA. Sagt lieber, als er am Himmel retrogradierte.

PAROLLES. Warum glaubt Ihr das?

HELENA. Ihr geht immer so sehr rückwärts, wenn Ihr fechtet!

PAROLLES. Das geschieht um meines Vorteils willen.

HELENA. So ist's auch mit dem Weglaufen, wenn Furcht die Sicherheit empfiehlt. Aber die Mischung, die Eure Tapferkeit und Eure Furcht in Euch hervorbringen, ist eine schönbeflügelte Tugend, und die Euch wohl ansteht.

PAROLLES. Ich bin so voller Geschäfte, daß ich dir nicht gleich spitzig antworten kann. Ich kehre zurück als ein vollkommner Hofmann; dann soll mein Unterricht dich hier naturalisieren, wenn du anders für eines Hofmanns Geheimnis empfänglich bist und begreifen willst, was weiser Rat dir mitteilt; wo nicht, so stirb dann in deiner Undankbarkeit, und deine Unwissenheit raffe dich hinweg! Leb wohl! Wenn du Zeit hast, sprich dein Gebet; wenn du keine hast, denk' an deine Freunde! Schaff' dir einen guten Mann und halte ihn, wie er dich hält, und so leb wohl! Ab.

HELENA.

Oft ist's der eigne Geist, der Rettung schafft,

Die wir beim Himmel suchen. Unsrer Kraft

Verleiht er freien Raum, und nur dem Trägen,

Dem Willenlosen, stellt er sich entgegen.

Mein Liebesmut die höchste Höh' ersteigt,

Doch naht mir nicht, was sich dem Auge zeigt.

Des Glückes weitsten Raum vereint Natur,

Daß sich das Fernste küßt wie Gleiches nur.

Wer klügelnd abwägt und dem Ziel entsagt,

Weil er vor dem, was nie geschehn, verzagt,

Erreicht das Größte nie. Wann rang nach Liebe

Ein volles Herz, und fand nicht Gegenliebe?

Des Königs Krankheit – täuscht mich nicht, Gedanken;

Ich halte fest und folg' Euch ohne Wanken.

Ab.

Zweite Szene

Paris.

Trompeten und Zinken. Der König von Frankreich, einen Brief in der Hand, und mehrere Lords treten auf.

KÖNIG.

Florenz und Siena sind schon handgemein;

Die Schlacht blieb unentschieden, und der Krieg

Wird eifrig fortgesetzt.

ERSTER LORD.

So wird erzählt. –

KÖNIG.

So weiß man's schon gewiß. Hier meldet uns

Die sichre Nachricht unser Vetter Östreich

Und fügt hinzu, wie uns um schnellen Beistand

Florenz ersuchen wird; es warnt zugleich

Mein teurer Freund uns im voraus und hofft,

Wir schlagen's ab.

ERSTER LORD.

Sein Rat und seine Treu',

So oft erprobt von Eurer Majestät,

Verdienen vollen Glauben.

KÖNIG.

Er bestimmt uns:

Florenz ist abgewiesen, eh' es wirbt. –

Doch unsern Rittern, die sich schon gerüstet

Zum Feldzug in Toskana, stell' ich frei,

Nach ihrer Wahl hier oder dort zu fechten.

ERSTER LORD.

Erwünschte Schule unsrer edeln Jugend,

Die sich nach Krieg und Taten sehnt.

KÖNIG.

Wer kommt?

Bertram, Lafeu und Parolles treten auf.

ERSTER LORD.

Graf Roussillon, mein Fürst, der junge Bertram. –

KÖNIG.

Jüngling, du trägst die Züge deines Vaters.

Die gütige Natur hat wohlbedacht,

Nicht übereilt, dich schön geformt: sei drum

Auch deiner väterlichen Tugend Erbe!

Willkommen in Paris!

BERTRAM.

Mein Dienst und Dank sind Eurer Majestät.

KÖNIG.

O hätt' ich jetzt die Fülle der Gesundheit,

Als da dein Vater und ich selbst in Freundschaft

Zuerst als Krieger uns versucht! Den Dienst

Der Zeiten hatt' er wohl studiert und war

Der Bravsten Schüler. Lange hielt er aus;

Doch welkes Alter überschlich uns beide

Und nahm uns aus der Bahn. Ja, es erquickt mich,

Des Edlen zu gedenken. – In der Jugend

Hatt' er den Witz, den ich wohl auch bemerkt

An unsern jetz'gen Herrn: nur scherzen die,

Bis stumpf der Hohn zu ihnen wiederkehrt,

Eh' sie den leichten Sinn in Ehre kleiden.

Hofmann so echt, daß Bitterkeit noch Hochmut

Nie färbten seine Streng' und seinen Stolz:

Geschah's, so war's nur gegen seines Gleichen.

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