Markus Gammersbach - Lost in Privilege

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Als Vertreter der Millennials gehöre ich zu einer privilegierten Generation, der nahezu alle Möglichkeiten offenstehen. Doch Entscheidungsvielfalt, ständige Vergleiche und die digitale Abhängigkeit treiben viele Millennials in den Zwanzigern in eine Sinnkrise:

Bin ich noch auf dem richtigen Weg?
Kann ich die ganzen Erwartungen erfüllen?
Fühlen sich die anderen auch nicht gut genug?
Wann habe ich endlich Erfolg im Job?
Und warum bin ich eigentlich Single?

Auch ich bin im Sommer 2019 an diesen Punkt gekommen. Getrieben vom großen Wunsch nach Veränderung haben mir Bücher zur Persönlichkeitsentwicklung dabei geholfen, mein Mindset neu auszurichten und meinen Alltag wieder unbeschwerter zu gestalten. Seitdem gehe ich deutlich glücklicher durchs Leben.
Lost in Privilege hat nicht den Anspruch, ein allwissender Ratgeber oder eine vollständige Autobiografie zu sein. Vielmehr möchte ich ausgewählte Ansätze vorstellen und mit persönlichen Erfahrungen zeigen, wie sich dadurch eine Sinnkrise beenden lässt.

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Irgendwann wurden diese zu sich häufenden depressiven Schüben, bis ich mich schließlich wochen- und monatelang leer und niedergeschlagen fühlte. Es brauchte dazu nicht einmal mehr einen triftigen Grund. Ich wachte morgens nach einem erholsamen Schlaf auf und suchte mir bewusst traurige Musik aus, um positive Stimmung gar nicht erst zuzulassen. Einfach nur, weil ich nicht anders konnte. Gesellschaft wurde in dieser Phase für mich verstärkt zur Anstrengung, weshalb ich mich ein bisschen aus meinem Sozialleben zurückzog. Das war allerdings die einzige sichtbare Auswirkung und selbst die ist für einen Teenager, der das Gaming für sich entdeckt hatte, nicht unbedingt verhaltensauffällig. Ich meldete mich in einem Inlineskater-Hockey-Verein an, ging weiter normal zur Schule und besuchte Geburtstage, sodass ich niemandem einen Vorwurf machen kann, dass dies nicht auffiel.

Im Alter von 18 Jahren realisierte ich allmählich, dass es sich dabei nicht einfach um pubertäre Gedankengänge handelte. Nur war ich damals nicht in der Lage, mich anderen zu öffnen, um dieses Thema anzusprechen. Das sollte sich kurz darauf ändern, als ich meine erste Freundin kennenlernte. Sie redete mir schon vor der Beziehung Mut zu, professionelle Hilfe zu suchen, was ich kurz darauf auch tat. Mit 18 zum Therapeuten. Das kennen die meisten nur von Kindern, die in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen sind oder schon früh Schicksalsschläge erlitten haben. In Kombination mit der Beziehung brachten die Gespräche zeitnah etwas Leichtigkeit zurück, die allerdings wieder verschwand, als die Beziehung zwei Jahre später zu Ende ging. Vieles von dem, was ich besiegt geglaubt hatte, wurde wieder freigelegt. Ich hatte Sorge, wieder in dieses Loch zu fallen.

Nach mehreren Monaten tiefer Trauer und sozialen Rückzugs kam ich zum ersten Mal in meinem Leben an einen wichtigen Punkt. Ich realisierte, dass ich für das Beenden eigener Krisen selbst verantwortlich war. Als sich die Emotionen langsam gelegt hatten, schloss ich das Kapitel mit einem Kurzurlaub in Travemünde ab und nahm wieder aktiv am Leben teil.

Das Bachelorstudium

Wahrscheinlich geprägt durch die zahlreichen Urlaube auf Bornholm hatten mich Transportmittel und insbesondere Schiffe schon immer begeistert. Auch mangels sinnvoller Alternativen folgte ich nach dem Abitur erneut meinem Bruder und begann ein duales Studium mit Schwerpunkt Logistikmanagement in meiner Heimatstadt. Für die dreimonatigen Praxisphasen pendelte ich entweder zu meiner Arbeit in der Nähe von Düsseldorf oder zog dort in eine möblierte Wohnung. Da ich meinen Lebensmittelpunkt nicht von zuhause entfernen wollte, verbrachte ich jedes Wochenende bei meinen Eltern.

Der Schritt ins Arbeitsleben traf mich Ende 2013 mit voller Wucht und ich hatte große Probleme mit dem neuen Alltag. Der Tagesablauf, die Verantwortung eines Jobs und die deutlich verringerte Freizeit machten mir schwer zu schaffen. Es dauerte mehrere Monate, bis ich mich an dieses neue Leben gewöhnt hatte. Dann allerdings konnte ich mich voll und ganz auf meine Ausbildung konzentrieren und erste Erfolge im Job verzeichnen. Die interessanteren Geschichten wurden aber verständlicherweise in den Theoriephasen an der Fachhochschule geschrieben. Auch wenn ein duales Studium kein klassisches Studentenleben bietet, holte ich in diesen drei Jahren einiges nach, was ich unter anderem in meiner Jugendzeit versäumt hatte. Speziell in den Sommersemestern gab es Phasen, in denen ich mit meinem Kurs mehrmals die Woche in Köln feiern war und in denen ich merkte, dass ein Singleleben ohne Verpflichtungen und Termine auch Vorteile mit sich bringen kann.

Gleichzeitig merkte ich, wie gut es tat, mein Sozialleben wieder in Gang zu bringen, neue Leute kennenzulernen und enge Freundschaften aufzubauen. Mit der Zeit wurde ich selbstbewusster und taute zunehmend auf. Ein Kommilitone sagte mir am Ende des zweiten Studienjahres, dass ich deutlich aktiver in der Gruppe geworden sei. Zwar agiere ich bis heute in ungewohntem Umfeld zunächst unauffällig, doch war diese Bemerkung für mich ein Zeichen dafür, dass ich mich auf dem richtigen Weg befand.

Später war ich so aufgetaut, dass ich für das obligatorische Auslandssemester von meiner ursprünglichen Idee, an eine renommierte Uni in Schweden zu gehen, absah und stattdessen mit drei Kommilitonen im Frühjahr 2016 nach Riverside in Kalifornien reiste. Ich könnte jetzt berichten, wie faszinierend es war, eine amerikanische Universität zu besuchen und wie sehr ich mich fachlich weiterbilden konnte. Doch ehrlich gesagt standen die dreieinhalb Monate eher im Zeichen persönlicher Entwicklung und einmaliger Erfahrungen. Die Vorlesungen begannen erst vier Wochen nach unserer Ankunft und fanden hauptsächlich abends statt. Zudem hatten wir uns am sogenannten Extension Center eingeschrieben, bei dem die Kurse an maximal drei Tagen in der Woche angeboten wurden. Wir hatten also ausreichend Freizeit, in der wir das Land, die Menschen und die Kultur von Amerika kennenlernen konnten.

Da wir uns zu viert ein Auto gemietet hatten, machten wir unzählige Ausflüge und Roadtrips. Besonders die zahlreichen Nationalparks wie der Yosemite National Park, der Grand Canyon oder das Monument Valley waren beeindruckende Anblicke. In unserem Alltag tauchten wir in den kalifornischen Lifestyle von Los Angeles ein, genossen unser Leben am Pool oder den bekannten Pazifik-Stränden und feierten Partys, wie man sie aus College-Filmen kennt. Es war alles in allem eine aufregende Zeit, an die ich mich für immer gerne zurück erinnern werde.

Zurück in Deutschland musste ich noch ein Semester absolvieren, bis ich im Oktober 2016 in das Vollzeit-Arbeitsleben einsteigen konnte. Meine Bachelorarbeit hatte ich bereits vor dem Auslandssemester abgegeben und bestanden, sodass ich im Grunde »nur« noch ein paar Kurse absitzen musste. Von meinem Dekan wurde mir zum Abschluss des Studiums vermittelt, dass ich Teil der hoffnungsvollen Arbeitnehmer von morgen sei und möglichst zügig eine erfolgreiche Karriere einschlagen sollte.

Genau deshalb hatte ich möglicherweise ein großes Problem damit, nach meinem Studium zunächst als Sachbearbeiter einzusteigen. Ich redete mir ein, ich sei für deutlich mehr berufen und wollte am besten direkt die Assistenz der Niederlassungsleitung werden. Heute weiß ich, dass dieser Schritt für mich sehr sinnvoll war. Zum einen hatte ich das Glück, in ein aufgeschlossenes und hilfsbereites Team zu kommen, mit dem ich auch außerhalb der Arbeit etwas unternehmen konnte. Zum anderen schaffte ich dadurch notwendige Grundlagen für meine weitere berufliche Laufbahn.

Besondere Erfahrungen

Ich glaube, es ist nichts Besonderes, dass ich mit Mitte 20 meinen Einstieg ins Arbeits- bzw. Studentenleben gefeiert habe, neue Leute kennengelernt habe, viele neue Eindrücke gesammelt und gleichzeitig auch persönliche Rückschläge erlitten habe. All diese Erfahrungen zählen meiner Meinung nach zu normalen Umständen, die wir alle wahrscheinlich so oder so ähnlich schon erlebt haben und aus denen wir unsere ganz eigenen Erkenntnisse gewonnen haben. Abgesehen davon trägt jeder Mensch allerdings noch ganz persönliche Erfahrungen mit sich, die in dieser Form nur wenige andere erlebt haben. Das können normale Alltagssituationen sein oder aber Gefahrensituationen, die besonders prägend waren.

Auch ich habe solche Erfahrungen gemacht, von denen ich im Folgenden kurz berichten möchte. Das mache ich nicht nur, weil ich so gerne erzähle, sondern vor allem, weil sie einen nachhaltigen Einfluss auf mich hatten. Die drei kleinen Geschichten spielten sich dabei alle im Zeitraum von 2016 bis 2017 ab.

Die erste Erfahrung war der Besuch von Ground Zero in New York, wo wir auf der Rückreise aus Kalifornien für ein paar Tage stoppten. Eventuell kennen viele das Memorial aus Dokumentationen oder waren selbst schon einmal dort. Für alle anderen möchte ich eine kurze Beschreibung geben. Neben dem 2015 neu eröffneten One World Trade Center sind zwei riesige quadratische Brunnen in den Boden eingelassen, die den Grundrissen der ehemaligen Twin Towers entsprechen. In den Rand der Brunnen sind die Namen der über 2.700 Todesopfer der Anschläge vom 11. September 2001 graviert.

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