Franziska Hartmann - Doran

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Dorans Welt besteht aus Farben, die niemand außer ihm sieht. Farben, die nur er deuten kann. Denn Doran ist ein Seher. Als er und seine Geschwister aufgrund ihrer Abstammung von einem Feuergeist hingerichtet werden sollen, kann Doran entkommen. Doch seine Familie wird durch die Umstände zerrissen. Seine Suche nach einer neuen Heimat führt ihn aus der Stadt Glenbláth hinaus ins Tal der Feuergeister und von dort schließlich in den Wald der magischen Wesen. Während seiner anhaltenden Flucht vor den Menschen gewinnt er immer mehr Zugang zu seinen seherischen Fähigkeiten und trifft auf neue Freunde, einen abenteuerlustigen Waldelfen und eine treue Räbin, die ihn Hoffnung schöpfen lassen. Doch zugleich konfrontiert die Reise ihn immer wieder mit seiner Vergangenheit und einer Frage, die ihn nicht loslässt: Ist er wirklich das Monster, das die Menschen in ihm sehen?

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Die Trévarda. Das waren die Bäume, die das Tal direkt umgaben, wie ein schützender Wall. Ich erkannte sie sofort. Denn im Gegensatz zu den anderen Bäumen und Pflanzen waren sie wie die Feuergeister und Menschen von bunten Farben umgeben. Manchmal konnte ich auch Pflanzen einen Hauch einer bunten Aura entnehmen, aber ihre Farbvielfalt war sehr begrenzt. Die Trévarda jedoch offenbarten mir ihre Wesenszüge, ihre Weisheit und ihre Lebendigkeit mit keiner geringeren Intensität als Lebewesen aus Fleisch und Blut.

Als wir das Tal verließen und den Hang hinauf zum Wald stapften, warf ich einen Blick über die Schulter. Der Ausblick auf die Siedlung war wundervoll. Ich schaute auf die zahlreichen Baumhäuser herab, erkannte die Heilerhütten auf der linken Seite und erhaschte zum ersten Mal auch einen Blick auf das gläserne Schloss, in dem die Herrin der Feuergeister leben sollte. Es machte seinem Namen alle Ehre. Die gesamte Fassade bestand aus Glas, jeder einzelne der Türme, das Dach, einfach alles. Zu gerne hätte ich dieses Gebäude einmal betreten, um zu sehen, ob darin ebenfalls alles aus Glas bestand. Ebenso gern wäre ich auf den Feuerberg gestiegen, der sich hinter der Siedlung in den Himmel erhob. Von dort oben musste man einen atemberaubenden Ausblick haben. Sicher konnte man bis zur Stadt schauen. Und die Farben mussten von dort so friedlich aussehen. Aus der Ferne wirkten sie meist viel weniger bedrohlich, als wenn ich mich mitten unter ihnen befand.

„Hör auf zu träumen, Zwerg!“, rief Bryos mir zu.

Rasch löste ich mich von der herrlichen Aussicht und lief Bryos hinterher, der bereits am Rand des Waldes angekommen war und dort auf mich wartete. Bevor ich den Wald betrat, blieb ich stehen und legte den Kopf in den Nacken. Die Trévarda waren gigantisch. Sie wuchsen noch höher als die anderen Bäume und wirkten kräftiger. Zudem schienen jetzt, wo ich direkt vor ihnen stand, die vielen Farben, die sie umgaben, noch leuchtender und dichter. Sie wirkten beinahe wie eine undurchdringbare bunte Wand. Bryos war schon vor mir im Farbenmeer verschwunden. Es kostete mich etwas Überwindung, dieses ebenfalls zu betreten. Es war, als würde ich durch schweren, farbigen Nebel gehen und ich hatte Sorge, dass ich mich darin verlieren würde. „Bryos, warte auf mich!“, rief ich unsicher. Er war nicht weit weg, doch je weiter er sich entfernte, desto schwieriger war es für mich, ihn durch den Farbnebel im Auge zu behalten. Meine Schläfen pochten.

„Wie aufregend, ein Halbblut!“

Ich schrak zusammen, als ich die dunkle, kratzige Stimme hörte. Geschwind drehte ich mich herum und suchte nach der Person, die zu mir gesprochen hatte. Doch ich entdeckte niemanden.

„Hier, du Dummerchen. Rechts neben dir.“

Ruckartig drehte ich mich nach rechts. Doch auch da war nichts. Nur einer der breiten, riesigen Bäume. Ich stutzte kurz. „Der Baum spricht“, murmelte ich.

„Lehrt man euch Sprösslinge nichts über uns Trévarda? Natürlich spreche ich! Nicht jeder kann mich hören, aber du offensichtlich schon.“ Der Baum klang schwer gekränkt.

„E… es tut mir leid.“ Ich senkte entschuldigend den Kopf. Als ich mich wieder aufrichtete, befanden sich dort, wo gerade noch rissige Rinde den gesamten Stamm umhüllt hatte, zwei hölzerne Augen. Der Baum starrte mich an. Und ich starrte zurück.

„Ist der Feuergeist da drüben dein Vater?“ Der Baum reckte einen seiner mit großen, dunkelgrünen Blättern bestückten Äste Richtung Bryos.

Ich starrte ihn nur weiter an.

„Ich habe dich etwas gefragt.“

Mit Mühe fand ich meine Sprache wieder. „Ja, ich meine nein!“, haspelte ich. „Er ist ein Freund.“

„Und was wollt ihr im Wald?“

„Holz sammeln“, antwortete ich. „Zum Schnitzen.“

„Seid vorsichtig“, warnte der Baum mich. „Ich habe erst kürzlich Jäger hier in dieser Umgebung gesehen.“

„Jäger?“, wiederholte ich und verstand die Warnung nicht recht. Warum sollte uns ein Jäger, der Wild erlegen wollte, gefährlich werden?

„Keine gewöhnlichen Jäger“, erklärte der Baum. „Die Menschen jagen magische Wesen.“

Ein eiskalter Schauer lief mir den Rücken hinunter. „M… magische Wesen?“, fragte ich eingeschüchtert und kam mir ziemlich beschränkt vor, weil ich erneut nur die Worte des Baumes wiedergab.

„Solange ihr in der Nähe seid, werden wir Trévarda euch behüten. Doch ich schätze, zum Holzsammeln werdet ihr noch tiefer in den Wald gehen. Dort können wir nichts für euch tun“, erklärte der Baum. „Aber nun geh! Und informiere deinen Freund!“

Angespannt blickte ich mich nach Bryos um. Ich konnte ihn nicht entdecken. „Danke, Baum“, sagte ich hastig und begann, in die Richtung zu rennen, wo ich Bryos zuletzt gesehen hatte.

„Mein Name ist Cirian“, rief der Baum mir hinterher. „Viel Glück!“

Ich lief, so schnell ich konnte. Zum Glück fand ich Bryos schon bald wieder.

„Bryos!“, keuchte ich, als ich aus dem bunten Farbnebel heraustrat und neben ihm zum Stehen kam. „Bryos, ich…“

„Da bist du ja. Siehst du diesen Baum hier?“ Bryos deutete auf einen breiten Baum mit einer relativ glatten und hellen Rinde. Seine Blätter waren klein und ellipsenförmig. „Das Holz einer Nevia ist ein Traum zum Schnitzen. Weich und dennoch robust. Du findest hier einige Bäume dieser Art. Such dir ein paar schöne Äste raus, ich werde mich um etwas größere Holzstücke kümmern. Bevor du dich ans Werk machst, vergiss nicht, dich bei der Nevia für ihre Spende zu bedanken.“

Ich sollte mich bei einem Baum bedanken? Na gut, nachdem ich mich gerade mit Cirian unterhalten hatte, war dieser Gedanke tatsächlich gar nicht mehr so abwegig. Während ich mir meinen Auftrag durch den Kopf gehen ließ, drohte Bryos, schon wieder aus meinem Blickfeld zu verschwinden.

„Bryos!“, rief ich ihm nach und folgte ihm. „Meinst du nicht, wir sollten lieber zusammenbleiben?“

Bryos lachte. „Junge, hast du etwa Angst im Wald?“

Ja, habe ich. „Ich muss dir etwas sagen.“ Bryos drehte sich zu mir um und sah mich erwartungsvoll an. „Da war ein Baum, der hat zu mir gesprochen und…“

Ein Zischen in der Luft unterbrach mich. Die Ereignisse, die darauf folgten, geschahen viel zu schnell, als dass ich überhaupt begreifen konnte, was passierte. Bryos‘ Farben erblassten schlagartig. Gleichzeitig riss er die Augen weit auf, ehe nicht nur die Farben, sondern auch der Glanz in seinen Augen vollkommen erlosch. Ich hatte diesen Gesichtsausdruck erst ein einziges Mal bei Bryos gesehen. Das war vor gut einer Woche gewesen. Mir wurde eiskalt. Mein Blick rutschte etwas tiefer. In Bryos‘ Brust steckte ein Pfeil. Bryos schwankte. Ich war vollkommen unfähig zu reagieren. Wie versteinert stand ich dort und sah zu, wie Bryos vornüber kippte und mit einem dumpfen Geräusch im Gras landete. Mir kam es vor, als würde die Zeit langsamer vergehen. Ich ließ meine Säge fallen, drehte mich um und fühlte mich, als würde ich jede meiner Bewegungen unter Wasser ausführen. Als würde ich gegen einen unsichtbaren Widerstand ankämpfen. Ein seltsames Rauschen legte sich auf meine Ohren, während ich fieberhaft versuchte herauszufinden, wo der Pfeil hergekommen war. Ein Teil von mir wollte zu Bryos rennen, wollte versuchen, ihm zu helfen, wollte um Hilfe rufen. Ein anderer wusste, dass ich mich genau in die Schusslinie begeben würde, würde ich zu Bryos eilen. Und zudem, dass ich Bryos nicht mehr helfen konnte. Seinen Körper umgaben so viele Farben wie kalten Stein – gar keine.

Ich entdeckte keine Person. Doch ich erkannte Farben zwischen ein paar Büschen in der Ferne. Flink bewegte ich mich hinter einen Baum, der mir hoffentlich Schutz bieten würde. Mein Herz schlug mir bis zum Hals, es war, als hätte mir jemand ein Seil um die Brust geschnürt und ich hatte das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen. Fieberhaft überlegte ich, was ich nun tun sollte. Die Trévarda waren nicht weit entfernt. Wenn ich es zu ihnen schaffen würde, wäre ich vermutlich wesentlich sicherer als dort, wo ich mich nun befand. Doch um direkt zu ihnen zu laufen, hätte ich mich aus meinem Versteck begeben müssen. Ob der Bogenschütze noch da war und auf mich lauerte? Vorsichtig lugte ich am Baumstamm vorbei zum Gebüsch. Die Farben waren weg. Doch das beruhigte mich keinesfalls. Wenn er nicht mehr im Gebüsch hockte, wo war er dann? Langsam trat ich hinter dem Baum hervor, mit meinen Augen wachsam die Gegend absuchend. Das Rauschen auf meinen Ohren ließ nach. Stattdessen hörte ich nur das leise Rascheln des Grases unter meinen Füßen. Plötzlich ertönte hinter mir ein Knacken. Ich fuhr herum. Doch da war niemand. Es war nur ein Eichhörnchen gewesen, das von Ast zu Ast gesprungen war und dabei das Holz zum Knirschen gebracht hatte.

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