Franziska Hartmann - Doran

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Dorans Welt besteht aus Farben, die niemand außer ihm sieht. Farben, die nur er deuten kann. Denn Doran ist ein Seher. Als er und seine Geschwister aufgrund ihrer Abstammung von einem Feuergeist hingerichtet werden sollen, kann Doran entkommen. Doch seine Familie wird durch die Umstände zerrissen. Seine Suche nach einer neuen Heimat führt ihn aus der Stadt Glenbláth hinaus ins Tal der Feuergeister und von dort schließlich in den Wald der magischen Wesen. Während seiner anhaltenden Flucht vor den Menschen gewinnt er immer mehr Zugang zu seinen seherischen Fähigkeiten und trifft auf neue Freunde, einen abenteuerlustigen Waldelfen und eine treue Räbin, die ihn Hoffnung schöpfen lassen. Doch zugleich konfrontiert die Reise ihn immer wieder mit seiner Vergangenheit und einer Frage, die ihn nicht loslässt: Ist er wirklich das Monster, das die Menschen in ihm sehen?

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„Sieh einer an, Bryos, hast du etwa einen Lehrling?“

Bryos und ich schauten auf. In mir zog sich alles zusammen. Vor dem Verkaufsstand stand jener Mann, den ich vorhin noch angerempelt hatte.

„Und wie oft hat er sich schon in den Finger geschnitten?“, fragte er schnippisch.

„Kein einziges Mal, Koto. Er ist ein sehr talentierter Junge“, lobte Bryos mich.

Koto hob eine Augenbraue. „Kaum zu glauben.“

Ich wusste, dass er mir meine Unachtsamkeit noch immer übel nahm. „Verzeiht mein Missgeschick von vorhin, Herr“, entschuldigte ich mich zum wiederholten Male.

„Missgeschick?“, fragte Bryos.

„Dein Junge scheint Schwierigkeiten zu haben, auf seinen Weg zu achten. Aber wen wundert es. Ich schätze, er leidet unter einer Augenkrankheit?“

Das war vermutlich das erste Mal, dass ich mich nicht für mein goldenes, sondern für mein braunes Auge schämte.

Bryos schaute zu mir. Jetzt erst wurde mir bewusst, dass Bryos überhaupt nichts von mir und meiner Abstammung wusste.

„Ich…“, begann ich unsicher. „Ich bin ein Halbblut, Herr. Mein Vater ist ein Feuergeist, meine Mutter ein Mensch. Das ist der einzige Grund, weshalb ich zwei verschiedene Augenfarben habe. Doch ich sehe mit beiden Augen sehr gut.“ Manchmal zu gut für meinen Geschmack.

„Halb Mensch, dann wundert es mich noch weniger. Bryos“, sein Blick wanderte zu dem Holzschnitzer und meine Anwesenheit schien vergessen, „ich suche ein besonderes Geschenk für meine Frau, morgen ist unser Jahrestag. Sie ist sehr angetan von deinen Halsketten. Sie sah vor kurzem einen Anhänger in Form einer Rose.“

„Den habe ich leider erst gestern verkauft“, antwortete Bryos. Er stand auf und trat dichter an den Tresen. „Doch ich bin mir sicher, dass Doran dir bis heut Nachmittag eine neue Rose anfertigen kann.“

Ich begann, schneller zu atmen, als Bryos mich erwähnte. Wie er die Worte aussprach, klang es wie eine Herausforderung.

Kotos Augen wurden zu schmalen Schlitzen. „Ich muss sichergehen können, dass es heute fertig und solch ein schönes Exemplar wird, dass es meiner Frau gerecht wird. Diese Arbeit sollte nicht von einem…“ Sein Blick wanderte kurz zu mir. Ich wollte ihm standhalten, doch ich musste wegsehen. Nicht wegen seines Blickes, sondern wegen seiner rötlich flammenden Aura, die mir entgegensprühte und erneut Kopfschmerzen bereitete.

Ehe Koto seinen Satz beenden konnte, unterbrach Bryos ihn. „Mein Schüler macht äußerst gute Arbeit. Sogar ich könnte noch von ihm lernen. Und wenn du dir solche Sorgen um die pünktliche Fertigstellung der Kette machst, solltest du dich zukünftig wohl früher um ein Geschenk für deine Liebste bemühen.“

Ich schaute vorsichtig wieder auf und beobachtete, wie Kotos Kopf rot anlief. Während er Bryos wütend anfunkelte, trat vor Anspannung an seiner Stirn eine Ader hervor. Dann starrte er wieder zu mir. „Ich komme wieder, wenn die Sonne beginnt, hinter den Feuerberg zu sinken. Ich erwarte, dass die Kette dann fertig ist.“

Er drehte sich um und wollte gerade gehen, da hielt Bryos ihn mit einem lauten Räuspern auf. „Koto, mein Freund, Auftragsarbeiten erfordern eine Anzahlung.“

Koto fuhr mit einem Ruck herum. Der leuchtende Zorn, der ihn umgab, machte mir Angst. Aber Bryos schien sich nicht daran zu stören, seinen Kunden weiter zu verärgern. Koto griff in einen Lederbeutel, der an seinem Gürtel hing und fischte eine silberne Münze heraus. Er schlug sie mit der flachen Hand auf den Tisch, dass die Waren auf der Tischplatte hüpften und teilweise umkippten. „Zwanzig Rhipa. Ich hoffe, dir ist bewusst, dass du einen reichlich Gewinn bringenden Kunden weniger hast, wenn du heute Nachmittag mit leeren Händen dastehst“, knurrte er.

Bryos lächelte freundlich. „Gewiss. Vielen Dank für deinen Auftrag. Wir sehen uns heute Nachmittag.“

Koto wandte sich mit einem letzten finsteren Blick ab und stapfte davon. Bryos nahm die Münze, die auf dem Tisch lag, und legte sie in eine Holzkiste, die er unter dem Tisch verstaut hatte.

„Dann mach dich mal an die Arbeit, Doran. Wir wollen doch nicht, dass der gute Herr demnächst unter freiem Himmel schlafen muss, weil seine Frau ihn des Hauses verwiesen hat“, scherzte Bryos, während er die umgefallenen Figuren wieder aufstellte und es sich dann auf seinem Hocker bequem machte.

Aufgeregt legte ich meinen angefangenen Drachen beiseite und stürzte zu dem Sack mit den Holzstücken.

Bryos lachte. „Ruhig Blut, Junge!“ Als ich mit einem kleinen Holzstück wieder auf das Sitzkissen rutschte, beugte Bryos sich zu mir herunter und legte mir eine Hand auf die Schulter. „Bevor du anfängst, Doran, lass mich dich eine weitere Lektion lehren.“

Erwartungsvoll sah ich zu ihm auf.

„Lass dir niemals von einer Person sagen, was du nicht kannst. Vor allem dann nicht, wenn diese Person dich nicht kennt.“ Bryos zwinkerte mir zu und lehnte sich wieder zurück.

Es dauerte einen Moment, ehe ich mich wieder dem Schnitzen widmen konnte. Mit dieser Lektion hatte ich nicht gerechnet. Bryos machte sich schweigend wieder ans Werk. Doch ich konnte nicht anders, als ihn weiter anzustarren. Seine warmen Farben umhüllten ihn sanft. Nichts an ihnen deutete darauf hin, dass die Auseinandersetzung mit Koto ihn in irgendeiner Weise aufgewühlt hatte.

Plötzlich verzogen sich Bryos‘ Mundwinkel zu einem amüsierten Lächeln. „Hast du sein Gesicht gesehen, als ich die Anzahlung von ihm verlangt habe?“ Er lachte leise vor sich hin.

Nachdem ich meine anfängliche Verwunderung abgelegt hatte, musste auch ich grinsen.

„Und wie er rot angelaufen ist?“, lachte Bryos weiter, ein schalkhaftes Funkeln in den Augen. „Immer wieder herrlich, wie man mit den richtigen Worten den Spieß umdrehen kann.“ Dann hörte er auf zu lachen und sah mich ernst an. „Bist du bereit für noch eine Lektion?“

Ich nickte.

„Worte sind die beste Waffe.“

„Worte… eine Waffe?“, fragte ich.

Bryos nickte. „Worte sind ein wundervolles Werkzeug. Worte können klären. Worte können beruhigen. Und Worte“, das Lächeln kehrte in sein Gesicht zurück, „können deine Feinde in die Flucht schlagen.“

Ich dachte an Koto, der wutentbrannt davongelaufen war. Und auch wenn ich Angst gehabt hatte, hatte ich das Gespräch zwischen ihm und Bryos doch recht fasziniert verfolgt. Ich hätte niemals gewagt, auf die Weise mit Koto zu sprechen, wie Bryos es getan hatte.

„Ich glaube, Schnitzen kann ich dich nicht lehren. Das kannst du bereits“, überlegte Bryos laut. „Aber ein paar schlagfertige Worte könntest du gebrauchen. Denn auf solche Miesepeter wie Koto wirst du immer wieder treffen.“ Es folgte eine nachdenkliche Pause. „Nun aber an die Arbeit.“ Er deutete auf das noch immer unbearbeitete Holz in meiner Hand.

Eifrig begann ich zu schnitzen. Ich mochte Bryos von Stunde zu Stunde mehr. Ich wollte alles lernen, was er mir beizubringen hatte. Schnitzen. Messerschleifen. Und Worte.

EIN GUTER HÄNDLER

„Was hat Koto eigentlich gegen Menschen?“, fragte ich Bryos, als wir eine Mittagspause einlegten.

Bryos hatte uns mit Fleisch gefüllte Pasteten besorgt. Der Bäcker des Tales sollte vor allem für seine köstlichen Pasteten bekannt sein. Nun verstand ich warum. Ich war mir sicher, nie etwas Leckereres gegessen zu haben.

„Bezüglich der Menschen gibt es zwei verschiedene Arten von Feuergeistern: Die einen sind wie Koto. Sie halten nicht viel von ihnen, weil ihre Sinne längst nicht so stark ausgebildet sind wie unsere. Sie besitzen keine magischen Kräfte, sind schwach und zerbrechlich. Und in Kotos Augen damit minderwertig.“ Bryos nahm einen großen Schluck aus einer Wasserflasche, die er uns ebenfalls herangeschafft hatte. „Dann gibt es aber auch noch jene Feuergeister, die genau diese Zerbrechlichkeit, die Andersartigkeit, anziehend finden. Sie sind nahezu vernarrt in die Menschen. Sie lieben sie. Wie dein Vater.“

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