Peter Splitt - Die Liebesfalle

Здесь есть возможность читать онлайн «Peter Splitt - Die Liebesfalle» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Die Liebesfalle: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Die Liebesfalle»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Katharina Böhm wächst mit ihrer Zwillingsschwester Anni und ihren Eltern Edelgard und Pavel, in der ehemaligen DDR auf. Als ihr Vater die Familie verlässt, hält sich ihre Mutter mit Männerbekanntschaften über Wasser und steckt Katharina in ein staatliches Erziehungsheim. Geschlagen, misshandelt, vergewaltigt und weggesperrt, erlebt sie ein acht Jahre andauerndes Martyrium, das erst mit dem Erreichen ihrer Volljährigkeit und der Entlassung aus dem Jugendwerkhof ein Ende findet. Ihr erster Schritt in Freiheit führt sie zu den Russen, wo sie völlig naiv und weltfremd, den direkten Kontakt zum KGB sucht. Ihr Ansprechpartner, Oberst Kurganow, erkennt sofort welches Potential in ihr steckt und will sie als Agentin auszubilden. Doch ihr Vertrag beinhaltet auch klein gedrucktes: Katharina soll Hemmungen und Scham über Bord werfen und auch ihren eigenen Körper in den Dienst der Sache stellen. Was das bedeutet, zeigt ihr Anika, eine alternde Agentin, die jahrelang für den KGB als Sex-Spionin gearbeitet hat und nun den Nachwuchs ausbildet. Die nicht gerade prüde Katharina ist einigermaßen geschockt und hofft gewisse sexuelle Praktiken niemals in der Praxis anwenden zu müssen.

Die Liebesfalle — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Die Liebesfalle», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Ich hatte versucht, die Fassung zu bewahren, als der Brief von seinem Tod gekommen war. Der Brief, von einem gewissen Notar Lehmann aus Göttingen aufgesetzt, hatte mich über Umwege erreicht. So einfach kam niemand an meine Adresse heran. Danach hatte ich zum ersten Mal mit Tante Ingeborg telefoniert. Obwohl ich mich bei dem Telefonat sehr bemüht hatte, meine Emotionen unter Kontrolle zu halten, musste sie sofort gespürt haben, wie nervös ich gewesen war. Beinahe vermochte ich mir das Telefongespräch nicht mehr ins Gedächtnis zurückzurufen, denn zu sehr hatte die Nachricht von Vaters Tod meine Gefühle und Sehnsüchte im Keim erstickt. Etwas begann an meinem Inneren zu nagen. Etwas, dass mich nicht mehr loslassen wollte.

Nach gut zehn Stunden Flugzeit verlor der Airbus A 320 der Lufthansa langsam an Höhe und war im Begriff, sich dem Rhein-Main-Flughafen von Frankfurt zu nähern. Ich drückte meine Nase gegen das ovale Fenster und beobachtete die Umgebung des Flughafens in der grellen Herbstsonne. Die Umstände, die zu meiner Reise geführt hatten, kamen mir jetzt fantastisch vor, und doch freute ich mich irgendwie auf die Rückkehr in meine Heimat. Die Räder des enormen Jets berührten den Boden und verursachten eine Erschütterung in der Kabine. Einige der Passagiere applaudierten, froh, wieder festen Boden unter ihren Füßen zu wissen. Das Flugzeug blieb nach einem letzten Rütteln endlich stehen, der Lärm der Motoren verstummte. Eine allgemeine Mobilität machte sich unter den Passagieren breit, als sie auf das Verlassen der Maschine vorbereitet wurden. Ich blieb noch sitzen und beobachtete die Wolken über dem Himmel der Main-Metropole. Fast kam es mir so vor, als wollten sie sagen: „Herzlich willkommen daheim in Deutschland.“

Letztendlich erhob ich mich aber doch, verließ den Flieger durch die Vordertür und folgte der Menge auf dem schmalen Gang hinüber zur Abfertigung meines Inlandsfluges nach Hannover. Die Menschenmenge sammelte sich um mich herum, aber niemand schien etwas anderes zu sein als einfach ein Reisender ohne Eile.

Kapitel 2

Oktober 2002

Ich mietete mir am Flughafen Hannover Langenhagen einen Leihwagen und fuhr auf die Autobahn 7 in Richtung Hildesheim. Unterwegs musste ich tanken. Ich fühlte mich sicherer, wenn der Tank voll war. Außerdem brauchte ich eine Straßenkarte. Benzin und Karte bezahlte ich mit meiner Kreditkarte, aber da waren auch noch die Kaugummis, die ich mir ausgesucht hatte. Die wollte ich bar bezahlen. Ein paar D-Mark Münzen hatte ich noch dabei.

„Das macht einen Euro“, sagte die Angestellte an der Kasse, während sie etwas in die Tastatur eintippte.

„Wie bitte?“ Ich glaubte, mich verhört zu haben. Dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ab dem Januar dieses Jahres hatte man in Europa den Euro eingeführt. Auch davon hatte ich gelesen. Besonders, dass sich die Menschen nicht so richtig mit der neuen Währung anfreunden konnten. Jetzt verstand ich auch, warum. Einen Euro für die Kaugummis. Das waren nach meiner Rechnung zwei D-Mark. Unglaublich! Ich ließ die Kaugummis liegen, stieg in meinen Leihwagen und fuhr weiter nach Göttingen. Mittlerweile war es Abend geworden, und ich spürte die Auswirkungen der langen Reise. Ich war jetzt gute achtzehn Stunden unterwegs, das mehrfache Umsteigen mit eingerechnet. Die Adresse, die mir Tante Ingeborg genannt hatte, lag im Ostteil der Stadt. Als ich von der A 7 abfuhr, landete ich im Westen. Ich hielt kurz an, schaute auf die Karte. Göttingen war nur als kleiner Punkt zu erkennen. Das half mir nicht weiter. Ich erkundigte mich bei einem Passanten. Er schickte mich über die B 3 und B 27 zum Stadtwald. Hier befand sich das sogenannte Villenviertel. Es erstreckte sich den Hang des Göttinger Waldes hinauf – eine feine Wohngegend.

Ich hatte es geschafft, parkte den Wagen auf dem Seitenstreifen und sah mich um. Bereits aus größerer Entfernung erkannte ich die niedrige hölzerne Gartenpforte im Licht der untergehenden Sonne. Es folgte ein grün angelaufenes, weit heruntergezogenes Satteldach, das das weiß getünchte Haus darunter fast völlig verdeckte. Ich atmete tief durch, als ich den Garten sah. Die rötliche Erde, die durch das Grün schimmerte, die würzige, warme Feuchtigkeit, die von ihr aufstieg, die bunten Schmetterlinge auf den unzähligen Blüten sowie der natürlich parfümierte Duft beruhigten mich. Ich ging um das Haus herum, rollte meinen Koffer hinter mir her. Großblättrige Pflanzen wucherten bis in die breiten Kronen der Bäume und ließen die letzten Sonnenstrahlen in grün-goldenen Flecken auf der erwärmten Erde tanzen. Zwei Elstern turnten an den Halmen eines dichten Lorbeerbusches. Auf den steinigen Wegen hatten die Pflanzen begonnen, sich ihren Grund zurückzuerobern. Naturbelassen nannte man das wohl.

Dann stand ich vor einer Holzveranda mit einem Geländer aus gitterartigem Zaungeflecht. Hier blätterte langsam die Farbe ab, ein neuer Anstrich war überfällig. Ich ließ meinen Koffer einfach stehen, stieg vorsichtig die kleine Holztreppe hinauf und betrat den warmen Holzboden der Veranda. Hier und da huschte ein Käfer vor mir über die ausgelatschten Bohlen. Die Fenster des Hauses standen offen, genauso wie die Eingangstür. Ich blickte an der hellen Fassade empor und empfand ein unerwartetes Bedauern. Wie schön doch dieses Haus war. Ein echtes Schmuckstück in einer Straße, in der selbst unbebaute Grundstücke bereits ein Vermögen kosteten. Es war Vaters Haus gewesen. Er hatte es in sein Heim verwandelt. Ich versuchte, mich an ihn zu erinnern, aber es gelang mir nicht. Ich hatte nicht die leiseste Ahnung, wer er gewesen war. Nur manchmal erinnerte ich mich an ein Gespräch, das sich seit meinen Kindertagen fest in meinem Kopf verankert hatte. Es war das letzte Mal, dass ich meine Eltern miteinander hatte streiten hören.

„Du sagst mir nie, dass ich hübsch aussehe! Wieso eigentlich nicht?“

„Ich sag es dir doch andauernd, Liebling, aber du hörst ja niemals zu.“

Ich hörte das ferne Rascheln einer Zeitung. Vater las immer in der Zeitung.

„Lass uns doch mal wieder tanzen gehen.“

Keine Antwort.

„Hast du gehört, was ich gesagt habe? Ich sagte, gehen wir doch mal wieder tanzen …“ Mutters Stimme klang verärgert und schrill.

Wieder folgte ein Zeitungsrascheln. „Du hast doch getrunken!“

„Nein, habe ich nicht!“

„O doch, ich rieche deine Alkoholfahne bis hierhin.“ Vater würdigte Mutter keines Blickes, während er diese Worte sagte.

Ich stellte mir vor, wie sie schmollte.

„Gut, dann gehen wir eben nicht tanzen. Wie sieht es denn mit dem Kino aus? Ich war schon so lange nicht mehr im Kino.“

„Ich habe jetzt keine Lust. Geh doch mit einer deiner Freundinnen ins Kino.“

Ich hörte Mutter laut atmen. „Ich habe keine Freundinnen, im Gegensatz zu dir.“ Ihre Stimme wurde noch lauter.

„Pst! Sprich nicht so laut! Du weckst noch die Kinder auf.“ Vater las weiter in der Zeitung.

„Ich wette, deine Freundinnen behandelst du nicht so wie mich. Denen sagst du bestimmt nicht, sie sollen leise sein, wenn sie lustvoll stöhnen.“ Mutters Stimme glich einem lauten Krächzen.

„Jetzt hör auf damit, verdammt noch mal! Das ist ja nicht zum Aushalten.“

„Glaubst du etwa, ich weiß nichts von deinen Weiberbekanntschaften? Glaubst du wirklich, ich weiß nicht, wohin du gehst, wenn du mir sagst, du müsstest noch Überstunden machen?“

Ratsch! Aus dem Wohnzimmer ertönte ein eigenartiges Geräusch. Mutter hatte ihm die Seite seiner Zeitung aus den Händen gezerrt und sie vor seinen Augen zerrissen.

Vater sprang aus dem Sessel und warf den Rest der Zeitung auf den Teppich. „Du bist ja total verrückt geworden!“

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Die Liebesfalle»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Die Liebesfalle» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Die Liebesfalle»

Обсуждение, отзывы о книге «Die Liebesfalle» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x