Helene Hammerer - Windblume

Здесь есть возможность читать онлайн «Helene Hammerer - Windblume» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Windblume: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Windblume»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Abgebrannt und ernüchtert kehrt Thekla nach einem Jahr Kunststudium in Wien zurück ins Tal. Dort übernimmt sie im Ferienheim ihrer Tante Marie die Kinderbetreuung während des Sommers. Im dritten Turnus lernt sie den verwitweten Polizisten Gerhard Sommer und seine beiden Kinder kennen. Bald ist es um Theklas Herz geschehen und sie sagt dem jungen Vater zu, ein Jahr lang seine Kinder zu betreuen. Als sie in Tiefenbach eintrifft, findet sie ein verwahrlostes, halbfertiges Haus vor und zwei Kinder, die dringend Zuwendung brauchen. Gerhard selbst scheint ständig im Dienst zu sein aber zum Glück bekommt die junge Frau von vielen Menschen Unterstützung. Eine weise alte Frau sagt ihr eine Zeit der Fülle voraus und daran glaubt Thekla fest, auch wenn sie zwischendurch fast verzweifelt.

Windblume — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Windblume», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

So fand Thekla dann auch bald einen Grund, wieder an ihre Arbeit zu gehen, und wie sie befürchtet hatte, dauerte es nicht lange, bis Engelbert auftauchte. Er schaute ihr eine Weile schweigend zu und sagte dann in seiner ruhigen Art: „Komm, Tete, es ist Zeit, dass wir uns wieder vertragen.“ Damit breitete er seine Arme aus und die vertraute Geste, verbunden mit dem Kosenamen aus ihrer Kindheit, tat verlässlich ihre Wirkung. Thekla ließ den Lappen fallen, mit dem sie so eifrig die großen Waschbecken im Waschraum geschrubbt hatte und ging auf ihren Vater zu. Dieser hielt sie so lange in den Armen, bis alle Unstimmigkeiten zwischen ihnen geklärt waren. Thekla schlang die Arme um seinen Hals, wie sie es schon als kleines Mädchen getan hatte und sagte: „Friede.“ „Friede“, gab ihr Vater schmunzelnd zur Antwort, „du kannst ja nichts dafür, dass du mir ähnlich bist.“ Dann erzählte er seiner Tochter, dass ihre Mutter und die Buben, wie er die Zwillinge immer im Doppelpack nannte, für drei Wochen nach Hamburg fahren wollten.

Friederike verbrachte seit ihrer Heirat nach Österreich jedes Jahr den Sommer bei ihrer Mutter in Hamburg. Nach drei Wochen hatten die beiden Frauen dann stets so genug von einander, dass es mindestens Weihnachten wurde, bis sie sich wieder nacheinander sehnten. Diese verbrachte Omi dann immer in Dornbirn. Und inzwischen waren es wohl eher ihre Enkelsöhne, die Omi sehen wollte, als ihre Tochter. Die achtzehnjährigen Zwillinge, hoch aufgeschossen, blond und blauäugig, wie es sich für echte „von Falkenbergs“ gehörte, waren der ganze Stolz der alten Dame. Das einzige, was sie an ihnen störte, war, dass sie „Eber“ hießen. Aber sie selbst hatte ja auch den Fehler gemacht, einen Mann zu heiraten, der den gewöhnlichen Namen „Müller“ trug. Ihr junger Ehemann war im Krieg gefallen und sie blieb mit der kleinen Friederike und diesem schrecklichen Namen zurück. „Wenn man jung ist, weiß man nicht, worauf es ankommt“, pflegte Omi zu sagen. Theklas Vater blieb nie mehr als drei Tage in Hamburg. Als die Kinder noch klein waren, führte er seine Familie mit dem vielen Gepäck im Auto hin und holte sie wieder ab. Später brachte er sie nur noch zum Zug. Er respektierte den alten Drachen und redete nie schlecht über seine Schwiegermutter und sie akzeptierte ihn, weil er sich nie für sie verbogen hatte. Dass er 1,85 Meter groß und kräftig gebaut war, erwies sich dabei als Vorteil.

Wenn seine Frau in Hamburg Urlaub machte, verbrachte Engelbert viel Zeit bei Josef und Marie. Er arbeitete in Josefs Werkstatt oder half diesem bei seinen verschiedenen Projekten im und ums Haus. Im Gegenzug half Josef ihm, das alte Rheintalhaus zu renovieren, das er als junger Lehrer gekauft hatte. Jetzt war es ein stattliches Haus mit einem großen Garten, um das seine Frau von ihren Freundinnen im Tennisclub oft beneidet wurde. Thekla blieb schon mit fünf Jahren lieber bei ihrem Vater, als nach Hamburg zu fahren. Sie brieten sich dann Spiegeleier und Speck und aßen „Stopfer“, den beliebten Grießschmarren, aus der Pfanne. Bevor Friederike zurückkam, putzten sie mit Maries und Käthes Hilfe das Haus und zum Dank lud Engelbert die Damen in Dornbirns bestes Café ein. Nicht zuletzt deshalb waren Vater und Tochter so ein eingeschworenes Team. Während Thekla weiterputzte, dachte sie an diese Sommerwochen, in denen endlos die Sonne schien und ihr Vater sie noch vor allem Unheil beschützen konnte. Bis zum Abendessen war das Ferienheim sauber und bereit für die neuen Familien. Thekla ließ das Essen ausfallen, nachdem sie vorhatte, sich mit ihrer Freundin Bea zu treffen.

2

Thekla fuhr mit Josefs VW-Bus in den Hof der alten Stickerei, die Beas Eltern gehörte. Diese bewohnten das große, etwas heruntergekommene Haus, während Bea sich in dem alten Betriebsgebäude eine Wohnung ausgebaut hatte. Die Wände waren weiß ausgemalt, die gusseisernen Säulen und die hohen Fenster in einem dezenten Grau gestrichen. Mit einem Kredit von der Bank leistete sie sich ein neues Bad und eine Fußbodenheizung. An den Wänden hingen große, von Thekla gemalte Ölbilder. „Echte Eber“, wie Bea zu sagen pflegte. Im Wohnzimmer hatte sie Feuerfarben gewählt, im Schlafzimmer beruhigende Grüntöne, die einen verwilderten Garten darstellten und das in blau-weiß gehaltene Badezimmer schmückte die „Schneekönigin“, die Theklas Mutter erstaunlich ähnlich sah.

Thekla klopfte an die Haustür und trat in den Vorraum, den Bea mit den Holzkisten abgetrennt hatte, die in der Stickerei für Stoffabfälle und anderes verwendet wurden. Jetzt sah es aus wie ein riesiger Setzkasten, in den Bea Schuhe, Mäntel und Jacken legte, aber auch Handtaschen und Hüte, eine edle Vase aus Glas, eine schwarze Holzfigur aus Afrika und andere Reiseandenken stellte. Thekla war immer wieder fasziniert von den Ideen ihrer Freundin. In der „Textilschule“, die sie gemeinsam besucht hatten, konnte Thekla zwar viel besser nähen, Beas Kreationen waren jedoch so stilvoll und originell, dass sie immer die besten Beurteilungen bekam.

„Bea, wo bist du?“, rief Thekla. „Komme gleich“, tönte es aus dem hinteren Teil der Wohnung, wo sich Bade- und Schlafzimmer befanden. Wenig später kam Bea in einem schwarz-weiß gemusterten Kleid mit einem breiten roten Hüftgürtel ins Wohnzimmer. Sie trug rote Sandaletten mit hohen Absätzen und die dunklen Locken hochgesteckt. Ihr Gesicht war perfekt geschminkt und der Lippenstift passte genau zu Gürtel und Schuhen. „Thekla, schön, dass du da bist. Ich bin gleich...“, fing sie an und starrte ihre Freundin dann ungläubig an. „He, wir wollten doch in die Stadt oder nicht?“, fragte sie und zog die Augenbrauen hoch. Thekla schaute an sich hinunter. Sie trug weiße Bermudas und die weißen Römersandalen, die sie so gerne mochte. Dazu ein blaues T-Shirt in Batik-Technik, das schon ziemlich ausgebleicht war. „Tut mir leid, ich bin im Moment so fett, dass mir nichts mehr passt“, sagt sie dann mit einem Achselzucken. „Außerdem habe ich meine gewagteren Klamotten gar nicht mehr mitgenommen. „Du bist nicht fett, deine Figur ist nur etwas kurviger!“, stellte Bea mit Autorität klar. „Lange Beine, schmale Hüften und ein deutlich erkennbarer Busen sind ideal. Dazu bist du noch blond und blauäugig. Was willst du mehr?“ „Blauäugig kannst du laut sagen“, bemerkte Thekla trocken und ihre Freundin lachte. „Komm mit! In den Tiefen meines Kleiderschranks finden wir sicher etwas für dich“, meinte sie und zog Thekla mit sich.

Eine halbe Stunde später trug sie einen eisblauen Seidenkimono mit stilisierten Kirschblüten in Schwarz und Grau. Ihr Gesicht war dezent geschminkt und in ihren Ohren baumelten große, handgearbeitete Silberscheiben. Ein passendes Armband schmückte ihr Handgelenk. An den blonden Stoppelhaaren konnte auch Bea nichts ändern. „Es ist ein Schande, dass du dir deine schönen Haare abgeschnitten hast“, schimpfte sie. „Ich wollte einen kompletten Neuanfang nach Angelo und die roten Haare waren plötzlich unerträglich“, seufzte Thekla. „Du hättest sie nur bleichen müssen. Einem Mann wie Michael Angerer deine Haare zu opfern, war echt doof“, meinte Bea kopfschüttelnd. „Und dass du ihn immer noch 'Angelo' nennst, wo es doch von Michelangelo kommt, ist auch unerträglich. Der Typ heißt 'Michi' und so malt er auch.“ „Ja, ja, ist schon gut“, beruhigte Thekla ihre aufgebrachte Freundin. „Nein, gar nichts ist gut!“, rief diese. „Und dass ich dich diesem Versager vorgestellt habe, ist das Schlimmste von allem!“ „Gehen wir“, unterbrach Thekla Beas Selbstvorwürfe, „ich hab wegen Ange... ähm, Michi schon genug Zeit versäumt.“ Damit gingen sie zu Beas rotem VW-Käfer, denn mit ihren hohen Absätzen konnte diese nicht bis in die Stadt laufen.

Die beiden Freundinnen setzten sich in die schicke Pizzeria am Marktplatz und ließen sich von Tonio, dem charmanten italienischen Kellner verwöhnen. „Glaubst du, sie heißen wirklich alle Tonio, Pepe oder Francesco?“, fragte Thekla die Freundin. „Natürlich, genauso wie alle Schilehrer Toni, Sepp oder Franz heißen“, lachte diese. Die jungen Frauen ließen sich den Salat, die köstliche Holzofenpizza und anschließend Espresso und Amaretto schmecken. Thekla erzählte von Gerhard Sommer, mit dem Marie sie verkuppeln wollte. Doch, anstatt sich zu amüsieren, wie Thekla erwartet hatte, warnte Bea sie ernsthaft. „Lass bloß die Finger von einem Witwer“, meinte sie. „Du weißt, wie es mir mit Stefanos Kindern ergangen ist.“ Offensichtlich hatten sie beide eine Schwäche für Männer mit italienischen Spitznamen, fiel Thekla auf. „Stefan war geschieden und seine Tochter nur acht Jahre jünger als du“, warf sie ein und spielte damit auf eine kurze Affäre an, die Bea mit 23 gehabt hatte. „Stimmt“, gab diese zu, „trotzdem ist es schwierig, wenn er schon Kinder hat.“ Wieder weckte die Warnung in Thekla den Wunsch, die Kinder zu verteidigen, aber Bea erzählte gerade eine Anekdote von ihrer besten Kundin, die in allen Lebenslagen zu ihr kam. Anschließend flanierten die Freundinnen über den Marktplatz und tranken in „Brunos Bar“ noch einen Cocktail. Gegen zwei Uhr fuhr Thekla nach Hause. Marie, Josef und Käthe gingen am Sonntagvormittag immer in die Kirche, aber sie selbst hatte vor, gründlich auszuschlafen.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Windblume»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Windblume» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Marie-Helene Bertino - 2 A.M. at The Cat's Pajamas
Marie-Helene Bertino
Helene Tursten - The Torso
Helene Tursten
Helene Tursten - The Glass Devil
Helene Tursten
Helene P. Scheglova - Герцог де Гарнье
Helene P. Scheglova
Helene Hammerer - Der Bienenkönig
Helene Hammerer
Helene Hammerer - Steinige Zeiten
Helene Hammerer
Helene Hammerer - Prinz gesucht
Helene Hammerer
Helene Hammerer - Virus und Elfe
Helene Hammerer
Helene Hammerer - Turbulenzen im Paradies
Helene Hammerer
Helene Böhlau - Ratsmädelgeschichten
Helene Böhlau
Отзывы о книге «Windblume»

Обсуждение, отзывы о книге «Windblume» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x