Mona Checinski - Der Geruch von Heimat

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Ohne Wurzeln lebt man das Leben der anderen. In unterhaltsamen wie informativen Lebensabschnitts-Geschichten erlebt der Leser 46 Jahre Jahre einer Frau und zugleich typische Auswüchse damaliger Zeiten. Die prüden 60er und ihre Folgen. In den 80ern in einem italieniischen Klan und endlich nach der Jahrtausendwende einen völligen Neustart. Was treibt Wurzellose an? Was gibt Menschen Ruhe? Was ist Heimat?
Persönlich und informativ.

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Mutter-Wurzeln

Zur Frage nach Großeltern, die sich meiner hätten annehmen können, muß ich sagen, dass diese leider ebenso verknöchert waren wie die Gesellschaft seinerzeit. Zudem hatten meine Großeltern selbst eine äußerst schwierige Kriegsvergangenheit gerade so lala hinter sich gebracht. Die Familie meiner Mutter stammte ursprünglich aus Danzig. Mein deutscher Großvater war mit einer Kaschubin verheiratet, meiner Großmutter. Ein Jahr vor Ausbruch des zweiten Weltkriegs kam meine Mutter zur Welt. Es folgten im Verlauf dieser schwierigen Zeit weitere vier Geschwister. Zu Kriegsende herrschte große Angst vor den Polen. Sie musste ihre hellblonden Locken unter der Mütze verstecken und durfte kein deutsches Wort verlieren. Es half nichts. Sie wurde mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern in ein Lager gesteckt. Ein Los, das viele Deutsche im Osten 1945 erlitten. Der Haß auf die Deutschen war nach Kriegsende verständlicherweise sehr groß und der Umstand, dass meine Großmutter polnische Kaschubin war, in diesem Falle unerheblich. Mit ihrem deutschen Namen und deutschen Mann wurde sie ebenso als solche behandelt. Meine Großmutter wie auch meine Mutter erzählten oft, dass im Lager schlimmste Zustände herrschten. Essen gab es kaum bis nichts und meine Großmutter musste als junge Mutter mit ansehen wie ihre Kinder immer schwächer wurden. Fünf an der Zahl. Die beiden Kleinsten verhungerten vor ihren Augen. Als meine Großmutter noch lebte, erzählte sie hin und wieder davon. Sie erzählte unter Tränen, dass die Kleinen irgendwann aufhörten zu weinen… Und plötzlich, so sagte sie, waren sie wieder frei. Sie überlebte die Internierung mit dreien ihrer fünf Kinder. Meine Tante wäre wohl die nächste Tote gewesen. Sie war absolut geschwächt und musste bei der Befreiung bereits getragen werden. Nahrung konnte sie keine mehr aufnehmen. Die kleine „Mutter“ Familie floh wie viele aus Westpreußen im Treck nach Westen und landete zunächst in Schleswig Holstein. Dort kamen sie bei einem großen Bauern unter und bewohnten dann ein altes Nebenhäuschen. Sie verdingten sich als Feldarbeiter. Mein Großvater fand nicht lange darauf wieder zu seiner Familie.

Sie waren jetzt Flüchtlinge und die Ärmsten der Armen.

Deutschland verteilte diese Heimatlosen über das ganze Land und so kam es, dass meine Großeltern im Süden Baden-Württembergs landeten. Dort erhielten sie eine Wohnung zugewiesen, in der sie bis zu ihrem Ende verblieben.

Durch schwerste Lungenerkrankungen sowie diversen Kriegsverletzungen wurde mein Großvater mit seinen 40 Jahren bereits zum Kriegsinvaliden und arbeiten wurde unmöglich. Seelische Verhärtungen und Überlebenskampf prägten besonders. Meinen Großvater habe ich als Kind bei den wenigen Besuchen eigentlich nur im Wohnzimmer sitzend, Pfeife rauchend, Nachrichten schauend und eher schlecht als gut gelaunt erlebt. Nicht mir gegenüber, seiner Frau gegenüber. Keine gute Ehe, die man zu damaligen Verhältnissen eben aushielt bzw. aussaß. Meine Oma verkrümelte sich so oft es ging in ein anderes Zimmer, am besten in die Küche und war trotz alledem immer von einer Art naiven Frohnatur beseelt, die sich allerdings schnell in eine Weinerlichkeit drehen konnte. So meine Wahrnehmung. Meine Halbschwester, die späterhin wesentlich mehr Kontakt mit meiner Großmutter hatte, erzählte mir erst kürzlich, dass auch sie meine Großmutter in vielen Gesprächen über die Vergangenheit weinen sah. Sie kam nur schlecht über die Kriegswunden hinweg. Diese Weinerlichkeit ging meinem Opa offenbar immer wieder sehr auf die Nerven. Zudem konnte er sich mit dem eher schlechten Deutsch meiner kaschubischen Oma nie so Recht abfinden.

Von den vielen Erzählungen meiner Mutter weiß ich, dass mein Großvater als Vater sehr oft, sehr hart agierte. Auch meine Tante hat mir von seinen dragonischen Strafmaßnahmen erzählt, die bis in das Erwachsenenalter der jungen Frauen reichten. Meine Mutter beispielsweise wäre als junges Mädchen bei einer seiner Erziehungsmaßnahmen einmal fast erfroren, aber das ist eine andere Geschichte.

Mit einem unehelichen Kind konnte sie also nun wirklich nicht kommen. Das war für die alten Leute einfach untragbar. Hatte man sich doch endlich in der neuen Heimat eine Basis geschaffen und wenigstens etwas Ansehen wiedererlangt. Was sollten die Leute sagen zu diesem unehelichen Kind und zudem noch von einem Ausländer? Und wer sollte soviel Nerven für ein kleines Balg aufbringen?

Das und die generell schwierige Situation einer Alleinerziehenden noch in den beginnenden 70ern bewog meine Mutter dazu, schlussendlich einen Vater für mich und einen Mann an ihrer Seite zu suchen. Gefunden und geheiratet hat sie wie schon weiter oben erwähnt einen verwitweten Schwaben mit Häusle, der uns beiden wohl gesonnen war.

*lesenswert zum Thema das Buch „Die Deutschen im Osten Europas. Eroberer, Siedler, Vertriebene“ erschienen im Spiegel Buchverlag

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