Fabian Holting - Blutige Fäden

Здесь есть возможность читать онлайн «Fabian Holting - Blutige Fäden» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Blutige Fäden: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Blutige Fäden»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Liebe oder Verbrechen? Atmosphärisch dichter Roman, der aus dem kühlen Hamburg in die Welt der Schönen und Reichen an die traumhafte französische Mittelmeerküste führt. Was verschweigt die erfolgreiche Modedesignerin Maren Hagena?
Sven Terhagen, abgebrochener Jurastudent und fristlos entlassener Mitarbeiter einer Hamburger Detektei, versucht auf eigenen Beinen zu stehen. Sein erster Auftrag als selbstständiger Privatermittler erweist sich gleich als große Herausforderung. Eine Mutter sucht ihren Sohn, der als Student gerade ein Praktikum in der Modebranche gemacht hat. Terhagen nimmt die Fährte auf. Sie führt ihn nach Südfrankreich zu der attraktiven Modedesignerin Maren Hagena und ihrer hübschen Tochter Nicole.

Blutige Fäden — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Blutige Fäden», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

»Darf ich fragen, wer die Frau war, die sich gerade den Ordner geholt hat?«

Die Empfangsdame sah mich verblüfft an, als hätte sie meine Frage nicht verstanden. »Das war Frau Hagena, die Inhaberin. Sie haben bestimmt schon einmal ein Foto von ihr in der Zeitung gesehen.« Ich zuckte mit den Schultern und ging zur Sitzgarnitur. Ich nahm Platz und wartete. Fünf Minuten später tauchte Herr Schmidt im Foyer auf. Ein Mann mit Halbglatze. Nach seinem graumelierten Haarkranz zu urteilen, war er Anfang fünfzig. Er trug Jackett, weißes Hemd und keinen Schlips. Ich erhob mich. Wir gaben uns die Hand. Skeptisch betrachtete er mein zerbeultes Gesicht.

»Mein Name ist Terhagen, Sven Terhagen. Ich bin Privatermittler«, stellte ich mich vor und gab ihm meine Visitenkarte. Ich hatte beschlossen, auf mein derzeitiges Aussehen nicht einzugehen, schließlich ging es niemanden etwas an. Er betrachtete stumm die Visitenkarte. Anschließend blickte er mir wieder in die Augen, wie es wohl nur Personaler können.

»Sascha Kesslers Mutter hat mich damit beauftragt, ihren Sohn zu suchen. Sie hat seit etwa drei Wochen nichts mehr von ihm gehört«, sagte ich. Herr Schmidt sah mich prüfend an. »Das muss nicht unbedingt etwas bedeuten. Sie wissen ja sicherlich auch, wie besorgt Mütter sein können«, fügte ich hinzu.

Herr Schmidt verzog keine Miene. Ein Fahrradbote betrat mit einem kleinen Päckchen und mehreren großen Briefumschlägen das Foyer.

»Kommen Sie, wir gehen in mein Büro«, sagte Herr Schmidt ernst. Wir gingen in einen langen Flur, der mit einem schokobraunen Teppich ausgelegt war. Frau Hagena war den gleichen Weg gegangen.

»Hier entlang bitte. Gleich dort vorne ist es. Bitte sehr.« Wir betraten sein Büro. Die Tür zu einem Nebenzimmer stand offen. Ich hörte das Klappern einer Tastatur. Schmidt machte die Tür zu. Ich sah mich im Zimmer um. Die klassisch-schlichten USM-Büromöbel, nicht in Schwarz, sondern in Weiß. Schmidt bot mir einen Stuhl an seinem kleinen Besprechungstisch an, der dicht an der Wand stand. Ich setzte mich und sah ihm dabei zu, wie er die Schublade eines Sideboards öffnete. Seine Finger wählten aus einem Hängeregister eine schmale Mappe aus. Er betrachtete sie kurz und schob die Schublade wieder zu. Er legte die Personalakte auf den Besprechungstisch und setzte sich mir gegenüber. Ich las über Kopf den Namen Sascha Kessler, der auf dem Aktendeckel in Druckbuchstaben stand.

»Haben Sie viele Praktikanten?«

Schmidt sah zu mir auf. »Doch, über das Jahr gesehen kommen da einige zusammen. Wir haben damit überwiegend gute Erfahrungen gemacht. Einige haben später sogar bei uns angefangen.« Er atmete tief durch. »So, jetzt wollen wir erst einmal sehen, in welcher Zeit Herr Kessler sein Praktikum bei uns absolviert hat.« Er schlug den Aktendeckel um. An der Wand hingen großformatige Fotografien von Models auf dem Catwalk. Die Fotos zeigten überwiegend blutjunge, schlanke Frauen in luftigen Blusen und weiten Hosen. Schmidt blickte auf einen Kalender, der hinter seinem Schreibtisch an der Wand hing.

»Herr Kessler hatte seinen letzten Praktikumstag vor genau einem Monat.«

»Es ist also etwa viereinhalb Wochen her«, bemerkte ich. Schmidt nickte nur.

»Seit etwa dreieinhalb Wochen hat ihn niemand mehr gesehen«, dachte ich laut. Schmidt blätterte in der Personalakte. »Er war fast die gesamte Zeit über in der Marketingabteilung.«

»Das wusste ich schon«, sagte ich.

Schmidt blätterte weiter. »Frau Hagena hat den Praktikanten einige Tage selbst unter ihre Fittiche genommen. Ansonsten haben ihn Herr Wagschal und später auch Frau Mangold betreut.«

»Könnte ich mit den Herrschaften einmal sprechen?« Die Frage war rhetorisch gemeint. Selbstverständlich ging ich davon aus, sie sprechen zu dürfen.

»Frau Mangold und Herr Wagschal sind beide unterwegs in Kanada. Sie suchen nach einer guten Location zur Präsentation unserer Herbstkollektion.« Ich dachte an Wollmäntel und Karoblusen vor der Kulisse des Indian Summer.

»Und Frau Hagena?«, wagte ich zu fragen.

Er sah mir um Verständnis werbend tief in die Augen und sagte:

»Sie ist sehr beschäftigt. Sie müssen wissen, die Modebranche kennt mittlerweile keine Atempause mehr. Früher hatten wir eigentlich nur die Sommer- und Winterkollektion. Heute muss jeder Pre-Kollektionen machen, sonst ist er raus aus dem Geschäft.« Schmidt las an meinem Gesicht ab, dass ich nur die Hälfte verstanden hatte.

»Die Pre-Kollektion schließt die Lücke zwischen Frühjahrs- und Sommer- sowie Herbst- und Winterkollektion.« Ich konnte mir immer noch nichts darunter vorstellen.

»Herr Terhagen, ich kann Ihnen folgendes Angebot machen. Bei der nächsten Gelegenheit werde ich Frau Hagena ansprechen und auch versuchen, Herrn Wagschal und Frau Mangold in Kanada zu erreichen. Vielleicht haben sie einen Anhaltspunkt, wo Herr Kessler sich derzeit aufhalten könnte.«

Ich war zwar nicht so glücklich damit, von Schmidt abhängig zu sein, doch die Idee war gar nicht so verkehrt. »Aber fragen Sie bitte auch, ob Herr Kessler etwas von einer bevorstehenden Reise erzählt hat.«

»Selbstverständlich Herr Terhagen.« Schmidt klappte mit zufriedener Miene die Personalakte zu und machte Anstalten, aufzustehen.

»Eine Frage noch.« Schmidt lehnte sich noch einmal im Stuhl zurück und sah mich aufmerksam an. »Ja, bitte.«

»Sascha Kessler hat einer Mitbewohnerin im Studentenwohnheim erzählt, er hätte hier im Unternehmen jemanden kennengelernt. Können Sie sich vorstellen, um wen es sich da handeln könnte?« Schmidt fuhr mit den Fingern durch seinen Haarkranz. »Soll sie in seinem Alter sein?«

»Vielleicht auch etwas jünger«, antwortete ich.

»Also, da bin ich überfragt. Natürlich beschäftigen wir auch einige sehr junge Damen. Wir haben eine Näherin hier in der Ausbildung und auch eine Buchhalterin, die beide Anfang oder Mitte zwanzig sind.« Schmidt schüttelte demonstrativ den Kopf. »Nein, da muss ich wirklich passen. Ich werde ihre Frage weitergeben.« Die Tür zum Nebenzimmer öffnete sich. Eine Frau in Schmidts Alter kam herein und stutzte, als sie uns am Besprechungstisch sitzen sah.

»Entschuldigung, ich habe gar nicht mitbekommen, dass Besuch da ist.«

»Kein Problem. Wir waren ohnehin gerade fertig«, sagte Schmidt verständnisvoll.

»Ich lege nur schnell die Akte auf deinen Schreibtisch.«

»Danke, Irene.« Irene warf mir einen unbestimmten Blick zu und lächelte verunsichert, bevor sie die Tür hinter sich schloss. Wahrscheinlich befürchtete sie, ich wäre ein Bewerber. Schmidt beugte sich vor und schlug die Personalakte zu.

»Vielen Dank«, sagte ich und erhob mich brav. Schmidt wirkte erleichtert und stand ebenfalls auf. »Ich begleite Sie noch hinaus.«

Stumm gingen wir durch den Flur. Eine Bürotür wurde hinter uns geöffnet und gleich darauf wieder geschlossen. Dann betraten wir wieder das geflieste Foyer. Schmidt reichte mir die Hand. Sein warmer Händedruck war fester, als bei der Begrüßung.

»Wenn Herr Kessler während seines Praktikums irgendwelche Andeutungen über seine nächsten Pläne gemacht haben sollte, dann bringe ich das für Sie in Erfahrung«, sagte Schmidt in einem väterlichen Ton.

»Gut, dann rufen Sie mich also an, wenn Sie etwas wissen. Meine Visitenkarte haben Sie ja.« Schmidt nickte freundlich. »Also, dann auf Wiedersehen.« Er wandte sich ab und verschwand im Flur. Eine junge Frau, Anfang zwanzig, hübsch, gut gebräunt und auffällig geschminkt, stürmte herein. Sie hatte zwei prallgefüllte Einkaufstaschen einer bekannten Modekette bei sich.

»Ist sie da?«, fragte sie die Empfangsdame, ohne vorher gegrüßt zu haben.

»Ja«, antwortete diese überrascht.

»Sehr gut.«

Ich schien unsichtbar zu sein. Miss Beauty hatte mich keines Blickes gewürdigt. Schnellen Schrittes betrat sie den Flur, der zu den Büroräumen führte. Ich sah ihr nach. Sie trug einen Ledermini, schwarze Nylonstrumpfhose und braune Lederstiefel. Ein gut geschnittener Wollcaban betonte ihre ausgesprochen schlanke Taille. An den Schultern war er ausgepolstert. Der Duft eines bekannten Parfüms hing plötzlich schwer in der Luft. Ich kam nicht auf den Namen. Ich beugte mich verschwörerisch über den Empfangstresen.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Blutige Fäden»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Blutige Fäden» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Blutige Fäden»

Обсуждение, отзывы о книге «Blutige Fäden» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x