Fabian Holting - Blutige Fäden

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Liebe oder Verbrechen? Atmosphärisch dichter Roman, der aus dem kühlen Hamburg in die Welt der Schönen und Reichen an die traumhafte französische Mittelmeerküste führt. Was verschweigt die erfolgreiche Modedesignerin Maren Hagena?
Sven Terhagen, abgebrochener Jurastudent und fristlos entlassener Mitarbeiter einer Hamburger Detektei, versucht auf eigenen Beinen zu stehen. Sein erster Auftrag als selbstständiger Privatermittler erweist sich gleich als große Herausforderung. Eine Mutter sucht ihren Sohn, der als Student gerade ein Praktikum in der Modebranche gemacht hat. Terhagen nimmt die Fährte auf. Sie führt ihn nach Südfrankreich zu der attraktiven Modedesignerin Maren Hagena und ihrer hübschen Tochter Nicole.

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»Ein dreckiger Schnüffler, den meine Firma geschickt hat«, klärte er seine Arbeitskollegen vom Bau auf. Einer der beiden anderen Männer nahm mir die Digitalkamera aus der Hand. Er entfernte fachkundig die Speicherkarte und steckte sie in seine Hosentasche. Ich wurde wütend und verschaffte mir etwas Bewegungsfreiheit, indem ich den Mann etwas wegschubste. Eine Faust traf meinen Kopf. Mindestens einer der harten Knöchel erwischte dabei auch meine Narbe über der Augenbraue. Der dritte Mann schubste mich zurück auf den Fahrersitz. Meine Kamera landete unsanft in meinem Schoss. Ich zuckte mit schmerzverzerrtem Gesicht zusammen. Aus meiner Narbe ran etwas Blut und lief seitlich an meinem Auge vorbei.

»Abmarsch. Auftrag beendet und lass dich in dieser Straße nie wieder blicken, sonst geht es das nächste Mal nicht so glimpflich für dich aus«, herrschte mich der Speditionsmitarbeiter an. Gleich darauf knallte er die Fahrertür zu. Ich hatte tatsächlich die Schnauze voll und fuhr davon.

8

Zwei Straßen weiter hielt ich an. Ich begutachtete meine Visage im Spiegel der Sonnenblende. Die Narbe war geschwollen, blutete aber nicht mehr. Unter meinem rechten Auge waren die ersten Verfärbungen zu erkennen, die später zum Veilchen ausreifen sollten. Das Blut, das mir an der Wange entlang gelaufen war, war noch nicht ganz trocken. Ich wischte es mit einem Taschentuch ab. Ich fühlte mich gedemütigt. Am liebsten wäre ich zurückgefahren und hätte mir die Speicherkarte zurückgeholt. Auch ich konnte austeilen, wenn ich wollte, schließlich hatte ich jahrelang Jiu-Jitsu gemacht. Zum Glück war ich klug genug, diesen Gedanken sofort wieder zu verwerfen. Ich fuhr zurück in mein Büro. Da ich kein Eis da hatte, kühlte ich das Auge mit Haushaltstüchern, die ich in kaltes Wasser hielt. Als mir klar wurde, dass ich mit dieser Kühltechnik nichts ausrichten konnte, wischte ich mir die letzten Reste des eingetrockneten Bluts aus dem Gesicht und warf den Papierklumpen in den Mülleimer. Ich betrachtete mich im Spiegel und beschloss zu akzeptieren, dass ich meiner Detektivarbeit in den nächsten Tagen mit einer Boxervisage nachgehen musste. Viel schlimmer war, dass ich bei meinem zweiten Auftrag kläglich versagt hatte. Ich setzte mich an meinen Schreibtisch und grübelte über eine Lösung nach. Die Wahrheit wäre zu peinlich gewesen und so kam ich zu dem Ergebnis, meinem Auftraggeber einfach mitzuteilen, ihr Mitarbeiter hätte das Haus den ganzen Tag nicht verlassen. Ich schrieb einen kleinen Bericht, den ich gleich am nächsten Tag per E-Mail versenden wollte.

Eine Stunde später verließ ich mein Büro wieder. Es war mittlerweile kurz nach zwölf. Mein Exkollege Thorsten hatte sich noch nicht gemeldet. Ich fuhr zu Saschas Praktikumstelle. Maren Hagena GmbH & Co. KG stand in großen schwarzen Lettern auf einer Aluminiumtafel. Das rot verklinkerte Gebäude war Teil einer alten Fabrik, das zu Loft-Büros umgebaut worden war. Das Modelabel Hagena hatte das Erdgeschoss und zwei weitere Etagen übernommen. In der dritten Etage war ein Architekturbüro untergebracht. Im zum Penthouse ausgebautem Dachgeschoss hatte sich ein Schiffsmakler einquartiert. Durch eine zweiflüglige Glastür gelangte ich in das Foyer des Modedesignerunternehmens. Auf champagnerfarbenen Fliesen ging ich auf einen Empfangstresen zu, hinter dem eine junge blonde Frau vor einem Flachbildschirm saß. Sie war vielleicht Anfang zwanzig und hatte ihre Haare straff zurückgebunden. Ihr Gesicht war dezent geschminkt. An den Wänden hingen von grellem Licht angestrahlte Entwurfsskizzen von Kostümen, Blazern, Blusen und diversen Mänteln. Die Köpfe und Beine der skizzierten Frauenkörper waren nur angedeutet und verloren sich im Nichts. Bis auf den Empfangstresen, einen nüchternen Garderobenständer und eine Sitzgarnitur, bezogen mit weißem Leder und einem Glastisch davor, war das Foyer kalt und leer. Die Frau hinter dem Empfangstresen wandte sich mir halb zu. Erst jetzt erkannte ich, dass sie einen Telefonhörer am Ohr hatte. Ich wartete geduldig. Ein Mann und eine Frau, beide höchstens Mitte zwanzig, durchquerten das Foyer. Auf den Armen jonglierten sie Stoffballen in verschiedenen Pastellfarben. Sie achteten nicht auf mich.

»Bitte«, fragte die Blondine, als sie endlich aufgelegt hatte. Ich stellte mich kurz vor und hielt ihr meine Visitenkarte hin. Sie nahm sie ehrfurchtsvoll entgegen und starrte sie einige Sekunden an, als müsste sie sich vergewissern, dass ich nicht gelogen hatte.

»Ist es richtig, dass Sascha Kessler hier vor einigen Wochen ein Praktikum gemacht hat?«, fragte ich sie schließlich. Die Empfangsdame legte meine Visitenkarte beiseite und sah mich nachdenklich an. Ihre Augen, die mit schwarzem Kajal markant betont waren, entdeckten mein Veilchen und die Narbe über meinem Auge. Leider konnte ich keine Gedanken lesen.

»Ja, das ist richtig. Herr Kessler hat hier sein Praktikum absolviert. Das ist noch gar nicht so lange her.«

»Saschas Mutter hat seit über drei Wochen nichts von ihrem Sohn gehört und macht sich mittlerweile sorgen um ihn«, sagte ich und vermied bewusst das Wort vermisst , um die Sache nicht dramatischer klingen zu lassen, als sie tatsächlich war.

»Und wie können wir Ihnen da behilflich sein?«, fragte sie mich und spielte währenddessen mit den Fingern an der Silberkette, die um ihren schönen Hals hing.

»Vielleicht ist er nur verreist und hat darüber gesprochen. Hatten Sie auch mit ihm zu tun?«

»Nein, ich bin nur halbtags hier. Außerdem hatte ich kurz nachdem Herr Kessler angefangen hat, drei Wochen Urlaub.« An ihrem leicht gebräunten Teint konnte man ihr den Urlaub noch ansehen.

»Wer hat denn Herrn Kessler während seines Praktikums betreut?«

»Das weiß ich nicht genau. Auf alle Fälle war er in der Marketingabteilung. Warten Sie, ich sage jemandem aus der Personalabteilung Bescheid.« Sie griff zum Hörer. Eine elegant gekleidete Frau, mit einer tollen Figur, betrat das Foyer. Sie trug einen marineblauen Blazer und dazu einen kurzen Rock, der knapp über den Knien endete. Die brünetten Haare hatte sie hochgesteckt. Die Absätze ihrer hohen Schuhe klackten über die Fliesen. Im Gehen musterte sie mich kurz, aber gründlich. Schließlich nickte sie mir zu. Mit meinem aufblühenden Veilchen unter dem Auge und der geröteten Narbe darüber musste ich einen verwegenen Eindruck auf sie machen. Als sie den Empfangstresen erreicht hatte, lächelte sie mich irritiert an. Sie nahm sich einen schmalen Ordner, der offenbar hinter dem Tresen für sie bereitgelegt worden war. Erst jetzt sah ich, dass sie keine junge Frau mehr war. Ich schätzte sie auf Ende vierzig. Ihr attraktives Gesicht war dezent geschminkt. Etwas Lidschatten, die Wimpern getuscht und ein Hauch von Rouge auf den Wangen. Mit dem Ordner in der Hand drehte sie wieder ab. Die Empfangsdame blickte etwas genervt zu mir auf. Am anderen Ende der Leitung schien niemand abzunehmen. Das wunderbare Klacken der Absätze hallte wieder durch das Foyer. Ich sah der Frau nach und heftete meinen Blick für einige Sekunden an ihre hübschen Rundungen. Schließlich wandte ich mich wieder der Empfangsdame zu, die endlich jemanden am anderen Ende der Leitung erreicht hatte.

»Ja, hallo Herr Schmidt. Hier ist ein Herr, der sich nach unserem Praktikanten Sascha Kessler erkundigen möchte.« Das Klacken brach abrupt ab. Die Frau im marineblauen Blazer war stehengeblieben. Sie wandte sich mir zu und klappte den Ordner auf. Vielleicht waren es nicht die richtigen Unterlagen. Ich hörte wieder der Empfangsdame zu.

»Nein, das nicht. Kommen Sie doch bitte einfach vorbei und sprechen Sie selbst mit dem Herrn.« Sie legte auf und rollte mit den Augen. »Herr Schmidt kommt sofort. Wenn Sie bitte kurz Platz nehmen möchten.« Sie deutete auf die weiße Sitzgarnitur. Die Absätze der hohen Schuhe waren wieder zu hören. Die Frau mit dem Ordner in der Hand hatte ihren Weg fortgesetzt und verschwand in einem langen Flur. Ich beugte mich über den Empfangstresen.

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