R. B. Landolt - Eine Schlange in der Dunkelheit

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Am Anfang denkt der junge Jaco an nichts Böses. Als ihm eine Hellseherin tödliche Gefahren prophezeit, vermutet er ein abgekartetes Spiel. Auch bei der Begegnung mit einer Frau, die in einem Käfig eingesperrt ist und bei seinem Anblick zu Tode erschrickt, glaubt er an eine Verwechslung. Doch als man in sein Haus einbricht und er nur mit viel Glück einer schweren Verletzung entgeht, wird er misstrauisch. Was steckt dahinter? Hängt es mit dem Schicksal seiner toten Eltern zusammen? Ein altes Tagebuch seiner Mutter löst eine Kette von Ereignissen aus. Bis ein Mord geschieht.
Doch da ist auch noch Serafina, die attraktive und kratzbürstige Tochter des Zirkusdirektors, zu der sich Jaco schon bald hingezogen fühlt. Während er immer tiefer in den Strudeln einer rätselhaften Vergangenheit versinkt, ist sein bester Freund mit einer neuen Erfindung beschäftigt. Doch wird er es schaffen, der Welt zu beweisen, dass der Mensch fliegen kann? Und wird er rechtzeitig zur Stelle sein, wenn das Leben Jacos in höchster Gefahr schwebt?
Der Roman erzählt die Geschichte eines Aussenseiters in einer Welt, die ihm nur Ablehnung und Verachtung entgegenbringt. Der jugendliche Held kämpft um Anerkennung, doch die Ereignisse um seine Person werden zeigen müssen, ob er aus dem richtigen Holz geschnitzt ist.

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„Tiburon, eigentlich wollte ich dir was erzählen, aber –“

„Wirst du fliegen, meine Kleine? Oder wirst du mich enttäuschen?“, sagte Tiburon zärtlich und glitt mit seinem Finger liebkosend über die sanften Rundungen des Flugmodells.

Während er den Schal fröstelnd enger zog, blickte Jaco in die Tiefe. Sie waren die steilen Treppen hinauf bis zuoberst auf den einzigen verbliebenen Turm gestiegen, der in majestätischer Pracht über der Burg oder das, was von ihr übriggeblieben war, thronte. Riesige Blöcke des schwarzen Mauerwerks, jeder so groß wie ein Hühnerstall, lagen über den Boden zerstreut, halb versunken in der weichen, sumpfigen Erde. Nichts war geblieben von den Wänden und Dachvorsprüngen, unter denen die Hofleute Schutz gesucht hatten, und von den vier Türmen, die das Hauptgebäude umgeben hatten, stand nur noch einer, und auch dieser hatte seine Krone verloren.

„Nicht zuviel Wind?“, rief Jaco. Eiskalte Böen rissen und zerrten an seinem Mantel. Er hatte Mühe, sich auf den Beinen zu halten. „Warum versuchen wir’s nicht ein anderes Mal?“ Tiburon antwortete nicht. Er stand an der kniehohen Mauer. Immer wieder hielt er prüfend die Hand in die Luft. Jaco beugte sich überrascht vor, als er die Gestalt erblickte, die sich mit kleinen, trippelnden Schritten der Burg näherte. „Tiburon, wir kriegen Besuch.“

„Was?“

„Es ist der Pfarrer“, antwortete Jaco. Er stellte sich ganz außen an der Brüstung hin und hielt die Hände um den Mund. „Herr Pfarrer!“, schrie er, „wir sind hier oben.“ Der Geistliche schaute sich verwirrt um. „Herr Pfarrer“, rief Jaco noch einmal, und diesmal hatte er Erfolg. Der Pfarrer hob den Arm und deutete an, dass er hochkomme.

Es dauerte allerdings eine knappe Viertelstunde, bis die schwarzgekleidete Gestalt, heftig keuchend und hustend, auf dem Turm ankam, das Gesicht verloren im Schatten der viel zu großen Kapuze. „Mein Gott! Tiburon, Jaco“, krächzte er, nachdem er heftig schnaufend Atem geholt hatte, „lange nicht gesehen.“

„Ei, der Herr Pfarrer!“, sagte Tiburon zur Begrüßung. „Das ist mal eine angenehme Überraschung. Ich hoffe, die Treppe war nicht zu steil für Sie. Das ist nichts für ehrwürdige alte Männer!“ Den letzten Satz sagte er mit boshaftem Unterton.

Der Pfarrer war klein und zart, von gebeugter Gestalt und mit einem leichten Hinken, das er sich bei einem Sturz von der Kanzel zugezogen hatte. Niemand wusste, wie alt er war, doch er war wahrscheinlich jünger, als seine verrunzelte Haut verriet. Nachdem er sich mit einem leisen Seufzer auf der Mauer bequem gemacht hatte, richtete er seine pfiffigen Augen auf Tiburon.

„Findest du, dass ich langsam alt werde?“

„Wenn ich Sie so ansehe, dann … ja!“, lachte Tiburon.

„Es geht nichts über eine tüchtige Brise frischer Luft. Und Bewegung tut den alten Knochen gut“, sagte der Pfarrer mit wohlwollendem Schmunzeln. „Aber ich machte mir Sorgen, ich befürchtete bereits, dass dich deine schmähliche Niederlage bei unserem letzten Spiel so mitgenommen hat, dass du dem Schach abgeschworen hast.“

„Meine Niederlage?“, schnaubte Tiburon entrüstet. „Sie haben mich mit einem faulen Trick hereingelegt! Das hätte ich einem Geistlichen, der die Moral hochhalten sollte, nicht zugetraut … Das nächste Mal werde ich Ihnen den Talar über den Kopf ziehen. Noch einmal werden Sie mich nicht auf diese hinterhältige Art besiegen, das sage ich Ihnen im Guten, mein Lieber.“

„Na na, Tiburon, akzeptiere es wie ein Mann!“, kicherte der Geistliche. „Aber lassen wir das, ich dachte, ich muss wieder mal nach meinen Schäfchen sehen. Wie steht's denn, was machen deine Erfindungen?“

„Das werden wir gleich wissen“, erklärte Tiburon. „Sie kommen gerade richtig.“ Der Wind war in den letzten Minuten abgeflaut, eine unerwartete Stille breitete sich aus. „Jetzt oder nie. Passt auf!“ Er stemmte die Füße in den Boden, wartete, bis der Moment kam, dann streckte er die Hand aus. „Und nun flieg, mein zarter Liebling, flieg hinauf zu den Wolken!“ Er hielt das Modell in der ausgestreckten Hand, zögerte eine Sekunde, zwei, drei, dann, mit einem waagrechten kräftigen Stoß, schob er es in den Abgrund.

Es flog.

Schwerelos wie eine Daunenfeder glitt es einige Meter vom Turm weg, senkte die Nase und drehte in eine leichte Rechtskurve. Es schien, als hätten die Elemente Mitleid mit dem zerbrechlichen Spielzeug, es entfloh immer schneller ihren Blicken, wurde weit draußen zu einem schwarzweißen, kaum noch sichtbaren Flecken am Himmel, bis es, angestoßen durch den wieder aufkommenden Wind, eine weite Kurve nahm und sich in geschmeidigem Schwung wieder näherte.

Tiburon stöhnte, als es an Höhe verlor, wie ein Stein durchsackte und sich in letzter Sekunde in einen gebremsten Gleitflug zu retten vermochte. „Weiter so!“ Er fuchtelte wie wild mit den Armen. „Und noch eine Kurve, jetzt nach –“ Er brach ab und musste fassungslos zusehen, wie sein Spielzeug von einem heftigen Windstoß erfasst wurde. Durchgeschüttelt, doch unbeeindruckt vom Angriff aus dem Hinterhalt, versuchte es, der kräftigen Bö mit einem Dreher zur Seite auszuweichen, doch dann, bereits todgeweiht, trudelte es in verzweifelten Kehren, wirbelnd und sich überschlagend, in die Tiefe und schlug mit einem Knirschen in einen Felsblock am Fuß des Turmes. Das Holz splitterte nach allen Seiten, weiße und schwarze Teile über den Boden zerstreuend …

„Wieso hat es nicht geklappt?“, fragte Jaco. Es hatte eine ganze Weile gedauert, bis er es wagte, die Grabesstille zu brechen. Er saß an der Werkbank, einem langen Tisch, vollgestellt mit Flaschen und Büchsen, aus denen abstoßende Gerüche drangen, übersät mit Drähten, Schnüren, Nägeln, Schrauben und Resten von Farben, die entweder zu Stein erstarrt oder in Rinnsalen auf den Tisch getropft waren. Der Pfarrer hatte sich auf den einzigen Sessel gesetzt, während Tiburon am Fenster stand, immer noch sichtlich unter den Nachwirkungen des Misserfolgs leidend.

„Ich werde fliegen, Jaco“, murmelte Tiburon, ohne auf die Frage einzugehen. Er hielt das Fernglas auf die Ausläufer der Berge gerichtet. „Nichts und niemand kann mich davon abhalten. Es war nur elendes Pech!“

„Pech!“, grunzte Jaco. „War der Wind zu stark?“

„Könnte sein.“ Nach einem langen Schweigen sagte Tiburon offen: „Ich bin ein bisschen dumm gewesen. Wie konnte ich bloß annehmen, dass das Gerät ohne Antrieb fliegt ... Aber ich habe so einige Ideen. Allerdings braucht das seine Zeit.“

Er versank wieder in seinem düsteren Schweigen.

Der Pfarrer räusperte sich. „In einer meiner letzten Predigten habe ich den Nutzen von Niederlagen zu erklären versucht. Natürlich haben die wenigsten den Sinn verstanden, aber ihr seid ja helle Köpfe … Auch Niederlagen sollten gefeiert werden …“

„Ich weiß, was Sie meinen“, sagte Tiburon. „Ich glaube, in der Küche müsste noch eine angebrochene Flasche Rotwein herumstehen. Oder ist es zu früh am Tag, Hochwürden? Ich könnte Ihnen auch eine Tasse Tee anbieten?“

Die Entrüstung des Pfarrers war nicht gespielt. „Tiburon, verdirb mir nicht die Laune! Es hat so schön angefangen. Ich trinke Tee, wenn ich krank bin. Sehe ich krank aus?“

„Eigentlich nicht“, feixte Tiburon. „Ich würde sogar sagen, Ihre rosige Gesichtshaut beweist einmal mehr, dass nichts über eine gesunde Lebensweise geht.“

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