Doris Bühler - Queenie
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“Nummer 24 ist das dritte Haus auf der linken Seite”, erklärte ihm ein kleiner Blondschopf mit Skateboard, “ich wohne nämlich in der Nummer 26.”
Die Häuschen glichen einander, wie ein Ei dem anderen, unterschieden sich nur darin, daß in einem der Gärten Blumen blühten, in einem anderen eher die Sträucher überwogen, daß manche der Bewohner eine Vorliebe für Gartenzwerge zu haben schienen, anderer dagegen schlichte Zweckmäßigkeit vorzogen.
Zum Haus Nummer 24 führte ein mit Ziegelsteinen gepflasterter Weg, rechts und links gesäumt von Rabatten bunter Sommerblumen. Die einzigen, die Oliver mit Namen kannten, waren die Löwenmäulchen, denn auch in Großmutter Brandströms Garten hatten sie nicht gefehlt. Ein aus Salzteig gefertigtes, beim Anmalen allerdings ein wenig verunglücktes Namensschild neben der Tür wies darauf hin, daß hier jetzt die Familie Reedmeier wohnte.
Oliver läutete und trat wartend einen Schritt zurück. Vom Inneren des Hauses waren Schritte zu hören. Er hatte sich zurechtgelegt, was er sagen und wie er beginnen wollte, doch als sich die Tür öffnete, blieb ihm eine Sekunde lang die Sprache weg. Vor ihm stand ein bunter Paradiesvogel, von dem nur vage zu erahnen war, daß es sich um eine junge Frau handeln mußte. Das struppige Haar, gespickt mit Strähnen in Pink, Lila, Gelb und Rot stand in alle Himmelsrichtungen ab. Die Wangen übertrieben rot, die Lippen größer und greller als von der Natur bedacht. Die durchaus hübschen blauen Augen, überdeckt von dunkelgrünen Lidern, umrandet mit dicken schwarzen Kajal-Strichen schauten ihm neugierig entgegen. Von den lang herunterbaumelnden Ohrringen, der exotischen Vielfarbigkeit der Kleidung und den mit verschiedenfarbigen Fingernägeln verzierten Händen, die die Türklinke hielten, wurde das Bild schließlich abgerundet.
Oliver schluckte. “Was gibt’s?”, fragte das Wesen vor ihm kaugummikauend.
“Mein Name ist Oliver Brandström. Ich wollte Sie fragen, ob...”
“Ja?” Der leuchtende Mund lächelte, und an den Vorderzähnen glitzerte ein Steinchen.
“Ich wollte Sie fragen, ob in diesem Haus früher einmal eine Familie Warrings gewohnt hat.”
Sein Gegenüber hob die Schultern. “Keine Ahnung.” Dann wandte es sich um und brüllte in Richtung einer offenen Tür: “Mama, haben hier mal Leute gewohnt, die Warrings hießen?”
“Wer will denn das wissen?”, kam die Antwort zurück.
“Ein supergutaussehender junger Mann”, antwortete der bunte Vogel grinsend.
“Dann schick’ ihn rein.”
“Sie haben’s gehört, kommen Sie rein.”
Oliver wußte nicht, wie er sich verhalten sollte, trat dann aber doch über die Schwelle und ließ sich in ein der Flurtür gegenüberliegendes Wohnzimmer führen. Eine Frau mittleren Alters, die ihrer Tochter nur in geringem Maße an Auffälligkeit nachstand, saß in einem Sessel, blätterte in einem Magazin und zog hin und wieder an einer Zigarette.
Sie blickte auf, als Oliver eintrat. “Sie wollen also wissen, ob die Warrings früher hier gewohnt haben? Warum?”
“Britta Warrings war meine Großmutter. Ich bin hier, um ein bißchen etwas über ihr Leben zu erfahren.”
“So, so, Ihre Großmutter.” Die Frau blies langsam den Rauch in Richtung Decke, ohne den Blick von ihrem Besucher zu wenden. “Wußte gar nicht, daß sie jemals Kinder gehabt hat, die Britta.”
“Ihre Tochter Julia war meine Mutter.”
Frau Reedmeier nickte. “Ist nicht viel bekannt über diese Familie. Meine Mutter hat das Haus Ende der Fünfziger vom alten Karl Warrings gekauft. Er wollte weg, keine Ahnung, warum. Und keine Ahnung, ob seine Tochter mit ihm gegangen ist. Das war vor meiner Zeit. Hab gedacht, daß sie sich beide, - warum auch immer, - woanders niedergelassen haben.”
“Sie haben Britta also nie kennengelernt?”
“Junger Mann, was glauben Sie eigentlich, wie alt ich bin?”
Oliver lächelte. “Sorry, ich wollte Sie nicht kränken. Es ist nur schwierig für mich, jemanden von heute in die damalige Zeit einzuordnen.”
“Entschuldigung angenommen.” Sie lachte gurrend, während sie ihn noch immer eingehend musterte.
“Vielleicht fällt Ihnen jemand ein, der sie auf jeden Fall noch gekannt haben könnte. Jemand, der heute zwischen sechzig und siebzig sein dürfte.”
Mutter und Tochter sahen einander an. “Die Janßens vielleicht”, sagte der Paradiesvogel, der sich auf die Armlehne eines Sessels gesetzt hatte. Frau Reedmeier nahm noch einen letzten Zug von ihrer Zigarette und drückte sie im bereits halbvollen Aschenbecher aus. Sie nickte. “Das wäre möglich. Vielleicht sollten Sie wirklich mal mit den Janßens reden. Aber ob die wissen, wo die Britta abgeblieben ist...?”
Oliver sah keine Notwendigkeit, ihnen zu erzählen, daß seine Großmutter bereits als junge Frau gestorben war. Sie schienen auch nicht zu wissen, daß sie ein uneheliches Kind zur Welt gebracht hatte, und er wollte nicht, daß erneut Gerüchte ihre Runde machten.
“Die Janßens also.” Er lief einen Schritt zurück in Richtung Korridor. “Und wo finde ich die?”
Frau Reedmeier fuchtelte mit dem Arm in Richtung ihrer Schrankwand. “Ein Stück weiter die Straße runter. Kurz vor der Schule.”
“Ich zeig’s Ihnen”, bot sich das bunte Wesen an. “Ich bin übrigens die Sandra. Für meine Freunde natürlich Sandy.”
Oliver lächelte, bedankte sich bei Frau Reedmeier für den Hinweis und folgte der jungen Frau auf die Straße.
“Es ist das vorletzte Haus auf der linken Seite. Das mit dem Fliegenpilz im Garten.” Sie kicherte. “Der ist natürlich nicht echt, wie Sie sich denken können.”
Oliver versuchte, so ungezwungen wie möglich mitzulachen. Ihm war nicht wohl an der Seite dieser ausgeflippten jungen Dame. Er war weder rückständig noch altmodisch, doch sie entsprach so gar nicht dem Bild, das er von einer modernen jungen Frau hatte. Er hoffte deshalb, sie würde sich möglichst schnell wieder zurückziehen. Doch mitten im Schritt hielt sie plötzlich inne, so daß auch er sich gezwungen sah, stehenzubleiben.
“Ich werde mich ein bißchen für Sie umhören. Kann ich Sie irgendwo erreichen, wenn ich was rausgefunden habe?”
Oliver wollte ihr antworten, daß das nicht nötig sei, sagte sich aber, daß er keine Chance, etwas zu erfahren, außer Acht lassen sollte. Deshalb griff er in die Brusttasche seines Hemdes, zog eine seiner Visitenkarten heraus, die er für alle Fälle eingesteckt hatte, und reichte sie ihr.
“Wow!”, staunte sie, nachdem sie einen Blick darauf geworfen hatte. “Sie kommen aus Stuttgart?”
“Ja, ich komme aus Stuttgart. Wenn Sie mir je etwas Wichtiges zu sagen hätten, rufen Sie mich über das Handy an.” “Das mach’ ich doch glatt!”, grinste sie kauend.
“Aber bitte nur, wenn Sie echte Hinweise haben.”
“Na, klar! Also dann! Das Haus mit dem Fliegenpilz, okay?”
Oliver atmete auf. Er murmelte ein: “Danke”, nickte ihr kurz zu und ging allein weiter, ohne sich noch einmal umzusehen.
Die Janßens waren sehr freundliche Leute. Matthias Janßen, - Oliver hatte den Namen am Klingelschildchen gelesen, - war ein grauhaariger, scheinbar noch rüstiger Rentner. Nachdem ihm Oliver sein Anliegen vorgetragen hatte, erklärte er sich sofort bereit, mit ihm über Britta Warrings zu reden. Er bat den fremden Besucher ins Haus und führte ihn in die Küche, wo er ihn seiner Frau vorstellte.
“Elisabeth, dieser junge Mann ist ein Enkel von Britta, stell dir das mal vor!” Und an Oliver gewandt fügte er hinzu: “Dabei haben wir gar nicht gewußt, daß sie jemals Kinder gehabt hat. Wir wußten nicht einmal, daß sie geheiratet hat.” Auch Elisabeth staunte. Sie schüttelte ein Kissen auf, legte es auf einen der Stühle und bot Oliver an, sich zu setzen. “Nehmen Sie Platz. Und nun erzählen Sie mal. Wie geht es Ihrer Großmutter inzwischen? Wir haben seit Ewigkeiten nichts von ihr gehört. - Trinken Sie eine Tasse Tee mit uns?”
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