Eric Boss - Blood Vision

Здесь есть возможность читать онлайн «Eric Boss - Blood Vision» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Blood Vision: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Blood Vision»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

"Bizarr! Pervers! Genial! Ein Buch wie ein Abgrund…"
Wenn die Nacht kommt
und die dunkelsten Triebe erwachen,
dann wirst Du
für deine Sünden büßen!
"Dieser Schocker setzt neue Maßstäbe! 'Basic Instinct' trifft auf 'Das Schweigen der Lämmer'…"

Blood Vision — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Blood Vision», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Michael nickte unbeholfen. Verdammt er wusste das! Genau darum trank er sich auch jedes Wochenende ins Koma. Um den Schmerz, die Sinnlosigkeit des Daseins zu vergessen. Um den grässlich entstellten Mordopfern zu entkommen, die ihn jede Nacht, in seinen Träumen, heimsuchten. Die Welt war nicht lustig! Ihre Scheiß Bewohner waren nicht lustig! Und dieser Fall war es auch nicht!

Dieser verfluchte Fall.

Michael spürte, wie das Hämmern in seinem Kopf stärker wurde. Warum hatte er ihn überhaupt angenommen? Lag es daran, dass er Mitleid mit den Opfern hatte? Lag es daran, dass die erfolgreiche Aufklärung sein Leben wieder in geregeltere Bahnen lenken konnte? Das hatte zumindest Kate gemeint.

Oder war da doch noch etwas anderes?

Nämlich der unerklärbare, scheußliche Nervenkitzel, der jedem erfolgreichen Ermittler nur zu vertraut war. Dieses bizarre Spiel, das sich stets zwischen ihnen und dem Täter entwickelte. Ein wenig wie Poker. Man täuschte, man bluffte, man suchte nach verborgenen Möglichkeiten, um tief in die Psyche eines Menschen einzudringen. Ja, wie Poker. Nur größer, grausamer und mit Menschen als Wetteinsatz.

Michael seufzte so laut, dass Kate verwundert von der Straße aufsah. Er hasste sich selbst, wenn er so dachte. Allerdings wusste er auch, dass diese Gedanken die einzige Chance waren, weitere Opfer zu verhindern. Um die kranken, abstrakten Phantasien eines Psychopaten zu verstehen, musste man selbst ein wenig krank sein. Alle guten Ermittler wussten das.

Und Michael Scott war nicht gut. Er war der Beste.

3.

Als sie den Elite Club erreichten, herrschte dort bereits reges Treiben. Ein kleiner, untersetzter Sergeant des CPD empfing sie missmutig und geleitete sie zum Tatort. Er grummelte unverständliche Satzfragmente vor sich hin und schritt so zügig durch die hohe, düstere Eingangshalle des SM Clubs, dass Michael und Kate Mühe hatten, ihm zu folgen. Vor einer schweren Holztür blieb er stehen und murmelte: „Viel Spaß“. Es klang gehässig.

Als Michael zur Klinke griff, bemerkte er, dass seine Hände leicht schwitzten.

Bilder erwachten vor seinem inneren Auge und ließen ihn frösteln. Bilder von grässlich entstellten Leichen.

Das erste Mordopfer: eine junge Frau, im Sportbecken eines Freibades. Der Kopf kahl geschoren, die Augen fein säuberlich aus den Höhlen geschnitten. Darüber hinaus hatte der Mörder ihren Mund zugenäht, mit einem dünnen, schwarzen Faden. Als man sie fand, war ihr Körper von den Stunden im Wasser schon bleich und aufgedunsen.

Das zweite Opfer wurde auf einem Schrottplatz, etwas abgelegen im Norden der Stadt, entdeckt. Ebenfalls eine junge Frau, auf genau dieselbe Art zugerichtet. Als man die Leiche fand, saß sie in einem alten, verbeulten Auto, die leblosen Hände am Lenkrad. Ihr Mörder hatte das Standlicht eingeschaltet, das auf einen riesigen Schrottberg vor ihr fiel. Die verschiedenen Lackierungen der Schrottautos reflektierten dieses Licht und warfen es auf gespenstische Weise zurück auf die Frau ohne Augen.

Das Ganze war so unheimlich inszeniert, dass der Schrotthändler – ein vierschrötiger Kerl, der mehrere Strafen wegen Waffenbesitzes und Körperverletzung hatte – psychologisch betreut werden musste.

„Michael ... alles klar?“

Kates Stimme riss ihn aus seinen düsteren Gedanken.

„Klar, gehen wir es an!“

4.

Michael rümpfte die Nase. Er konnte den scharfen Geruch von Luminol ebenso wenig leiden, wie er die Forensiker der Serologie leiden konnte, die ihn mit wichtiger Miene verbreiteten.

Wie immer, wenn er einen Tatort betrat, stachen ihm die Typen der Spurensicherung als Erstes ins Auge. Grimmig verfolgte Michael ihr reges Treiben. In ihren Tyvek-Strampelanzügen schwirrten sie umher wie große Babys, denen man Hightechspielzeug gekauft und zu viele Folgen CSI gezeigt hatte.

„Passen sie auf, Mann! Hier ist abgesperrt!“

Ein Strampelanzug mit dicker Hornbrille rannte hysterisch auf ihn zu und gestikulierte wild mit beiden Armen. So wild, dass ihm die ALS-Lampe mit dem grünen Lichtfilter fast aus den Händen glitt.

Und wie immer nahmen sie sich viel zu wichtig.

Dabei waren es letztendlich fast immer Typen wie Michael, die Verbrechen aufklärten. Typen, die bereit waren ihren Verstand, ihre Normalität zu riskieren. Typen, denen es nichts ausmachte, bis zum Hals in Scheiße zu versinken. Manchmal auch tiefer.

Denn wenn Technik versagte, bedurfte es anderer Talente. Michael genoss noch einen Augenblick lang den entrüsteten, fast panischen Gesichtsausdruck des dürren Mannes, ehe er sich der vielen Augenpaare bewusst wurde, die sich auf ihn und Kate richteten. Ihr Auftauchen war nicht unbemerkt geblieben.

Während Kate sich demonstrativ näher zu ihm stellte, verfinsterte sich sein Blick noch mehr. Ablehnung und Misstrauen schlugen ihm entgegen wie eine eisige Welle. Die wenigsten hatten seinen neuerlichen Einsatz gut geheißen.

Michael Scotts Miene hellte sich erst ein wenig auf, als er Jo Maryland erblickte.

„Schön Sie wieder an Bord zu haben“, sagte der kleine, durchtrainierte Gerichtsmediziner. Es klang ehrlich.

Michael nickte ihm zu. Seine harten Gesichtszüge wurden für ein paar Momente weicher. Dann aber fragte er ernst: „Ergebnisse?“

Jo Maryland grinste schief: „Sie sollten wissen, dass ich nicht über Ergebnisse spreche, ehe die Untersuchungen abgeschlossen sind. Ich mag keine schlecht recherchierten Vermutungen.“

„Und sie sollten wissen, dass Agent Scott solange nicht mehr von ihrer Seite weichen wird, bis er ein paar Antworten bekommen hat“, warf Kate lächelnd ein.

„Ah, Agent Landers, der einzige Lichtblick in einer kalten, grausamen Welt. Was macht der Fußball?“

Der Arzt erwiderte Kates Lächeln: „Wissen Sie, Kate, Sie sind immer noch die einzige fußballspielende Frau, die ich persönlich kenne.“

„Sie sollten lieber fragen, was ihre Schuhe machen“, feixte Michael.

„Häh?“

„Beim letzten Match hat es keine 10 Minuten gedauert, bis sie das Tor getroffen hat“, erklärte er: „Allerdings nicht mit dem Ball, sondern mit dem Schuh.“

Die beiden Männer grinsten über beide Ohren, wie pubertierende Jugendliche. Für einen kurzen Augenblick lockerte sich die bedrückende Atmosphäre an diesem düsteren Tatort.

„Na ja, wenig Zeit dazu. Ein Mordfall nach dem anderen“, ignorierte Kate die beiden.

Die bittere Realität kam zurück.

Maryland nickte zustimmend: „Ja diese Welt wird nicht besser, ich kann mich noch erinnern als ich vor zehn Jahren ...“

„Ist die Leiche noch hier?“, unterbrach ihn Michael bestimmt. Er kannte die Vergangenheit Marylands mittlerweile besser als die eigene.

Es hatte noch nie ein Zusammentreffen gegeben, bei dem der Gerichtsmediziner nicht mindestens eine Episode aus seinem Leben zum Besten gegeben hatte. Ganz egal, wie unpassend die äußeren Umstände auch zu sein schienen.

„Selbstverständlich ist die Leiche noch hier“, Maryland hob resignierend die Hände, „Da geht wieder mal überhaupt nichts vorwärts. Gibt ja auch keinen Grund zur Eile.“

Michael musste wieder grinsen. Zu gut kannte er den ungeduldigen Ton in Marylands Stimme.

Außerdem wusste Michael, wie eilig es Gerichtsmediziner prinzipiell hatten, die Leichen in ihre stillen Laborräume zu bringen. Das galt besonders für Leichen bei aufsehenerregenden Mordfällen.

Dafür gab es zwei Gründe.

Einerseits die Tatsache, dass jede Minute zählte. Je länger die Zeitspanne zwischen Tat und Obduktion war, desto schwieriger wurde ein exaktes rechtsmedizinisches Gutachten.

Je frischer das Fleisch, desto höher der Preis ‘, hatte Maryland einmal wenig poetisch erklärt.

Andererseits konnten Gerichtsmediziner es nicht leiden, dämliche Fragen von ermittelnden Agents und Detectives zu beantworten. Selbst Michael schüttelte manchmal den Kopf über das mangelnde Basiswissen anatomischer Grundvorgänge mancher Ermittler.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Blood Vision»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Blood Vision» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Blood Vision»

Обсуждение, отзывы о книге «Blood Vision» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x