null DERHANK - ich du er sie es

Здесь есть возможность читать онлайн «null DERHANK - ich du er sie es» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

ich du er sie es: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «ich du er sie es»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Wir schreiben das Jahr 2039. Die einstigen Schulfreunde Clara und Thomas treffen sich nach einem langen Leben am Vorabend der Technologischen Singularität wieder. Clara, überzeugte weltflüchtige Katholikin, gehört zu jenen selten gewordenen Dinosauriern, die sich lebenslang konsequent der Benutzung von Computern oder gar Handys verweigert haben. Thomas, mit dem Clara eine alte, nie verwirklichte Liebesgeschichte verbindet, ist ein vielfach gescheiterter, aber noch immer von sich überzeugter und stets um ein kritisches Aneignen der digitalen Technologien bemühter Vagabund, der ebenfalls meint, bei ihr etwas nachholen zu müssen. Und dann sind da noch die 'digital natives' der neuen Zeit: der missgebildete Zwerg Alberich alias Big Jim, der schwarze schwule Jude Aaron alias Vanessa und deren gemeinsame virtuelle Tochter Yu ki ko·chô, die fast nur noch im sogenannten himmeL leben. Doch auch sie verlieren irgendwann die Orientierung in ihrer gleichermaßen echten wie unechten Welt. ich du er sie es erzählt, was Google, Amazon, Apple und Facebook aus uns machen werden, oder was uns nach Clouds, Drohnen und der NSA-Affäre erwartet. Es geht aber um mehr als um Science oder Fiction. Zwar wirft das satirisch-kritische GLOSSAR einen ultimativen Blick auf eben diese unsere (un)mögliche Zukunft, aber letztlich sind die aufgeworfenen Fragen nach Liebe, Solidarität und den Formen des 'der Welt abhandenkommen's uralt und ewig. Und das Ende dessen, was man 'Geschichte' nennt, erscheint als großes virtuelles Spiel, das mit jeder neuen Runde eine jedesmal neue Wahrheit erzeugt. – Der Roman ich du er sie es spielt in der ZUKUNFT, versteht sich aber im höchsten Maße als GEGENWÄRTIG. Auftauchende Begriffe und Bezeichnungen, die im Wortschatz der 2010er Jahre einen vorerst nur assoziativen Widerhall erzeugen, können im GLOSSAR nachgeschlagen werden, dessen definitorischen Prognosen auch wie eine eigenständige Geschichte gelesen werden können.

ich du er sie es — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «ich du er sie es», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Ein Mann und eine Frau, von denen Yukikos extern gebeuteltes Gedächtnis eine vorübergehend nicht greifbare Erinnerung in sich spürt, sind erwartungsgemäß eingetroffen, ohne dass sich Yukiko die Erwartung erklären kann. Alt sind sie, die beiden, so viel stellt sie fest, er ein klassischer Europide mit einem PG von 8 oder 9 und einer lange nicht mehr upgegradeten bzw. sehr unvollständigen RudimentärConnexion, und sie eine mit einem PG von 95 oder mehr und disconnected bis zum Geht-nicht-mehr. Mutmaßlich noch nie gesehen, die beiden, und doch seltsam vertraut. Yukikos innere Sperre ist wie eine plötzlich aufgetane Lücke, um die jeder aktive Gedanke nun einen Bogen machen muss, ein assoziatives schwarzes Loch, aus dem heraus von Yukiko plötzlich und intuitiv verlangt wird, das Paar mit den nimmersatten Augen Papa BIGs anzusehen. Kaum tut Yukiko das, schaut also achtsam und analytisch, ist sie wieder freigeschaltet und wiedererkennt das Paar, auf das sie ein Auge zu werfen hat (ohne zu wissen warum).

»Lass die Augen zu!«, ermahnt sie Hana sogleich, wieso eigentlich, Hana?, fragt sich Yukiko und schließt folgsam die Augen und sieht, dass die Männer nun oben sind, auf ihren elektrischen Stühlen sitzen und auf gewisse Anwendungen warten, für die Yukiko quasi geboren ist. Ihr kommt bei der Connexion mit dem Hautlappenmann eine unerwünschte Aversion in den Sinn, ein leichter Ekel und die kurze aber intensive Vorstellung, sein Stuhl wäre ein Original aus der Hochzeit der amerikanischen Todesstrafe und der ihn stimulierende Elektrodenstrom ein finaler.

»Unprofessionell!«, kommentiert Hana dieses ungeplante Negativgefühl, und Yukiko öffnet die Augen wieder und legt beide Hände auf ihr FRIEND, das wie eine Unterlage auf dem Tresen liegt. Sie wird später, wenn die Elektronik das Vorspiel beendet hat, hochgehen und jedem einzelnen ihr Tool, also sich selbst, anbieten für dies und das, aber das hat noch Zeit, und sie fragt sich, wieso sie so daran gefesselt ist, an dieses Tool, wenn es doch stimmt, wie man sagt, dass ihre Kerndisposition eine prägenetische bzw. virtuell ist. Doch so naheliegend dieser körperlose Gedanke auch ist, seine konkrete Ausformulierung entzieht sich ihr wie ein übergeordneter Verbotstatbestand.

Lieber als die auf sie wartenden User upstairs ist ihr allemal ein Tool wie das männliche dort, ein Tool, dessen FRIEND übrigens auch keinen Namen hat, worauf ihr Hana explizit entgegnet, dass dessen FRIEND ein END sei, und ein END von sich aus nie auf die Idee käme, nach einem Namen zu fragen.

27.

All meine nihilistischen Gedanken waren plötzlich nichtig angesichts der Managerin des Gasthauses 'Zum Mühlrad', in dem wir zu nächtigen gedachten. Unmöglich und doch unverkennbar war sie es, sie, die Reisebegleitung der Rüstigen von eben, oder die freundliche Passantin, die uns vor dem Rathaus von O fotografierte, oder die Bedienung aus der Ratsschänke, sie, immer dieselbe, was mir die Sprache sprichwörtlich verschlug und in ihrem Augenaufschlag so etwas wie ein Wiedererkennen signalisierte. Aber da mag ich mich täuschen, vielleicht hat sie mich kein bisschen erkannt, auch Clara schien diese Person mit nichts in Verbindung zu bringen, und ich wagte es nicht, sie oder sie zu fragen, zweifelte ich doch plötzlich an meiner eigenen Zurechnungsfähigkeit. Denn wie ich sie - es war doch gewiss sie!?, nur in immer anderer Rolle - wie ich sie nochmal und nochmals ansah, fragend oder wie blöde gar, da sagten ihre Augen nur: 'Is' was?'

Ich fürchtete schon, sie würde mich für einen verkalkten Trottel halten, dem eine Art Altersbrunft soeben den letzten Rest des Verstandes austrieb. Ich konnte es nicht lassen, immer und immer wieder hinüberzuschielen, während sie mit anderen Gästen sprach oder der Küche Anweisungen erteilte, oder oder oder, ich musste mich zusammenreißen, auch mal etwas zu Clara zu sagen, mich nach ihrem Befinden zu erkundigen, schließlich hatte die Strecke sie sichtlich überfordert, und auch meine Füße hatten zu beiden Seiten prächtige Blasen aufgeworfen. Wir konnten ein bisschen gemeinsam stöhnen und jammern und uns mental schon einmal auf den napoleonischen Gewaltmarsch von L nach M einstimmen, 25 Kilometer waren das heute gewesen, den ganzen Tag gelaufen, dafür morgen, nach L, deutlich weniger, doch übermorgen will noch mindestens eine Stunde eher begonnen sein.

Die Schöne brachte uns Spargel en masse, echten, wohlgemerkt, wozu noch Butter oder Schinken?, aber Clara vertilgte sogar ein ganzes Schnitzel dazu und sagte kein Wort. Echtfleisch angeblich sogar. Was mich nicht weniger anwiderte als künstliches, mir genügten Kartoffeln, auch die echt, und ein Schuss feines Olivenölimitat. Doch nahm ich mir vor, ihr ihre Schwächen nicht zu sehr vorzuhalten, wir hatten noch ein paar gemeinsame Tage vor uns und nichts vergiftet das Zwischenmenschliche mehr als Diskussionen ums Essen. Das sagte ich ihr auch, berührte dabei sogar ihre Hand, »es ist in Ordnung, was du isst«, sagte ich ihr, worauf sie die Augenbrauen runzelte und den Kopf schüttelte, und mich damit beschämte, und mich aus der Beschämung gleich wieder herausriss und auf einen an der holzvertäfelten Wand hängenden Kupferstich einer alten Mühle zeigte, vermutlich derselben, in der wir gerade saßen, die Mühle vor der verunkenntlichenden Kernsanierung.

»Hast du hier irgendwo ein Mühlrad gesehen?«, fragte ich sie, und da war plötzlich etwas im Blick der Chefin, das eindeutig mir galt und mir mein armes Herz rasend machte.

Aber Clara schüttelte nur den Kopf und meinte: »wegen gestern …«

28.

Aaron Menachem vom Stamm der Lemba aus Südafrika ist homosexuell. Sein natürliches, von klein auf gelebtes Interesse an Nagellack und Mädchenkleidern war seinem wohlwollenden Oheim Jakob Menachem daher Anlass gewesen, ihn frühzeitig aus seinem elterlichen Dorf herauszunehmen und in ein Internat nach Tel Aviv zu schicken, in der irrigen Annahme, dort wäre man dem Jungen gegenüber toleranter als in Johannisburg, wo man Aaron schon in der Highschool angemeldet hatte. In Tel Aviv kämen ja nur eine jener drei Todsünden, die ein Mensch gebürtig mit auf die Welt bringen kann, zum Tragen: Dort, in der 'Gay Capital of Middle East', wäre Aaron mit seinem PG von fast 99 lediglich schwarz - aber nicht mehr schwul und sowieso kein Jude mehr. In Johannisburg dagegen wäre es genau andersherum: Aaron wäre zwar dort kein Schwarzer, aber unverkennbar schwul - und obendrein ein Jude, was seit zweitausend Jahren oder länger außerhalb des Kibbuz immer irgendwie ein Problem darstellt.

Für Aaron ist Tel Aviv allerdings nur das Sprungbrett in die eigentliche Welt gewesen, die zuerst Berlin hieß, wo er nach dem Schulabschluss Architektur studierte und von allem nur noch ein bisschen war, und dann New York, wo sich auf angenehmste Weise seine verteufelten Stigmata in indifferentes Wohlgefallen auflösten. Für Aaron ist das schwule, schwarze, jüdische New York zur eigentlichen Heimat mit dauerhafter IDEA geworden, zum fleischlichen Fundament eines ansonsten bevorzugt virtuellen Daseins.

In seinem Manhattaner Schachtelzimmer, das in einer von einem durchtriebenen Immobilienmakler zu einer Schachtelzimmerbatterie umgebauten Wohnung eingeklemmt liegt oder beinahe hängt, und für dessen Finanzierung Aaron anfangs im Dreischichtbetrieb Hotdogs verkauft, Taxi gefahren und Hausflure geputzt - und inzwischen diese Tätigkeiten in die wesentlich annehmlicheren virtuellen Jobs des himmeLs verlagert hat, in diesem brutalst überteuerten, keine sechseinhalb Quadratmeter winzigen Kabuff zzgl. eines von acht weiteren, zumeist weißrussischstämmigen Schachtelzimmermietparteien genutzten Duschklos am Ende eines nach süßem Kohl riechenden und immer von irgendwoher konfliktbeschallten Gangs, in dieser Abstellkammer, deren einziges Fenster aus dem nachträglich verglasten Durchbruch einer ehemaligen Lüftungsanlage besteht (direkt unter der zum Glück nicht allzu hohen Decke und von daher auf Zehenspitzen durchaus erreichbar) und durch das man schräg seitlich die neue, wesentlich leistungsfähigere Lüftungsanlage sehen und auch ziemlich gut hören kann, und das sich überhaupt nur deshalb öffnen lässt, weil Aaron die Scheibe herausgenommen und durch eine mit einem Klettband umsäumte Plastikfolie ersetzt hat, in diesem quasi Loch also entwirft er nun Freudenhäuser und Lusttempel für alle, denen die sogenannte Reale Welt nicht das Glück bietet, das man sich von ihr erhofft haben könnte. Gegen echtes Geld natürlich und nur im himmeL, natürlich, je nach Budget und auch je nach persönlichen Vorlieben beinhalten Aarons Entwürfe echte oder nur künstliche Virte, Herren und Sklaven, Liebkosende und Liebkoste, Schändende und Geschändete, Anbetende und Angebetete, Tretende und Getretene, meist eine Mischung aus allem, im himmeL treiben sich genug rum, die das auch unentgeltlich machen und froh über jeden neuen seiner Paläste sind, in denen sie sich austoben dürfen.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «ich du er sie es»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «ich du er sie es» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


null DERHANK - Veronas Wolke
null DERHANK
null DERHANK - 8½
null DERHANK
null DERHANK - Y
null DERHANK
null Fanny - Ich war einmal
null Fanny
null DERHANK - Zombielein
null DERHANK
null DERHANK - Their Teacher
null DERHANK
Heidemarie Pläschke - Eines Tages hol’ ich sie mir!
Heidemarie Pläschke
Отзывы о книге «ich du er sie es»

Обсуждение, отзывы о книге «ich du er sie es» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x