Doch Ferdinand dachte gar nicht daran und rief: „Mami, aufstehen, heute ist doch Muttertag!“ Seine Mutter ließ sich wohl oder übel überzeugen und ging gähnend zur Frühstückstafel hinunter. Was freute sie sich, als sie den gedeckten Tisch sah und Ferdinands Muschelkette entdeckte. Sofort zog sie sie um ihren Hals und schaute in den Spiegel.
„Wunderhübsch! Ferdinand, wo hast du denn diese Muschel gefunden? Noch nie habe ich so ein schönes Geschenk bekommen!“, rief sie lächelnd aus, umarmte Ferdinand und gab ihn einen dicken Kuss. Den ganzen Tag behielt sie sein Geschenk um, und Ferdinand war stolz, dass er so eine glänzende Muschel für seine Mami gefunden hatte.
Lisa war eine weiße Hausente. Ihre Federn glitzerten schneeweiß in der Sonne und ihr Schnabel war leuchtend orange. Wenn sie aus dem Wasser herauskam, sah man ihre orangefarbenen Schwimmhäute. An Land tapste sie manchmal etwas unbeholfen herum, aber in dem großen See mit der wild bewachsenen Enteninsel, glitt sie federleicht durch das Wasser. Die Ente Lisa war immer gut gelaunt und kam sofort angeschwommen, wenn die Kinder etwas Brot in den See warfen. Sie quakte und schnatterte immer ganz laut, so als ob sie alle begrüßen wollte.
Doch eines Tages kletterte die Ente Lisa an Land und legte sich auf das Gras. Sie hatte leichte, zwickende Bauchschmerzen. Damit sie etwas bequemer liegen konnte, sammelte sie ein paar Stöckchen und baute sich ein weiches Bett. Sie wunderte sich, denn dieses Gefühl im Bauch war neu für sie. Noch nie zuvor hat ihr Bauch gezwickt. Es war kein großer Schmerz, nein, eher nur ein leichtes Kneifen, aber doch recht seltsam. Sie legte sich in ihr hergerichtetes Nest und ruhte sich etwas aus. Auf einmal spürte sie, dass dieses Zwicken im Bauch wanderte. Erst bemerkte sie etwas mitten in ihrem Bauch und später wanderte das Gefühl in Richtung Schwanzfedern. Plötzlich fühlte sie etwas Warmes Hartes unter sich. Die Ente Lisa stand auf und schaute sich an, was da aus ihr herausgekommen ist? Ein Ei! Ein süßes, kleines Entenei! So, wie sie es schon oft bei den anderen Enten auf der Insel gesehen hatte. Jetzt besaß sie auch ein Ei!
Lisa freute sich so sehr und damit es ihr niemand wegnehmen konnte, legte sie sich vorsichtig darauf um es zu schützen und zu wärmen. Sie hatte dies bei den anderen Enten beobachtet. Nach einigen Tagen schlüpfte ein niedliches Entenküken aus dem Ei, und Lisa wünschte sich noch mehr Zwicken in ihrem Bauch, damit noch viele, viele weitere Enteneier aus ihrem Bauch heraus kommen.
Die Geschichte von dem Hund, der nicht bellen konnte
Es war einmal ein kleiner, weißer Hund, der lebte bei den Nachbarn. Er hatte weißes, zotteliges Fell und süße schwarze Ohren. Er hieß Robbie und spielte den ganzen Tag mit den Kindern aus der Straße.
Doch eines Morgens saß er traurig in der Ecke seines Gartens. Als die Kinder zu ihm gingen und nachfragten, erklärte er:
„Ich bin so traurig, weil ich nicht bellen kann! Der große Schäferhund Rex von gegenüber kann gaaaaaanz laut bellen! Wuf, Wuf! Und auch alle anderen Hunde aus dieser Straße bellen so laut, dass ich mich manchmal erschrecke und zur Seite hüpfe. Aber ich – schnief – ich kann nur quietschen.“
Die Kinder versuchten ihn zu trösten.
Barbara sagte: „Ich kann auch nicht so schön malen wie andere Kinder.“
„Und ich, ich sollte einmal singen, das konnte ich überhaupt nicht!“, meinte Martin.
Und Michael fügte hinzu: „Meine Mutter wollte, dass ich Fußball spielen gehe, aber ich konnte überhaupt keine Tore schießen!“
Robbies Hundemutter kam heraus und fand es gar nicht so schlimm, dass Robbie nicht bellen konnte: „Du hast es einfach ausprobiert und gemerkt, dass du es nicht kannst. Nicht jeder kann, was andere können. Dafür fährst du aber schon prima Fahrrad!
Jedes Kind und somit auch jedes Hundekind ist anders und kann verschiedene Dinge. Jonas kann wunderschön malen, und Julia sehr gut tanzen. Florian erzählt tolle Geschichten und Robbie kann ganz schnell rennen und dabei ganz hoch quietschen.“
Robbie hörte auf zu weinen und tobte mit den Kindern durch die Straße. Er quietschte ganz vergnügt und alle Hunde klatschten Beifall, weil Robbie der einzige Hund aus der Siedlung war, der so schön quietschen konnte!
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