Christine Jörg - Unfall ins Glueck

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Melanie Frei hat im Möbelhaus Zenter ihre Ausbildung zur Bürokauffrau abgeschlossen. Sie wurde in eine feste Anstellung übernommen, doch der Preis war hoch. Sie wurde die Geliebte des verheirateten Chefs. Als keine Aussicht bestand, dass er sich von seiner Frau scheiden lässt zieht Melanie die Konsequenzen und verlässt Zenter. Zwei Monate später ist sie sicher, dass sie schwanger ist. Die schwierigste, aber auch glücklichste Zeit ihres Lebens beginnt. Ihr kleiner Sohn mit Vater unbekannt ist ihr Herzstück. Die große Schwierigkeit ist jedoch wieder eine Arbeit zu finden. Ein Unfall birgt auf lange Sicht die glückliche Lösung für Melanies weiteres Leben.

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An der Anmeldung ist er nicht der Einzige, der Fragen und Bitten an die geplagte Sekretärin hat. Nervös tritt er von einem Fuß auf der anderen, während ein Wartender nach dem anderen sein Anliegen erledigt bekommt.

„Hallo“, sagt er, als er endlich an der Reihe ist. „Heute Morgen so gegen halb neun oder neun ist eine junge Frau bei Ihnen eingeliefert worden. Können Sie mir sagen auf welchem Zimmer sie liegt?“

„Machen Sie Witze?“, knurrt die Frau ihn etwas ungehalten an. „Da könnte ja jeder kommen. Sie müssen mir schon den Namen sagen.“

„Ja, eben den kenne ich nicht“, erklärt Norbert vorsichtig. „Sehen Sie, ich habe die Frau heute Morgen angefahren und nun wollte ich Sie besuchen und mich erkundigen wie es ihr geht.“

„Wie heißt die Frau?“, beharrt Norberts Gegenüber.

„Sie hatte doch keine Papiere dabei. Die Sanitäter konnten es mir ja auch nicht sagen.“

„Halb neun, sagen Sie“, plötzlich geht in der Frau ein Sinneswandel vor sich. Sie greift zum Telefon, redet, wartet kurz und hängt wieder ein.

„Melanie Frei, Zimmer 131 im ersten Stock.“

„Vielen Dank, dass Sie mir so freundlich geholfen haben:“ Schon ist Norbert weg.

Krankenhäuser sind ihm ein Gräuel. Seit dem Tod seines Vaters vor sechs Jahren, der lange im Krankenhaus gepflegt werden musste, hat er keines mehr betreten. Schon allein die Gerüche machen ihn krank. Er wundert sich über sich selbst, es kostet ihn heute keine Überwindung weiter ins Innere des Gebäudes einzudringen.

Im ersten Stock geht er den langen Gang entlang. Seine Schuhsohlen quietschen auf dem sauber gewienerten, glänzenden Kunststoffboden.

Menschen hasten oder spazieren an ihm vorbei. Dort öffnet und schließt sich leise eine Türe. Hier schlendert langsam und gemächlich ein Patient, der sein Gestell mit dem Tropf vor sich herschiebt. Ein bisschen komisch wird Norbert nun bei diesem Anblick und Erinnerungen an seinen Vater werden wach. Er schüttelt leicht den Kopf und denkt an die junge Frau, der er in Kürze gegenübertreten wird.

Wie wird sie reagieren? Sie kennt ihn nicht. Was soll er sagen, wenn er eintritt. ‚Hallo, ich bin der, der Sie heute Morgen über den Haufen gefahren hat?’ Er hätte sich das vorher überlegen sollen. Jetzt fällt ihm nichts Passendes ein. ‚Egal, jetzt bist du da und gehst da rein‘, gibt er sich innerlich einen Stoß. Und schon steht er vor dem Zimmer 131.

Norbert atmet tief durch hebt die Hand und will anklopfen als sich die Türe wie von Zauberhand öffnet. Vor ihm steht eine Krankenschwester.

„Hallo“, ist alles was Norbert hervorbringen kann.

„Grüß Gott“, erwidert freundlich die Schwester und schließt die Türe bevor Norbert eintreten kann.

Schwester Marie hält den Mann leicht am Arm fest und zieht ihn ein paar Schritte mit sich. Norbert wagt nicht sich zu wehren.

„Wollen Sie zu Frau Frei? Sind Sie ein Angehöriger oder Freund von ihr?“, fragt die Krankenschwester nun.

Norbert schaut sie groß an und schüttelt den Kopf. Erst dann antwortet er: „Nein, ich bin der Verursacher weshalb sie jetzt hier ist. Mein Name ist Norbert Höchst.“

„Schade“, antwortet die Schwester mit ehrlichem Bedauern.

„Was ist denn los?“

„Nun ja“, fährt Schwester Marie zögernd fort, „Frau Frei scheint niemanden zu haben. Und sie kommt uns ziemlich schwach vor. Sie ernährt sich nicht ausreichend.“

„Essstörung?“, ist alles was Norbert dazu einfällt.

„Nein, danach sieht es eher nicht aus.“

„Hat sie sonst noch Verletzungen von dem Unfall?“, will er nun wissen.

„Eine Gehirnerschütterung. Sie ist sehr unruhig. Heute Morgen, als sie zu sich kam wollte sie sofort gehen. Aber das können wir natürlich nicht verantworten.“

„Ich werde sehen, was ich erreichen kann“, sagt Norbert zuversichtlich. „Schließlich habe ich so etwas wie eine Verantwortung für Frau Frei nachdem ich sie in diese missliche Lage gebracht habe.“

„Tja, Herr Höchst, dann will ich Sie nicht länger aufhalten.“ Damit entlässt ihn die Krankenschwester.

Wieder wendet er sich Zimmer 131 zu. Jetzt klopft er wirklich an und tritt vorsichtig ein.

Im Zimmer stehen drei Betten. Jedoch erkennt er die junge Frau sofort wieder und nähert sich ihrem Bett.

„Grüß Gott, Frau Frei.“ Norbert hält ihr die schön verpackte Schachtel mit Pralinen hin.

„Wer sind Sie?“ Melanie starrt ihn verwundert an.

„Norbert Höchst, der Mann, der Sie heute Morgen angefahren hat. Ich wollte nach Ihnen sehen und mich erkundigen wie es Ihnen geht.“

Wie blass und dünn sie tatsächlich ist, sagt Norbert sich als er die Arme, die aus dem Krankenhaushemdchen ragen, mustert.

„Es geht schon, danke“, sagt sie nur müde und macht keine Anstalten nach dem Geschenk zu greifen.

Norbert stellt die Packung auf dem Nachttisch ab. „Kann ich Ihnen irgendwie helfen?“

„Nein, danke, es ist schon in Ordnung.“

„Soll ich jemanden benachrichtigen?“

„Nein, lassen Sie nur. Sehr nett von Ihnen.“

„Nun ja, Frau Frei, ich fühle mich ein bisschen für Sie verantwortlich. Schließlich habe ich Schuld an dem Unfall.“

„Ist schon gut“, wehrt Melanie wieder ab.

„Wissen Sie was, ich lasse Ihnen meine Karte da. Egal was ist, egal wann, melden Sie sich einfach.“ Er streckt ihr seine Visitenkarte entgegen. Wieder macht sie keine Anstalten sie zu ergreifen. Norbert legt sie zu den Pralinen auf dem Nachttisch.

„Tja, dann will ich mal wieder. Ruhen Sie sich gut aus und vor allem gute Besserung.“

„Danke“, zum ersten Mal zeigt sich ein kleines, zaghaftes Lächeln auf Melanies Gesicht.

„Auf Wiedersehen.“ Norbert ergreift kurz Melanies schmale feingliedrige Hand und drückt sie sanft.

„Auf Wiedersehen“, sagt Melanie leise und noch leiser, sodass er es kaum noch hört, „und vielen Dank fürs Kommen.“

Norbert dreht sich noch einmal kurz zu ihr um, lächelt ihr zu und verlässt das Zimmer. Er ist enttäuscht über den Besuch. Etwas mehr Freude hatte er sich erwartet.

Du kennst sie nicht, du weißt nicht wer sie wirklich ist und was los war bevor du sie angefahren hast. Sie ist eine Fremde, die ihr eigenes Leben führt. Darin hast du eben keinen Platz. Trotzdem spürt er einen Stich im Herzen. Wie gerne hätte er diesem so wehr- und schutzlosen Wesen geholfen.

In Gedanken versunken verlässt er das Krankenhaus und kehrt ins Büro zurück. Eigentlich hätte er sich noch an der Baustelle sehen lassen sollen, doch dazu ist es heute zu spät.

*

Melanie ist überrascht als der Fremde das Zimmer betritt und zielstrebig auf ihr Bett zusteuert. Sie hat den Mann noch nie gesehen und nun behauptet er, er hat sie heute angefahren.

Zunächst will sie gar nicht mit ihm sprechen. Schließlich hat er ihr dieses Schlamassel eingebrockt. Doch seine sympathische Stimme hat sie beeindruckt und umgestimmt. Aber irgendwie ist sie nicht in der Lage auf ein Gespräch mit ihm einzugehen. Ja, noch nicht einmal sein Geschenk möchte sie annehmen. Aber es ihm zurückzugeben hat sie auch nicht gewagt.

Er hat ihr sogar Hilfe angeboten. Im Augenblick weiß Melanie nicht mehr so recht wo sie die Hilfe, die sie wirklich braucht um mit ihrem kleinen Jonas weiterzuleben, hernehmen soll. Den Fremden will sie auf keinen Fall auf ihre finanzielle Lage ansprechen. Außerdem, solche Hilfsangebote sind doch nie ernst gemeint. Irgendeinen Haken haben sie immer. Darauf den Haken des Angebots zu erkunden kann sie gerne verzichten.

Noch eine Monatsmiete, dann ist ihr Konto leer. Arbeit ist nach wie vor nicht in Sicht. Wer will schon eine kleine Büroangestellte mit einem dreieinhalbjährigen Sohn einstellen?

Beim Gedanken an den kleinen Jonas steigen Melanie Tränen in die Augen. Hoffentlich ist der Kleine jetzt bei der Nachbarin, Frau Selend. Im Kindergarten hat sie wohlweißlich von Anfang an die Anweisung gegeben, wenn sie einmal unentschuldigt nicht kommt um Jonas abzuholen, dann möchte man bitte Frau Selend benachrichtigen.

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