„Ein Date.“, wiederholte er.
„Du siehst toll aus und ich würde dich gerne besser kennenlernen.“
Matt sprang auf, packte ihm an seinem T-Shirt Kragen und drohte: „Lass die Finger von meiner Schwester! Sie ist zu jung für dich!“
„Zu jung?“, fragte Grey. „Sie ist doch nicht mehr Minderjährig!“
Matt lockerte seinen Griff nicht, betrachtete seine Schwester und rang damit Grey aufzuklären. Schließlich lies er ihn los und berichtete das ihre Körper zehn Jahre älter sind als ihre Seelen. Grey wirkte zuerst verwundert, glaubte ihm aber. Doch er bestand weiterhin darauf, für sein Schweigen ein Date mit Mia zu bekommen.
Mia gab schließlich nach: „Na gut. Ein einziges Date. Und damit sind wir Quitt, Ok?“
„Ja. Ich muss noch etwas erledigen, ich hole dich dann heute Abend um 20 Uhr hier ab.“
Grey zog seine Jacke an und machte sich auf den Weg in die Stadt.
Mia setzte sich auf Matts Schoß und flüsterte: „Das ist mein erstes Date.“
„Klar. Wir sind ja auch Kinder und Kinder sollten keine Dates haben.“
„Irgendwie bin ich aufgeregt.“
Er strich ihr sanft über die blonden Haare und blickte in ihre leuchtend blauen Augen.
„Denk einfach daran, dass es ein normales Treffen mit einem Jungen ist.“
Sie kuschelte sich an seinen Oberkörper und lobte: „Wieso können nicht alle Jungs so sein wie du.“
„Aber so schlimm ist doch Grey gar nicht.“
„Du kennst ihn doch gar nicht.“
„Du doch auch nicht.“
Der Herzschlag ihres Bruders brachte sie ins Grübeln: „Ich bin nicht Matt und Matt ist nicht ich und doch ergeben wir zusammen ein Ganzes. Wir sind zwei Individuen. Das ist enorm wichtig! Nur zusammen sind wir vollständig. Auch das ist von großer Bedeutung und wir werden für ewig zusammen sein!“
„Mia? Weinst du?“
Mit seinem Zeigefinger entfernte er eine kleine Träne von ihrer Wange und wollte sie beruhigen: „Wenn du es wirklich nicht willst, dann lass es.“
„Nein!“
Sie schüttelte ihren Kopf.
„Das führt nur zu Problemen!“
„Meine kleine Schwester.“
Er legte seine Arme um sie und zog sie näher an sich heran.
„Hey!“, beschwerte sie sich, „Es waren doch nur fünf Minuten!“
„Ich hab dich lieb.“
„Ich dich auch. Aber…“, sagte sie Unheil schwanger, „…ich muss mich jetzt umziehen.“
Sie trennte sich aus seiner Umarmung und beide gingen die Treppe hinauf, in eines der Umkleidezimmer. Hinter einer altmodischen Trennwand zog sich Mia um, während Matt auf einem ebenfalls altmodischen, aus Eichenholz bestehenden Bett saß. Da Mia noch nie ein Date hatte und außerdem erst seit fast zwei Tagen den Körper einer Frau besaß, war es schwer ein passendes Outfit zu finden. Zuerst probierte sie einen dunkelbraunen Pullover und eine viel zu lange Jeanshose an. Doch damit sah sie aus, wie ein kleines und dickes Kind. Also zog sie statt dem Pullover ein Tank Top und eine Jeansjacke an. Ein kurzer Lederrock lies ihre Beine lang wirken. Matt sprang auf, drehte sie sofort wieder in Richtung Kleiderhaufen und schob sie wieder hinter die Abtrennung. Nur über seine Leiche würde er es zulassen, dass sie sich so in der Öffentlichkeit zeigte. Nun versuchte sie es mit einem knielangen Kleid, dass über und über mit Rüschen, Rosen und Spitze verziert war. Der Rock war wie eine Glocke geformt. Die bunten Farben und die vielen Accessoires verschlangen, die Schönheit von Mias neuen Körper förmlich. Der Haufen mit den aussortierten Kleidern wurde immer höher und viele Kleidungsstücke, die vielleicht in Frage kamen waren kreuz und quer im Raum verteilt. Obwohl sie anfangs gegen das Date war, wollte sie trotzdem so schön wie möglich aussehen. Besonders da sie diesen tollen Körper bekommen hatte. Das letzte Kleid, diesen Raumes, war ein kurzes, trägerloses Kleid. Es war hellblau und eine kleine Schleife unterhalb ihres Dekolletés lies sie kindlich aber gleichzeitig sexy wirken. Sie drehte sich im Kreis und der Überrock des Kleides bauschte sich auf. Die Schuhe wählte sie in einem königsblau und mit niedrigem Absatz. Nun brauchte sie noch eine passende Frisur und Make-up. Verzweifelt versuchte sie ihre Haare hochzustecken, doch immer wieder lösten sich einzelne Strähnen.
„Setz dich.“, Matt drückte sie auf das Bett und nahm ihr Kamm und Klammern aus der Hand.
Gekonnt legte er ihre glatten Haare nach hinten und befestigte alles mit einer großen schmetterlingsförmigen Klammer. Zwei Strähnen flochte er und machte sie ebenfalls mit der Klammer fest. Dann befestigte er alles mit Unmengen von Haarspray und widmete sich dem Make-up. Mit einem schwarzen Kajal fuhr er die Umrisse ihrer Augen nach und vergrößerte mit Wimperntuschen ihre Wimpern. Über den Augen trug er einen sanften blauen Liedschatten auf, welcher ihre Augen zum Strahlen brachte. Es war ein merkwürdiges Gefühl zum ersten Mal geschminkt zu sein.
Immer wieder hatte sie das Verlangen sich ins Gesicht zu greifen, aber Matt hinderte sie daran: „Finger weg! Du verwischt sonst noch alles!“
„Ist ja gut. Aber es kitzelt so!“
„Du gewöhnst dich daran. Versuch an etwas anderes zu denken.“
Matt versuchte sie mit allem möglichen abzulenken. Er machte akrobatische Kunststücke, erzählte Witze, stellte ihr Fragen und versuchte sogar sie mit dem außergewöhnlichsten Speisen zum Lachen zu bringen. Doch immer wieder wanderten ihre Finger zu ihrem Gesicht. Im letzten Moment, bevor sie größeren Schaden anrichten konnte, hielt er ihre Hand auf und versuchte sie mit etwas anderem abzulenken. Die Zeit verrann wie im Flug und nach einer kleinen Stärkung, die aus einem Schokoladenmuffin bestand, klingelte es an der Tür. Während Mia noch einmal überprüfte ob alles an seinem Platz war und ihr Make-up nicht verwischt war, öffnete Matt die Tür.
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