Dorothea Doris Tangel - Ich und der Fisch, der Fisch und ich

Здесь есть возможность читать онлайн «Dorothea Doris Tangel - Ich und der Fisch, der Fisch und ich» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Ich und der Fisch, der Fisch und ich: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Ich und der Fisch, der Fisch und ich»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Eine Chronik. Aufhören zu rauchen in 63 Tagen…
Der ganze Wahnsinn und die ganze Erleuchtung. Gibt es ein Leben nach der Sucht? Kann ich mich jemals befreien von der Erinnerung des Missbrauchs oder werde ich immer ein Pflaster brauchen? Lastet ein Fluch auf mir? Zeit, das Tabu des Schweigens zu brechen. Darf ich lachen, obwohl ich manisch depressiv bin? Das Gute sehen lernen, in mir und um mich herum und mir das Gute zu gönnen. Darf ich das?

Ich und der Fisch, der Fisch und ich — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Ich und der Fisch, der Fisch und ich», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

1996 130 x 110 cm Wenn die weibliche Energie nichts mehr zählt geht alles - фото 21996; 130 x 110 cm.

Wenn die weibliche Energie nichts mehr zählt, geht alles vor die Hunde. Sie ist der Ausgleich zur materiellen Welt und bringt Wärme in den Alltag. Wenn wir das in uns nicht mehr achten, egal ob Mann oder Frau, bekommt unser Leben eine ungesunde Schieflage und wir werden keinen Frieden finden. Verbinden, nicht Trennen ist der Schlüssel zum Überleben der gesamten Menschheit, auch wenn es pathetisch klingen mag.

Heute ist es mir egal ob einer meine Sachen naive Malerei nennt und der Typ damals wollte sich nur an mir abreagieren und mich beleidigen. Sollen sie doch ihre eigenen Bilder malen wenn ihnen meine nicht passen, sie müssen ja nicht hingucken. Aber weggucken können sie dann auch nicht. Ich muss sowieso Kritik aushalten lernen. Sie schlagen mich ja nicht mehr.

Als ich diesen kleinen Raum von dem Dünnbrettbohrer entdeckt hatte, hingen dort nur Bilder von exakt abgemessenen Quadraten und es berührte mich im Innern nicht im Geringsten. Ich ging wie ich gekommen war. Nachdem ich das Bild „Guernica“ von Picasso gesehen hatte, oder Frida Kahlos Ansichten ihrer Wirbelsäule oder die über ihre Beziehung zu Diego war ich im Innern verändert. Ich war danach einfach nicht mehr dieselbe!

Meine Kunst ist leidenschaftlich und das ist alles was ich brauche wenn mich ein Bild anspricht, ich will dass mich etwas bewegt! Auch ein einzelner Strich kann sinnlich sein. Ich mache eher native als naive Kunst. Es kommt immer alles von ganz tief innen drin! Autsch!

Nix gegen Quadrate! Ich liebe Quadrate! Gerade die Viereckigen! Aber dieser Typ wollte mich in seine kleine Streichholzschachtelschubladenkommode quetschen, die sein unterentwickelter Kunstsinn zur Verfügung hatte, da er Angst hat genau hinzusehen und da habe ich noch nie hineingepasst. Seine Welt war einfach zu eng für mich.

An solchen Begebenheiten liegt es natürlich dass ich diesen Bildungsneid entwickelt habe, und er war nicht der einzige der meinte, nur Akademiker dürfen sich mit Kunst schmücken. Aber ich erschaffe Kunst, ich konsumiere sie nicht und ich habe schon in jungen Jahren Ähnliches erlebt, als ich mich am Städl bewarb.

Ich malte schon immer und seit meinem 15. Lebensjahr sogar in Öl und es war mir von Anfang an klar dass die Kunst mein Leben ist. Auch wenn ich mir einreden ließ, dass ich das nicht sein durfte. Irgendwie taten meine Eltern so als sei ich kriminell weil ich so veranlagt war. Ich machte aber von Anfang an nichts anderes als Dinge zu erfinden, herzustellen und bunt anzumalen. Mit 14 trug ich schon meine eigene selbstentworfene und selbst genähte Garderobe und auch wenn alle an der Straßenbahnhaltestelle blöd grinsten lief ich doch hocherhobenen Hauptes durch die Straßen damit, weil es mich mit unendlichem Stolz erfüllte etwas Eigenes geschaffen zu haben. Das war meins! Das war meine Idee und ich war nicht abhängig von den Sachen aus den teuren Läden in der Stadt, die wir uns sowieso nicht leisten konnten, ich war die Letzte in der Schule, die eine Jeans bekam. Ich machte nun meine eigene Mode!

So etwas ist angeboren und mein großer Traum war es nun Mal Kunst zu studieren. Das war meine Welt und damit wollte ich auch mein Geld verdienen, denn schon immer kamen Leute, auch im Kindergarten und nahmen meine Bilder mit und ich besitze nur noch ein einziges von vor 1984.

Aber bei der Aufnahmeprüfung an der Kunsthochschule war ich nicht kompatibel und passte nicht in die vorherrschende etablierte Gesellschaft. Der Direktor wollte mich nur schnell loswerden. Er sah meine Bilder noch nicht einmal an, als könnte er irgendwie riechen dass meine Nase grün war, sondern fragte mich stattdessen nur: „Was sind ihre Eltern von Beruf?“ Als ich brav und auch stolz geantwortet hatte: „Drucker und Krankenschwester“, reichte ihm das schon und ich war auf der Stelle durchgefallen. Ich verschwieg dass mein Vater ungelernt war und meine Mutter auch keine Ausbildung hatte. Sie holte das später, als sie 40 wurde nach.

Es kam zu einem riesen Krach weil alle Lehrer mich nehmen wollten, er aber unnachgiebig blieb. Eine Lehrerin hielt immer wieder eines meiner Gemälde oder eine Zeichnung hoch, während er mich mehrmals fragte: „Wie wollen sie das Studium finanzieren?“ „Irgendwie“ sagte ich immer wieder, „ich werde das schon hinkriegen“. Ich hatte immer irgendwelche Fahrerjobs und sang in Bands, damit konnte ich mich ganz gut über Wasser halten. Wo lag das Problem?

Aber er ließ sich nicht erweichen. Zum Schluss meinte er, ich sei viel zu jung zum studieren. Ich war zwar gerade 18 geworden, aber ich sah immer noch aus wie 14. Mit 26 ließ man mich ein Türsteher noch nicht einmal in die Disko, weil er meinte ich sei noch keine 16. Erst als ich meinen Ausweis zeigte ließ er mich rein. Wir Frauen mögen das, aber bei dieser Bewerbung war es eine Katastrophe.

Nach dieser Absage lief ich heulend am Main entlang nach Hause. Ich hatte eine extra große Stofftasche genäht, um die Ölschinken auf meinem Fahrrad transportieren zu können, die mir jetzt zwischen den Beinen baumelten. Alle Träume zerstört. Mein Leben war zu Ende und ich war wieder Mal gescheitert. Wie immer. Gab es denn keinen Platz in der Welt, wo ich hingehörte? Aber das Malen ließ ich mir dadurch nicht vermiesen, es hat mich nicht eine Minute davon abgehalten!

Heute bin ich stolz darauf von diesem Direktor abgelehnt worden zu sein, denn zu einer guten Biographie eines richtigen und saftigen Künstlerlebens gehört das eben dazu. Es ist sogar eher hinderlich der Norm zu entsprechen. Schließlich erschafft man als schöpferischer Mensch vollkommen neue Dinge, die erst in der Zukunft verstanden werden können, von den Kleingeistern jedenfalls, da es das vorher noch nicht gab und weil man mit nichts zu vergleichen ist, was solche Idioten ja immer brauchen weil sie Angst vor einer eigenen Meinung haben.

Das gehört dazu wenn man die Zeit repräsentiert, in der man lebt. Ich war diesem Verein sowieso nicht gewachsen. Sie hätten mich nur zerquetscht, selbstmordgefährdet wie ich immer war. Ich hätte dort womöglich nur den Glauben an mich selbst und an die Kunst verloren. So aber konnte mich meine Kunst heilen.

Als ich in späteren Jahren etliche Städlschüler kennenlernte, war mir klar warum die höhere Macht nicht wollte dass mich dieser Laden in ihre Fänge kriegte, um mich nach ihren leeren Maßstäben zu verkorksen und so zu verbiegen bis ich kein Rückgrat mehr gehabt hätte. Sie waren alle so orientierungslos und keiner von denen getraute sich etwas Eigenes zu machen. Aber sie konnten von ihrer Kunst leben, im Gegensatz zu mir, denn sie hatten die richtigen Kontakte. Ihre Namen habe ich aber sofort vergessen, nachdem ich ihre Werke angesehen hatte. Sie produzierten eher Tapetenmuster und Dekoration, die zur Farbe eines Sofas des Käufers passte und sie wollten es vermeiden mit ihrer Arbeit etwas auszusagen.

Oje, der Größenwahn tröpfelt mal wieder massiv von der Decke. Na ja, irgendwie muss man ja überleben, wenn man schon keine Geld für seine Arbeit bekommt. Wahrscheinlich kann ich einfach nichts, aber das wollen wir hier jetzt nicht zugeben…

All das ist natürlich eitel und keiner ist schuld an meinem Schicksal, denn es war meine Bestimmung, mir die Dinge selber beizubringen, und dazu ging es bei mir auch überwiegend um Dinge, die man sowieso nicht auf einer Uni erkaufen kann. Ich sollte meinen eigenen Stil entwickeln, meinen eigenen Ausdruck finden und mutiger werden. Ich war so abhängig von der Meinung anderer und viel zu leicht beeinflussbar, dass ich mich lange nicht getraute Leuten direkt in die Augen zu sehen. Was wenn sie sähen, was ich wirklich denke?

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Ich und der Fisch, der Fisch und ich»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Ich und der Fisch, der Fisch und ich» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Ich und der Fisch, der Fisch und ich»

Обсуждение, отзывы о книге «Ich und der Fisch, der Fisch und ich» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x