Tessa Koch - Wounded World
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„Ja genau.“ Er lächelt mich schief an. Ich seufze leise, als mir bewusst wird, dass er recht hat und es so sicherer ist. Doch es fühlt sich so an als könnte ich Tage durchschlafen. Da gefällt mir der Gedanke einer Nachtwache nicht besonders. „Keine Sorge, ich fange an“, sagt Liam. „Immerhin habe ich dich die Rucksäcke tragen lassen und du hast meine Gitarre gerettet – du hast es dir verdient.“
Am liebsten würde ich das Angebot sofort annehmen, doch mein schlechtes Gewissen meldet sich leise. „Ist schon okay, ich kann auch die erste Wache übernehmen.“
„Nein.“ Er klingt entschlossen, lächelt aber immer noch. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich fitter bin als du – nimm’s mir nicht böse.“
„Na gut.“ Ich ziehe die Decke unter mir hervor, meine Kleidung behalte ich an. „Aber du weckst mich, ja? Damit du auch noch etwas Schlaf abbekommst.“
„Klar doch.“
Ich werfe ihm einen letzten forschenden Blick zu, dann drehe ich mich auf die Seite, weg von ihm, und schließe meine brennenden Augen. Das Bett ist unglaublich bequem, ich versinke sofort in der weichen Matratze und dem duftenden Bettzeug und versuche meinen Kopf frei von all den schrecklichen Gedanken zu machen.
Als ich meine Augen wieder aufschlage, ist es Taghell. Ich blinzle gegen das Licht an, brauche nur wenige Sekunden, bis ich begreife, was es zu bedeuten hat. Im nächsten Moment schrecke ich hoch, auch Liam neben mir zuckt erschrocken zusammen, er hält ein Buch in den Händen, das er irgendwo in dem Zimmer gefunden haben muss. „Wachst du immer so auf?“, fragt er.
„Wie spät ist es? Warum hast du mich nicht geweckt?“ Ich streiche meine Haare hinter die Ohren, einzelne lockige Strähnen fallen mir dennoch störrisch ins Gesicht.
„Du hast so friedlich geschlafen, da wollte ich dich nicht wecken.“
„Liam!“ Ich weiß, dass er es nur gut gemeint hat, dennoch fühle ich mich sofort schlecht. „So war das aber nicht abgemacht!“
„Es macht nichts, ich kann immer noch im Auto schlafen, wenn ich will. Außerdem war das Buch einfach zu spannend.“ Er hält es mir ins Gesicht und ich betrachte den Einband.
„Das ist die Biografie von George W. Bush“, sage ich dumpf.
„Was?“ Er betrachtet nun selber den Einband. „Das erklärt irgendwie alles.“
Ich muss ungewollt lachen. „Du bist ein Idiot, weißt du das?“, necke ich ihn. Ich weiß, dass er mich nicht wecken wollte, weil er gesehen hat wie müde und kaputt ich gewesen bin. Er muss auch erschöpft sein nach unserer gestrigen Reise, ist dennoch auf geblieben, um mich im Notfall beschützen zu können. Er ist ein durch und durch guter Kerl.
„Und du stehst drauf, Blondie“, erwidert er breit grinsend, eine Braue hochgezogen.
Ich verdrehe wieder einmal die Augen. „Also ich werde jetzt ins Bad gehen.“
„Und ich schaue mal, was sich zum Frühstück findet – ich bin also unten in der Küche, nur falls du wieder mit einer Waffe in den Raum springen willst.“
Tatsächlich werde ich leicht rot. „Ich überlege mir noch, ob du mir die Mühe wert bist.“ Unter seinem leisen Lachen schlage ich die Decke beiseite und stehe auf. Kurz strecke ich mich und meine Gelenke knacken. Dann gehe ich ins Bad und schließe die Tür hinter mir. Ich gehe auf Toilette, dann wasche ich mir Hände und Gesicht. Anschließend suche ich in dem Schrank neben der Tür nach unbenutzten Zahnbürsten und werde tatsächlich fündig. Ich putze mir die Zähne und bürste mein störrisches Haar.
Als ich die Küche betrete, bin ich gerade dabei sie zu einem Pferdeschwanz zusammen zu binden. Liam ist dabei Spiegeleier zu braten und sieht zu mir auf, als ich eintrete. „Versteckst du deine wilde Mähne wieder?“
Ich sehe ihn überrascht an. „Was?“
„Na deine Haare, Blondie. Es sieht hübsch aus, wenn sie offen sind.“ Überrascht halte ich im Binden des Zopfes inne, unsicher, was ich antworten soll. „Ich habe Spiegeleier für uns gemacht“, redet Liam weiter.
„Sieht gut aus“, sage ich und streiche meinen Zopf glatt. Noch immer bin ich wegen seines Kommentares verwirrt, versuche es mir aber nicht anmerken zu lassen.
„Ich hoffe, dass sie auch schmecken“, lacht er, als er mir einen beladenen Teller reicht. „Nach dem Essen sollten wir uns ein Auto suchen. Vereinzelt schwirren hier zwar immer noch Parasiten rum, aber der große Strom ist weitergezogen. Mit den paar werden wir fertig.“
„Zuerst sollten wir das Haus zu Ende durchsuchen und alles packen. Wenn wir ein Auto finden, wird das Motorengeräusch wieder welche anlocken – ich möchte dann so schnell wie möglich hier weg“, wende ich ein. „Lass uns alles zusammensuchen, packen und vor die Haustür stellen, damit wir’s nur kurz einladen müssen.“
„Wieder einmal ist dein Plan genial.“ Er verneigt sich leicht vor mir und ich muss darüber lachen. „Wo wollen wir denn anfangen?“ Er stellt sein dreckiges Geschirr in die Spüle und sieht mich fragend an. „Bist du in der Küche soweit durch?“
„Ich denke schon.“ Auch ich stelle meinen leeren Teller weg. „Im Wohnzimmer habe ich mich nur kurz umgesehen, in den anderen Räumen gar nicht. Wir sollten auf jeden Fall das Badezimmer nach Medikamenten durchsuchen.“
„Dann lass uns uns am besten aufteilen, damit wir schnell weiterkommen. Es beunruhigt mich irgendwie, wenn wir an einem Fleck sind.“
„Ich weiß, was du meinst.“ Kurz blicken wir uns an. „Dann werde ich mal oben im Bad nachschauen und unsere anderen Sachen runterholen.“
„Und ich werde das alles in den Flur schleppen.“ Liam deutet auf die Tüten und Körbe, die ich gestern bereits gepackt habe. „Wir brauchen ein echt großes Auto, wenn wir das alles mitkriegen wollen.“
„Wir finden schon was Passendes“, sage ich über die Schulter beim Verlassen des Raumes. Geduckt gehe ich wieder an den Fenstern vorbei und laufe dann eilig die Treppe hinauf in das Badezimmer, das an das Elternschlafzimmer angrenzt.
Ich gehe auf den breiten Spiegelschrank über dem Waschbecken zu. Eigentlich will ich ihn nur kurz durchsuchen und dann weiterschauen, doch als ich mich ihm nähere, bleibt mein Blick an meinem Spiegelbild hängen. Mir fallen Liams Worte wieder ein und ich ziehe das Zopfband aus meinem Haar. Sofort fallen sie mir weich über die Schultern. Ich betrachte mein Gesicht eingehend, unter meinen braunen Augen liegen tiefe Schatten. Über meine Nase ziehen sich vereinzelte Sommersprossen, mein Gesicht wird von meinen blonden Locken gerahmt. Früher, als ich mein Haar kürzer trug, waren meine Haare kraus und wild. Inzwischen reichen sie über meine Schultern, sodass sie sich etwas ausgehängt haben und weich fallen. Die Person, die mich anblickt, sieht müde und erschöpft aus. Wenn mein Gesicht etwas mehr Farbe hätte, ich keine dunklen Augenringe und diesen stets bekümmerten Ausdruck hätte, würde ich vielleicht wirklich hübsch aussehen. So jedoch kann ich nicht nachvollziehen, weswegen Liam das vorhin zu mir gesagt hat. Aber vielleicht wollte er nur freundlich sein, die Stimmung etwas auflockern.
Clarissas Bild tritt mir wieder vor Augen, ihre helle Haut, das schwarze Haar, die blauen Augen. Immer wenn ich sie gesehen habe, sah sie perfekt aus. Sie macht sich viel mehr Gedanken über ihre Kleidung und ihr Make Up, sie hat jeden Tag eine andere Frisur. Ich hingegen ziehe das an, was in meinem Schrank obenauf liegt und schminke mich nur, wenn ich besonders gut aufgelegt bin. Meine Haare trage ich aus purer Gewohnheit zusammengebunden. Vielleicht hat Adam dich deswegen verlassen, Dummerchen , tadele ich mich selbst. Weil du dich gehen lässt, dir keine Gedanken um dein Äußeres machst. Und jetzt ist es zu spät. Kurz schüttele ich den Kopf, schüttele die Stimme, die Gedanken ab. Es ist unwichtig, weswegen Adam mich verlassen hat, es ist unwichtig, weswegen Liam vorhin diese Worte an mich gerichtet hat. „Die gottverdammte Welt geht gerade unter“, flüstere ich mir zu, als ich den Spiegelschrank öffne und ihn eilends durchsuche. „Da sollte ich mir wirklich keine Gedanken um mein Aussehen machen. Oder um Männer.“
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