William Thackeray - Jahrmarkt der Eitelkeiten

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Der Gesellschaftsroman «Jahrmarkt der Eitelkeiten» zeichnet ein facettenreiches, alle sozialen Klassen einschließendes Bild der Londoner Gesellschaft zu Anfang des 19. Jahrhunderts. Alle streben nach sozialem Aufstieg. William Makepeace Thackeray zeigt anhand mehrerer Lebensläufe, wann und warum der Weg nach oben glückt, und welche Charaktereigenschaften einem dabei im Wege stehen.
Dieses E-Book enthält eine vollständige deutsche Ausgabe des Romans «Jahrmarkt der Eitelkeiten» (Originaltitel: «Vanity Fair») von William Makepeace Thackeray.

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Eine Hauptursache der Zuneigung von Sir Pitt zu seinem Sohn lag in Geldangelegenheiten. Der Baronet schuldete seinem Sohn aus der Mitgift seiner Mutter eine Summe Geldes, die zu bezahlen ihm nicht einfiel. In der Tat hatte er einen fast unbesiegbaren Widerwillen gegen das Zahlen überhaupt, und nur mit Gewalt konnte er dazu gebracht werden, seinen pekuniären Verpflichtungen nachzukommen. Miss Sharp rechnete aus (denn sie wurde, wie wir bald hören werden, in die meisten Familiengeheimnisse eingeweiht), dass der ehrenwerte Baronet jährlich mehrere hundert Pfund nur an seine Gläubiger zu zahlen hatte; es bereitete ihm jedoch ein Vergnügen, das er sich nicht versagen konnte. Er hatte eine wilde Freude daran, die armen Teufel warten zu lassen und die Zahlung von einem Gericht zum anderen, von einem Termin zum anderen zu verschieben. „Was hat es sonst für sich, im Parlament zu sitzen, wenn man seine Schulden bezahlen muß?“ fragte er. Und seine Stellung als Abgeordneter brachte ihm so wirklichen Nutzen.

Oh, Jahrmarkt der Eitelkeit – Jahrmarkt der Eitelkeit! Hier ist ein Mann, der nicht richtig schreiben kann und der sich nichts aus dem Lesen macht, ein Mann mit Bauerngewohnheiten und Bauernschläue, dessen einziger Lebenszweck es ist, die Leute übers Ohr zu hauen, dessen Geschmack, Rücksicht und Vergnügen nur auf das Gemeine und Schmutzige gerichtet waren; und doch ist es ein Mann von Rang und Ehre und Macht, ein Würdenträger des Landes und eine Stütze des Staates. Er ist Obersheriff und fährt in einer goldenen Kutsche. Große Minister und Staatsmänner suchen seine Gunst, und auf dem Jahrmarkt der Eitelkeit nimmt er eine höhere Stellung ein als das glänzendste Genie oder die unbefleckteste Tugend.

Sir Pitt hatte eine unverheiratete Halbschwester, die das große Vermögen ihrer Mutter geerbt hatte, und obgleich der Baronet vorgeschlagen hatte, ihm dieses Geld als Hypothek zu überlassen, lehnte Miss Crawley das Angebot ab und zog die sichereren Staatspapiere vor. Sie hatte jedoch zu verstehen gegeben, dass sie ihr Vermögen Sir Pitts zweitem Sohne und der Familie im Pfarrhaus vermachen wolle, und hatte bereits ein- oder zweimal die Schulden Rawdon Crawleys auf der Universität und bei der Armee bezahlt. Miss Crawley war daher der Gegenstand größter Hochachtung, wenn sie nach Queen's Crawley kam, denn sie hatte ein Guthaben auf der Bank, das ihr überall Liebe erworben hätte.

Welche Würde verleiht doch ein Bankkonto einer alten Dame! Wie nachsichtig blicken wir auf ihre Fehler, wenn sie eine Verwandte ist (möge jeder Leser ein paar Dutzend davon haben!), wie freundlich und gütig finden wir das Geschöpf! Lächelnd führt der jüngere Teilhaber von Hobbs und Dobbs sie zu ihrer wappengeschmückten Kutsche mit dem dicken keuchenden Kutscher! Gewöhnlich finden wir bei ihrem Besuch Gelegenheit, unsere Freunde wissen zu lassen, welche vornehme Stellung sie einnimmt! Wir sagen (und das ist nicht gelogen), „ich wünschte, ich hätte Miss MacWhirters Unterschrift auf einem Scheck über fünftausend Pfund“. – „Sie würde es nicht vermissen“, sagt Ihre Frau. „Es ist meine Tante“, sagen Sie beiläufig, wenn Ihr Freund Sie fragt, ob Sie mit Miss MacWhirter verwandt seien. Ihre Frau sendet ihr ständig kleine Liebesbeweise; Ihre kleinen Mädchen arbeiten ewig Körbchen, Kissen und Fußstützen für sie. Was für ein schönes Feuer brennt in ihrem Zimmer, wenn sie zu Besuch kommt, obgleich Ihre Frau sich ihr Korsett im Kalten schnüren muß! Während ihres Aufenthaltes ist das Haus festlich, hübsch, warm, behaglich und freundlich, wie zu anderen Zeiten niemals. Sie selbst, verehrter Herr, vergessen das gewohnte Nachmittagsschläfchen und sind ganz plötzlich (obgleich Sie stets verlieren) leidenschaftlicher Whistspieler. Was für ein Essen gibt es – jeden Tag Wildbret, Madeira und Haufen guter Fische aus London. Selbst die Dienstboten in der Küche haben teil an dem allgemeinen Glück; irgendwie ist das Bier, während der dicke Kutscher von Miss MacWhirter da ist, viel stärker geworden, und es wird gar nicht darauf geachtet, wieviel Tee und Zucker im Kinderzimmer (wo ihre Kammerjungfer speist) verbraucht wird. Stimmt es oder stimmt es nicht? Ich wende mich an den Mittelstand. Oh, ihr himmlischen Mächte! Ich wollte, ihr schicktet mir eine alte Tante – eine unverheiratete Tante – eine Tante mit einem Wappen an der Kutsche und einem milchkaffeebraunen Toupet. Meine Kinder müßten Handarbeitsbeutel für sie anfertigen, und meine Julia und ich würden es ihr bequem machen! Süße, süße Vision! Törichter, törichter Traum!

1O. Kapitel

Miss Sharp beginnt Freundschaften zu schließen

Nachdem Rebekka in diese liebenswürdige Familie aufgenommen war, deren Porträt wir auf den vorhergehenden Seiten skizziert haben, machte sie es sich natürlich zur Pflicht, sich, wie sie es ausdrückte, ihren Wohltätern angenehm zu machen und nach bester Kraft deren Vertrauen zu gewinnen. Muß man nicht unbedingt dieses Dankbarkeitsgefühl bei einer armen Waise bewundern; und muß man nicht zugeben, dass ihre Berechnungen eventuell etwas selbstsüchtig waren, ihre Klugheit aber durchaus gerechtfertigt war? Ich stehe allein in der Welt, sagte sich das freundlose Mädchen. Ich werde nie etwas anderes besitzen, als was ich durch meiner eigenen Hände Arbeit verdiene. Während das junge Ding mit den roten Wangen, diese Amelia, nur die Hälfte von meinem Verstand hat und ihr trotzdem zehntausend Pfund und glänzende Aussichten sicher sind, muß sich die arme Rebekka (und meine Figur ist viel besser als ihre) auf sich selbst und ihren Verstand verlassen. Nun, wir wollen abwarten, ob mein Verstand mir nicht einen anständigen Unterhalt verschaffen kann und ob ich nicht eines Tages Miss Amelia meine wahre Überlegenheit zeigen kann. Nicht dass ich etwas gegen die arme Amelia hätte: wer könnte etwas gegen ein harmloses, gutmütiges Geschöpf wie sie haben? Aber es wird doch ein schöner Tag sein, wenn ich meine Stellung über ihr in der Gesellschaft einnehmen kann, und warum sollte ich das auch nicht? In solchen Zukunftsträumen wiegte sich unsere kleine romantische Freundin, und wir dürfen keinen Anstoß daran nehmen, dass in allen ihren Luftschlössern ein Mann der Hauptbewohner war. Woran sollten junge Damen sonst denken als an Männer? Woran sonst denken ihre lieben Mütter? Ich muß meine eigene Mutter sein, meinte Rebekka, nicht ohne ein stechendes Gefühl der Niederlage, wenn sie an ihr kleines mißliches Abenteuer mit Joe Sedley dachte.

Sie beschloß daher weise, ihre Stellung bei der Familie in Queen's Crawley angenehm und sicher zu gestalten, und nahm sich zu diesem Zwecke vor, alle um sie her, die irgendwie zu ihrem Glück beitragen konnten, zu Freunden zu machen.

Da Lady Crawley nicht zu diesem Personenkreis gehörte und da sie außerdem eine gleichgültige und charakterlose Frau war, die in ihrem eigenen Hause nicht das mindeste zu sagen hatte, so entdeckte Rebekka bald, dass es durchaus nicht notwendig sei, sich um ihre Zuneigung zu bemühen – ja dass es überhaupt unmöglich sei, sie zu gewinnen. Mit ihren Schülerinnen pflegte sie von der „armen Mama“ zu sprechen; und obwohl sie diese Dame mit allen Anzeichen kühlen Respekts behandelte, richtete sie doch ihr Hauptaugenmerk wohlweislich auf die übrigen Familienmitglieder.

Gegenüber den Kindern, deren Beifall sie völlig gewann, benutzte sie eine ganz einfache Methode. Sie stopfte die jungen Köpfe nicht mit allzuviel Gelehrsamkeit voll, sondern ließ ihnen lieber viel Freiheit, sich selbst zu erziehen; denn welche Erziehung ist wirksamer als die Selbsterziehung? Die ältere hatte eine Vorliebe für Bücher, und da die alte Bibliothek in Queen's Crawley eine beträchtliche Menge französischer und englischer Unterhaltungsliteratur aus dem vergangenen Jahrhundert beherbergte (die Bücher hatte der Sekretär des Schnur- und Siegellackamtes erworben, als er in Ungnade gefallen war) und da sich keiner außer Rebekka um die Bücherregale kümmerte, so konnte sie Miss Rose Crawley auf angenehme Weise und sozusagen spielend eine Menge Kenntnisse beibringen.

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