Phil Lister - Karriere und Liebe

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Das aufregende Leben eines jungen Mannes in der Nachkriegszeit. Früh erkennt er die Möglichkeiten der Datenverarbeitung und setzt sich an die Spitze dieser Entwicklung. Mit einem unbändigen Willen und einer charismatischen Ausstrahlung bringt er es vom Lehrling bis zum Generaldirektor einer großen Bank. Neid und Intrigen begleiten seinen Weg. Sein Privatleben gleicht einer Achterbahn. Erst spät, fast zu spät findet er sein persönliches Glück.

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„Ich will Sie informieren, dass der Vorstand Personalwesen, Herr Daser Ihren Bericht leider nicht mit ähnlichem Wohlwollen wie Herr Sell aufgenommen hat. Herr Daser sieht das aus der Perspektive der Personalverantwortung. Und es geht ja auch um hundert Arbeitsplätze. Das ist durchaus legitim. So ein Rationalisierungsschritt greift natürlich in viele Kompetenzen ein“, erklärte er Felix, der hinter den wohlgesetzten Worten den Konflikt zwischen Vogt und Daser erahnte.

Felix hoffte, aus der Schusslinie zu kommen. Er hatte weder einen direkten Draht zu Sell noch zu Daser. Die starke, zähe und langlebige Feindschaft Dasers sollte ihm noch das Leben schwer machen. Von nun an war Felix unsichtbar für Daser. Er beachtete ihn nicht. Nur einmal, als Daser zu einem Dienstagsvortrag geladen war, wurde seine Aggression gegen Felix greifbar.

„Nun, was hat unser großer Stratege zu sagen? Lassen Sie mal ihr Licht leuchten, Herr Admont, aber an der richtigen Stelle“, flötete Daser, und viele lachten gehorsam.

Felix spürte den Neid als ein Ekelgefühl. Er fraß an seinem Wohlbefinden. Seine Haut war noch dünn. Ihm dämmerte, dass es nicht nur darauf ankam, durch exzellente Leistungen aufzufallen, es war ebenso wichtig, sich einen Panzer zuzulegen, um gegen seine Feinde gewappnet zu sein.

Kapitel 2

Eines Tages zog Großvater einen Joker. Felix und seine Mutter saßen beim Abendbrot, als er mit rotem Kopf und unruhigen Augen die Küche betrat.

„Ich muss mit euch reden.“

„Was ist vorgefallen, Vater?“

„Jetzt ist es endgültig. Die Gemüsefelder bei der Mühle werden Baugebiet. Ich komme von der Gemeinderatssitzung. Einstimmig ist das beschlossen worden.“

„Weißt du, wie viel es für Bauland gibt, Vater?“

„Die Preise sind enorm gestiegen. Die Nachfrage ist riesig. Es werden sicher noch mehr Baugebiete ausgewiesen. Jetzt, wo viele ein Auto kaufen, kann man aufs Land ziehen. Man redet von 50 Mark für den Quadratmeter. Als Bauernland wäre das nur ein zehntel soviel wert.“

„Das bedeutet, wir sind finanziell aus dem Schneider, Großvater?“

„Vorsicht, mein Junge. Vorsicht ist trotzdem geboten. Man kann Grund und Boden nur einmal verkaufen. Aber es gibt jetzt eine Alternative. Wir müssen nicht alles behalten. Du hast ja doch kein Interesse an der Landwirtschaft.“

„Man muss ja nicht gleich alles verkaufen. Aber es bedeutet doch Entwarnung für uns alle Großvater, dann brauchst du nicht mehr so zu schuften. Du legst das Geld gut an und lebst von den Zinsen. Und Mutter kann wieder durchatmen.“

„Nur nichts übereilen, Felix. Aber erleichtert bin ich schon. Ich sah das Land bereits brach liegen und veröden. So, Junge, jetzt trinken wir noch einen aus der Eierlikörflasche, die du neulich mitgebracht hast. Das ist doch mal eine gute Nachricht. Die muss begossen werden.“

Zufrieden und mit zwei Eierlikören und einem Pflaumenschnaps im Bauch schlürfte Großvater am Abend in sein Zimmer. Er faltete Hose und Hemd und legte sie sorgfältig über den Stuhl, der neben seinem Bett stand. Seine Zahnprothese kam in ein Glas mit Wasser auf den Nachttisch. Den Baldriantee rührte er nicht an.

Als Großvater am nächsten Tag nicht zum Sonntagsfrühstück kam, ging Felix hinauf, um nach ihm zu sehen. Er lag auf dem Rücken, eine Hand ruhte entspannt auf der Bettdecke. An den starr aufgerissenen Augen und dem herabhängenden Unterkiefer erkannte Felix, dass sein Großvater tot war.

Mit dem energischen und gestrengen Patriarchen sank eine ganze Generation ins Grab. Er hatte den Ersten Weltkrieg in den Schützengräben bei Verdun überlebt und ein Eisernes Kreuz dafür bekommen, und er hatte die Niederlage nie verwunden. Obwohl er kein Nazi war, ihm die Aufmärsche der braunen Partei nicht behagten, glaubte er später an den Österreicher, der die Arbeitslosen von der Straße geholt und Autobahnen gebaut hatte. Dunkel erinnerte sich Felix an eine lautstarke Diskussion zwischen Vater und Großvater. Es ging um die kriegsentscheidende Niederlage bei Stalingrad und den übergelaufenen deutschen General Paulus. „Dieser Verräter. Wir hätten weiterkämpfen müssen. Bis zur letzten Patrone“, wetterte Großvater. Vater, der Frontsoldat, gab zurück: „Dieser Krieg ist ein Verbrechen an der Wehrmacht und an der Zivilbevölkerung.“

Großvater wurde mit seinem Eisernen Kreuz in den Sarg gelegt und neben der Großmutter, an die Felix keine Erinnerung hatte, in die Erde versenkt.

Der Eierlikör-Frieden mit der Mutter wurde nach Großvaters Tod noch mehrmals auf eine harte Probe gestellt. Sie wollte oder konnte sich nicht zum Landverkauf entschließen. „Der Hof ist seit Generationen in der Familie, vielleicht bereue ich den Schritt, vielleicht hast du mal Kinder, die weitermachen wollen“, wand sie ein. Überzeugt wurde sie schließlich von einem Rechtsanwalt und Notar, mit dem sich Felix kurzgeschlossen hatte, als er Mutters Bedenken nicht überwand. Er flößte Mutter Vertrauen ein. So gelang es, über die Abwicklung der Erbschaft Mutters Widerstand aufzuweichen. Ein tragfähiger Kompromiss wurde gefunden. Einige Bauplätze wurden verkauft, ein Großteil des Landes wurde verpachtet. Obwohl noch viel zu tun blieb, fiel doch der grüßte Druck von Felix ab. Er konnte sich jetzt mit aller Energie seinem Beruf widmen, der ihm immer mehr zur Berufung wurde.

Neben der Ausbildung erwarb er ein Diplom als Bilanzbuchhalter, belegte Kurse in Französisch und Business-Englisch, studierte die Prognosen und Geschäftsberichte der Bank in die ihm Dr. Vogt Einsicht verschaffte.

An den wenigen arbeitsfreien Abenden traf er sich mit der grünäugigen, grazilen Mirja, deren Bekanntschaft er einem Erdbeereisfleck auf seinem Hemd verdankte. Die Schauspielschülerin war ebenso begeistertet von ihrem Beruf wie Felix. Und wenn er einmal Zeit gehabt hätte, musste sie ins Theater oder zur Probe. So war es ein Glück in homöopathischen Dosen. Spontan, verrückt und süß, ohne klebrig zu sein.

Felix fühlte zum ersten Mal seine Anziehungskraft zum weiblichen Geschlecht. Wenn der sportliche, breitschultrige, große Felix mit Mirja am Arm durch Frankfurt schlenderte, fühlte er die bewundernden und die verstohlenen Frauenblicke, die ihnen folgten. Da sie sich selten treffen konnten, gab es auch wenig Reibungspunkte, und so bereicherte der Sommerflirt Felix ein ganzes Jahr. Bis Mirja ihr erstes Engagement in der saarländischen Provinz bekam. Felix ahnte, dass damit diese leichte Liebe ein Ende fand. Er konnte und wollte der Beziehung nicht zu viel Zeit opfern. Seine Wissbegierde, sein Wille, in der Bank vorwärts zu kommen, war noch zu übermächtig. Sell hatte ein Auge auf ihn geworfen. Das Vorstandsmitglied ließ sich gelegentlich zu Vorträgen in die Dienstagsrunde einladen, um die Schar der künftigen Mitarbeiter besser sondieren zu können.

„Wer entdeckte die soziale Marktwirtschaft“, fragte er eines Tages. ,,Na, EL, was meinen Sie?“ EL, der sich bei Vorträgen der Vorstandselite weniger arrogant gab, parierte geschickt und antwortete „das war LE, wie doch jeder weiß.“

„Gut gebrüllt, Löwe, aber Ludwig Erhard war nicht der Erfinder der freien Preise und Löhne. Er war inspiriert von, na, von wem, Herr Admont?“

„Das war der Schotte Adam Smith, der eine Untersuchung über Natur und Wesen des Volkswohlstandes schrieb.“

Wie Vogt hatte auch Sell die Begabung, eine trockene Materie locker und spannend aufzubereiten. ,,Der große Smith verbrachte den größten Teil seines Lebens in der schottischen Kleinstadt Kirkcaldy. Auf einem Wochenmarkt seiner Heimatstadt hatte er sein Schlüsselerlebnis, dem wir heute die soziale Marktwirtschaft verdanken. Dort feilschten Bauern, Händler und Handwerker um Absatz und Preise und versuchten, trotz Konkurrenz, so reich wie möglich zu werden. Er sagte sich: Gott schuf die Welt arm, aber seine Geschöpfe haben die Fähigkeit, reich zu werden, wenn sie es wollen. Zunftbeschränkungen, die Verteufelung des Zinses, das war nicht gottgewollt.“

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