Phil Lister - Karriere und Liebe

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Das aufregende Leben eines jungen Mannes in der Nachkriegszeit. Früh erkennt er die Möglichkeiten der Datenverarbeitung und setzt sich an die Spitze dieser Entwicklung. Mit einem unbändigen Willen und einer charismatischen Ausstrahlung bringt er es vom Lehrling bis zum Generaldirektor einer großen Bank. Neid und Intrigen begleiten seinen Weg. Sein Privatleben gleicht einer Achterbahn. Erst spät, fast zu spät findet er sein persönliches Glück.

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Am 1. April begann Felix seine berufliche Laufbahn im Vorzimmer von Sell. Fräulein Sindermann kochte jetzt auch für ihn Kaffee und organisierte Termine, wimmelte ungebetene Gäste ab. Frau Binder schrieb seine Briefe und erledigte den Formularkrieg. Auf Felix' Schreibtisch standen zwei Telefone, eines war der heiße Draht direkt zum Ohr seines Chefs. Der war voll des Lobes über seinen begabten Assistenten, dessen Vorschlag, das Ablochen der Belege zu vergeben, inzwischen umgesetzt worden war.

„Die Bank hat sich die Erweiterungskosten gespart und wir haben nicht mehr unter den extrem hohen Krankenständen zu leiden“, erzählte er jedem, der es hören wollte. Nur Daser hörte regelmäßig gezielt weg.

Felix' erstes Ziel war es, die Weichen für die von Donovan aufgezeigte Entwicklung zu stellen. Dazu brauchte er Sells Unterstützung. Der stand der ,,Denkmaschinenindustrie“ durchaus positiv gegenüber.

„Wie Donovan erzählte, ist die Lochkartensprache durch Neuentwicklungen über kurz oder lang überholt. Jetzt wird ein Magnetband verwandt. Das Magnetband kann auf einer fünfhundert Meter langen Spule in Form winzigster magnetischer Pünktchen soviel Information aufnehmen wie eine herkömmliche Lochmaschine. Diese hochgezüchteten Denkmaschinen, wie sie sagen, sind nicht nur imstande, fast jede arithmetische Operation blitzschnell auszuführen, sie können auch Tausende von Informationen in ihrem Gedächtnis vergleichen, aufbewahren und auf Abruf in Bruchteilen von Sekunden in der richtigen Reihenfolge darstellen.“

„Das ist beeindruckend, lieber Admont. Ich habe auch schon darüber gelesen. Aber, wer kennt sich damit aus?“

„Das ist es ja gerade. Wenn wir die Denkmaschinen bei uns einsetzten, dann brauchen wir auch Spezialisten, die damit umgehen können. Das heißt, wir müssen schon heute Leute auswählen und schulen, damit sie den Umgang mit den Großrechnern lernen. Wir müssen vorbereitet sein. Donovan hat versprochen, mir das Material zu schicken.“

„Machen Sie das so, suchen Sie sich Leute aus, die Sie für geeignet halten. Schulung halte ich für sehr wichtig. Das ist ein ganz neues Gebiet. Wir brauchen Leute, die das beherrschen.“

Und so geschah es dann auch. Felix suchte sich in den einzelnen Abteilungen gezielt zwei bis drei Ansprechpartner, von denen er wusste oder ahnte, dass sie den neuen Entwicklungen positiv gegenüberstanden. Offenheit für Neues, war aber nicht das einzige Kriterium seiner Wahl. Er suchte junge Mitarbeiter, die das Angebot als Sprungbrett für einen internen Aufstieg begriffen.

Leistungsbereitschaft und der Wille zu Veränderung waren ebenso Voraussetzung wie die Fähigkeit zur Kommunikation; schließlich sollten sie später weitere Mitarbeiter in die Rechnerproblematik einweisen können.

Felix tastete sich vor, sammelte Informationen, führte Gespräche und formte dann in wenigen Wochen aus einem Kreis interessierter und fähiger Mitarbeiter eine hochmotivierte Gruppe.

Daser versuchte die Anstrengung zu hintertreiben. „Wer nichts kann und wer nichts weiß, der gründet einen Arbeitskreis“, frotzelte er gegenüber einem Mitarbeiter, der für den Kreis vorgesehen war. Und seine Vasallen kolportierten. „Ein Kamel ist ein Pferd, das von einem Arbeitskreis entworfen wurde.“ Felix erkannte in den Sticheleien eine gezielte Provokation, und er berichtete Sell davon. „Was wir brauchen, sind Handwerker und keine Maulwerker“, schimpfte Sell und spielte damit auf Dasers rhetorische Fähigkeiten an und unterstellte ihm ein Schicki-Micki-Vokabular. Dasers Angriff verpuffte, ja er war in seinem Sinne kontraproduktiv, denn Sell war das Gerede zuwider.

Unbeirrt ging Felix seinen Weg. Sicher, er sprach jeden seiner Schritte mit Sell ab, aber der bremste nicht, legte keine Hürden auf, um ihn an seinem Großrechner-Vorhaben zu hindern. Auch der Arbeitskreis funktionierte hervorragend. Felix führte regelmäßige Arbeitsessen ein, um den Zusammenhalt in seiner Truppe zu stärken, das Bewusstsein zu geben, dass ihr Engagement geschätzt wurde. Auch der Kontakt zu Donovan war intensiv, und er hatte zu jeder Zeit das Gefühl. sehr gut beraten zu werden.

Dann war es soweit. Der erste Großrechner wurde aufgebaut. Alle Mitarbeiter wurden auf einer Versammlung informiert. Die Mitglieder des Arbeitskreises hatten das Feld gut vorbereitet. Die neue Technik wurde akzeptiert. Und die Investition ins Personal machte sich bezahlt. Es gab wenig Anlaufkosten und Probleme. Seine Arbeitsgruppe erwies sich auch in der Anlaufphase als hervorragender Kommunikator. Sie führten abteilungsweise Informationsveranstaltungen durch, erklärten das System und nahmen so den Mitarbeitern die Scheu, damit umzugehen.

Auch Dasers Buschtrommel verstummte zeitweise, denn Felix erhielt im ganzen Haus Anerkennung. Vogt lud ihn zu einer Dienstagsrunde. Das empfand er als eine besondere Auszeichnung. Nach dem er kaum ein Jahr zuvor die Ausbildung beendet hatte, stand er selbst vor den Auszubildenden und erklärte ihnen die Bedeutung der Computertechnik. „Die Maschinen befreien den menschlichen Geist, sie nehmen ihm langweilige Routinearbeit ab, machen den Kopf frei für schöpferische Gedankenarbeit. Und das ist auch notwendig. Gebraucht werden Spezialisten, keine Buchhalter, sondern Bilanztechniker, Statistiker und Operators. Diese Reform der Organisation steht noch am Anfang. Gestalten Sie mit. Bringen Sie sich ein. Die Zukunft gehört den Computern“.

Felix verstand es, seine Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Er konnte überzeugen, motivieren. Und er genoss das Vertrauen seines Vorgesetzten. Als Anerkennung für die erfolgreiche Einführung des Großrechnersystems erhielt Felix Handlungsvollmacht. Natürlich war damit auch eine kräftige Gehaltserhöhung verbunden. Es ging auch finanziell steil aufwärts. Und im Verhältnis zur Mutter hatte er endlich die Souveränität und Eigenständigkeit erreicht, um seinen Willen ohne die zermürbenden Grabenkämpfe durchzusetzen. Sie hatte sich mit seiner Bankkarriere abgefunden. Und wenn es Felix nicht hören konnte, so erzählte sie mit Stolz im Dorf von seinem Aufstieg und der Verantwortung, die man ihm zutraute.

Felix spürte davon allerdings wenig. Nach wie vor las er in Mutters Augen einen stummen Vorwurf. Aber ihre offene Aggressivität war verschwunden. „Ich werde ausziehen, Mutter.“

„So, hast du was gefunden?“

„Ja, in Kronberg in einem Neubaugebiet. Da liegt ein hübsches Haus mit einer Einliegerwohnung. Gestern habe ich den Vertrag unterschrieben.“

„Ich hätte sie mir gerne vorher angesehen. Männer verstehen davon nichts.“

„Du kannst mir ja beim Einrichten helfen, die Handwerker beaufsichtigen, es muss noch ein Duschbad eingebaut werden.“

„Willst du nichts von zu Hause mitnehmen, keine Möbel, kein Geschirr?“

„Nein, das hast du nun schon oft genug angeboten. Ich kann wirklich in meiner Junggesellenwohnung nichts gebrauchen. Ich werde mich neu und vor allem praktisch einrichten. Da gibt es in Frankfurt viele neue Geschäfte. Vielleicht bekommst du ja auch Anregungen für dich. Du solltest dich endlich auch verkleinern. Das habe ich auch schon oft gesagt.“

„Du weißt, das kommt nicht in Frage. Das hier ist auch dein Zuhause, auch wenn du es nicht zu schätzen weißt.“

„Ich weiß es schon zu schätzen, Mutter. Nur du willst mir vorschreiben, wie ich es zu schätzen habe. Ich schätze es auf meine Weise.“

35 Quadratmeter klein war Felix Wohnung. Das Wohnschlafzimmer war mit einer gemütlichen Sitzgruppe und einer Schlafcouch ausgestattet. Am Balkonfenster stand sein Schreibtisch. Felix' liebstes Möbelstück war ein Schaukelsessel. Er genoss das Junggesellenleben. Endlich brauchte er keine Rücksichten mehr zu nehmen.

Für sein persönliches Wohlergehen engagierte er eine Putzfrau, die auch seine Wäsche pflegte und den Kühlschrank füllte. Abends zog er sich gerne in den Schaukelstuhl zurück, um in Ruhe Geschäftspapiere zu studieren oder eine neue Sitzung des Arbeitskreises vorzubereiten. Gerade der Arbeitskreis erwies sich als ein entscheidendes Instrument zum Aufbau von Felix' Position und zum Vorantreiben der Computertechnik.

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