Phil Lister - Karriere und Liebe

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Das aufregende Leben eines jungen Mannes in der Nachkriegszeit. Früh erkennt er die Möglichkeiten der Datenverarbeitung und setzt sich an die Spitze dieser Entwicklung. Mit einem unbändigen Willen und einer charismatischen Ausstrahlung bringt er es vom Lehrling bis zum Generaldirektor einer großen Bank. Neid und Intrigen begleiten seinen Weg. Sein Privatleben gleicht einer Achterbahn. Erst spät, fast zu spät findet er sein persönliches Glück.

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Obwohl die zwei Jahrzehnte nach dem Krieg eine Zeit des Aufbruchs und des Aufschwungs waren, und die Menschen der Technisierung aufgeschlossen gegenüberstanden, gab es ein fest sitzendes Misstrauen gegenüber einem intelligenten geschlossenen Kasten, der funktionell operiert, ohne dass dem Nutzer transparent wird, nach welchen Kriterien er arbeitet. Felix erkannte, dass man die Wissenskluft zwischen den Eingeweihten und den Nutzern füllen musste. Gleichzeitig musste man die Konservativen herüber ziehen oder neutralisieren. Denn bei aller Fortschrittsgläubigkeit fürchteten sich die meisten Menschen vor Veränderungen, sie wollen stets die alte Welt erhalten, ihre Umwelt, die Zukunft überblicken und kontrollieren.

Diese Erkenntnisse gewann Felix erst allmählich, sie wuchsen in ihm, während er mit den Menschen kommunizierte.

Seit er sich mit Donovan ausgetauscht hatte, wurde ihm auch klar, dass es in der Bundesrepublik Deutschland grundsätzlich an positiven Visionen fehlte, ganz besonders mangelte es an akzeptierten Visionen einer computerisierten Zukunft.

Hier einen Anstoß zu geben, einen Funken zu zünden, darin erkannte Felix mehr und mehr eine Aufgabe. So legte er gezielt um den Arbeitskreis „Neue Technik“ weitere konzentrische Kreise von mehr oder weniger Interessierten oder auch nur neugierigen Mitarbeitern. Netzwerkartig bildete er Knoten und Geflechte von engagierten Angestellten, die mit seiner Person verbunden waren und die als Botschafter die Vision einer computergesteuerten Zukunft in der Bank verbreiteten.

Dies hatte den Nebeneffekt, dass Felix' Arbeit gesehen und geschätzt wurde. Die Neider verstummten. Niemand wagte mehr offen über den Arbeitskreis zu frotzeln oder heimlich zu sticheln. Die Fortschrittselite hielt zusammen.

„Wie ich immer wieder höre, halten Sie sehr erfolgreich Sitzungen während des Essens ab“, sagte Sell eines Tages zu ihm.

„Abgesehen von der Fachsimpelei bietet das gemeinsame Essen eine ausgezeichnete Gelegenheit, unvoreingenommene Meinungen zu neuen Problemen zu hören“, erklärte Felix.

„Nun, dann stößt mein Vorschlag zu einer gemeinsamen Tafelrunde vielleicht nicht auf taube Ohren?“

„Aber, Herr Sell. Das würde mich freuen. Ich würde den Ratskeller vorschlagen.“ Fräulein Sindermann bestellte einen Tisch.

„Wie lange sind Sie jetzt schon mein Assistent, Herr Admont?“

„Fast genau zwei Jahre. Ich habe ja sofort nach meiner Abschlussprüfung angefangen.“

,,Ich habe das Gefühl, Sie sind schon viel länger bei mir. Sie haben viel bewegt. Ich glaube auch, dass bei der Rechnerentwicklung die Zukunft liegt.“

„Davon bin ich fest überzeugt. Diese Zukunft zu gestalten, das ist mein Ziel. Aber ich bin auch unsicher. Es gibt immer wieder technische Rückschläge. So genau weiß ich auch nicht, wohin die Reise geht. Und die Menschen sind oft so zaghaft, und man tastet sich im Schneckentempo vorwärts.“

„Das war schon zu meiner Zeit so. Betrachtet man die Mitarbeiter als Gesamtheit, so ist die überwiegende Mehrheit bestrebt, die Position zu halten. Nur einer kleinen Gruppe lag es am Herzen, neue Strukturen, neue Verfahren, neue Geräte zu entwickeln und einzuführen. Es waren die Ingenieure, die die Welt in den letzten hundert Jahren intensiv bewegt haben. Was die Informationstechnik angeht, wirkt da noch eine andere Angst. Denken sie an George Orwell und seinen Roman 1984. Der Große Bruder, von dem er spricht, der steht auch für die Terminologie der Computerwelt, für ein allumfassendes Expertensystem. Orwell hat als erster darauf hingewiesen, dass nur ein kleiner Teil der Menschheit am Großen Bruder teilnimmt. Der Rest hält sich raus oder wird rausgehalten.“

„Mein Ziel ist es ja gerade, dass jeder, der teilnehmen will, auch eine Chance bekommt. In den Schulen, auch in den Universitäten wird auf diese Zukunft nicht vorbereitet. Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass die Produkte der Computer- und Informationstechnik nicht aus Deutschland, sondern aus den USA kommen.“

„Ja, wir sind da ein Entwicklungsland, aber das ändert sich bei uns ja täglich. Wir holen auf. Dank Ihrer Vorgabe. Übrigens, ich habe vorgeschlagen, dass Sie ab 1. Juni Prokura erhalten. Das war überfällig. Es erleichtert Ihre Arbeit. Und schließlich müssen Sie doch in die Verantwortung hineinwachsen, die sie spätestens in drei Jahren übernehmen sollen. Prost, Herr Admont!“

„Wie darf ich das verstehen?“

„Man muss sein Feld bestellen. In drei Jahren bin ich 65 Jahre. Zeit aufzuhören. Ich bin mit Generaldirektor Carwitz übereingekommen, dass Sie meinen Platz im Vorstand übernehmen. Und nun, Herr Ober, zahlen!“

Felix blieb die Luft weg. Dieses Abendessen hatte es in sich. Zum Hauptgang wurde ihm die Prokura angetragen, zum Dessert, eher beiläufig, ein Platz im Vorstand serviert. Sell wollte ihm keine Gelegenheit geben, darauf einzugehen. „Ich hoffe, das war ein anregendes Arbeitsessen für Sie. Ich jedenfalls bin jetzt überzeugt von dieser Einrichtung. Sie dürfen mich gelegentlich wieder einladen“, scherzte Sell gutgelaunt zum Abschied und stieg in seinen Dienstwagen. Diesen Abend hat Felix nur ungern alleine verbracht. Er vermisste Mirja, er vermisste eine Gesprächspartnerin. Mein bester Freund bin ich selbst. Ich bin ein Einzelgänger, erkannte er. Aber ein erfolgreicher Einzelgänger. Wie spät war es in den USA? Donovan war Nachtarbeiter. Dann griff Felix Zum Telefon und meldete ein Gespräch nach Kalifornien an.

„Oh, Felix, ich bin begeistert. Das ist grandios, wundervoll! Hattest du damit gerechnet? Das ist ja eine Blitzkarriere, die du da vorlegst.“

„Nein. Damit konnte ich wirklich noch nicht rechnen. Vielleicht irgendwann einmal, daran habe ich schon gedacht. Ich arbeite ja an meiner Karriere, so wie du auch.“

„Aber du hast auch gut gearbeitet. Sonst wäre jetzt nicht das großartige Angebot gekommen. Was bedeutet das jetzt konkret. Bist du jetzt ein Vorstand in spe, wie man bei euch sagt?“

„Sell hat ja gesagt, dass der Generaldirektor Professor Carwitz schon zugestimmt hat. Ich denke, dass ich in absehbarer Zeit zum Stellvertretenden Vorstandsmitglied ernannt werde und mit dem Ausscheiden von Sell dann als ordentliches Vorstandsmitglied nachrücke. So ist, glaube ich, der Weg“.

„Also, ich möchte gerne mit dir anstoßen, Herr Direktor Admont! Vielleicht machen wir das bald hier bei mir!“

„Wie meinst du das?“

„Abwarten, lass uns nächste Woche telefonieren. Ich habe ein neues Projekt, aber es ist noch nicht spruchreif.“

Dieser Donovan! Er war schon wieder auf der Jagd. Ein phantastischer Realist, der mit dem Morgen und Übermorgen auf Du und Du stand. Kaum war eine Entwicklung geboren, dann war sie schon überholt. Felix war gespannt, was er nun auf der Pfanne hatte.

Zwei Tage später konferierte er wieder mit Felix am Telefon. ,,Es geht weiter Felix. Der Großrechner ist nicht das Ende der Geschichte. Er ist der Anfang. Stell dir vor, was möglich ist, wenn wir die Großrechner vernetzen. Das wäre doch ein Riesenschritt. Es wäre möglich, alle Filialen mit der Zentrale zu verknüpfen. Es wäre möglich, in der Zentrale schon am selben Tag einen Überblick über die Tagesaktivitäten zu bekommen! Phantastisch. Nicht wahr?“ Da war er! Der neue Quantensprung. Es ging nicht mehr nur um den Einsatz der Informationstechnologie als Rationalisierungsinstrument, es ging um die organisatorische Verknüpfung von Strukturen. Das war die Hypertechnik, an die er auch schon gedacht hatte. Von der er aber glaubte, dass sie erst in der nächsten Generation realisiert werden könnte. War das nun ein wahrer Schritt in Richtung Orwells 1984? Felix verwarf die Horrorvision. Sie war im Grundsatz falsch und irreführend, weil sie eine diktatorische Struktur voraussetzte. Aber die Herausforderung war ungeheuerlich. Ihr zu begegnen, seine Aufgabe, der er sich stellen würde.

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