Miss Jopali ging durch die Räume und fand ihre neue Wohnung viel, viel schöner als den Bauchnabel, in dem sie vorher gelebt hatte. Ning-Nong kannte sich ja schon aus und zeigte Ramishu und Senna ihr neues Zuhause. Senna war begeistert von der kleinen Badewanne und wollte von jetzt ab dort schlafen, aber Josie erklärte, wofür eine Badewanne benutzt wird. Ramishu sagte:
„Baden, mit Wasser? Das hört sich ja gut an.“
Im Puppenschlafzimmer standen zwei Doppelbetten. Ramishu und Senna wollten unbedingt oben schlafen und so einigten sich die Belly Buttons, dass Ning-Nong und Miss Jopali unten schlafen würden.
Die Belly Buttons waren begeistert, so schön hatten sie noch nie gewohnt! Miss Jopali mochte am liebsten den winzigen Spiegel auf der kleinen Kommode, sie war halt eine Dame. Aber auch das klitzekleine Geschirr in der Puppenküche fand sie bezaubernd.
„Wofür braucht man das eigentlich?“, fragte sie Julia.
„Na ja, wir essen davon.“
Senna fragte: „Essen, was ist das denn?“
Julia und Josie schauten sich an und sagten:
„Wartet, wir kommen gleich wieder und dann zeigen wir euch, was Essen ist.“
Sie rannten hinunter in die Küche, baten Mama um ein paar Kekse und schon liefen sie wieder hinauf.
Oben im Kinderzimmer zerkrümelte Julia einen Keks und verteilte die Krümel auf vier kleine Teller. Dann nahm sie noch einen Keks und bis herzhaft hinein.
Ning-Nong, Miss Jopali, Senna und Ramishu saßen um den kleinen Puppentisch und machten sich über die Kekskrümel her. Also, das mit dem Essen war etwas ganz Neues für sie, aber es gefiel ihnen.
Eigentlich mussten sich die Belly Buttons abends vor dem Schlafen immer in ihrem kleinen Raumschiff an ihren Energie-Austauscher-Automaten anstöpseln der Essen überflüssig machte. Das ging ganz einfach. Auf ihrem Kopf wuchsen diese Pinökel, dort, wo wir Menschen Haare haben. Und den dritten Pinökel von links brauchten sie zum Anstöpseln. Wenn ein Tag vorbei war, machten sie das ganz automatisch. Wie ein Auto an der Tankstelle. Heute lief alles ganz anders, die Belly Buttons brauchten nicht an den Energie-Austauscher-Automaten. Sie hatten ja schließlich etwas gegessen!
Nur ab und zu mussten sie an den Automaten ran, denn immerhin hieß es ja auch „Austauscher“. Eines Tages bemerkten die Belly Buttons nämlich, dass die Raumschiffe arg langsam wurden und auch die Helligkeit der Scheinwerfer nachließ. Da hatten sie schon die Befürchtung gehabt, es niemals repariert zu bekommen und vielleicht ganz ohne die Schiffe leben zu müssen. Als dann aber die Menschenfamilie übers Wochenende zu Verwandten fuhr und die Belly´s zu Hause in der Puppenstube blieben, stöpselten sie sich abends wieder regelmäßig an und merkten ziemlich rasch, dass die Raumschiffe wieder schneller und heller wurden.
Ein Belly Button und sein Raumschiff lebten schließlich mit- und voneinander. Die alte Energie des Belly´s versorgte das Raumschiff mit der nötigen Kraft und andersrum versorgte das Raumschiff den Belly mit allen, was er benötigte.
Ramishu schaute sich um und vermisste sein Raumschiff. Josie lachte und sagte:
„Wenn du aus dem Fenster hier schaust, dann siehst du es. Hier am Puppenhaus ist auch eine kleine Terrasse, dort habe ich die Raumschiffe abgestellt. Dort könnt ihr jetzt immer parken.“
Miss Jopali lächelte und meinte:
„Für Ramishu und Senna gibt es nichts Wichtigeres als ihre kleinen Raumschiffe.“
Ning-Nong sah in die gemütliche Runde und sagte:
„Josie, ich bin ja so froh, das du so wild geschaukelt hast, sonst wäre ich immer noch in deinen Bauchnabel. Nun sitze ich hier mit meinen Belly-Button-Geschwistern und habe so viele neue Freunde. Ich glaube, wir werden eine Menge Spaß miteinander haben.“
Josie und Julia waren auch froh, so viele kleine Belly Buttons bei sich zu haben. Gegen die Belly Buttons waren die Püppchen doch nun wirklich langweilig.
„Nachher, wenn Janni wach ist, dann fragen wir Mama, ob unser kleiner Bruder mit ins Zimmer darf. Wenn wir die kleinen Legosteine wegräumen, dann darf er bestimmt zu uns.“, sagte Julia.
„Janni steckt noch alles in den Mund und verschluckt sich dann“, erklärte Josie, „er ist halt noch so klein.“
Ning-Nong, Miss Jopali, Ramishu und Senna halfen, die Legosteine wegzuräumen. Mit soviel Hilfe ging das natürlich besonders schnell. Als Janni wach wurde und eine Banane gegessen hatte, durfte er mit ins Kinderzimmer.
„Ihr habt ja allen Kleinkram so schön weggeräumt. Da kann Jan überhaupt nichts passieren.“, lobte Mama.
Julia und Josie blickten in Richtung Puppenstube und zwinkerten sich zu. Es sah ganz danach aus, als ob jetzt noch mehr Spaß ins Kinderzimmer einziehen würde.
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