Anno Dazumal - Sturm auf Deutschland
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„Guten Tag. Was kann ich für Sie tun?“ fragte Antje Fierer den jungen, kahl geschorenen Mann, der an ihrer Tür geläutet hatte. „Das Essen machen!“ verlangte jener. „Wie bitte?“ „Na ja, ich habe Hunger“, stellte der Mann klar. „Moment, Sie klingeln da an meiner Tür und wollen, daß ich das Essen mache?“ „Richtig.“ „Was erlauben Sie sich eigentlich?“ empörte sich Antje. „Kochen Sie jetzt endlich was?“ fragte der Mann ungeduldig. „Hören Sie. Ich rufe die Polizei“, drohte Antje und wollte die Türe schließen. „Die ist schon da. Gestatten, Fierer. Hier ist mein Ausweis“, sagte Andreas Fierer. Da erst erkannte ihn seine Frau. „Du meine Güte! Wie siehst Du denn aus?“ rief sie erschrocken. „Wieso? Gefällt es Dir nicht?“ erkundigte sich er. „Ganz und gar nicht. Du siehst ja aus wie so ein Nazi.“ „Das ist ja prima“, freute er sich und gab ihr einen Kuß. Antje verstand die Welt nicht mehr. „Was bitteschön ist daran prima, daß Du wie ein Nazi aussiehst? Und das gerade jetzt, wo dieser Brandanschlag war!“ „Das erkläre ich Dir beim Essen“, versprach er und schaute in den Spiegel. Tatsächlich! Er sah aus wie ein Neonazi! „Also, was ist jetzt?“ wollte Antje später wissen. „Du hast doch bestimmt gehört, daß wir rund um die Uhr die Brandstifter suchen?“ Antje nickte. „Na ja, und um die zu finden müssen wir uns in die rechte Szene einschleusen, um mehr zu erfahren.“ „Aber warum gerade Du?“ wunderte sich Antje. „Warum nicht?“ konterte Andreas. „Wenn wir die Täter finden, könnte ich befördert werden.“ „Das ist doch verdammt gefährlich!“ Antje war sauer. Sie wollte nicht, daß Andreas sein Leben riskierte. Außerdem paßte ihr seine „Frisur“ nicht. „Ach ja, eines hätte ich fast vergessen: Wir sehen uns heute wahrscheinlich das letzte Mal für lange Zeit“, fiel ihm ein. „Schön, daß Du das auch mal erwähnst“, ätzte sie zynisch. „Kannst Du mir vielleicht sagen wieso?“ „Na ja, wenn ich weiterhin hier ein und aus gehe, dann wissen alle, daß ich der Bulle Fierer bin und dann habe ich keine Chance, in die Szene zu gelangen. Darum hat mir mein Boß eine Wohnung in einem Viertel besorgt, in dem ich leicht Anschluß finden werde“, vertraute Andreas ihr an. „So! Das ist ja toll!“ rief Antje wütend. „Willst Du Dich vielleicht auch noch scheiden lassen?“ „Hey, was ist denn los, mein Schatz?“ tröstete er sie. „Schwierige Situationen erfordern schwierige Maßnahmen. Das weißt Du doch. Oder willst Du nicht, daß diese Brandstifter geschnappt werden?“ „Schon. Aber warum muß deshalb unser Zusammenleben enden?“ wollte sie wissen. „Weil es nicht anders geht. Stell Dir vor, einer meiner künftigen Kumpanen beobachtet, wie ich jeden Tag in unsere Wohnung gehe und bei Frau Fierer übernachte, die zufälligerweise die Frau eines Polizisten ist. Dann kann ich meine Körperteile im Main zusammensuchen.“ „Also darf ich Dich wohl ab heute Adolf nennen?“ spottete sie. „Nein. Ich heiße von nun an Oliver Schricker“, antwortete er. „Na dann viel Erfolg, Oli“, wünschte Antje, bevor sie das Geschirr abspülte. „Moment, nicht so schnell.“ Er griff ihr an den Po. „Erst mal will ich noch Andreas Fierer sein. Schließlich werden wir uns lange Zeit nicht mehr sehen.“ „Laß mich!“ forderte Antje. „Ich will nicht von einem Glatzkopf gefickt werden!“ „Auch nicht, wenn der Glatzkopf Dein Mann ist?“ erkundigte er sich. „Auch dann nicht!“ machte sie deutlich. Da fiel er über sie her und vergewaltigte sie.
Natürlich konnten sich die neun „Feuermacher“ nicht mehr in der „Reichsbar“ blicken lassen, weil die Leute dort auch zählen konnten. Es hätte zwar eine Gruppe hingehen können, aber dann hätte es gewiß dumme Fragen gegeben. Außerdem wollte man einen zweiten „Fall Simbeck“ unbedingt vermeiden. Deswegen ging Alfreds Gruppe ab sofort in die „Braune Grube“, während Karls Gruppe im „Heldentreff“ ihre Abende verbrachte. Wie der Zufall es so wollte, waren an jenem Abend Witt, Ohlmann und Höller ebenfalls in der „Braunen Grube“. Alfred fielen sie auf, weil sie doch recht gut gekleidet waren. „Ich hab gar nicht gewußt, daß Bonzen hier auch Zutritt haben“, provozierte er sie. „Und mir war nicht klar, daß man auch linke Zecken hier hereinläßt“, konterte Witt. Alfred mußte sich beherrschen, um nicht eine Schlägerei mit ihm anzufangen. „Was fällt Dir ein, mich einen linken Zecken zu nennen?“ brüllte er. Witt blieb ganz ruhig. „Du hast uns Bonzen genannt. Nur die Linken reden von Bonzen“, entgegnete er. „O.k.. Mein Fehler. Dürfte ich dann vielleicht erfahren, was die gut angezogenen Herren in dieser schmutzigen Kneipe wollen?“ „He, keine Beleidigungen! Sonst kannst Du gleich wieder gehen“, mischte sich der Wirt ein, der mitgehört hatte. „Sorry. War nicht so gemeint“, entschuldigte sich Alfred, da er ja noch einige Male seine Abende in jenen Räumen verbringen wollte. „Das will ich auch hoffen“, bekräftigte der Wirt. Überhaupt war Alfred in letzter Zeit viel ruhiger geworden. Einmal, weil er recht zufrieden mit sich und der Welt war; zum Anderen, da er nicht unnötig auffallen wollte. Mit seinen Provokationen gegenüber ihm unliebsamen Leuten wollte und konnte er jedoch nicht aufhören. „Das darfst Du ruhig wissen. Wir suchen die Leute, die das Türkenhaus angezündet haben“, sagte ihm Ohlmann. „Ach, Ihr seid Bullen. Hätt ich mir ja denken können“, klagte Alfred und wollte gehen. „Tut mir leid, junger Freund. Wir sind gewiß keine Polizisten. Wenn wir Polizisten wären, dann wärst Du ein Neger“, klärte ihn Höller auf. „Sagt mal, wie oft wollt Ihr mich denn noch beleidigen? Fehlt nur noch, daß Ihr mich einen Juden nennt, was ich Euch aber wirklich nicht raten würde. Was wollt Ihr denn von diesen Brandstiftern?“ wollte Alfred wissen. „Das dürfen wir Dir leider nicht sagen“, äußerte sich Ohlmann vorschnell. „Wenn wir es nie jemandem erzählen, dann finden wir sie nie“, zischte Höller. „Wir wollen sie in unsere Organisation aufnehmen“, bemerkte Witt. „Wieso das denn?“ erkundigte sich Alfred neugierig. „Weil wir solche Leute wie sie brauchen können. Wer wagt es schon, in unserer Zeit noch Ausländerhäuser anzuzünden?“ „Danke“, dachte sich Alfred geschmeichelt und fragte dann: „Was ist denn das für eine Organisation?“ Die drei Männer überlegten, ob sie ihm wirklich so viel sagen sollten. Als sie schwiegen, teilte ihnen Alfred mit: „Wißt Ihr was ich glaube? Ihr tragt diese Luxushemden nur, um Euch zu tarnen. Ihr habt es wohl faustdick hinter den Ohren. Vielleicht habt Ihr ja das Kanackenhaus angezündet. Jeder drei Molotow-Cocktails, das würde ja sogar schön aufgehen.“ „Würden wir dann die Brandstifter suchen?“ erwiderte Witt gelassen. „Warum nicht? So käme niemand auf die Idee, daß Ihr es wart.“ „Also, Freundchen, hör mir mal zu: Wir finden das total super von denen, die das gemacht haben und würden sie gerne in unserer Organisation aufnehmen“, offenbarte sich Höller und gab ihm eine Visitenkarte. „Teile es uns bitte mit, wenn Du sie kennst.“ „Ich ruf Euch an, wenn sie mir ihre Tat gestanden haben“, versprach Alfred belustigt und ging.
„Was wollten denn die komischen Typen von Dir?“ fragte Anke Alfred, als sich jener zu ihnen an den Tisch setzte. „Ach, nichts“, murmelte der Gruppenführer. Damit war das Thema erledigt und niemand aus der Gruppe traute sich, weiter zu fragen. Alfred überlegte: „Ich müßte mehr über diese Organisation wissen. Das könnte natürlich auch eine einfache Falle sein. Allerdings gäbe es dann dort bestimmt Bosse, auf die auch ich zu horchen hätte. Da gefällt es mir doch so besser.“
Am Tag darauf saßen sie wieder zu neunt im „Führerbunker“. Alfred hielt mal wieder eine kurze Ansprache: „Nach unserem großen Erfolg wollen wir natürlich weitere Taten folgen lassen. Heute Nacht gibt es wieder ein bißchen was zu tun. Meine Gruppe kümmert sich um das Kanackenhaus des alten Simbeck, Karls Gruppe zündet das Kanackenhaus in der Karlstraße an. Ihr wißt ja, welches ich meine.“ Die Angesprochenen nickten. „Punkt ein Uhr beginnen beide Aktionen. Wir machen es aus zwei Gründen zur gleichen Zeit: Zum Einen, weil dann ein paar mehr Kanacken verrecken, da es zwei Unglücksorte geben wird und zum Anderen, weil wir uns dann danach bei mir treffen. Ihr kennt ja die Geheimwege zu meiner Wohnung. Frische Strumpfmasken habe ich besorgt. Die werden wieder mitgebracht und bei mir entsorgt. Alles klar?“ „Alles klar!“ antworteten alle gemeinsam. Man knackte noch einen unbeobachteten Zigarettenautomaten, um die „Reichskasse“ wieder ein wenig aufzufüllen, da man doch an vielen Abenden sehr viel Geld versoff. Fast 300 Mark waren drin. Besser als nichts. Gegen halb eins machten sich die beiden Gruppen zu ihren „Einsatzorten“ auf. Bei Alfreds Gruppe lief alles wie geschmiert. Punkt ein Uhr zertraten deren Mitglieder zwei Fensterscheiben und warfen die am Nachmittag gebastelten Molotow-Cocktails in das Haus. Alfred hatte sich etwas einfallen lassen. Jeder Gruppenführer schmiß zwei Molotow-Cocktails in das jeweilige Haus, so daß einmal fünf und einmal sechs für Feuer sorgten. Insgesamt elf. Da würde gewiß kein Polizist mehr durchblicken. Während sich Alfreds Gruppe schnell vom Tatort davonmachte, hatte Karls Gruppe ein großes Problem. Ein Polizeiwagen, mit echten Polizisten darin, stand am Straßenrand. Scheiße! „Was machen wir jetzt?“ flüsterte Berthold. „Warten!“ hieß Karls knappe Antwort. Also warteten sie. Auf einmal fuhr der Polizeiwagen mit Blaulicht davon. „Die Anderen haben es geschafft. Jetzt sind wir dran!“ jubelte Karl und los ging’s. Auch bei ihnen ging alles schnell und problemlos über die Bühne. Das Haus brannte und die Täter ergriffen die Flucht. Alfred hatte niemanden beauftragt, am Tatort zurückzubleiben. „Für was gibt es Zeitungen“, hatte er spöttisch gemeint. Bei der Polizei, der Feuerwehr und in den Krankenhäusern ging alles wild durcheinander. „Wir haben zwei brennende Häuser“, hieß es. „Die steigern sich“, erklärte ein Polizist ironisch seinem Kollegen. Aber als sie am Tatort ankamen, verging ihnen das Lachen recht schnell. Feuerwehrleute waren bereits im Haus gewesen und hatten zwei Menschen herausgebracht, um deren Leben die Notärzte verzweifelt kämpften. Am Ende der Rettungsaktionen hatte ein weiteres Mal der Tod klar die Oberhand behalten. Von den acht Bewohnern des Hauses in der Karlstraße lebten gerade noch zwei und von den 14 Bewohnern des Hauses in der Arolserstraße hatten nur vier die Brandstiftung überstanden. Ganz Frankfurt war schockiert. In wenigen Tagen waren drei Häuser, in denen Ausländer lebten, angezündet worden. Die Täter mordeten nun international. Unter den Toten waren Türken, Afrikaner und Griechen.
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