Männern, ebenso wie den jungen Frauen, neue Rechte (etwa die Heirats- und
Geschäftsfähigkeit) und Pflichten (wie z. B. die Strafmündigkeit oder (Mit-)Verantwortung
für elterliches Haus und Hof) verliehen.Soziologische Bedeutung
Nackter Mann
Idealbild eines Mannes (David von Michelangelo)
Die Soziologie dokumentiert diverse Unterschiede im Verhalten von Männern und Frauen in
der menschlichen Gesellschaft, sowie signifikante Unterschiede in den Rollenverteilungen
(vgl.: Männlichkeit, Weiblichkeit).
Die Menschheitsgeschichte war und ist teilweise heute noch durch die Dominanz des Mannes
in politischer, infrafamiliärer und gesamtgesellschaftlicher Hinsicht geprägt. Oftmals wird
dies religiös begründet; viele Weltreligionen predigen oder praktizieren eine Überlegenheit
des Mannes. Die körperlichen Unterschiede zwischen Männern und Frauen prägen das
Vorurteil einer intellektuellen Überlegenheit von Männern. Dies ist jedoch wissenschaftlich
nicht belegt. Im Durchschnitt kommen sowohl Hochbegabung als auch die intellektuelle
Minderbegabung bei Männern etwas häufiger als bei Frauen vor.
Die Bandbreite verschiedener Verhaltensweisen von Männern und Frauen ist sehr groß und
oftmals nicht eindeutig oder nur unscharf zu belegen. Männern wird als Beispiel eine größere
Durchsetzungskraft, dafür aber auch ein höheres Aggressionspotential nachgesagt. Bei Frauen
hingegen sind häufig die sozialen Fähigkeiten stark ausgeprägt. In beiden Fällen ist dies
jedoch bei weitem nicht die Regel.
Der Penis
Der Ursprungsbereich wird als Peniswurzel (Radix penis) bezeichnet. Sie ist am Becken über
Muskeln und Bänder befestigt. Der sich anschließende Penisschaft (Corpus penis) geht am
vorderen Ende in die Eichel (Glans penis) über. An der Eichel finden sich oft sogenannte
Hornzipfel, die keine Erkrankung darstellen. Die Eichel ist von der Vorhaut (Praeputium
penis) umgeben. Diese besitzt eine Hautfalte zur Unterseite des Penis, das Vorhautbändchen
(Frenulum preputii). Die Eichel und das innere Blatt der Vorhaut sondern Zellen und Talg ab,
welche bei mangelhafter Hygiene mit Resten von Urin bilden.
Der Penis enthält drei Schwellkörper. Die zwei Schwellkörper an der Oberseite werden als
Penisschwellkörper (Corpora cavernosa penis) bezeichnet. Sie verwachsen median
miteinander und sind nur durch ein Septum penis voneinander getrennt. Ein weiterer
Schwellkörper, der Harnröhrenschwellkörper (Corpus spongiosum penis), verläuft an der
Unterseite. Im Harnröhrenschwellkörper verläuft der Penisteil der Harnröhre. Bei sexueller
Erregung füllen sich die Schwellkörper mit Blut, wodurch der Penis größer und hart wird, es
kommt zur Erektion (= Aufrichtung, Versteifung). Für die Versteifung sind vor allem die
Penisschwellkörper verantwortlich.
Die Muskeln des Penis sind der Musculus bulbospongiosus, der Musculus ischiocavernosus
und der Musculus retractor penis. Sie verankern ihn am knöchernen Becken, verstärken durch
Abschnürung der Abflussvenen und pumpende Kompression der Penisarterien die Erektion
und stoßen bei der Ejakulation das Sperma durch rhythmische Kontraktionen heraus.
Die Blutversorgung erfolgt über die Arteria und Vena penis bzw. durch drei Äste (Arteria
dorsalis penis, Arteria profunda penis, Arteria bulbi penis).
Die sensible Innervation der Eichel erfolgt über den Nervus dorsalis penis, der auch als
„Wolllustnerv“ bezeichnet wird. Die Penishaut und die Vorhaut werden über den Ramus
genitalis des Nervus genitofemoralis innerviert. Die Schwellkörper und Blutgefäße werden
über das vegetative Nervensystem gesteuert. Deren pariasympathische Anteile entstammen
aus dem Kreuzabschnitt des Rückenmarks und verlaufen über das Beckengeflecht (Plexus
pelvinus). Sie lösen die Erektion aus und werden deshalb auch als Nervi erigentes bezeichnet.
Größe
Der durchschnittliche Penis ist zwischen 7 und 10 cm im erschlafften und 11 bis 17 cm im
erigierten Zustand lang. Bei der korrekten Messung des steifen Penis wird ein Lineal an der
Oberseite des Penis am Bauch ohne Druck angesetzt und bis zur Eichelspitze gemessen. Im
schlaffen Zustand variiert die Größe zusätzlich abhängig von Temperatur oder psychischem
Empfinden.
Im Februar 2001 führten pro familia NRW und die Universitätsklinik Essen eine
Untersuchung an den Penissen von 111 jungen Männern im Alter zwischen 18 und 19 Jahren
und im Frühsommer mit einer Kontrollgruppe von 32 älteren Männern (40 bis 68 Jahre)
durch. Das Ziel der ersten Studie war die Erhebung objektiver Daten (Messung durch einen
Arzt) zur Penisgröße. Nach dieser Untersuchung hat der erigierte Penis im Mittel eine Länge
von knapp 15 cm, einen Durchmesser von 4 cm und somit einen Umfang von 12 cm. Eine
neuere, im Jahr 2007 publizierte Untersuchung, bei der 11.531 Messungen durchgeführt
wurden, stellte ebenfalls eine Durchschnittslänge von 15 cm des erigierten Penis fest.[1]
Bei einer 2007 durchgeführten Befragung von 50.000 Männern waren 12 % der Männer der
Überzeugung, ihr Penis sei zu klein; eine ähnliche Untersuchung kam jedoch zum Schluss,
dass keiner der Männer mit einem subjektiv als zu klein empfundenen Penis tatsächlich unter
einem so genannten „Mikropenis“ (hier definiert als im schlaffen Zustand kleiner als 7 cm)
litt.[1] In anderen Studien haben Mediziner Penislängen von unter einem Zentimeter als
Mikropenis beschrieben.[2]
Dieselbe Webseite zitiert eine Untersuchung von Dr. Robert L. Dickinson in den USA, der
medizinisch verbürgt und mit Fotos dokumentiert den längsten je gemessenen Penis mit einer
Länge von 34,3 cm und einem Umfang von 15,9 cm angibt. Auch andere Sexualforscher
(Alfred Kinsey, Masters & Johnson) berichten von gelegentlich festgestellten Penislängen bis
rd. 30 cm.
Der Penisumfang kann ebenfalls stark variieren. Je ca. 1/3 der männlichen Bevölkerung hat
einen Penisumfang von weniger als 11 cm, 11 bis 12 cm und darüber.[3] Während ein sehr
dicker Penis keine Schmerzen am weiblichen Geschlechtsorgan verursacht, kann ein sehr
langer Penis Schmerzen beim Geschlechtsakt bei der Partnerin verursachen, da die
Stoßbewegungen die Bänder dehnen, an denen die Gebärmutter aufgehängt ist. Der
Lustgewinn bei der Frau hängt nicht von der Penislänge ab, sondern hauptsächlich von der
Reizung der außen liegenden Klitoris.[2] Der Gebärmutterhals, der von einem langen Penis
erreicht wird, hat dagegen nur ein geringes Reizempfinden. Somit ist ein als „zu kurz“
empfundener Penis ein psychisches Problem und keines, das einer medizinischen Behandlung
bedarf.
In der Laienterminologie unterscheidet man den „Blutpenis“ und den „Fleischpenis“.
Während der Blutpenis im erschlafften Zustand relativ kurz ist und bei Erektion deutlicher
anwächst, ist der Fleischpenis schon im schlaffen Zustand relativ groß und wächst bei
Erektion weniger. So kann von der Größe im erschlafften Zustand nicht genau auf die Größe
im erigierten Zustand geschlossen werden.
Der Aufbau vom Penis
Als Glans penis (lateinisch, glans „Eichel“) wird die Eichel des Penis bei Menschen
bezeichnet. Diese ist eine Verdickung am vorderen Ende des Penis. Im unerigierten Zustand
wird die Eichel von der Vorhaut verdeckt. Bei der Erektion zieht sich die Vorhaut
normalerweise von der Eichel zurück, so dass die Eichel freiliegt.
Die Eichel gehört neben dem Frenulum (Vorhautbändchen) und der inneren Vorhaut zu den
stärksten erogenen Zonen. Von besonderer Bedeutung ist hierbei der untere Eichelrand. Die
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