Justine la Mour - Paradiesäpfel

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Wer hat sie im Fluss der Zeit unterbrochen, wer ihre Gedanken gestört und sie zu Handlungen gezwungen? Die Figuren im Erzählband «Paradiesäpfel» winden sich mit allen Kräften gegen die Mächte ihres Schicksals und sie entwischen ihm, zumindest für die Dauer einer Geschichte.
Sie brechen die Zeit auf und tauchen ein in Welten der Phantasie und der Veränderungen, die die Verhältnisse auf den Kopf stellen. Immer wieder reißen sie sich los aus Beschränkungen und Zwängen und steigen auf in weißblaue Himmel oder ab in schwarzblaue Höllen.
Die Realität ist ihnen zuwider, bestenfalls ein Spielelement, nichts weiter. Das Leben als Wille und Vorstellung. Ob in Berlin, Death Valley, Ghana, Venedig oder München – Aufbruch herrscht überall und rosarot sind die Verheißungen, die weit in die Zukunft hineinragen.
Eine Generation, die auch nach der Midlifecrisis noch ungeniert weiterträumt und vom Erwachsenwerden nichts wissen will, eine infantile Gesellschaft, in der Naivität die einzige Überlebenschance ist. Nur wer die Wirklichkeit als Fiktion begreift kann sie überwinden.
Weiter! Träumen! Weiter! Lesen!

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Sie gab ihr Kind bei einer Erzieherin ab. Was für eine Vorstellung! Aber es war keine Vorstellung, es war Realität! Einmal hatte ihr Sohn ganz sachlich gefragt: Mama, eins verstehe ich nicht, erst wollen alle Kinder haben und dann reden sie dauernd darüber, wo sie sie abgeben können. Kein Vorwurf in seiner Stimme, kein Gedanke daran, dass sie etwas falsch machen würde, nur eine Feststellung.

Ab und weg. Alle Mütter waren in Eile am Morgen und die, die nicht in Eile waren, bemühten sich so zu tun, als wären sie es, um den anderen gegenüber nicht das Gesicht zu verlieren. Zum Arbeiten, zum nächsten Kind nach Hause, zur Schule, zum Arzt, Termine, Termine, so schnell wie möglich den Augen der Kindergärtnerin entkommen. Raus aus der Mischung aus Reinigungsmitteln, Süßigkeiten und frisch aufgebrühtem Kaffee, der ihnen beim Betreten der Garderobe schon entgegenschlug. Für jedes Kind einen Haken, an dem sie die Jacke aufhingen, ein Symbol darunter, ein Schmetterling oder eine Blume für die Mädchen, ein Flugzeug oder ein Feuerwehrauto für die Jungens.

Einmal kam die Mutter früher als sonst. Ihr Sohn schaukelte mit anderen Kindern in einer bunten Hängematte und kreischte jedesmal vor Vergnügen, wenn die Bewegung ganz knapp am Boden vorbeiging und mit Schwung wieder nach oben schoss. Sie rief seinen Namen, mehrmals, immer lauter, aber er reagierte nicht. Endlich drehte er seinen Kopf zu ihr, seine Mine verzog sich, als wolle er anfangen zu weinen, er klammerte sich an den festen Stoff der Hängematte und schrie: Mama! Jetzt schon? In seinen Augen funkelte etwas. Weinte er? Sie konnte es nicht sehen, denn er hatte sein Gesicht schon wieder von ihr abgewandt. Ich bin extra früher aus dem Büro gekommen, jetzt bin ich da. Sag` doch was. Freust du dich gar nicht? Ihre Stimme klang brüchig und ratlos, aber sie wollte sich keine Enttäuschung anmerken lassen. Langsam schaukelte sie die Matte hin und her, er begann, sich aufzusetzen und sie anzusehen.

Ich habe heute ein buntes Bild gemalt, ein buntes Bild mit einem blauen Knochen. Was für ein Knochen? Ein Hundeknochen, ein Knochen, der blau angemalt ist. Willst du es sehen? Ja, gerne. Sie freute sich, seine Augen strahlten blau und hell, seine klebrige kleine Hand fühlte sich warm an. Sie gingen zu einem Stapel voller Bilder, der in einer Zimmerecke auf einem Holztisch lag. Welches ist deins? Gleich, ich habe es gleich. Er zog das Bild aus dem Stapel. Bunte Farbklekse in rot, orange, gelb und giftgrün, dann ein längliches Objekt in blau, das musste der Knochen sein.

Die Kindergärtnerin stand neben ihnen. Sie hatten sie beide nicht bemerkt. Erst als sie anfing zu sprechen, drehten sie sich um und sahen, wie sie besorgt auf das Bild starrte: Warum hast du keinen Hund dazu gemalt? Der Hund ist da, man sieht ihn nur nicht, er ist außerhalb vom Bild. Aha. Wie Kinder dachten. Die Mutter wunderte sich. Manchmal wünschte sie sich, sie könnte hinein wandern in seinen Kopf, seine Gedanken lesen, sie vorausahnen, seine Wünsche und Träume vorhersehen. Sie fürchtete sich vor Überraschungen, und zugleich wusste sie, dass das Leben mit Kind ein Leben voller Überraschungen war und bleiben würde. Es war ein gelebtes Leben, kein erarbeitetes, erdachtes oder erschriebenes. Was würde aus ihrem Sohn werden? Wie würde er später leben? Das alles erschien ihr so offen, so unberechenbar, als setze sich das fort, was sie schon zu Beginn ihrer Schwangerschaft empfunden hatte, auf dem Weg zur Ärztin. Ein Gefühl der grenzenlosen Verunsicherung. Als sie die Praxis verlassen hatte, wusste sie, sie war schwanger, eine Gewissheit, aber das blieb auch die einzige Gewissheit. Ein Kind, ein Junge, der sie von jetzt an begleiten würde. Was das bedeutete wusste sie damals so wenig wie heute.

Er malt jetzt öfter Knochen, blaue Knochen, das ist schon seit einigen Wochen so. Blaue Knochen und einen Hintergrund mit bunten Farbkleksen. Habt ihr neuerdings einen Hund zu Hause? Die Stimme der Kindergärtnerin klang zugleich neugierig und misstrauisch, als wollten sie etwas Entscheidendes vor ihr verbergen. Seid ihr umgezogen? Zu jemandem, der einen Hund hat? Nein, nein, wir haben keinen Hund, sagte der Junge erstaunt. Ich habe keinen Hund und ich male auch keinen Hund. Ich muss keinen Hund malen, denn der Hund ist außerhalb vom Bild und sieht zu. Er kann den Knochen nicht riechen, denn die blaue Farbe verdeckt den Geruch. Deshalb hat er auch gar keine Lust, in das Bild hinein zu kommen, es bringt ihm ja nichts. Warum malst du einen Knochen, wenn ihr zu Hause keinen Hund habt? Der Ton der Kindergärtnerin wurde streng, fast ein wenig böse. Ich male, was ich will. Aber es ist doch kein Zufall, dass du einen Knochen malst, wie kommst du darauf? Es ist kein echter Knochen, er ist blau, es gibt keine blauen Knochen. Die beiden Frauen schwiegen betroffen. Er hatte Recht. Ein Bild ist ein Bild, sagte die Mutter und ein Knochen ist ein Knochen. Ich würde es gern aufbewahren, das Bild mit dem blauen Knochen. Das Gesicht des Jungen wurde heller und seine Augen zugleich dunkler und ernster. Mama, lass` uns gehen. Ich werde mir einen Hund zu Weihnachten wünschen, einen Hund, der sich das Bild mit dem Knochen in meinem Zimmer anschauen kann. Jeden Tag. Und wenn er Hunger hat, werde ich ihm echte Knochen geben. Die Kindergärtnerin nickte. Wie du willst. Und sie sah den beiden nach wie sie verschwanden. Das Bild mit den bunten Farbkleksen und dem blauen Knochen flatterte an der Hand der Mutter im Wind hin und her. An der anderen Hand hielt sie ihr Kind.

Am nächsten Tag malte der Junge Verliese und Labyrinthe und nach einiger Zeit wieder Knochen. Und am Ende des Kindergartenjahres malte er ein riesiges Bild auf eine Tapetenrolle, das einen Hund zeigte, der in einer Ecke saß und sich Verliese und Labyrinthe ansah. Dabei sah er aus, als würde er grinsen.

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