Hajo Heider - Allerlei Kurzgeschichten

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Hier sind einige Kurzgeschichten des Autors versammelt, die er seit 2007 für Anthologien oder Wettbewerbe eingereicht hat. Dabei hat er auch den Charakter von Kommissar Bramert entwickelt. Das Spektrum reicht von Grusel, Erotik, Liebe über Fantasie zum Krimi. Bei den meisten Geschichten hat er, gegenüber der Druckversion, kleinere oder größere Änderungen vorgenommen.

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Ich bin geblendet, zwei Lichter schießen mir entgegen und ich vergesse mich selbst. Wie Roboterglieder wirbeln meine Arme und Hände nach einem alten Programm, das nicht in die Situation passen will. Grauen schreit aus dem Spiegel. Mörder!, hallt unter meiner Schädeldecke. Die Kurve, der Innenspiegel, ich selbst - vergessen. Die Lichter!, schreie ich mir zu. Es ist so, wie es war, wie es ist und sein wird. Ich muss ausweichen. Ich will kein Mörder sein.

„Weshalb bremse ich nicht?“, frage ich mich.

Meine Hände lassen das Lenkrad nicht los. Die Lichter sind verschwunden. Ich atme auf. Der Motor jagt hoch, jault gequält. Meine Augen suchen die Straße. Unter den Rädern ist keine Straße. Mein Lenkversuch greift ins Leere. Wie eine große Eule stürze ich auf meine Beute. In den Scheinwerfern wächst der Baum, wird riesig. - Leere.

„Was ist passiert?“, frage ich den Polizisten, der mich besorgt betrachtet.

„Sie hatten einen Unfall“, sagt er.

Dann sehe ich blaue Lichter, die wie Leuchtreklame blinken. Ich will mich im Innenspiegel betrachten und kann mich nicht bewegen. Das Lenkrad drückt schmerzend gegen meinen Brustkorb. Langsam erinnere ich mich.

„Konnte ich dem Wagen ausweichen?“

Er betrachte mich mit steigender Sorge. Sein Blick verursacht unendlichen Schmerz. Ich bin zum Mörder geworden, ist eine furchtbare Erkenntnis.

„Sie waren allein auf der Straße. Mit hundert Metern Abstand ist Ihnen ein Wagen gefolgt. Der Fahrer hat uns angerufen.“

Ich sträube mich, daran zu glauben. So war das Grauen nicht geplant. Mein Schicksal war anders vorbestimmt. Ich erkläre dem Polizisten die Situation.

„Ich habe mich zum Innenspiegel gebeugt, um den Schnitt in meiner Wange zu betrachten. Die Wunde war gut verheilt. Dann plötzlich die beiden Scheinwerfer, in einer Linie mit mir.“

Der Polizist öffnet den Mund. Er will etwas Wichtiges sagen, ich spüre, dass es wichtig ist. Ich schweige. Es ist unschwer zu erkennen, dass er seinen Entschluss ändert.

„Sie sind eingeklemmt. Wir müssen auf die Feuerwehr warten.“

„Das Grauen hat mich wieder angestarrt. Grauenhafter als sonst. Ich wusste schon lange, dass ich zum Mörder werde. Sie brauchen mich nicht zu schonen.“

Der Polizist begreift endlich. Sein Gesicht ist aschfahle Erschütterung. Mit der nicht eingeklemmten Hand zeige ich zum Handschuhfach, wo mein Tagebuch liegt.

„Geben Sie es bitte meiner Frau.“

„Ihr Abschiedsbrief?“, fragt er.

„Es sollte keinen Abschied geben – nicht so.“

„Tagebuch des Grauens“, liest er laut.

„Sie werden verstehen. Sie werden das Grauen begreifen.“

Der Polizist blättert flüchtig durch die Seiten, verharrt an einigen Stellen. Ich erkenne die Gänsehaut, die sich auf seinen Schultern niederlässt. Wird er verstehen, frage ich mich.

Seine Stimme ist gefasst: „Haben Sie überlegt, dass Sie Lichter im Rückspiegel gesehen haben?“

Der Gedanke ist so neu, dass ich ihn nicht verstehen will. Diese Idee ist schockierend.

„Im Rückspiegel?“

„Etwas hat sie erschreckt und Sie haben falsch reagiert. Es gibt keine Bremsspuren, kein harter Lenkeinschlag ist auf dem Asphalt erkennbar. Sie sind in der Kurve geradeaus gefahren.“

Ich betrachte sein Gesicht und suche Tatsachen. Endlich begreife ich. „Der Spiegel hat mir eine Falle gestellt.“

Er betrachtet mich lang, bevor er sagt: „Sie werden den Unfall überleben. Die Feuerwehr kommt in wenigen Minuten.“

„Der Rückspiegel war die Falle“, schreie ich.

Er durchblättert die Seiten. Er spricht in die Seiten. Sagt zwischen den Seiten die Wahrheit, die ich nie erkannt habe.

„Der Spiegel bildet jede Information seitenverkehrt ab. Man muss umdenken, aber man gewöhnt sich so sehr daran, dass man diese Tatsache leicht vergisst.“

In der Ferne höre ich die näherkommende Feuerwehr. Er hat der Wahrheit einen Namen gegeben, der nicht Grauen heißt. Als tödliches Gift fließt Wahrheit in mein Gehirn. Es wird nur noch ein paar Worte geben, die ich sagen kann. Rasend schnell überlege ich, was dieser Situation Bedeutung gibt. Er versteht mich kaum noch.

„Sagen Sie bitte meiner Frau, dass es mir leid tut. Ich habe die Wahrheit verdreht, weil ich das spiegelverkehrte Bild für Wahrheit hielt. Ich musste mich selbst zur Strecke bringen.“

Ich, Marthe Schwertmann, habe am fünfzehnten Juni die letzten Sätze nach den Aufzeichnungen des Polizisten geschrieben, der mit meinem Mann bis zu seinem Ableben gesprochen hatte.

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