Luigi Pirandello - SECHS PERSONEN SUCHEN EINEN AUTOR

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Der Regisseur gibt Anweisungen, die Schauspieler beginnen zu probieren. Da betreten sechs Personen die Bühne, die niemand kennt. Sie stellen Forderungen. Ihre Geschichte möge man spielen und diese Geschichte ist «ein Gemisch von Tragischem und Komischem, von Phantastischem und Realistischem in einer wirklich humoristischen und höchst verwickelten Situation; ein Drama, das durch seine atmenden, sprechenden, sich bewegenden Gestalten, die es in sich tragen und erleiden, um jeden Preis eine Möglichkeit finden will, aufgeführt zu werden – ein Stück über den vergeblichen Versuch dieser improvisierenden Verwirklichung auf der Bühne.» So beschreibt es Luigi Pirandello im Vorwort zu seinem Stück, das nach seiner Uraufführung im Mai 1921 im Teatro Valle in Rom Theatergeschichte schrieb.
Diese Edition enthält das vollständige Vorwort Pirandellos sowie zahlreiche Textvarianten, das heißt frühere Versionen, die Pirandello nicht in die endgültige Ausgabe aufgenommen hat.

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Ich habe sechs Personen, die einen Autor suchen, darstellen wollen. Es gelingt nicht das Drama aufzuführen, eben weil der Autor fehlt, den sie suchen; und statt dessen wird das Drama dieses vergeblichen Versuchs aufgeführt, mit allem, was es an Tragischem enthält, weil diese sechs Personen abgewiesen worden sind.

Aber kann man eine Person darstellen, wenn man sie abweist? Es ist doch klar, dass man sie um sie darzustellen im Gegenteil in die Phantasie aufnehmen und ihr daher auch Ausdruck verleihen muss. Und so habe ich diese sechs Personen wirklich aufgenommen und gestaltet. Ich habe sie jedoch als Abgewiesene aufgenommen und gestaltet: auf der Suche nach einem anderen Autor.

Man muss nun verstehen, was ich bei ihnen abgewiesen habe; offensichtlich nicht sie selbst, wohl aber ihr Drama, das sie ohne Zweifel am meisten interessiert. Aber mich interessierte es aus den bereits genannten Gründen überhaupt nicht.

Und was ist für eine Bühnengestalt das eigene Drama?

Jedes Phantasiegebilde, jedes Geschöpf der Kunst muss sein Drama haben, um zu existieren, das heißt ein Drama, dessen handelnde Person es ist und durch das es zur handelnden Person wird. Das Drama ist der Seinsgrund der Person; es ist ihre Lebensfunktion, die sie braucht, um existieren zu können.

Ich habe also von diesen Sechs das Sein aufgenommen und den Seinsgrund abgelehnt; ich habe den Organismus genommen und ihm anstelle seiner eigenen Funktion eine andere, umfassendere gegeben, in die jene eigene gerade noch als tatsächliche Gegebenheit mit eingegangen ist, Eine schreckliche und verzweifelte Situation besonders für die beiden - den Vater und die Stieftochter - denen mehr als den anderen daran liegt, zu leben und die mehr als die anderen das Bewusstsein haben, Bühnengestalten zu sein, das heißt also, unbedingt ein Drama zu brauchen, und zwar das eigene, weil es das einzige ist, das sie sich für sich selbst vorstellen können, das sie nun aber abgelehnt sehen; eine "unmögliche" Situation, aus der sie meinen, um jeden Preis ausbrechen zu müssen, denn es handele sich für sie um Leben oder Tod. Wohl habe ich ihnen als Seinsgrund, als Funktion, eine andere Situation gegeben, eben jene "unmögliche", das Drama "auf der Suche nach einem Autor zu sein und abgelehnt zu werden". Aber dass diese Situation bereits ein Seinsgrund ist, dass sie für sie, die ja schon ein eigenes Leben hatten, zur eigentlichen, notwendigen und für ihre Existenz ausreichenden Funktion geworden ist, das können sie nicht einmal ahnen, Wenn es ihnen irgend jemand sagte, würden sie es nicht glauben, weil es nicht möglich ist, zu glauben, dass der einzige Grund unseres Lebens in einer Tortur besteht, die uns ungerecht und unerklärlich erscheint.

Ich kann daher nicht sehen, auf welcher Grundlage man gegen mich den Vorwurf erhoben hat, dass die Person des Vaters nicht so sei, wie sie hätte sein müssen, weil sie manchmal aus ihrer Eigenschaft und Stellung als Bühnenfigur herausträte, in die Tätigkeit des Autors eingriffe und sie selbst übernähme. Da ich auch Leute verstehe, die mich nicht verstehen, weiß ich: dieser Vorwurf kommt daher, dass jene Bühnenfigur eine geistige Bedrängnis als ihre eigene zum Ausdruck bringt, von der es bekannt ist, dass sie die meine ist. Das ist ganz natürlich und bedeutet absolut nichts. Abgesehen davon, dass diese geistige Not in der Figur des Vaters auf Ursachen beruht und aus Gründen durchlitten und durchlebt wird, die mit der Tragödie meiner persönlichen Erfahrung nichts zu tun haben (was allein schon die Haltlosigkeit dieser Kritik beweisen würde), möchte ich klarstellen, dass die immanente Qual meines Geistes, die ich legitim in eine Bühnenfigur projizieren kann, vorausgesetzt, dass sie organisch zu ihr gehört, eines ist; ein anderes aber die Tätigkeit meines Geistes, die sich in der Gestaltung dieses Werkes entfaltet, und die es vermocht hat, das Drama dieser sechs Personen auf der Suche nach dem Autor zu schaffen. Wenn der Vater an dieser Tätigkeit teilhätte, wenn er das Drama, diese Bühnenfiguren zu sein, ohne einen Autor zu haben, mitschaffen würde, dann, ja,- und nur dann - wäre es gerechtfertigt, zu sagen, dass er mitunter der Autor selbst sei und dass er deshalb nicht der ist, der er sein müsste. Aber der Vater erleidet dieses "Bühnenfigur, die den Autor sucht"-Sein und erschafft es nicht, erleidet es wie ein unerklärbares Verhängnis und wie eine Situation, gegen die er mit allen Kräften zu rebellieren und die er in Ordnung zu bringen versucht. Er ist also genau "Bühnenfigur, die den Autor sucht" und nichts weiter, auch wenn er die Qual meines Geistes als seine eigene zum Ausdruck bringt. Nähme er an der Tätigkeit des Autors teil, würde er sich dieses Verhängnis sehr wohl erklären können. Er sähe sich nämlich aufgenommen, wenn auch als abgewiesene Bühnenfigur, aber doch immerhin aufgenommen in den Mutterboden der Phantasie eines Dichters, und er hätte keinen Grund mehr, diese Verzweiflung durchzumachen, weil er den nicht findet, der sein Leben als Bühnenfigur bestätigt und gestaltet. Ich will damit sagen, dass er sehr gern den Seinsgrund, den ihm der Autor gibt, akzeptieren und ohne Bedauern auf seinen eigenen verzichten, ja, den Direktor mit seinen Schauspielern zum Teufel jagen würde, an die er sich doch um Hilfe gewandt hat, als ob es seine einzige Rettung sei.

Für eine Person, die Mutter, ist es wirklich bedeutungslos, ob sie Leben hat,m wenn man Leben haben als Selbstzweck betrachtet. Sie hat nicht den geringsten Zweifel, dass sie schon lebendig ist, noch ist ihr je in den Sinn gekommen, sich zu fragen, wie und warum, auf welche Weise sie es ist. Ihr ist auch nicht bewusst, dass sie eine Bühnengestalt ist: daher ist sie niemals, auch nicht für einen Augenblick, von ihrer "Rolle" getrennt. Sie weiß nicht, dass sie eine "Rolle" hat.

Das ist bei ihr völlig organisch. Tatsächlich bringt ihre Rolle als Mutter an sich, in ihrer "Natürlichkeit", keine geistigen Regungen mit sich; und sie lebt auch nicht als Geist: sie lebt in einer Kontinuität des Gefühls, die nie unterbrochen wird, und darum kann sie sich ihres Lebens, das heißt also ihres Seins als Bühnengestalt nicht bewusst werden. Aber nichtsdestoweniger sucht auch sie, auf ihre Weise und für ihre Zwecke, einen Autor. In einem bestimmten Augenblick scheint es ihr sehr recht zu sein, dass sie vor den Direktor gebracht worden ist. Vielleicht weil auch sie hofft, durch ihn Leben zu erhalten? Nein, weil sie hofft, dass der Direktor sie eine Szene mit dem Sohn spielen lässt, in die sie so viel von ihrem eigenen Leben hineinlegen würde. Aber es ist eine Szene, die nicht existiert, die niemals stattfinden konnte noch jemals stattfinden könnte. So völlig unbewusst ist sie sich ihres Daseins als Bühnenfigur, das heißt des Lebens, das sie haben kann, genau festgelegt und in jedem Augenblick, in jeder Geste und in jedem Wort vorherbestimmt.

Sie kommt mit den anderen Personen auf die Bühne, ohne jedoch zu verstehen, wozu die anderen sie hier bringen wollen. Offenbar denkt sie, dass die Begierde, Leben zu erlangen, von der ihr Mann und die Tochter besessen sind und weswegen ja auch sie sich auf einer Bühne wiederfindet, nichts anderes sei als eine der üblichen unverständlichen Überspanntheiten jenes gepeinigten und andere peinigenden Mannes und - furchtbar, furchtbar - ein neues gefährliches Aufbegehren ihrer armen, auf Abwege geratenen Tochter. Sie ist völlig passiv. Die Ereignisse ihres Lebens und die Bedeutung, die diese in ihren Augen angenommen haben, selbst ihr Charakter, das sind alles Dinge, die von den anderen vorgebracht werden und denen sie nur ein einziges Mal widerspricht, weil der mütterliche Instinkt erwacht und revoltiert: um klarzustellen, dass sie weder den Sohn noch den Mann im Stich lassen wollte, denn ihr sei ja der Sohn fortgenommen worden und ihr Mann hätte sie gezwungen wegzugehen. Aber da stellt sie nur Tatsachen richtig: sonst weiß sie und erklärt sie nichts.

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