Erhart Eller - Bodenfrost

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Der Hauptgestalt dieses Buchs, Wilfried Schaffer, widerfahren Misslichkeiten zuhauf. Woran die Verhältnisse schuldig sind. An einigen davon ist er freilich mitschuldig.
Natürlich strebt er nach Glück. Doch geht es ihm nicht nur ums Private. Er sorgt sich ums große Ganze, ist dafür, die Verhältnisse zu ändern. Klar ist ihm, dass er, der Unwichtige, in dieser Hinsicht nicht viel bewirken kann. Er ist kein Durchreißer, besitzt keine große Tatkraft, hingegen eine erhebliche Einbildungskraft, die ihn befähigt, sich Vergangenes lebendig auszumalen. Es kommt dahin, dass er aus seiner bedrückenden Gegenwart in eine vergangene Zeit springt.
Schaffer bekommt schließlich einen Zipfel Glück zu fassen.
Dies ist kein einspuriges Buch. Es ist eine gegen den Strich gebürstete «Heimat-Dichtung». Es ist ein Liebesroman unüblicher Art. Vor allem ist es ein Anti-Kriegs-Buch. Und es bietet Einblick in die Vorstellung Schaffers vom Weltganzen.
Die Handlung des Buchs ist durchweg frei erfunden. Gestalten darin, welche bedeutende Namen tragen, ähneln den betreffenden historischen, sind jedoch nicht deckungsgleich. Und selbstverständlich sind etwaige Ähnlichkeiten der vorkommenden Personen mit lebenden oder gelebt habenden rein zufällig.

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Schaffer erhob sich nicht ohne Mühe –und schon zerstörten bellende Hunde die Stille. Ein Ruf schallte – sofort endete das Gebell. Er bemerkte den rötlichen Schein eines Lagerfeuers, ging hin, obwohl er einschätzte: eine Erscheinung, erzeugt von: Alk im leeren Magen, Zeitpunkt, Geist des Orts. Dem Feuer näher kommend, gewahrte er drei Gestalten. Wissen wollten die, ob er gekommen sei, um Walpurgis mit ihnen zu feiern. Schaffer lachte lautlos. Er wurde belehrt: „Hexen gibt‘s hier nicht. Musst dich auf den Brocken bemühen.“ Worauf er erklärte: „Mir steht nicht der Sinn nach Hexensabbat.“

Die Gestalten waren sozusagen vergrößerte Ausgaben der Kinder von vorhin. Ihre Anzüge waren allerdings aus haltbarerem Stoff. Eine trug eine verbeulte Krone aus vergoldetem Blech, einen von Motten zerfressenen Mantel, der vor dem Ausbleichen, wohl purpurn gewesen war. Die zweite trug bunte Pluderhosen, Pluderwams, einen rostigen Brustharnisch, hatte ein großes schartiges Schwert, das, wie er wusste, Bidenhänder genannt wurde. Ein Landsknecht, wie einem Holzschnitt des Sechzehnten Jahrhunderts entsprungen. Die Gestalt wurde von zahlreichen Narben verunziert. Die dritte, spindeldürre, war in einen groben, durchlöcherten Kittel gehüllt. Die drei Kerle stanken, der im Kittel besonders schlimm. Der Ankömmling bekam dummes Zeug zu hören: „Ich, der Gekrönte, herrsche von Gottes Gnaden von Ewigkeit zu Ewigkeit. - Ich, der ewige Soldat, verhackstücke dich, wenn du es an der schuldigen Ehrfurcht fehlen lässt.“ Schaffer war sicher, dass er es mit Luftgebilden zu tun hatte, gleichwohl erschrak er ein wenig. Das gab sich und er schimpfte drauflos. „Ihr Mumien, fehl am Platz seid ihr, eure Uhr ist längst abgelaufen. Packt euch!“

Der Kronenkerl atmete schwer, griff sich ans Herz, als erlitte er einen Infarkt. Der Landsknecht hieb drauflos. Schaffer zuckte zusammen, als ihn das Luftschwert durchfuhr. Der Zerlumpte tadelte ihn. Untertanen hätten zu kuschen und Maul zu halten. Das und nichts sonst sei Untertanen-Bestimmung. Schaffer fauchte ihn an: „Ich bin niemands Untertan, merk dir das, Knechtsseele.“ Der Landsknecht ging den Lumpigen an: „Zwar stimmt, was du sagst, aber du hast nichts zu sagen.“ Er schlug den Dürren mit der flachen Klinge. Dem luftigen Kerl schien die luftige Waffe echte Pein zu bereiten. Er heulte auf, fiel um, stand sogleich wieder auf den Beinen, erklärte frohgemut: „Man zwickt, zwackt, prügelt mich, doch ich bin unverwüstlich. Man haut mich um, doch stehe ich immer wieder auf. Ich bin nicht totzukriegen, ein richtiges Stehaufmännchen. Drauf bin ich stolz.“ Schaffer erboste sich. „Solltest dich was schämen. Anstatt wirklich aufzustehen, nämlich gegen diese beiden Menschheitsfeinde da, machst du den krummen Hund.“ Schief grinsend sprach der Zerlumpte: „Du hast’s grad nötig, eine dicke Lippe zu wagen. Bist doch ganz wie ich, du Feigling.“ Die behauptete Verwandtschaft bestritt Schaffer entschieden. Trotzig schmetterte er den aus Frankreich stammenden Kampfgesang: „Es rettet uns kein höh‘res Wesen, nicht Gott, noch Kaiser…“

Am Morgen war Wilfried Schaffer aufgebrochen mit der Hoffnung, den Ausweg aus seiner Lage zu finden. Die Hoffnung hatte sich nicht erfüllt. Er war enttäuscht, allerdings nicht sehr. Die Hoffnung ist ja nur vag gewesen. Ein Gaukelspiel erlebte er, das so gar nicht zielführend war. Ja hatte er denn besseres erwarten dürfen als zum Beispiel dieses unsägliche Geschwätz der Figur mit der verbeulten Krone? Der Kerl schwafelte, er, der Kaiser, Herr der Welt nach göttlichem Gesetz, sei aus seiner Welt schnöde verjagt worden, nur eine lächerliche Verkörperung seiner gebe es noch, den Tenno, diese machtlose Gliederpuppe auf dem japanischen Tron. Ansonsten maßten sich allüberall unwürdige Leute die Macht an, befleckt mit dem Makel niederer Herkunft. Ach und Weh und Weh und Ach!

Der in der Landsknechtskluft höhnte, der Kronenkerl sei immer nur eine Kostümpuppe und also auf ihn, den Mann des Schwerts, angewiesen gewesen. „Herrscher von Gottes Gnaden? Von meinen Gnaden, du Sack. Ich bin der eigentliche Welten-Herrscher, das war so, das ist so, das wird immer so sein.“ Er grinste den Zuschauer selbstgefällig an. „Zuweilen, in Sternstunden, hab ich den da in den Dreck geschmissen und mich selber auf den Tron gesetzt.“ Sein grobes Gesicht leuchtete auf. „Ich bin der, der zeigt wo’s langgeht. Ich bin unverzichtbar, denn Kriege wird es immer geben.“ Erbärmlich zeterte der mit der verbeulten Krone. Wie anmaßend sein Waffenknecht doch allzu oft sei. Des Waffenknechts Bestimmung sei, die Feinde seines Herrn in Schach zu halten und nicht, nach dem Tron zu gieren; nur ein Übermensch von edelstem Blut dürfe darauf sitzen, sonst sei der Tron entweiht. „Den da sollst du niederhalten, dass er nicht aufmuckt gegen mich, das ist deine Haupt-Aufgabe.“ Der da, das war der Zerlumpte. Der Geharnischte kitzelte den Kronenkerl mit dem Schwert an der Nase und stellte fest: „Edles Blut? Sieh an, es ist nicht blau, sondern auch bloß rot.“ Der Zerlumpte freute sich. „Das hast du gut gemacht, ja, zeig ihm seine Grenzen. „Da prügelte ihn der Söldner derb und brüllte dazu: „Was mischst du dich ein! Halts Maul!“ Der Zerlumpte stürzte heulend nieder, erhob sich hurtig, aus Wunden blutend. Zuschauer Schaffer wetterte: „Schämst du dich nicht, als Schwerbewaffneter einen Waffenlosen niederzuhauen!“ Der Geharnischte winkte ab: „Der braucht das immer mal, sonst wird er zu üppig. Dem macht das auch nichts aus. Der rappelt sich immer wieder hoch. Ein Stehaufmännchen, sagt er ja selber.“ Er musterte Schaffern verächtlich. „Was hast du überhaupt reinzureden, du Sack. Fünfundvierzig Jahre, Kerl und niemals im Kampfgetümmel gestanden und kein bisschen Kriegs-Erfahrung. Das ist ja abartig.“ Schaffer sprach. „Eins will ich klarstellen: Wären alle Menschen wie ich, gäbs keinen Krieg und wenig Zank und Streit.“ Im Stillen gab er zu: „Es gäbe keinen Krieg, aber auch keinen Widerstand.“ Weiter sprach er: „Was seid ihr doch alle drei für abscheuliche Zerrbilder. Du da mit der Schrottkrone nennst dich gottbegnadet und stinkst nach Verwesung, weil du schon lange auf dem Müllhaufen der Geschichte liegst. Und du da, lumpiges Stehaufmännchen, in milliardenfacher Ausführung vorhanden, könntest deine Unterdrücker erdrücken allein durch deine ungeheure Zahl, wenn du nur etwas Kampfgeist hättest. – Nun zu dir, du Säbelrassler. Du bist von euch Widerlingen der widerlichste. Man muss dich unschädlich machen, sonst hat die Menschheit keine Zukunft.“ Der Geharnischte grinste unverdrossen. Schaffer drehte sich weg und nahm Abstand. Der Grinser höhnte ihm hinterher: „Abtun? Mich? Ein unerfüllbarer Wunsch. Ich bin der ewige Soldat, mich wird es geben, solange die Welt besteht.“ Schaffer antwortete darauf nicht. Er hatte gesagt, was zu sagen war. Rasch entfernte er sich von dem Feuer, das nicht wärmte. Doch war die Walpurgis-Gaukelei natürlich nicht zuende. Plötzlich stand eine vierte Gestalt vor ihm. Er erschrak nicht sehr, da er sie längst erwartet hatte. Die Gestalt krächzte: „Das sind mir schöne Witzgebilde da drüben, besonders der eine. Von wegen ewiger Soldat und solange die Welt besteht. Es gibt nur eine unumstößliche Tatsache, die bin ich.“ Die tiefschwarze Gestalt hob sich gegen den nicht völlig dunklen Himmel ab wie ein Scherenschnitt. Sie öffnete ihre Hülle und zum Vorschein kam das übliche grell weiße Gerippe. Auch sie grinste, natürlich. Das breite Grinsen, welches seit je ihr Markenzeichen war. Das alles fand der unwillige Betrachter ganz unerotisch. Er stellte unwirsch fest: „Die drei da sind begrifflich, wurzeln in der Wirklichkeit. Du aber wurzelst in gar nichts. Du bist nicht vorhanden.“

„Oha, für ein Nichts habe ich aber eine gewaltige Macht. Gib doch zu, auch du zitterst vor mir. Gewaltig schlottern wirst du spätestens dann, wenn ich dich ergreife.“

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