Erhart Eller - Bodenfrost

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Der Hauptgestalt dieses Buchs, Wilfried Schaffer, widerfahren Misslichkeiten zuhauf. Woran die Verhältnisse schuldig sind. An einigen davon ist er freilich mitschuldig.
Natürlich strebt er nach Glück. Doch geht es ihm nicht nur ums Private. Er sorgt sich ums große Ganze, ist dafür, die Verhältnisse zu ändern. Klar ist ihm, dass er, der Unwichtige, in dieser Hinsicht nicht viel bewirken kann. Er ist kein Durchreißer, besitzt keine große Tatkraft, hingegen eine erhebliche Einbildungskraft, die ihn befähigt, sich Vergangenes lebendig auszumalen. Es kommt dahin, dass er aus seiner bedrückenden Gegenwart in eine vergangene Zeit springt.
Schaffer bekommt schließlich einen Zipfel Glück zu fassen.
Dies ist kein einspuriges Buch. Es ist eine gegen den Strich gebürstete «Heimat-Dichtung». Es ist ein Liebesroman unüblicher Art. Vor allem ist es ein Anti-Kriegs-Buch. Und es bietet Einblick in die Vorstellung Schaffers vom Weltganzen.
Die Handlung des Buchs ist durchweg frei erfunden. Gestalten darin, welche bedeutende Namen tragen, ähneln den betreffenden historischen, sind jedoch nicht deckungsgleich. Und selbstverständlich sind etwaige Ähnlichkeiten der vorkommenden Personen mit lebenden oder gelebt habenden rein zufällig.

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Ärmlich gekleidet, doch blitzsauber war eine junge Frau, auf die nun sein Auge fiel. Er durfte annehmen, dass sie von den gegenwärtigen Verhältnissen noch härter als er betroffen war. „Ein besonders unschuldiges Opfer“, meinte er. Diese Frau, die sich rührend um das kleine Kind kümmerte, das sie im Wagen schob , war sicherlich keine, die darauf erpicht war, in einer Hängematte abzuschlaffen. Doch wurden Mütter mit Kleinkindern in dieser Gesellschaft erbarmungslos vom „Arbeitsmarkt“ abgeschnitten. Er schätzte ein: „Tatkraft hat sie, beweglich ist sie, in Gegenden, wo bessere Umstände herrschen, würde sie eine anständige Arbeit finden. Doch was würde dann aus dem Kind?“ Schaffer vermerkte, wie übel es doch um ein Land bestellt war, in der das Wichtigste, die Kinder, oft genug zu einem wirtschaftlichen Unglücksfall wurden. Er erwog, der Frau Mut zuzusprechen. Allein - was konnte ihr das bringen? Womöglich würde sie glauben, dass er sie verspotten wolle, beziehungsweise sich eine dümmliche Anbaggerei erlaube. Also ließ er es bleiben.

Doch bedachte er auf seinem weiteren Weg, dass man grad im Hinblick auf solche Menschen einen Umbruch erzwingen müsste. Man müsste… und wie?

Seine Erwägungen endeten jäh, da er bemerkte: „Gefahr im Anmarsch!“ Eine Dame von der Arge, jener Behörde, die Befugnis hatte, ihm das Leben schwer zu machen, kam bedrohlich nahe. Flugs huschte er ums Eck. Wenigstens dieses kleine Glück widerfuhr ihm, dass er den Zusammenstoß mit der ihm widerwärtigen Person vermeiden konnte. Er seufzte erleichtert. Doch kam ihm unwillkürlich üble Erinnerung hoch, wie Säure aus überreiztem Magen:

Vor Tagen hatte er die Arge aufgesucht, obschon man ihn nicht einbestellt hatte. Ein Kobold musste ihn dazu verleitet und ihm die alberne Frage eingetrichtert haben, ob nicht eine Stelle, wenigstens für einige Tage... Er hatte erwartet, dass er mit „seiner“ Betreuerin würde sprechen können, die zwar keine Wunder vollbringen konnte, doch mit der immerhin gut zu reden war. Leider hatte man ihn stattdessen zu jener Beamtin gelotst. Bereits beim ersten Augenschein hatte er sie so eingeordnet: „Die ist bedrohlich wie ein Schlachtschiff.“

Er hatte den Namen seiner Zuständigen genannt, war ins Stottern gekommen „… hat sie Urlaub …ist sie krank …“ Die Entgegnung lautete: „Das geht Sie nichts an.“ Dann hatte ihn das Schlachtschiff mit einer Breitseite beschossen: „Eure Sorte, die stellt immer bloß Forderungen. Eine Vollzeit-Arbeit, wenns geht fürstlich bezahlt. Sie sind ein Problemfall, Mensch! Sie sind nachrangig. Erst kommen die Arbeitslosengeldempfänger, dann lange, lange nichts und dann erst eure Sorte.“

Er, der von Natur Ruhige, hatte sich durch tiefes Durchatmen abkühlen müssen, hatte dann die Bemerkung gewagt, mit etwas Befristetem wäre er zunächst zufrieden, nur sollte der Lohn nicht sittenwidrig niedrig... Notfalls eine Arbeits-Beschaffungs… Da war er aber an der Falschen. „ABM? Sie sind wohl größenwahnsinnig! Belästigen Sie mich nicht länger!“ Er war zwar nicht brüllend an die Decke gesprungen, doch gefährlich fauchend hatte er entgegnet: „Für Sie bin ich Müll, was!“ Da hat die Abgebrühte frech gehöhnt: „Leute wie Sie würden, wenn Sie so was wie sie Ehre im Leib hätten, für ihr sozialverträgliches Ableben sorgen, wenn Sie verstehen, was ich meine. Aber nein - sowas untersteht sich, uns hart arbeitenden Arbeitsvermittlern zur Last zu fallen. Ohne Zeugen darf ich das schon mal sagen.“ Er ist sprachlos gewesen. Die Hexe hatte nachgeschoben. „Demnächst werden wir Ihre persönlichen Verhältnisse durchleuchten. Ihre Erreichbarkeit werden wir auch überprüfen.“ Er hatte der Person dann, in für ihn unüblicher Lautstärke, geraten, sie solle, anstatt ihre Nase in Sachen zu stecken, die sie nichts angingen, endlich ihre Aufgabe erledigen, nämlich anständige Arbeit für Arbeitslose besorgen. Worauf sie gekräht hatte, wenn er nicht augenblicklich verschwände, werde sie ihn, den Gemeingefährlichen, einsperren lassen. Im Abgang war ihm, dem Friedsamen, der unfromme Gedanke gekommen: „Ich hätte ihr aufs Schandmaul hauen sollen.“ Einer solchen Gewalttat stand freilich neben seiner Friedfertigkeit auch die Vernunft entgegen. Es hätte keinen Zeugen gegeben, nur Aussage gegen Aussage. Es gab keinen Zweifel, wem man geglaubt hätte und wem nicht.

Das große Glück begegnete ihm weiterhin nicht. Nicht einmal ein kleines, das in die Hosentasche passte. Er erreichte den Marktplatz, bemerkte dort einen alten, nicht aber guten, Bekannten. Die Bekanntschaft wollte er möglichst nicht aufwärmen. Leider war heute nicht Markttag; es gab keine Buden, zwischen denen er hätte abtauchen können. Es gab kein Entrinnen; der Unerfreuliche hatte ihn erspäht und steuerte ihn zielstrebig an. Schaffer fügte sich ins Unvermeidliche und tröstete sich damit, dass dieser Mensch, gemessen an dem „Schlachtschiff“, das kleinere Übel war.

Einst, bevor er, damals noch mit Familie, in die gemäß dem „sozialistischen Wohnungsbau-Programm“ hastig errichtete Südstadt gezogen war, sind sie Nachbarn gewesen. Seit je hat ihn der Drang dieses Menschen gestört, über alle alles wissen zu wollen. Und natürlich hatte er sich nicht verändert. Ohne Vorrede fragte er in der Art eines Untersuchungsrichters nach Schaffers Befinden, den Eltern, Frau, Kindern. Schaffer argwöhnte, der Fragesteller hoffe auf Lustgewinn durch Schadenfreude, indem er in offene Wunden stach. Er gab sich zugeknöpft: „Selber: will nicht klagen. Eltern: unter der Erde. Frau: im Guten getrennt. Kind: hängt an mir.“

„Hast du noch Arbeit?“

Da war sie wieder, die geschmacklose Frage. Geradezu lügen wollte er nicht. Er entgegnete, die Aussichten seien gut, er habe vielversprechende Bewerbungen laufen, es könnte gut sein, dass er zwischen mehreren Angeboten eine Auswahl würde treffen müssen. Ein unausgegorener Gedankensplitter wurde wörtliche Rede. „Ich werde nebenher in der Redaktion der Heimat-Zeitschrift mitarbeiten. Ich kenne mich in der Heimatgeschichte aus, in der Schulzeit bin ich ein hervorragender Aufsatz-Schreiber gewesen.“ Gewichtig erklärte er: „Ich denke, ich werde dort mitbestimmen, wo’s langgeht.“

Da hatte er etwas angerichtet mit dieser ihm wesensfremden Großspurigkeit. Der Mensch lachte lauthals, fragte, wer ihm diesen Floh ins Ohr gesetzt habe. Die Blattmacher – ehemalige Lehrer, Referenten und dergleichen, Ruheständler jedenfalls - seien ein geschlossener Kreis, in den sie keinen Fremden eindringen ließen. „Die machen es aus Spaß, ihr Zeug wird gedruckt und gut ist. Denen geht es nicht um Geld; sind alle gut versorgt.“

Schaffer schätzte ein: „so wird es wohl sein“. Doch dumm dastehen wollte er nicht, darum flunkerte er: „Man hat schon bei mir angefragt. Klasse setzt sich durch.“ Der einstige Nachbar blickte ihn schräg an. Schaffer gab zur Kenntnis, gleich habe er Termin in dieser Angelegenheit, Den wolle er nicht versäumen. Er empfahl sich mit knappem Gruß.

Da er es für wahrscheinlich hielt, dass der taktlose Zeitgenosse recht hatte, verwarf er den Einfall, an die Bürotür der Blattmacher zu klopfen. Eine Arbeit ganz ohne Lohn konnte und wollte er sich nicht leisten.

Wilfried Schaffer würde leidlich zufrieden sein, wenn es wenigstens Gelegenheit für gute Gespräche gäbe. Immerhin – es gab eine Begegnung, die seine Stimmung nicht weiter eintrübte. Er traf einen Bekannten, der kein schlechter Kerl, doch ein Schwätzer war. Der ließ sich wortreich darüber aus, wie sehr ihn das Zusammentreffen beglücke, setzte an, sich über Leute und Dinge, die Schaffer gleichgültig waren, weitschweifig zu verbreiten. Schaffer war nicht in Eile, gleichwohl schmeckte ihm diese Art von Unterhaltung nicht. Er eiste sich wieder mit der Ausflucht los, dass er wegen einer wichtigen Besorgung in Eile sei. Leutselig war der Schwätzer, gab ihm ein Taschenfläschchen Kräuterlikör „Erichs Rache“ mit auf den Weg, erklärte dazu: „Der Kerl ist uns damals auf den Magen geschlagen. Nun, wo er tot ist, nützt er gegen Magendrücken, das von ganz anderen Sachen kommt, als damals.“

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