Marc Lindner - Flucht aus dem Morgengrauen

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Flucht aus dem Morgengrauen: краткое содержание, описание и аннотация

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Die dem Studenten an den Kopf geworfenen Formeln lassen ihn daran zweifeln, die Welt zu verstehen. Auch deshalb stürzt er sich in das ihm angebotene Abenteuer einer Weltreise. Seine Suche gilt jenem, das er bisher zu vermissen glaubt und so versucht er alles Andere hinter sich zu lassen.
Eine Journalistin samt Millionär verschreiben sich währenddessen der zielgerichteten Fortbewegung, ohne sich darüber im Klaren zu sein, wieso sie dies wollen. Mit jedem Tag den sie mehr scheitern, verblassen die Ausreden und Selbsttäuschungen, die ihren einzigen Antrieb darstellen.
Als Begleitung drängen sich die Vorstellungen und Werte einer Gesellschaft auf, die sich aber bald schon abwendet.
Im Gepäck nichts als Illusionen, nicht erfüllbaren Erwartungen und dem Fluch ihres bisherigen Lebens. Deshalb kommt es, wie es kommen muss: Sie laufen davon – sich selbst und der Welt …

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Ich wusste nicht wieso und es war mir nicht nur unangenehm peinlich, son­dern gar unheimlich, doch kaum fand ich Beachtung inmitten der sich wichtig fühlenden Menschenmasse, als diese auch schon verstummte.

Diese Kamera, die fortwährend meine Nase begutachtete, machte mein un­auf­fälliges Wesen zunichte. Sie zwängte mich in eine Rolle, in die ich nicht passte. Wie mit diesen anmaßenden, beschränkenden Werten, in die ich mich nicht zwängen wollte.

«Konrad, gibt es ein Problem?», fragte ich, da mir die Stille nicht schmeckte. Völlig ruhig blieb ich nach außen und hoffte, dass sich dieser Trubel bald wieder legen würde. Zu viele Augen, die mich ansahen, die mich auszogen. Und dann noch diese richtenden Kameras.

Der Dicke empfand diese enttäuschte Frage als entwürdigend. Und ich merk­te wie sein Kampf mich zu beeindrucken an dieser Stelle eine Wendung erfuhr.

«Diese Leute hier wollen uns nicht zum Flugzeug lassen», erklärte er mir, nun wie beiläufig, als handele es sich um eine Nichtigkeit, um die ich mich nicht zu sorgen brauchte.

«Ein Service ist das», lachte ich in dem Versuch die angespannte Stimmung zu lösen.

«Wieso wollt ihr uns nicht zum Flugzeug lassen?», fragte ich den erstbesten Sicher­heitsmann, der mir vor mein Mundwerk kam.

Völlig verwirrt, aber freundlich und mit einem lächerlich verwunderten Blick löste er diesen von Konrad und erweckte den Eindruck als wolle er nur noch mit mir reden.

«Zu welchem Flug möchtet ihr denn?», stotterte er taumelnd, weil die Wand fehlte, gegen die er Sturm gelaufen war.

Der Dicke ließ seine kräftige, dröhnende Stimme erschallen und die Flug­num­­mer drang an mir vorbei, bis in das Ohr eines jeden, der sich um uns geschart hatte.

«Natürlich», stammelte der junge Sicherheitsmann verlegen, als hätte er es wissen müssen.

Auch auf die anderen schien diese einfache Nummer durchaus Eindruck zu machen, denn es dauerte nicht lange, bis sich die Traube aufgelöst hatte.

«Ihr müsst nur kurz durch den Scann und schon könnt ihr rein», sagte er, als wäre die besondere Behandlung eine Selbstverständlichkeit.

Ich, der noch nicht geflogen war, vermutete, dass es sich dabei um ein beson­deres Training für Stressvermeidung unter den Gästen handeln musste. Einfach den Anstrengenden, Lautstarken jeden Wind aus den Segeln nehmen und ihnen das Gefühl geben nach deren Pfeife zu tanzen. So musste das nun hier sein, denn ich hatte noch nie erlebt, dass Unruhestifter so unbehelligt davon kamen. Den Trick musste ich mir merken, einfach nur brüllen und wie ein Affe herum­tanzen, doch ich wusste, dass ich das nie tun würde. Ich tauchte lieber ab, un­auf­fällig erreichte ich auch meine Ziele. Auch jetzt, ich hatte nur einmal fragen müssen. Schon verwirrend das Ganze. Ich wusste nicht recht, wo ich nun dran war, mit dem Dicken und mir.

Eilends drehte sich der junge Mann um und erwartete von uns, dass wir ihm folg­ten. Er schien Konrads Rache zu fürchten, denn er schlug ein Tempo an, dem ich kaum zu folgen vermochte, geschweige denn die lebende Lawine hinter mir, die sich nur langsam und in kleinerer Ausführung als vorhin in Beweg­ung setzte.

Von den Superlativen meines Begleiters stimuliert erwartete ich ein über­wält­ig­endes Flugzeug, vielleicht sogar, dass er die Hälfte der Sitzplätze für uns gebucht hatte. Zumindest ließ der Service, des sich ständig besorgt umblick­enden Sicherheitsmannes dies vermuten. So viel Aufhebens konnte man wegen einem Gast nicht machen, vielleicht, und der Gedanke bereitete mir Angst, hatte er gleich den ganzen Flug gechartert. Zutrauen würde ich es ihm, und das meinte ich an dieser Stelle keineswegs als Kompliment.

Ich hatte mir den Spaß erlaubt den Sicherheitsmann einzuholen und nun großen Schrittes neben diesem her zu eilen.

Der eine Kameramann, der mich wohl als das ruhigste und einfachste Ziel erachtet hatte, musste seinen Irrtum nun mit vielen Schweißperlen sühnen.

Auch wenn ich, aus mir unverständlichem Grund, der Kamera keinerlei Beacht­ung mehr schenkte, so konnte ich mich doch einiger belustigter Blicke dem Träger gegenüber nicht erwehren. Selbst für eine solch belanglose Szene ging er an seine Grenzen, weil die Kunden Vollständigkeit verlangten. Sie wollten hautnah dabei sein. Jedes Detail wollten sie haben, nicht des Interesses wegen, das sicher nicht, nur aus Prinzip. So was brauchten die Menschen. Prin­zipien, die von anderen respektiert und erfüllt wurden.

Selbst meine Freundin vom Fernsehen konnte die Lücke nicht mehr schließ­en. Das war doch mehr Sport, als ich gedacht hatte, dieses Reisen.

Auch der Dicke hatte es sich offensichtlich anders vorgestellt. Deshalb drehte ich mich nicht mehr zu ihm um. Das war Teil des Spiels, er musste mir zeigen, wie mächtig er war, und deshalb musste ich nun wegsehen. Dabei wollte ich ohne­hin nicht zurück blicken, zu viele Altlasten.

Ich wollte weg, und der Mann neben mir scheinbar auch. Er raste an den Gängen nur so vorbei, die Sicherheitsabsperrungen hatten wir hinter uns, die Flug­gäste, die lärmend durcheinander stürmten, berührten uns nicht mehr.

«So, da sind wir!» Abrupt blieb er stehen. Er war außer­ordentlich zufrieden mit seiner Geschwindigkeit, denn als er mich ansah, hatte er etwas im Blick, das mich um Bestätigung oder gar Lob bat, dafür, dass er uns so schnell herge­bracht hatte.

Ich musste kurz für mich schmunzeln und versuchte, mit hochgehobener Hand, als wolle ich mich an der Nase kratzen, es zu verbergen. Außer uns beiden und dem erschöpften Kameramann war noch keiner zu gegen.

So von meiner Begleitung isoliert, wusste ich nicht, was ich tun sollte. Vor mir stand abermals ein Trupp Wachpersonal und diesmal war mir keine Lawine vorausgeeilt, die mir den Weg freigeräumt hatte.

Mit einem hilflosen Blick an meinen übereifrigen Wegweiser, bat ich ihn wortlos mir die ihm vorschwebende Prozedur zu erläutern, was er in seinem er­wacht­en Tatendrang gleich tat.

«Ihr müsst jetzt nur noch durch die Kontrolle, und dann kann es losgehen», sagte er und verwies auf die bereits wartenden Angestellten des Flughafens.

In meiner unbeholfenen Unwissenheit gab ich mich dem Ablauf so hin, wie sie es von mir verlangten.

Es war ein seltsames Gefühl so abgetastet zu werden, bisher hatte ich es bloß aus dem Fernsehen gekannt. Irgendwie kam ich mir dabei wichtig vor. Er­klären konnte ich es mir aber nicht. Vielleicht lag es aber daran, dass es vor lauf­ender Kamera geschah. Alles wurde dokumentiert. Jeder Schritt, fast wie der eine, der Wichtige, als täte ich das hier für die Menschheit, solch ein Auf­heben machte der Kastenträger. Mit seinem Gerät brachte er ständig den Metall­detektor zum Piepsen, beim Versuch mich aus jeglicher Perspektive einzufangen.

Doch dann musste er ablegen, Sicherheit ging vor, und es beruhigte mich, dass er sie wohl nicht mit an Bord würde nehmen dürfen.

Als ich nun auf die andere Seite der Absperrung blickte und die Gesellschaft heran­nahen sah, bedauerte ich es fast, dass die Kamera nun blind war, denn dieser Anblick wäre es wert gewesen, festgehalten zu werden.

Der Dicke und die überdrehte Frau lieferten sich einen stummen Kampf. Beide wollten sie dominant sein, und doch so gelassen wie nur möglich er­schein­en, um zu zeigen, dass dies alles für sie alltäglich war.

Dem Dicken schmeckte es nicht, dass ich bereits ohne den geringsten Aufwand alles Nötige hinter mir hatte, und seine Hilfe nicht in Anspruch nehmen musste.

Er sah sich gerne in der Rolle desjenigen, der alles regelte, der die Fäden in Händen hielt, doch diesmal war er zu spät gekommen. Es zerriss ihn, dieses taten­los hinnehmen zu müssen. Er konnte nicht schneller gehen, sonst hätte er an anderer Stelle Hüllen fallen lassen müssen und wäre dann keuchend hier einge­troffen.

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