Marc Rosenberg - Ich bin dein Hirte

Здесь есть возможность читать онлайн «Marc Rosenberg - Ich bin dein Hirte» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Ich bin dein Hirte: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Ich bin dein Hirte»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Klaus Peter Larsen, vermutlich ein junger Mann zwischen 25 und 35, hält in einem verborgenen Raum im Keller seines Hauses eine junge Frau gefangen, die er Claudia nennt. Sie liegt nackt auf einem Bett, ist an Armen und Beinen gefesselt und trägt eine Augenbinde. Sie ist ihm vollkommen ausgeliefert. Er will zunächst ihren psychischen und schließlich ihren physischen Zerfall beobachten. Sie ist sein Experiment. Nicht sein erstes und nicht sein letztes.
Dass mit Larsen etwas nicht stimmt, ist sofort klar.
Er nennt seine Opfer Claudia, nach einer Jugendlichen, die in seiner Nachbarschaft wohnt und die er liebt, aber nicht anrührt. Er beobachtet Claudia von seinem Haus aus und sieht eines Tages, wie Claudia von ihrem Vater sexuell belästigt oder gar missbraucht wird. Claudia, die Larsen vertraut, versteckt sich bei ihm. Larsen wird bald darauf verhaftet, weil die Nachbarn gesehen haben, wie Claudia zu ihm gegangen ist. Seitdem wird sie vermisst. Nachdem Claudia bei der Polizei war und ihnen erklärt, was tatsächlich geschehen ist, wird Larsen auf freien Fuß gesetzt. Aber die Polizei behält ihn im Auge, da auch seine Mutter von den Nachbarn vermisst wird, zumindest stimmt etwas nicht. Mit Perücke und Frauenkleidung spielt er seit Tagen den Nachbarn vor, dass seine Mutter lebt.
Seiner Umwelt spielt er den leicht durchgeknallten Irren vor. Tatsächlich ist er alles andere als ein harmloser Irrer, sondern ein mordender Psychopath, der den Bezug zur Realität vollkommen verloren hat. Er schafft sich seine eigene Realität und schreibt Geschichten. Geschichten, in denen er das beschreibt, was er tatsächlich tut: foltern, quälen und morden.
Er lernt seine Opfer durch das Internet kennen, tötet sie entweder sehr schnell oder versteckt sie im Keller, in dem geheimen Raum, über Wochen hinweg. Die Morde geschehen im Verborgenen, in der Dunkelheit und in aller Stille.

Ich bin dein Hirte — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Ich bin dein Hirte», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Ignorant.“

Ich drehe mich um und will schon zurück zum Haus gehen, da sehe ich eine der Nachbarinnen. Sie winkt, als sie sieht, dass ich sie gesehen habe. Ich hebe den Arm und winke mit gestrecktem Mittelfinger zurück.

„Miststück!“

Sie lächelt. Sie meint mich zu kennen. Schön. Schönen Tag, wünsche ich. Hoffentlich nerven die heute nicht wieder. Seit Mutter weg ist, klingeln die ständig und fragen nach ihr. Lästig. Erst wenn man weg ist, wird man interessant, oder was? Oder denken die doch schon, dass ich ein Hinterbliebener bin? Vielleicht muss ich später mal wieder Kasperletheater spielen. Wird vielleicht doch mal wieder Zeit. Damit sie was zu sehen und zu reden haben. Und die Fresse halten. Das müssen sie noch lernen: die Fresse halten.

„Alte, kleine Hexen, alle zusammen.“

Kaum bin ich wieder im Haus und habe hinter mir abgeschlossen und den Vorhang zurechtgezogen, und gehe mit dem Paket ins Arbeitszimmer, klingelt es an der Tür. An der Haustür. Die Klingel am Gartentür klingt anders. Das ging aber schnell, denke ich noch, doch ein anderer Gedanke verdrängt den Ärger über das unvermeidbar folgende Gespräch. Normalerweise klingelt niemand an der Tür. Es kann niemand an der Tür klingeln. Deswegen ist sofort klar: Ich habe vergessen, das Gartentor abzuschließen. So was passiert mir normalerweise nicht. Eben stand ich noch davor und habe es nicht gemerkt. Ich muss gestern vergessen haben, das Gartentor abzuschließen. Was war gestern? Warum habe ..., wie konnte ich das vergessen? Ich war unterwegs, ja, aber das ist kein Grund, nicht abzuschließen. Auch wenn es schon spät war, später als sonst. Ich musste mit dem Taxi vom Bahnhof nach Hause fahren. Aber es hat sich gelohnt. Es war gut. Habe mich ja auch lange gedulden müssen. Aber jetzt ist es vorbei. Hab noch gar nicht nachgesehen, ob sie schon was in den Nachrichten gebracht haben. Michaela. Sie kannte Miller und Nin. Und „Geschichte der O“. Dann braucht man nicht mehr um den heißen Brei herum zu reden. Wer darauf reagiert, muss damit rechnen. Muss mit allem rechnen. Vor allem mit mir. Denn ich bin der Herr. Ich bin der Hirte.

Ich warte, Mama. Ich warte, bis es soweit ist. Eines Tages.“

Ich höre ihre Stimmen. Sie reden miteinander. Worüber sie wohl reden? Holen sie mich jetzt? Worüber reden sie? Ich kann es hören, aber nicht richtig verstehen. Es ist so still

Es klingelt noch einmal, länger. Sie wird nicht gehen. Gott, wie die mich nerven. Als ob sie tatsächlich kein eigenes Leben haben.

„Jetzt fängt das wieder an.“ Ich muss mich zwingen, aber es gehört wohl dazu.

Ich gehe zur Tür und schließe auf. Ich öffne die Tür nur einen Spalt. Der Vorhang verhindert den Blick in den Flur. Ich lasse die Kette eingerastet.

„Was?“, frage ich.

„Hallo Klaus-Peter. Ist deine Mutter da?“

Das dürfen sie eigentlich nicht, mich so nennen, so nennt mich nur Mutter. Mutter darf das, die nicht, dies alten vertrockneten Schachtel, verblödeten. Sie stehen heute zu zweit vor der Tür. Sie kann es nicht lassen, mich so zu nennen. Sogenannte Freundinnen meiner Mutter. Die sind auch immer so freundlich. Immer wollen sie hilfreich und nett sein. Zum Kotzen.

„Sie schläft. Sie will ihre Ruhe haben“, sage ich und denke: Und ich auch.

Leckt mich. Ihr werdet hoffentlich auch bald eure Ruhe haben. Ihr Habt nichts gemerkt. Auch ihr habt nichts gemerkt. Sie wollten nichts merken.

Ich will die Tür schon wieder schließen, doch da muss ich tatsächlich zur Kenntnis nehmen, dass beide eine Hand heben und die Tür wohl offen halten wollen. Das ist neu, das haben sie noch nie gewagt, sich Gehör zu erzwingen. Sie werden sich heute nicht mehr einfach so abspeisen lassen. Das heißt Kasperletheater. Später. Ich brauche noch Zeit. Sonst geht es schneller als ich dachte.

„Ist sie krank?“

„Geht’s ihr net gut?“

Wenn ich diese Sprache schon höre. Warum wollen die das wissen, das geht sie doch gar nichts an. Lebt euer eigenes Leben, wenn ihr eines habt, möchte ich ihnen am liebsten sagen.

„Nein“, sage ich und seufze laut. „Sie ist nicht krank.“ Meine Freundlichkeit und Höflichkeit kotzt mich an. Das gibt später Ärger. Mutter wird mich aufziehen damit. Oder schimpfen.

Ja, sicher wird sie schimpfen. Mit mir. Sie wird mich schimpfen und wieder einsperren.“

Nein, bitte, nicht.“

Das will sie doch hören. Ich werde wieder allein sein. Allein mit mir in der Finsternis.

„Schachteln“, füge ich noch hinzu. „Alte.“

„Bitte?“

„Nichts.“ Ich lächle. Das hat nichts mit Freundlichkeit zu tun.

Die beiden schauen sich an, lassen aber ihre Hände an der Tür. Ich weiß, dass ich stärker bin, aber ich warte, obwohl meine Geduld am Ende ist. Es ist eine schwere Prüfung für mich, ihnen die Tür nicht einfach vor den Nase zuzuschlagen. Das dauert hier schon viel zu lange. Kostbare Zeit. Ich habe Besseres und Wichtigeres zu tun.

„Können wir kurz rein und sie sehen?“

„Nein.“

Sie sehen, dass es keinen Sinn hat. Ich werde nicht weichen.

„Bestell ihr bitte einen schönen Gruß.“

„Sie soll sich mal melden bei uns.“

„Ja, neugierige alte Gattschen“, flüstere ich. Ich weiß, dass sie nicht mehr gut hören, aber ich sehe, wie sie auf meine Lippen starren.

„Sie soll sich melden, auch wenn es ihr nit gut geht.“

„Wenn wir was für dich tun könne, dann sach uns Bescheid.“

Ich frage mich, ob die das geübt haben, wer was sagt. Und was sie für mich tun können, sage ich ihnen lieber nicht. Ich könnte etwas für sie tun. Letztendlich und final. Aber sie sind schon alt, so alt. Es lohnt sich nicht wirklich.

„Ja“, sage ich und in Gedanken lege ich meine Hände um ihren Hals. Nehmt doch einfach Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer Menschen, wenn ihr schon selber keine mehr habt oder nie welche hattet.

Sie nehmen endlich ihre Hände von meiner Tür und drehen sich um. Ihre Blicke treffen sich. Auch sie schütteln die Köpfe. Ich höre jetzt schon ihr Geschnatter und ihr Gezische, und ihre sich überschlagenen Stimmen, wenn sie sicher sind, dass ich sie nicht mehr hören kann, oder wenn sie sich sicher fühlen. Aber eines kann ich euch versichern, niemand ist sicher, besonders ihr nicht, meine lieben alten Nachbarn. Ihr werdet auch noch verarbeitet.

„Macht das Tor hinter euch zu!“, rufe ich hinterher. Ich werde später abschließen. Ich will erst einmal das Paket öffnen. Ich schließe die Tür, ziehe den Vorhang zu und gehe über den Flur.

Ich gehe mit dem Paket in mein Arbeitszimmer. Und schließe hinter mir ab, ich will ungestört sein, wenn ich meine Sachen auspacke. Dabei fällt mir jedoch noch einmal das Gartentor ein, das ich noch abschließen muss. Drei abgeschlossene Türen sind besser als zwei. Ich lasse das Rollo noch ein Stück weiter herunter. Immer noch hell genug, ohne Licht machen zu müssen. Dunkelheit bedeutet immer auch Stille. Man muss nicht immer sehen, was lauert. Ich brauche es nicht sehen, ich weiß es. Ich kenne es.

Außerdem, was wollen die ständig von Mutter. Mutter geht es doch gut. Sie konnte die doch eh nicht wirklich leiden. Immer dieses Gequatsche und Getratsche. Sie war eine Zugezogene.

„Woher die wohl das Geld hat, so ein großes Haus zu bauen auf einem so großen Grundstück?!“

Ich höre wieder, wie sie sich das Maul zerreißen. Neid, Missgunst. Na ja, jetzt hat sie ihre Ruhe. Vielleicht werde ich nachher noch einmal nach ihr sehen. Gut, das Haus ist wirklich groß und das Grundstück auch. Aber was geht die das an?! Ich habe den Platz, den ich brauche.

Sie hat mir diesen Raum überlassen, weil sie selbst nicht mehr viel Platz brauchte. Oben. Es ist der größte Raum in diesem Haus. Er war aber schnell mit Sachen voll. Obwohl ich ja eigentlich nicht viel brauche. Schlafen kann ich im alten Schlafzimmer nebenan. Ansonsten brauche ich hier nur einen großen Schreibtisch, einen sehr bequemen Bürostuhl und Regale. Viele Regale. Und einen Sessel um zu lesen. Neben dem Sessel steht noch eine Lampe und ein niedriger Tisch. Die Wände haben irgendwann für die Regale nicht mehr gereicht. Der Raum wurde langsam zu einer Bibliothek, zu einer Bücherei mit vielen schmalen Gängen. Aber so gefällt es mir. Wenn jemand das Zimmer betreten würde, würde er mich nicht gleich sehen. Ich aber ihn. Mein Schreibtisch steht so, dass ich in den Raum schauen kann. Zwei Spiegel sind so angebracht, dass ich die Tür sehen kann. Aber wer soll hier schon hereinkommen. Mutter ist nicht mehr da und auch sie kam sehr selten hier herein. Außerdem klopfte sie immer an, bevor sie den Raum betrat. Sie klopft an, seit sie mich erwischt hat.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Ich bin dein Hirte»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Ich bin dein Hirte» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Ich bin dein Hirte»

Обсуждение, отзывы о книге «Ich bin dein Hirte» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x