Henri bäumte sich lustvoll auf, unverändert mit geschlossenen Augen, worauf Lisa die Zunge noch schneller um die Eichel kreisen ließ. Er sog laut und tief Luft in seine Lungen, als sie seine Schwanzspitze zwischen ihre Lippen nahm. Langsam drang sein Glied in ihren Mund. Er versuchte sein Becken vorzustrecken, um tiefer hineinzukommen. Aber sie wich mit ihrem Kopf aus. Ihre Zunge wirbelte an seiner Unterseite und suchte die empfindlichen Stellen. Weiter und weiter schob sie sein hartes Stück in den Mund, bis er an ihr Rachenzäpfen stieß. Sie spürte seine Eichel an ihrem Gaumen und begann leicht zu saugen. Eine Hand kitzelte seine Eier, die Finger der anderen Hand wühlten sich zwischen seine Gesäßbacken und spielten an seinem Anus.
Ein Zucken ging durch seinen gesamten Körper. Sie spürte seinen nahenden Orgasmus und saugte schneller an seinem Glied. Dann kam es ihm. Er explodierte in ihrem Mund und spritzte sein gesamtes Sperma in ihren Hals. Sie schluckte alles herunter, als wäre es ihr tägliches Frühstück, entließ seinen Pint aus ihrem Mund, schob mit Daumen und Zeigefinger seine Vorhaut vor und zurück, um jeden Tropfen Sperma zu melken.
Lächelnd blickte sie zu ihm hoch. Ihr Mund schimmerte feucht von seinem Sperma. Er erwiderte ihr Lächeln, merkte aber zu seinem Entsetzen, dass er urplötzlich müde wurde. Er fühlte sich abgeschlafft. Wenn er die Schwäche nicht überwand, würde er kaum etwas mit dem wilden, rauschenden Partyende werden.
„Ich muss etwas trinken“, meinte er, griff nach seinem Glas Wodka und legte sich auf das Sofa.
Lisa ließ sich, ohne ein Wort zu verlieren, in einen Sessel fallen. Er war ihr dankbar dafür. Offenbar hatte sie eine fabelhaft funktionierende Antenne, die ihr deutlich signalisierte, wenn ein Mann vorübergehend keinen Kontakt wünschte.
„Soll ich nach Hause gehen?“, erkundigte sie sich.
Sie legte ein Bein über das andere und gab ihm dabei Gelegenheit, die schlanke Linie ihrer Schenkel zu bewundern.
„Nein“, sagte er.
„Sicher?“
„Ja. Wo wohnst du?“
„Ohmstraße in Schwabing. Nicht weit vom Englischen Garten entfernt.“
„Gute Lage“, murmelte er und starrte an die Decke. Hin und wieder nippte er von seinem Wodka.
„Schwabing liegt sehr zentral. So kann ich schnell jeden Termin erreichen.“
„Wohnst du allein?“
„Nein, mit einer Freundin zusammen. Wir haben eine Zweier-WG. Ansonsten wäre Schwabing zu teuer.“
„Ist sie hübsch?“
„Die Zweier-WG oder Schwabing?“
„Deine Mitbewohnerin.“
„Sie ist dunkelhaarig. Ihre Eltern stammen aus Neapel“, antwortete Lisa. „Ich finde, sie ist sehr hübsch, aber das ist sicher auch eine geschmacksfrage.“
„Übt sie den gleichen Beruf aus wie du?“
„Ja.“
„In der gemeinsamen Wohnung?“
„Jede von uns hat ein eigenes Schlafzimmer. Wohnzimmer, Küche und Bad benutzen wir gemeinsam.“
„Hat sie häufigen Männerbesuch?“
„Stella ist Bi-sexuell. Geschäftlich bedient sie ausschließlich Frauen.“
„Versteht ihr euch gut?“, wollte Henri wissen.
„Sehr gut“, antwortete sie.
„Wie heißt sie?“
„Stella.“
„Wie alt ist Stella?“
„Zweiundzwanzig.“
„Darf ich noch mehr von dir erfahren?“
„Was würde dich interessieren?“
„Du kommst nicht gebürtig aus München, oder?“
„Nein.“
„Wo bist du geboren?“
„Sachsen.“
„Warum hast du deine Heimat verlassen?“
„Ich war achtzehn, als ich nach München zog. Hier begann ich eine Lehre beim Kaufhof. In Sachsen gab es keine Jobs.“
„Hast du derzeit eine feste Beziehung?“
„Nein.“
„In der Vergangenheit?“
„In Sachsen? Oder zuletzt hier in München?“
„In München.“
„Ich war einmal fest liiert.“
„Warum scheiterte die Beziehung?“
„Es war kompliziert.“
„Wir haben Zeit. Ich höre dir sehr gerne zu.“
„Wie du willst. Er war bereits fünfundzwanzig Jahre alt, also sechs Jahre älter als ich es damals war. Er spielte bei 1860 München Fußball und fühlte sich natürlich wie ein Superstar, wurde es jedoch nie. Er sprach mich in einer Diskothek an und ich war furchtbar stolz darauf, dass ein so toller Mann mich überhaupt bemerkt hatte. Ich wusste, was mich erwartete, als er mich mit in seine Wohnung nahm. Ich war damals noch viel schlanker, recht dünn, hatte lange weißblonde Haare ...“
„Dein Haar ist nicht gefärbt?“, fragte Henri überrascht.
„Nein. Die meisten glauben, ich würde es tönen lassen. Das macht mich jedes Mal wütend. Die Farbe ist echt!“
„Erzähle weiter, bitte.“
„Er war kein Mann, der lange Vorspiele liebte. Wie beim Fußball, hart angreifen und dann schnell versenken. Er schloss die Wohnungstür hinter sich und begann seelenruhig seine Kleidung auszuziehen. Ich stand mitten im Zimmer, starrte auf seine Nacktheit und wagte mich nicht zu rühren. Dann zog er mich aus. Ziemlich grob, wie ich mich erinnere, nur darauf bedacht, möglichst schnell zum Ziel zu kommen. Er warf mich auf das Bett, kniete sich zwischen meine gespreizten Schenkel und fickte mich. Schnell rein, rammeln wie ein Tier und abspritzen. So war es am ersten Tag unserer Beziehung und so blieb es in den nächsten drei Jahren.“
„Und daran ist die Beziehung gescheitert?“
„Er war kalt, abweisend und arrogant. Er empfand nur für sich selbst Liebe, mich sah er als Hülle, die er benutzte, die für ihn kochte, putzte und bügelte. Er wollte in einer Nacht zweimal kommen, dann war Schluss. Das Bemerkenswerte daran war, dass er es Nacht für Nacht durchhielt. Er hatte wohl zu viele Endorphine durch das Fußballtraining in seinem Körper.“
„Wie ging es weiter?“, fragte Henri nach. „Was brachte dich dazu, als Escort Mädchen zu arbeiten?“
„Ich bin einfach so reingeschlittert“, meinte sie emotionslos.
„Es muss doch einen Anstoß gegeben haben!“
„Ich arbeitete als Verkäuferin im Kaufhof. Hin und wieder ging ich mit dem Abteilungsleiter aus, oder mit einem Lastwagenfahrer. Ich war das begehrteste Mädchen im Kaufhaus. Alle wollten mit mir vögeln. Als man wusste, dass ich dazu recht gern bereit war, sank mein Kurswert erheblich. Eigentlich suchte ich nur Liebe, bekam aber nur oberflächlichen Sex. In einer Diskothek traf ich eine Freundin, die ebenfalls von Sachsen nach München gezogen war. Ich hätte sie um ein Haar nicht wiedererkannt, so elegant war sie. Und der Schmuck, den sie trug, war echt. Als sie ihre Handtasche öffnete, quollen mir lauter Euroscheine entgegen. Sie sagte mir, was sie machte und wie blöde ich wäre, als schlecht bezahlte Verkäuferin meine Jugend zu verplempern. So ging es los.“
„Wann war das?“
„Vor drei Jahren. Mir geht es gut damit. Ich würde um nichts auf der Welt wieder als Verkäuferin arbeiten wollen.“
„Bist du zufrieden mit deinem Leben?“
„Ich verdiene pro Woche rund tausend Euro. Über viertausend im Monat. Die Hälfte gebe ich für mein Leben aus, für Miete, Essen und Kleidung. Der Rest wird gespart in Sachwerte. Ich stehe auf Immobilien und Gold.“
„Kluges Mädchen“, lobte er.
„Irgendwann einmal, in vier, fünf Jahren, werde ich ein Geschäft eröffnen. Und vielleicht heiraten. Warum nicht? Ich nehme an, dass ich dann soweit sein werde, dass ich mich nach Ruhe und Geborgenheit sehne.“
„Würdest du deinem Mann treu sein können?“
„Das hoffe ich“, meinte sie. „Ohne diese Überzeugung würde ich nicht heiraten.“
Henri gähnte. Es war nichts zu machen. Lisas orale Attacke hatte ihn entscheidend geschwächt. Außerdem hatte er zu viel Alkohol getrunken.
„Es war eine lange Nacht für mich“, sagte er wie entschuldigend. „Von den Vorbereitungen ganz zu schweigen. Ich bin ein richtiger Partylöwe, aber nicht, wenn ich Gastgeber bin. Da muss man sich um tausend Dinge kümmern und lästige Höflichkeitskonversation betreiben ...“
Читать дальше