Holger Krohn - Geschichten des Nordens

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Märchen – Sagen – Gedichte – Legenden – Klassiker – Zeitgeschichtliche Texte. Von der Edda bis in die heutigen Tage.
Wikinger, Slawen, Sachsen, Friesen … im nördlichen Europa tummelten sich viele, verschiedene Völker. Sie haben ihre Spuren in der Geschichte hinterlassen. In diesem Buch findet sich eine Sammlung von Texten aus den unterschiedlichsten Ecken und zu verschiedesnten Themen.

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Ebenso sollen sie zu Neustadt in Holstein eine Schanze gehabt hoben und noch 1771 existirte hier der Familienname Störtebeker. In seinen jüngern Jahren hat er lustig gelebt, hat Fehden ausgefochten, turniert und gerauft, dabei geschmaust und gezecht, und darnach in Hamburg mit andern wilden Gesellen so lange bankettirt und gewürfelt, bis er Hab und Gut verpraßt hatte. Wie ihm nun zuletzt die Hamburger Schulden halber sogar sein ritterlich Gewand und Rüstzeug genommen und ihn der Stadt verwiesen haben, da ist er unter die Vitalienbrüder gegangen und ein Seeräuber geworden, wie vor ihm noch keiner gewesen ist.

Derzeit war aber das Haupt derselben Gödeke Michels, ein tapferer gewaltiger Mann und guter Leute Kind, über dessen Heimath sich Holstein, Mecklenburg, Pommern und Rügen streiten; Andere aber nennen eine verfallene Burg bei Walle im Verdenschen als seinen Geburtsort. Der hat den neuen Genossen mit Freuden angenommen, und nach abgelegten Proben seiner Kraft (denn er hat eine eiserne Kette wie Bindfaden zerreißen können), wie auch seiner Unerschrockenheit und Tapferkeit, hat er ihm gleich ein Schiff untergeben und hernach den Oberbefehl über die ganze Verbrüderung mit ihm getheilt. Weil nun der neue Genosse, der seinen adeligen Namen abgelegt, so ganz unmenschlich trinken konnte, daß er die vollen Becher immer in einem Zuge ohne abzusetzen hinunterstürzen konnte und dies Becherstürzen täglich unzählige Male wiederholte, so nannte man ihn Becherstürzer (plattdeutsch Störtebeker).

Als die Raubgesellen einstmals die Nordsee recht rein geplündert hatten, fuhren sie nach Spanien, um dort zu rauben. Störtebeker und Gödeke Michels machten wie immer gleiche Theile der Beute, nur die Reliquien des heil. Vincentius, die sie aus einer Kirche genommen, behielten sie für sich und trugen sie seitdem unter ihrem Wamms auf der bloßen Brust. Und daher ist's gekommen, daß sie hieb- und schußfest gewesen sind; kein Schwert und Dolch, keine Armbrust, Büchse oder Karthaune hat sie je verwunden, geschweige denn tödten können, so ging die Sage.

Nach ihrer Vertreibung aus der Ostsee haben sie von ihren Schlupfwinkeln auf Rügen und andern Orten lassen müssen. Darauf haben sie aber in Ostfriesland gute Freunde gewonnen und dort ihren Raub bergen und verkaufen können. Sonderlich bei Marienhaven haben sie viel verkehrt und dort an der Kirche den alten Thurm zu bauen begonnen, und daselbst giebts noch viele Erinnerungen an Störtebeker, so einen Kanal mit dem Namen Störtebekertief und Ringe an der Kirchhofsmauer, an denen er seine Schiffe befestigte. Der Häuptling Keno then Broke wurde sein Schwiegervater, denn die schöne Tochter desselben verliebte sich in den kühnen, mächtigen Mann und folgte ihm auf sein Schiff und in sein schwankend Reich.

Wenn Störtebeker Gefangene machte, die ein Lösegeld versprachen, so ließ er sie leben. Waren sie aber arme Teufel und alt und schwächlich dazu, so wurden sie gleich ohne Weiteres über Bord geworfen. Erschienen sie ihm jedoch tüchtig und brauchbar, so machte er erst eine Probe mit ihnen. Wenn sie nämlich seinen ungeheuern Mundbecher voll Wein in einem Zuge leeren konnten, dann waren sie seine Leute, dann nahm er sie als Gesellen an. Die es aber nicht konnten, die wurden auch abgethan. Man sagt aber, nur ein einziger Mensch, ein Junker Sissinga aus Gröningen habe diese Probe bestanden.189 Störtebeker und Gödeke Michels haben auch zuweilen Reue über ihr Leben gefühlt, und deshalb soll jeder von ihnen dem Dom zu Verden sieben Fenster zur Abbüßung ihrer sieben Todsünden geschenkt haben; das Störtebekersche Wahrzeichen, zwei umgestürzte Becher, ist in einem dieser Fenster angebracht. Auch Brodspenden an dortige Arme haben sie gestiftet, und hierin finden Viele eine Bestätigung der Angabe, daß Beide Verdensche Landeskinder gewesen seien.

Im Jahre 1400 nun ließen die Hansen eine Flotte nach Ostfriesland gehen, um dem Unwesen zu steuern. Die Hamburger Schiffe befehligten die Rathsherren Albert Schreye und Johann Nanne. Sie besiegten die dort liegenden Vitalienbrüder, erschlugen viele Raubgesellen und übten Standrecht an den Gefangenen. Dann eroberten sie Stadt und Burg Emden und legten hansische Besatzung hinein. Auch Keno then Broke mußte seine Burg zu Aurich abtreten, weil er's gegen frühere Zusage doch wieder mit Störtebeker gehalten hatte, und mußte dann nach Lübeck gehen, um sich beim Hansatage zu entschuldigen. Als nun aber die beiden Hamburgischen Rathsherren so eben den neuen Friedensvertrag mit Keno abgeschlossen und die Halle verlassen hatten, ist Störtebeker aus seinem Versteck hereingetreten und hat sich mit dem alten Keno über die Hamburger Herren lustig gemacht, die sich wieder von ihnen anführen ließen. Indem ist aber Herr Nanne, der seine Handschuhe vergessen hatte, unversehens in die Halle zurückgekehrt und hat die neue Verrätherei bemerkt und deshalb ist auch alsbald der Krieg wieder ausgebrochen.

In der That hat auch noch in demselben Jahre die hansische Flotte einen neuen Sieg über die Vitalienbrüder erfochten, wobei ihrer 80 geblieben, 30 aber gefangen und in Hamburg am Grasbrook enthauptet worden sind. Der Nachrichter hat 8 Schillinge für jeden Kopf erhalten, sein Knecht aber 20 Schillinge für das Einscharren der Leiber. Die Köpfe wurden auf Pfähle gesteckt. Eben so gewiß ist es, daß 1401 wiederum die Hamburgischen Schiffe unter den Rathsherren Nicolas Schocke und Hinrich Jennefeld den Seeräubern in der Weser eine Niederlage beigebracht und 73 Gefangene gemacht haben, welche (so viele ihrer nicht unterwegs an ihren Wunden gestorben sind) ebenfalls am Grasbrook enthauptet worden sind. Aber so lange Störtebeker und Gödeke Michels am Leben waren, durfte man im Kampfe nicht nachlassen. Darum wurde 1402 aufs Neue eine Hamburgische Flotte ausgerüstet unter dem Oberbefehl der eben genannten Rathsherren. Das Hauptschiff hieß die bunte Kuh, oder wie's in einem alten Volksliede hieß, die durch das Meer brausende bunte Kuh aus Flandern mit den starken Hörnern. Dies Schiff befehligte der Eigenthümer desselben, ein junger Kriegsheld, der sich unsterblichen Ruhm bei den Hamburgern erworben hat, Simon von Utrecht.

Der ihnen von Keno then Broke eingeräumte Flecken Marienhaven war für sie aber ein ausgezeichneter Zufluchtsort. Sie hatten daselbst, wie wir oben gesehen haben, den Thurm befestigt und die Kirche zum Anlegen ihrer Schiffe eingerichtet. Damit ihnen ersterer als Baake dienen konnte, hatten sie ihn bedeutend erhöht. Aus gleicher Absicht hatten sie auch die Kirche an der einen Seite mit Kupfer, an der andern Seite mit Schiefer gedeckt. Fuhren sie nun von Marienhaven das Störtebekertief hinunter dem Meere zu, so konnten sie nimmer die Kirche sehen, denn der Thurm davon deckte sie. Waren sie aber erst auf der Watt und lenkten nach Norden, so sahen sie die mit Kupfer gedeckte Seite der Kirche und nannten dann die Stelle, wo sie sich befanden, Koopersand, steuerten sie aber ein wenig südlich, so bekamen sie die mit Schiefer gedeckte Seite der Kirche in Sicht und daran erkannten sie, daß sie auf dem Logsand waren. Das war aber alles sehr klug ausgedacht; denn wenn sie nun bei der Rückkehr vom Meere mit Beute beladen einlaufen wollten und dann nur auf die einmal gemerkten Zeichen achteten, so konnten sie die rechte Einfahrt niemals verfehlen.

In Bezug auf diejenige letzte Unternehmung, welche Störtebeker in die Hände seiner Feinde lieferte, erzählt man aber Folgendes. Störtebeker war[992] nach Spanien gesegelt, allein da seine Beute hier nicht besonders groß gewesen war, so zog er es vor nach der Elbmündung zurück zu fahren und lauerte mit den übrigen Vitalienbrüdern bei Helgoland auf die Hamburger Englandsfahrer. Diese hatten aber hierüber Nachricht bekommen und stachen in Begleitung von Kriegsschiffen in die See. Dies hatte indeß Störtebeker nicht erwartet, sondern ist ruhig bei der Insel Neuwerk vor Anker gegangen. Hier hat sich nun ein von den Hamburgern abgeschicktes Everschiff hinter das Admiralschiff, welches die Benennung der rothe Teufel führte, geschlichen und demselben die Röhre, in welcher sich das Steuerruder dreht, durch geschmolzenes Blei festgelöthet, worauf die Hamburger mit ihrer Flotte herangesegelt sind. Wie nun der Störtebeker es an der Zeit hielt, ihnen aus dem Wege zu gehen, konnte er sein Schiff nicht herum drehen. Er merkte zwar bald, wo es steckte und ließ eilig einen Topf voll siebendes Oel, um damit das Blei wieder zu schmelzen, bringen. Doch die Hamburger sind auch nicht müssig gewesen während der Zeit, sie begannen am andern Morgen den Kampf, der drei Tage gedauert haben soll; jedenfalls erst nach langer verzweifelter Gegenwehr Störtebekers und seiner Genossen, die ihr Leben theuer verkauften, da sie das ihnen bevorstehende Loos wohl kannten, neigte sich der vollständige Sieg auf die Seite der Hamburger.

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