Rainer Rau - Erlöse mich

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Der Thriller handelt auf der einen Seite von Situationen, in die im Grunde ganz normale junge Menschen schnell geraten können. Werden sie durch einen Schicksalsschlag, der ihr Leben labil erscheinen lässt, betroffen und man verspricht ihnen schnelles Geld, so sind viele junge Frauen und Männer nicht abgeneigt auf Angebote einzugehen, die sie jedoch am Anfang nicht in ganzer Konsequenz überblicken. Ist ihnen die Tragweite der Situation dann bewusst, ist es meist zu spät auszusteigen. Es handelt sich im Thriller um Kokainschmuggel in einer unvorstellbaren Version, die sich jedoch so schon oft zugetragen hat.
Die zweite Seite des Krimis behandelt die vom Bundesverfassungsgericht in Deutschland verbotene geschäftsmäßige Sterbehilfe. Suizidhilfe steht hierzulande unter Strafe. Unter den Palliativmediziner weckt das die Angst, dass eines Tages die Polizei vor der Tür steht. Somit bleibt Auftragsmörder ein großes Tätigungsfeld. Bei dieser kriminellen Sonderart der Tötung verzeichnet man in letzter Zeit, wenn man den Zeitungsberichten glauben schenken kann, einen großen Zuwachs.

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„Jedes Kondom hatte ein Gewicht von fünfundzwanzig Gramm. Das macht summa summarum achthundert Gramm Koks im Bauch. Da setzte ein Gärvorgang ein.“

„Aber daran ist sie nicht verstorben?“

„Nee.“

„An was ist sie wirklich gestorben?“

„Na, der Genickbruch hat sie schon von hier nach da befördert.“

Dabei machte er eine Geste, bei der er zuerst auf den Boden und dann in die Höhe zeigte.

„Aber ist das denn nicht vor Ort von einem Arzt untersucht worden?“

„In der Akte steht ein Dr. Kielmann aus Eckernförde, tätig in einem Hamburger Krankenhaus, der sie untersucht hat, noch am Unfallort. Todesursache: Genickbruch. Das war eindeutig. Außer einer Blutentnahme und Sicherung der Partikel unter den Fingernägeln hat es da keine weitere Untersuchung gegeben. Es gab keine weiteren Verletzungen, die auf einen anderen Tod als den Unfalltod deuteten. So ist sie gleich überführt und zur Beerdigung freigegeben worden. Von Kokain im Bauch ist man da nicht ausgegangen.“

„Wieso hat das Kokain gegärt? Das habe ich noch nie gehört, dass es so etwas überhaupt gibt. Wie kann das sein?“

„Das ist ja der Grund, weshalb ich so spät bin. Ich habe das Koks im Labor untersucht. Raten Sie mal, was ich dabei festgestellt habe?“

„Wir sind hier nicht bei Günther Jauch! Schießen Sie schon los!“

Etwas beleidigt fuhr der Mediziner fort.

„Sie könnten ruhig etwas freundlicher zu mir sein, wenn Sie mir schon meinen Feierabend versauen.“

Das sah Cleo ein und wurde zugänglicher.

„Ja. Tut mir leid. Was war mit dem Koks?“

„Es war gestreckt. Und zwar gewaltig gestreckt. Über dreißig Prozent war es mit einem Gemisch aus einem Hefemittel und einem Backpulver versetzt.“

Die Kommissarin pfiff durch die Zähne.

„Da wollte wohl jemand etwas mehr Kohle machen.“

„Davon ist auszugehen.“

„Aber das erklärt nicht, weshalb es aus den Kondomen in den Magen gelangte. Die sind doch auch in Extremsituationen unkaputtbar.“

Der Mediziner grinste, sah die Kommissarin von oben bis unten an und dachte sich seinen Teil zu ihrer Kenntnis über Belastbarkeit der Kondome.

„Ja. Scheinbar doch. Die Kondome sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. In Deutschland gibt es dafür eine DIN-Norm, was die Größe und Festigkeit angeht. Aber das hier ist Chinaware. Schlechter Kautschuk, hält nicht allen Belastungen stand. Hätte sie die so benutzt, wofür sie eigentlich hergestellt wurden, dann wäre sie noch am Leben, vermutlich nur halt etwas schwanger.“

Der Mediziner verzog die Mundwinkel nach oben.

Cleo Brecht verzog sie nach unten.

„Lustig.“

Der Arzt wurde wieder ernsthaft und murmelte etwas von ‚keinen Spaß verstehen’. Dann gab er seine weiteren Erkenntnisse preis.

„Also, im Magen der Kleinen habe ich eine Menge Flüssigkeit eines Energiedrinks gefunden, der wie Cola eine zersetzende Wirkung hat. Durch das extreme Schütteln auf dem langen Transportweg haben die zweiunddreißig Kondome aneinander gerieben und eine Angriffsfläche auf der Oberseite des Gummis freigelegt. Der Energiedrink hat die darunterliegende Gummierung innerhalb kürzester Zeit wie Säure zerfressen, der Rest war nur eine Frage der Zeit. Das Koks mit der versetzten Hefe ist ausgetreten, der flüssige Inhalt des Magens und die Magensäure haben die Hefe zur Gärung gebracht und dies hat sich in einer Bewegung und der Ausdehnung nach oben, also dem Bauchbereich gezeigt. Somit war ein leichtes Zittern der über dem Bauch gefalteten Hände sichtbar. Das Geräusch war wohl eher dem entfleuchenden Gas aus dem Darm zuzuschreiben, was unter Umständen schon laut gewesen sein mag, da durch die liegende Position der Toten und der damit verbundenen Knickung des Darms ein erheblicher Druck aufgebaut wurde, der sich durch die abgewinkelten Darmgänge durchkämpfen musste. Das Gas musste sich also erst einen Weg nach außen freikämpfen, bevor es den Darm überhaupt verlassen konnte. Das könnte stoßweise geschehen sein und hat sich eventuell wie ein Klopfen angehört.“

„Ok. Wäre das geklärt. Bleibt die Frage, woher hat sie das Koks bekommen und wo ist es mit der Hefe gestreckt worden?“

Der Arzt zuckte mit den Schultern.

„Das zu beantworten liegt nicht in meiner Macht, Frau Brecht. Das müssen Sie schon selber herausfinden. Allerdings kann ich Ihnen da einen Rat geben, nur wenn Sie wollen, selbstverständlich.“

Cleo Brecht wollte. Sie wollte allerdings nicht lange darum bitten.

„Also. Schießen Sie schon los. Für fachlich fundierte Ratschläge habe ich immer ein Ohr.“

Der Mediziner war nun abermals beleidigt und fasste sich kurz.

„Der Stoff ist, lässt man das Streckmittel mal außer Acht, recht reiner Natur, um es mit verständlichen Worten zu sagen. Der Herstellung nach zu urteilen, tippe ich auf ein südamerikanisches Land. Vielleicht Chile!“

„Danke, Doc. Das hilft ungemein.“

„Jetzt möchte ich aber meinen …“

„… wohlverdienten Feierabend machen. Sie haben es gut. Mein Tag ist noch nicht zu Ende.“

4. Ein Unfall will nicht gelingen

Ernst Theodor zu Falkenstein saß nun schon eine geschlagene Stunde hinter dem Lenkrad seines Mercedes 300, der mittlerweile mit dreißig Jahren schon als Oldtimer galt. Er fuhr jedoch nicht, sondern stand auf einem Feldweg an dem höchsten Punkt der Landesstraße.

Er hatte als passionierter Jäger immer einen Flachmann dabei, der mit einem hochprozentigen Schnaps gefüllt war. Bisher hatte er nur zwei- oder dreimal einen kleinen Schluck daraus getrunken. Er hatte ihn immer bei sich, für den Fall, dass er sich mit anderen Waidmännern auf der Jagd befand, um sich auf einen gelungenen Schuss zuzuprosten. Nun nahm er einen vierten großen Schluck aus dem vergoldeten, etwas gebogenen Behälter. Der hochprozentige Marillenschnaps rann ihm die Kehle runter und erzeugte für einen Moment ein wohltuendes Gefühl. Dieses verschwand nach kurzer Zeit wieder und Ernst Theodor zu Falkenstein rannen Tränen die Wangen herunter. Er führte in letzter Zeit öfters Selbstgespräche und so sagte er leise zu sich selbst, dass es nun geschehen sollte.

Falkenstein war zweiundsiebzig Jahre alt und hatte vor zwei Wochen die Diagnose des Chefarztes der Uniklinik bekommen, die ihn dazu bewegte, seine Geschäfte zu ordnen und die seine Gedanken in die Richtung eines nahen Endes lenkte.

„Warum muss es mich treffen?“

Er sprach das aus, was sich wohl jeder in dieser Situation fragt.

„Aber ich will auf keinen Fall dahinvegetieren. Der Krebs hat sich schon durch meinen ganzen Körper gefressen. Ich hätte eher zu Arzt gehen sollen. Nun habe ich keine andere Wahl. Ich mache jetzt und hier Schluss!“

Er nahm einen weiteren Schluck aus dem Flachmann, der nur noch halb gefüllt war.

Anfangs hatte er die Zeichen der Krankheit nicht beachtet. Er hatte sie einfach weggewischt und so weitergearbeitet wie bisher. Dann hatte er große Schmerzen bekommen, die er mit starken Schmerzmitteln mehrmals am Tage bekämpft hatte, bis es zu feinmotorischen Ausfällen kam. Er hatte sich übergeben müssen. Erst dann war er zu einem Arzt gegangen, der die niederschmetternde Diagnose stelle. Der ihm aber auch gleich vorwurfsvoll erklärte, wenn er früher gekommen wäre, hätte man da noch etwas machen können. Nun sei es zu spät.

Bei einer früheren Jagd hatte er einst mit einem anderen Jäger diskutiert, wenn es mal so weit kommen sollte, dass er sich den Hintern nicht mehr selbst abputzen könne, dann würde er sich mit seinem Jagdgewehr erschießen.

Das hatte er auch vorgehabt. Vor drei Tagen hatte er sich in das Jagdzimmer seiner alten Villa begeben, den abgeschlossenen Waffenschrank geöffnet, die doppelläufige Flinte herausgenommen, mit zwei roten Schrotpatronen geladen, entsichert und die Züge gespannt. Den Doppellauf hatte er mit seinen Knien gehalten und das Kinn auf das Ende gestützt. Die Finger hatte er an den Doppelabzug gelegt, sie aber wieder schnell weggenommen.

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