Harald Lange - Und du kannst es schaffen!

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.....In diesem Buch wird der Weg eines stark sehbehinderten, ambitionierten Sportlers beschrieben dessen Ziel es ist, einmal an einem Marathon teilzunehmen. Er dokumentiert hier vom Beginn dieses Wunsches an bis zum Erreichen seines Ziels seine bis dort hin erlebten Erfahrungen, den Trainingsverlauf, die Hürden die es zu überwinden gibt, sowie das absolut überwältigende Gefühl das man erlebt, wenn man die Ziellinie eines geschafften Marathon überläuft.
Dieses Buch ist zwar keine reine Trainingsanleitung für Laufsportler, es beinhaltet aber sicher einige Tipps für jene unter Ihnen, welche dieses Ziel auch haben, oder einfach mal wissen wollen, wie man sich bei und nach einem Marathon fühlt und warum man das eigentlich macht. Es ist aus einer Idee des Autors Harald Lange entstanden, seinen Weg zum Ziel von dem Moment an zu dokumentieren, wo er noch gar nicht wissen konnte, ob er es jemals erreichen wird. Er wußte bislang nur, dass er es erreichen will.
Ob Sie sich nun in diesem Buch wieder finden, es Sie selbst dazu inspiriert Ihre Träume zu verwirklichen, oder es einfach nur als ein Belletristikbuch betrachten in das man mal reinlesen möchte, vielleicht lesen Sie es aus reiner Neugierde, sollten Sie sich ruhig mal auf dieses Buch einlassen, es auf sich wirken lassen. Denn soviel ist sicher, es ist eine spannende und mitreißende Dokumentation des Autors und kann auch für jene hilfreich sein, deren Ziel es auch ist, eimal den Schritt zu tun, einmal von sich behaupten zu können, man hätte einen Marathon bewältigt.....

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Was mich absolut nervt ist, wenn Sie heute jemandem erzählen, dass Sie am Frankfurter Marathon als Staffelläufer teilgenommen haben kommt meist die Antwort: "Ach nur Staffel, okey." Leute die so etwas von sich geben haben in der Regel überhaupt keine Ahnung davon was es heißt, eine bestimmte Strecke zu laufen. Sie haben auch kein Distanzgefühl. Wenn ich beispielsweise heute meiner Frau erzähle, dass ich 12,5 Kilometer in einer Stunde gelaufen bin, kriege ich, wenn überhaupt die Antwort, ist doch schön! Sie hat keine Vorstellung davon was das bedeutet. Zwar kann man sich dann ausrechnen, dass dafür 12 Kilometer pro Stunde eine Stunde lang gelaufen werden müssen aber dass das erstmal gemacht werden muss, ist den Leuten unbewußt. Wer selbst läuft oder es ausprobiert hat ob es für ihn das Richtige ist und wenn man sich dazu noch ein Meßgerät wie den Forerunner 305 holt auf dem man ablesen kann wie schnell man läuft, dann kann man sich vorstellen was es heißt ein gewisses Tempo über einen längeren Zeitraum durchzuhalten. Wenn Sie aber heute jemandem erzählen das Sie einen Marathon gemeistert haben und zwar im Alleingang, dann kommt meist ein "Oh!" oder "Respekt!" Merkwürdig, aber das scheint in den Köpfen der Menschen fest verankert zu sein, dass ein Marathon etwas ganz großes ist. Mit einem Halbmarathon kannst du auch noch punkten aber darunter erregst du nicht viel Aufsehen. Aber eines sollte jedem bewußt sein: Auch wenn Sie "nur" eine Strecke von 10 Kilometer laufen können, so ist das für Sie in erster Linie eine Leistung, die erstmal gemacht werden muss. Denn auch 10 Kilometer läuft in Ihrer Umgebung unter Ihren Freunden, Kollegen, Bekannten, mit Sicherheit nicht jeder. Nun wie dem auch sei, das ist ebenfalls ein Ansporn für mich, die Gesamtdistanz allein zu laufen. Dieses "Nur Staffelläufer" macht mich irgendwie kampfeslustig. Das weckt ein Gefühl in mir, ich will es nicht als Trotz bezeichnen, aber eine Herausforderung an mich selbst. Als ich am Staffellauf teilnahm wollte ich unbedingt weitermachen. Ich gab mein Staffelbändchen ab und schaute den anderen respektvoll, traurig und dann auch wieder lustvoll nach - ich wäre gern weiter mitgelaufen. 1 Kilometer vor dem Ende des Frankfurter Marathon 2010, fingen wir Sonja, die die letzten 14 Kilometer lief ab, um mit ihr den letzten Kilometer gemeinsam ins Ziel zu laufen. Wir wollten so zu sagen als ein Team auf dem roten Teppich auflaufen. Als ich die Ziellinie mit meinen Mitläuferinnen überschritten hatte, wurde das Gefühl in mir, das nächste mal alleine hier anzukommen, noch intensiver. Ich war stolz mein Ziel erreicht zu haben, doch ist es schwer in Worte zu fassen, was ich dabei empfinde, wenn ich mir klar mache, dass ich den Frankfurter Marathon 2011 alleine meistern will. Ich werde weder als nur ein Staffelläufer, noch als einer bezeichnet, der nur halbe Sachen macht. Für viele mag das jetzt überheblich klingen aber jeder Mensch hat halt so seine Eigenschaften und Eigenheiten. Klar kann ich auch verlieren und es ist mir ebenfalls klar, dass ich 2011 scheitern könnte. Mir ist aber ebenfalls klar, dass ich es 2012 erneut versuchen würde und erneut und erneut und zwar genauso lange, bis ich mein Ziel erreicht habe und wenn ich durch's Ziel kriechen muss. Und selbst dann wäre mein nächstes Ziel zu sagen: "Das nächste mal kriechst du nicht, du läufst!" Und das ist aber auch genau diese Eigenschaft die mich antreibt und motiviert. Ich habe ein Ziel klar vor Augen und ich will dieses Ziel erreichen und ich gebe mein Bestes um mir dies zu ermöglichen. Wenn's vorbei ist, dann bin ich glücklich darüber und es wird ein neues Ziel geben. Das ist für mich ein Teil des Lebens, sich Ziele zu setzen und sie zu erreichen. Ich hatte das vorhin schon mal mit dem Beispiel der Jugendlichen in unserem Boxcamp dargestellt. Wer kein Ziel mehr hat, der lebt nicht mehr. Dabei ist es völlig egal ob das Ziel ein Marathon, eine abgeschlossene Ausbildung, ein Instrument zu lernen oder etwas anderes ist. Für viele von uns ist es sogar so, dass sie in erster Linie nur ein Ziel haben -zu überleben.

Der Beginn eines langen, erschwerlichen und schönen Weges, meinem Weg zum Ziel

Hier stehe ich nun, unerfahren, ein Ziel vor Augen und keine Ahnung wie ich es erreichen kann, habe ich doch weder die nötige Erfahrung wie man einen entsprechenden Trainingsplan baut, noch eine Idee davon wie und wann ich mit der Trainingsumstellung anfangen soll. Laut Informationen über das Internet, müsste es reichen, wenn man ein halbes Jahr vorher auf den Marathon hin trainiert. Auch solle man die Gesamtdistanz nur einmal im Jahr laufen - gut, wir reden hier nicht über Kenianisches Profiniveau. Den Marathon in der Zeit eines Kenianers zu laufen, wo der derzeitige Rekord bei 2 Stunden und 4 Minuten liegt ist für mich zunächst Utopie und auch kein realistisches Ziel. Wenn ich den Marathon zwischen 3 Stunden und 30 Minuten, bzw. 4 Stunden und 10 Minuten bewältige, dann ist das für mich eine enorme Leistung, noch dazu, da es mein erster Marathon sein wird. Ich weiß noch nicht wie ich mir die Kraft bestmöglich einteilen muss, was tun bei einem Tiefpunkt, kann man diesen vermeiden, etc. Fragen über Fragen und keine Antwort. Ja weit ist er, der Weg den ich mir hier ausgesucht habe, doch bin ich voller Zuversicht und Willensstärke. Ich denke mal ich werde zunächst einen Halbmarathon anstreben, das hat mir bislang jeder Läufer den ich kennengelernt habe und der schonmal einen Marathon gelaufen hat, bestätigt. Durch meine Hausärztin wurde ich zu einer Kollegin ihrerseits überwiesen, die sich mit Marathonlaufen auskennt, sie betreibt diesen Wahnsinn selbst. Sie soll nun herausfinden ob ich für diese Herausforderung überhaupt geeignet bin. Da ich durch meine vorher beschriebenen Panikattacken immer noch Probleme mit Blutdruckmeßgeräten habe, werde ich zunächst an diesem Problem arbeiten müssen. Ich habe keinen Bluthochdruck, das weiß ich jetzt sicher. Durch die damalige Situation war mein Blutdruck enorm hoch gewe-sen und wenn mir heute ein Arzt oder ich mir selbst so ein Gerät anlege, dann steigt mein Blutdruck in bedenkliche Höhen (170 zu 100). Dort bleibt der auch gut und gerne bei den Nachmessungen stehen. Da ich eine gute Hausärztin habe, konnte diese mit EKG das Problem lösen. Wenn ich Bluthochdruck hätte, könnte man dies dann an der Auslastung meiner Arterien wohl sehen, die wären dann geweidet oder sowas - ich bin auch kein Arzt, kann das nicht medizinisch korrekt wiedergeben. Fakt ist auch, dass sich ein Bluthochdruck nicht innerhalb von Minuten ständig ändert und bei der Nachmessung unter Umständen das krasse Gegenteil von dem ist was die erste Messung ergab. Um aber meine Untersuchungen nicht ständig so stressig zu gestalten und nicht jedem neuen Arzt den ich kennenlerne diese Story mit den verflixten Panikattacken erzählen zu müssen, will ich dieses Problem endlich beheben. Ich habe mir einen Blutdruckmesser gekauft und werde mich damit so lange quälen, bis es mir egal ist was er anzeigt. Wenn es mir egal ist, kann es mich nicht stressen, wenn es mich nicht stressen kann, kann ich keinen zu hohen Wert haben.

Gesagt, getan. Doch musste ich jetzt erstmal sehen, dass ich diese mistige Erkältung los werde. So eine Erkältung kann eine ziemliche Gefahr darstellen, wenn man einfach weiter trainiert. Es kann zum Beispiel zu Herzerkrankungen kommen. Ich musste also nach dem Staffelmarathon erstmal eine Woche pausieren und baute mich nun langsam wieder auf. Ich finde das Anfangs immer sehr demotivierend. Du arbeitest ewig an deinem Körper und hältst dich fit. Dann ereilt dich eine Erkältung, du liegst flach und musst praktisch wieder bei Null anfangen. Ich sage mir dann immer, ich muss langsam mit dem Training beginnen. Sobald ich aber im Sportstudio stehe oder meine Laufschuhe geschnürt habe, geht dieser Vorsatz irgendwie unter. Ich schlage los und stelle dabei fest, ich bin noch nicht so weit, der Körper kann noch nicht leisten was der Geist von ihm will. Nun setzt dein Verstand ein und er sagt dir, du musst es langsamer angehen lassen. Sicher gibt es Momente im Leben wo du dich zwingen musst, aber nicht in diesem Fall. Also mache ich langsamer und hoffe erwartungsvoll auf bessere Zeiten. Bereits 2 Wochen nach so einer Erkältung bin ich meist wieder vollständig kuriert und kann wieder mit voller Inbrunst trainieren. Dann kommt die alte Trainingslust, ja der Kampfgeist wieder zurück, die Erkältung ist abgeschlossen und es kann weitergehen. Nun gibt es zwei Eigenschaften die ich habe, welche mir mein Vorhaben nicht gerade leicht machen werden. Zum einen habe ich keine Geduld und zum anderen immer noch mit meinen vorhin beschriebenen Panikattacken zu kämpfen. Es geht hier keineswegs darum meine positiven oder negativen Eigenschaften aufzuzählen. Sollten Sie diese interessieren, fragen Sie einfach meine Frau, die kennt sich da aus. Aber eben diese beiden genannten Eigenschaften werden mir mein Vorhaben erheblich erschweren. Von dem Tag an wo ich begann an diesem Buch hier zu schreiben und wo mir erstmals der Gedanke kam einen Marathon zu bestreiten, denke ich kaum noch an etwas anderes. Ich habe dieses Ziel nun deutlich vor Augen. Über mein Fitnessstudio habe ich erfahren, dass es gut wäre sich vor solch einem Vorhaben gründlich checken zu lassen. Das sollte man aber nicht über den Hausarzt, sondern über das Sportmedizinische Institut in Frankfurt am Main abklären lassen, da die dort auf Sportler spezialisiert sind und weitaus präzisere Untersuchungen durchführen können, als dies der Hausarzt kann. Ein kleines Blutbild und ein EKG beim Hausarzt ist nicht aussagekräftig genug um abzuklären in welchen Pulsbereichen gelaufen werden sollte, wie die Sauerstoffsättigung im Blut aussieht und vorallem wird man beim Hausarzt nicht bis zum Versagen gefordert. Wer einen Marathon bestreiten will sollte in jedem Fall Top fit sein um gefährliche Risiken ausschließen zu können. Klar gibt es für nichts eine Garantie. Wenn Sie aber stark übergewichtig sind, mit dem Herz-Kreislauf-System Probleme haben oder Probleme mit dem Bewegungsapparat haben, ist ein Marathon nicht gerade das Wahre für Sie. Denn eines ist mir ganz bewußt und das sollte es jedem sein der so ein Vorhaben durchziehen will: Ein Marathon ist kein Spaziergang! Da mir genau das alles bewußt ist, habe ich auch ein wenig Angst davor, ob mir mein Vorhaben überlebend gelingen wird. Panikstörungen sind hier ein absolutes Problem, sie verfälschen nicht nur wichtige Meßdaten wie den Blutdruck, sie beeinflussen auch die Psyche des Menschen, klar, es ist ja auch eine psychosomatische Erkrankung. Also werde ich an meiner menthalen Stärke arbeiten müssen. Denn es wird der Punkt im Laufe des Marathons kommen, wo nur noch die Psyche darüber bestimmen wird ob du weiter läufst oder aufgeben wirst. Da Aufgeben nicht meine Art ist und ich das was ich mir vornehme auch schaffen will neige ich leicht dazu, mich damit unter Druck zu setzen. Daher versuche ich derzeit einen Weg zu finden, der sich irgendwo zwischen "nimm's leicht" und "bleib hartnäckig" bewegt. Ich bin schon mal glücklich darüber dass ich es geschafft habe, meine Blutdruckwerte zu normalisieren, ich habe mich langsam ans Blutdruckmessen gewöhnt. Wir schreiben heute den 17. November 2010 und nächste Woche werde ich mich im Sportmedizinischen Institut Frankfurt am Main auf Herz und Nieren prüfen lassen. Ich will versuchen ruhig zu bleiben und bei diesem Test bestmöglichst abschneiden. Wenn ich ein gutes Ergebnis erziele, so werde ich ein weiteres Stück Motivation erlangen, was mich meinem Marathonziel näher bringen wird. Außerdem erhoffe ich mir dort eine Antwort auf meine Frage, wie ich mir am besten einen sinnvollen Trainingsplan erstellen kann und worauf es ankommt. Im Sportmedizinischen Institut weiß man auf solche Fragen die Antworten. Und meine Ungeduld - ja, das ist in der Tat auch ein Problem. Ich bin jetzt natürlich ganz heiß drauf möglichst schnell los zu schlagen, will bald meine 30 Kilometer langen Läufe machen 1x pro Woche und befinde mich derzeit bei 16,5 Kilometer Maximaldistanz. Ich muss zwar mein Trainingspensum steigern aber so, dass ich dabei meine Gelenke nicht zerstöre. Denn sonst zerstöre ich mir nicht nur den Marathon sondern auch Ihnen als Leser da draußen die Freude an meinem Buch hier, es wäre dann ganz schnell alles für die berühmte "Katz". Genau aus diesen Gründen hoffe ich auf professionelle Unterstützung in dieser Sache, dass ich eine recht gute Chance habe, mein Ziel zu erreichen. Am 21.November 2010, also kurz vor meiner Untersuchung im Sportmedizinischen Institut, lief ich meine ersten 20 Kilometer. Es ging mir danach richtig gut, ich merkte lediglich meine Muskeln, was ja völlig normal ist. Schlimmer hätte ich es gefunden, wenn sich meine Gelenke beschwert hätten. Das gab mir Auftrieb, dass der Halbmarathon jetzt kein Problem mehr für mich darstellen dürfte. Ja, langsam wuchs jetzt sogar das Gefühl wieder in mir was ich früher schon einmal hatte, aber woran ich nicht mehr glauben wollte, weil ich falsch trainiert hatte und nach 10 Kilometern entsprechende Probleme mit den Gelenken bekam, dass ich wohl fähig bin, mein Ziel zu erreichen. Ich denke, dass ich mit dem richtigen Training, der richtigen Ernährung und den entsprechenden Erhohlungsphasen für den Laufsport prädistiniert bin. Das Laufen liegt mir, es macht mir Spaß und ich hatte von nun an das Gefühl, dass das Laufen bislang der einzigste Sport ist, für den ich wirklich geboren zu sein scheine. Klar werde ich begleitend neben meinem Lauftraining auch weiterhin boxen, skaten, schwimmen und radfahren, oder anderen Sportarten nachgehen, aber mich völlig barrierefrei entfalten zu können, glaube ich mich nur im Laufsport. Das Herz-Kreislauf-System gewöhnt sich schnell an die Dauerbelastung des Laufens, ebenfalls schaffen das die Muskeln. Gelenken, Bändern und Sehnen, hingegen muss man mehr Zeit widmen, sie brauchen länger um sich an diese enorme Belastung eines Langstreckenlaufes zu gewöhnen. Schon eine Woche später lief ich die nächste Langstrecke, es sollte mein erster persönlicher Halbmarathon werden. Es gab keine Zuschauer, der Lauf war auf keinem Wettkampfniveau. Was mir in erster Linie zu diesem Zeitpunkt wichtig war, dass ich problemlos 2 Stunden konstant durchlaufen konnte, ohne das ich Schwierigkeiten mit meiner Kondition, den Gelenken und Bändern, oder der Muskulatur bekam. Dabei war es mir auch wichtig, dass ich nach den 2 Stunden nicht völlig ausgepowert war und kurz vor dem Zusammenbruch stand, sondern ich wollte den Lauf so abschließen, dass ich noch aufrecht stehen konnte und mir die Frage stellen kann: „War das schon alles?“ Ich lief 21,16 Kilometer in 2 Stunden und 5 Minuten, die genaue Länge einer Halbmarathonstrecke ist 21,0975 Kilometer. Ich hatte mein erstes kleines Ziel erreicht, fühlte mich wohl und hätte von der Kondition her noch weiter laufen können. Allerdings war es für meine Gelenke, Bänder und Muskeln schon eine enorme Anstrengung und das durfte ich schon ein bisschen spüren. Ich versuchte also von da ab erst einmal dieses Level zu halten, bevor ich mich an die 30 Kilometer Läufe heranwagen würde. Die Untersuchung im Sportmedizinischen Institut Frankfurt (SMI) war ein absoluter Erfolg. Zwar hatte ich wieder einmal Probleme mit dem Blutdruckmeßgerät, da ich meine Panikattacken nicht so recht unter Kontrolle brachte, als ich jedoch auf dem Laufband stand, waren diese schnell vergessen. Das ist auch einer dieser Pluspunkte den ich dem Laufen zuschreibe. Wenn ich loslaufe ist das, als würde man einen Schalter in mir umlegen. Alle Zweifel, Ängste, Sorgen, sind für diesen Moment wie weggeblasen. Ich laufe los und denke zunächst mal an Nichts. Ich steigere die Laufintensität und mit ihr steigt mein Kampfgeist, die Lust mein Ziel zu erreichen, nichts kann mich aufhalten, ich bin fit und glücklich. Ein unbeschreiblich befreiendes und schönes Gefühl ist das. Danach fühlt man sich meist richtig gut und ausgeglichen. Während andere sich bei Angstattacken entspannen müssen, muss ich rotieren, das baut bei mir die Angst und den dadurch aufgebauten Stress ab. Ich freute mich als mir der Arzt prognostizierte, dass ich kern gesund bin, mein Blutdruck sei völlig in Ordnung, ich sei Top athletisch und fit für den Frankfurt Marathon 2011. Das SMI kann ich persönlich nur empfehlen. Ich hatte dort nie das Gefühl, dass man mit mir nur Geld verdienen will oder mich schnell wie eine Nummer abzuhandeln versucht. Ich hatte wirklich das Gefühl, gut behandelt zu werden, dass ich als individueller Mensch gesehen werde und man auf meine Fragen und speziell auf meine Person eingeht. Ich habe das SMI mit neuer Motivation und einem wirklich brauchbaren Ergebnis verlassen und kann es jedem nur ans Herz legen, der einfach mal wissen will, wie es um seine Ausdauer und seinen Gesundheitszustand steht, und was er grundsätzlich machen oder nicht machen sollte. Es gilt ja allgemein die Meinung, dass man nicht über einen Pulswert von 160 Schlägen pro Minute dauerhaft trainieren sollte. Das kann ich in meinem Fall so nicht bestätigen. Anhand der Laktatmessung, die während der Belastung durchgeführt wird, kann man genau feststellen, ab wann diese Werte kippen, die Muskeln übersäuern und die Belastung am Maximum ist. Somit kann ich in einem Belastungsbereich zwischen 145 und 160 Pulsschlägen pro Minute problemlos einen Langstreckenlauf durchführen, Tempoläufe, ca. eine halbe Stunde lang, auf einem Pulswert bis zu 180 Pulsschlägen pro Minute sind möglich. Mein Maximalpuls von 189 Schlägen pro Minute sollte nicht auf Dauer gehalten, oder überschritten werden. Ich bekam dort ebenfalls eine Trainingsempfehlung in der man mir geraten hat, jetzt schon mal mit drei Laufeinheiten pro Woche, zweimal eine Stunde und einmal eien Langstreckenlauf von mindestens zwei Stunden, zu beginnen. Im Januar kann ich dann auch mal eine Tempoeinheit pro Woche einfließen lassen. Weiterhin werde ich einmal die Woche mein Boxtraining und einmal die Woche mein Krafttraining machen, sodass ich auf insgesamt fünf Trainingseinheiten, dreimal Laufen, einmal Krafttraining und einmal Boxtraining, komme. Was mir nach all dem jetzt klar geworden ist, dass wie immer jeder seine Meinung hat. Sie können 10 Läufer fragen die selbst Marathonerfahrung haben und es wird Ihnen jeder etwas anderes erzählen - es gibt einfach kein Pattentrezept. Es gibt sicherlich ein paar Grundlagen, aber jeder muss für sich seine Erfahrungen machen und herausfinden, wie es am besten für ihn ist. Jeder Körper ist anders. Das sehen Sie ja wieder an dem oben beschriebenen Beispielen mit meinem Trainingspuls. Niemand in einem Fitnessstudio würde Ihnen raten, auf einem Pulswert mit 160 Schlägen pro Minute Ihr Ausdauertraining zu machen. Ein erfahrener Trainer schickt Sie höchstens ins SMI, wo man Ihre definitive Trainingsbelastung anhand der dort möglichen Messungen herausfinden kann. Auf dieser Grundlage können Sie dann weiter aufbauen und unterstützend einen Arzt zu Rate ziehen. Ich suche derzeit außerdem nach einem geeigneten Laufverein für mich, wo es entsprechend ambitionierte Läufer gibt, die das Selbe Ziel wie ich verfolgen. Auch Laufvereine werden einem im SMI empfohlen. Da ich nun einmal mehr die Gewißheit darüber habe, dass ich körperlich völlig gesund bin, kann ich mich mit dieser Tatsache menthal motivieren.

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