Jo Phantasie - Die Frau in Rot

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Die Frau in Rot: краткое содержание, описание и аннотация

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Einige Leserkommentare zu seinen Geschichten:
•… mit so einigen deiner Geschichten bist du ja der Perfektion bedrohlich nahegekommen …
•… möchte ich rasch einen Satz unter deinen Text werfen, mit dem meine geschätzte Redakteurskollegin «xxx» ihrer Begeisterung häufig Ausdruck verleiht: «Es ist zum Heulen schön.»
•… Werde sie sicher noch mal lesen und noch mal und noch mal …
•… du hebst dich hiermit angenehm vom recht fantasielosen einheitsbrei der erotikrubrik ab …
•… in meinen Augen eine wundervolle, aufmunternde und belebende Geschichte …
•… ich meine, dass dir hier eine lockere Schlenderei zwischen Illusion und Realität gelungen ist, die angenehm von der Ich-Erzähler Position getragen wird. Das kannst du gut. Du bist da immer ganz dicht bei deinem Protagonisten.

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„Du bist damals so schnell weg, nach Indien, habe ich gehört?“, sie hat mich eingehakt, weil sie mit ihren Stöckelschuhen auf dem Rasen leichte Schwierigkeiten hat.

„Ja, Indien, dann Kongo, Thailand, später noch ..., ach, ich weiß alles kaum noch. Ich war überall und nirgends. In meinem Alter wird mir das jetzt zu anstrengend und deshalb habe ich mich seit einem halben Jahr in München selbstständig gemacht.

„Mein lieber Michael, du siehst überhaupt kein bischen überanstrengt aus. Außerdem, was soll das denn heißen, ‚in deinem Alter‘? Soweit ich mich erinnere, bist du knappe drei Jahre älter als ich!“, baff, sie hat mich wieder und sie hat auch noch Recht. Die Aufgabe meiner lange geliebten Reisetätigkeit hat ganz andere Gründe gehabt.

„Und du? Bist du immer noch verheiratet? Zwei Kinder hast du, habe ich gehört“, ich möchte vermeiden, über mich selbst reden zu müssen.

„Ja, Sarah ist jetzt 18 und studiert in Yale und Sophie ist als Au-pair in London. Sie tut sich schwer mit ihrer Studienentscheidung, aber wir lassen ihr Zeit!“, etwas Wehmut klingt in ihrer Stimme mit. Also ist sie jetzt anscheinend alleine. Bis auf ihren Mann natürlich.

„Und Christoph, dein Mann, ist er gut zu dir? Schlägt er dich, misshandelt er dich? Wo ist er überhaupt? Wenn er nicht extrem gut zu dir ist, bekommt er es nämlich mit mir zu tun!“, dabei drücke ich ihre Hand und sehe in große braune Augen. Da ist es wieder, ihr Grübchen: „Christoph ist ein guter Mann. Ich habe mit ihm alles genauso bekommen, wie ich es mir gewünscht hatte. Mein Traumziel war eigentlich immer München, aber dann wurde es doch Oberried. Wir haben dort ein schönes Haus, einen großen Garten und eine Doppelgarage mit zwei Autos. Christoph ist noch bis vier Uhr in der Bank. Filialleiter, weißt du.“

Wir sind am Zaun angekommen. Es ist immer noch der alte, jedoch deutlich verwitterter und mit Büschen und Dornensträuchern zugewachsen. Da steht unser Baum, ist nur viel größer geworden.

„Sieh mal, man braucht gar nicht mehr rüberzusteigen. Die Äste sind so lang geworden, dass man von hier aus pflücken kann!“, ich habe bereits eine der dicken dunkelroten Süßkirschen in der Hand und werde dafür mit einem kräftigen Schlag auf meine Finger belohnt.

„Niemals! Das solltest du doch noch wissen, nur die aus Piesmanns Garten, die schmecken. Du musst rübergreifen, nur dort gibt es die guten!“, sie sieht ein wenig verärgert aus. Natürlich weiß ich es noch, aber ich war damals schon zu feige. Immer musste ich sie über den Zaun heben und es war manchmal sehr schwierig, sie auch wieder zurückzuziehen. Niemals konnte sie die Provokation unterlassen: „Pieselmann, Pieselmann, komm heraus, wir fressen deine Kirschen auf!“

Dann wartete sie immer noch, bis der alte Piesmann mit dem Handstock aus der Tür herausgetreten war, und rannte erst dann los. Schnell war er nie, aber vor dem Rüberklettern mussten ja zuerst die Kirschen an mich übergeben werden. Da war sie sechs und ich neun Jahre alt. Ich hatte mir fast in die Hose gepisst, aber sie hatte solche Abenteuer immer gebraucht.

Ich durfte ihr dann diese roten Kirschen in den leicht geöffneten Mund stecken. Das gefällt mir heute noch. Ich sehe, wie einige Tropfen des roten Saftes über ihre Lippen in das Grübchen laufen, als sie mich erwartungsvoll anlächelt: „Weißt du noch, was du danach immer machen solltest?“

Ja, jedes Detail hatte sich in mein Gehirn eingebrannt.

„Wenn man etwas Böses getan hat, muss man dafür bestraft werden. Du musst ganz fest ziehen!“, lächelnd und voller Vorfreude, so hatte sie mich jedes Mal angesehen. Ihr Ohrläppchen konnte ich jedoch nur ganz leicht in die Hand nehmen. Niemals hatte ich es geschafft, so fest zu ziehen, dass sie dabei Genugtuung empfinden konnte. Mädchen darf man nicht wehtun, das war in meinem Kopf fest verankert gewesen. Damals jedenfalls ...

„Ja, du bist immer schimpfend auf mich losgegangen. Dann hast du mich ein Weichei genannt und du hättest deshalb den ganzen Tag Bauchschmerzen, weil die Kirschen ja geklaut wären und du die Strafe dafür nicht bekommen hättest!“, schuldig halte ich meinen Kopf gesenkt, den sie mir mit ihrer Hand an meinem Kinn wieder aufrichten muss.

„Ich habe mich geändert, glaube mir, zu sehr verändert, befürchte ich!“, ich musste das noch nachschieben. Sie wischt dafür meine Träne weg.

„Du weißt das noch alles? Ich habe es auch niemals vergessen können. Aber das mit den Ohrläppchen war ja nur die eine Sache. Du konntest auch nicht treffen!“, baff, sie hat mich bei meinem zweiten großen Versagen erwischt. Sie war damals so um die 14 Jahre alt und in ihrer Entwicklung deutlich weiter als wir Jungs alle zusammen. Wie gebannt hatten meine Augen auf ihren Brüsten unter dem Millefleurs gehangen und ich dabei einen sehr trockenen Mund bekommen. Die Kirschen hatte sie mir bereits übergeben, sie stand noch auf der anderen Zaunseite. Piesmann kam schon lange nicht mehr heraus, seine Beine machten das nicht mehr mit.

„Wenn du triffst, darfst du mit mir machen, was du willst!“, dabei war ihr die Vorfreude ungleich deutlicher anzusehen gewesen, als bei der Aufforderung zur Ohrläppchenorgie.

Elf Kirschen hatte ich vergeudet. Ihr Gesicht hatte danach wie ein Masernausbruch in der Hochblüte ausgesehen. Aber ihren Mund, soweit sie den auch aufgerissen hatte, den hatte kein einziger meiner Kirschkerne getroffen. Gedemütigt und voller Wut auf mein Versagen war ich damals einfach weggerannt. Mehrere Tage konnte ich ihr einfach nicht mehr in die Augen sehen.

„Ich hätte nicht weglaufen sollen. Heute mache ich das auch nicht mehr!“, ich muss doch etwas sagen, nachdem sie mir auf Antwort wartend in meine Wange kneift.

„Ja, du hättest bleiben sollen und einfach nur fragen. Dann hättest du es trotzdem machen können, ich meine, das mit mir.“

„Wirklich?“, mehr bekomme ich nicht heraus. Wie gebannt starre ich dabei auf ihren linken Augenwinkel, in dem sich die Tränenflüssigkeit bereits sammelt, aber sich standhaft weigert, als Tropfen den Weg nach unten zu nehmen.

Die Kirschen hat sie in meine Hand gedrückt. Wie immer. Ich halte mit der anderen Hand ihre, warm in warm. Ganz langsam gehen wir zurück.

„Ja, du hattest es damals mit dem ‚Weglaufen‘. Sogar bei unserem allerletzten Treffen wolltest du nicht länger bleiben. Weißt du noch?“, sie hat mich wieder untergehakt und ich spüre schmerzvoll die Wärme ihrer Hüfte. Es sind die Gedanken und die verdeckten Sehnsüchte der ganzen letzten 19 Jahre, die sie jetzt an die Oberfläche zerrt. Es war ihr Polterabend. Mein Studium in München stand vor dem Abschluss und ich wollte sie einfach nur sehen. Mutter meinte, ich müsste unbedingt etwas zum Poltern mitnehmen: „Unsere Suppenterrine, die mit dem Blümchenmuster, Goldrand und Deckel, wer braucht das heute noch?“

Verloren hatte ich vor ihrem Haus gestanden, auf der Garagenzufahrt, auf der schon fein säuberlich etliche Scherbenhäufchen zusammengefegt lagen. Aus der Haustür schallten Popmusik und lautes Gejohle. Lachend kam sie mir entgegengelaufen: „Du bist gekommen!“

Ihr kurzer Blick auf meine Schüssel: „Die musst du jetzt schmeißen und uns dazu Glück wünschen. Los mach es, mach es schon!“

Dann sah ich sie an. Mein Blick war zwischen der Suppenschüssel und ihrem strahlenden Lächeln hilflos hin und her gewandert. Ich hatte es einfach nicht gekonnt. Ganz behutsam hatte ich die Schüssel abgesetzt und sie einfach nur angesehen. Ihre Arme um meinen Hals geschlungen, ihre Lippen kirschrot: „Wenn du mich noch aufhalten willst, dann musst du es aber jetzt machen!“

Es war der erste und letzte Kuss, den ich von ihr bekommen hatte.

Er brennt heute noch auf meinen Lippen.

Ich Idiot hatte mich einfach umgedreht und war gegangen.

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