Walter Scott - Der Talisman

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"Der Talisman" von Walter Scott erzählt von den mittelalterlichen Kreuzzügen des englischen Christentums in den Nahen Osten. Im Mittelpunkt des historischen Romans «Der Talisman» steht die Auseinandersetzung zwischen Richard I. und Sultan Saladin. Walter Scott setzte sich intensiv mit den historischen Fakten auseinander und formte sie zu einer spannenden Romanhandlung.
Aus «Der Talisman»:
"Noch hatte Syriens sengende Sonne nicht ihren höchsten Punkt am Horizont erreicht, als ein Ritter des roten Kreuzes, der seine ferne Heimat im Norden verlassen und sich dem Kreuzfahrerheer in Palästina angeschlossen hatte, langsam über die Sandsteppen hin ritt, die in der Nachbarschaft des Toten Meeres oder, wie es auch heißt, des Asphaltsees liegen, worein sich die Gewässer des Jordans ergießen, ohne wieder Abfluß zu finden. Der kriegerische Pilgersmann hatte sich während der Frühstunden des Tages zwischen Schroffen und Schluchten mühsam seinen Weg gebahnt, und als er diese gefahrvollen Felsenpässe endlich hinter sich gebracht hatte, war er hinausgetreten auf jene große, weite Ebene, wo in alter Zeit die verfluchten Städte die unmittelbare und schreckliche Rache des Allmächtigen herausgefordert hatten."

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Der Leopardenritter erklärte sich mit Freuden bereit, der Aufforderung zu folgen, und vereint ritten nun die beiden Krieger, die sich eben noch bekämpft hatten, ohne einen Anschein von Mißtrauen oder Zorn zu der kleinen Palmengruppe hin.

Zweites Kapitel

Christ und Sarazene, die eben noch alles aufgeboten hatten, einander zu vernichten, näherten sich langsam der Quelle unter den Palmbäumen, versunken in die eigenen Betrachtungen und zum erstenmal Atem schöpfend nach einem Kampfe, der leicht für beide tödlich hätte werden können. Das Pferd des Sarazenen schien weniger ermüdet als das Streitroß des Europäers. Während der edle Araberhengst bis auf die Schaumflocken, die noch an Zaum und Schabracke sichtbar waren, schon völlig wieder trocken war, trieften die Schenkel des anderen Tieres noch von Schweiß. In dem lockeren Boden sank es zufolge der schweren Panzerung bei jedem Tritt so tief mit den Hufen ein, daß der Ritter schließlich aus dem Sattel sprang und es am Zaume führte.

»Recht von Euch,« sagte der Sarazene, »daß Ihr Eurem Pferde die Last erleichtert; was wollt Ihr bloß in der Wüste mit einem Tiere, das bei jedem Tritt bis über das Hufeisen einsinkt?« – »Sarazene,« versetzte der Ritter, ärgerlich über diese Worte des anderen, »Du redest, wie Du es verstehst. Aber mein Roß hat mich in meiner Heimat schon über einen so breiten See getragen, wie Du ihn dort hinter uns liegen siehst, ohne ein Haar über seinem Hufe zu netzen.« – »Man sagt nicht mit Unrecht,« erwiderte der Sarazene mit einem an Verachtung streifenden Lächeln, »hörst Du einen Franken, so hörst Du eine Fabel.« – »Es ist nicht höflich von Dir, Ungläubiger, in das Wort eines Ritters Zweifel zu setzen,« sagte der Kreuzfahrer; »glaubst Du, ich spreche eine Unwahrheit, wenn ich Dir sage, daß ich, einer von fünfhundert Reitern – meilenweit auf Wasser, so fest wie Kristall, geritten bin?« – »Was Du sagst!« rief der Muselmann, »auf jenem Lande dort drüben ruht der Fluch Gottes; in seinen Wellen versinkt nichts, er wirft alles an sein Ufer; aber weder das Tote Meer, noch einer der sieben Ozeane, die die Erde umgürten, werden den Druck eines Pferdehufes aushalten, so wenig, wie das rote Meer den Durchzug Pharaos und seines Heeres duldete.« – »Sarazene, Du sprichst, wie Du es verstehst,« wiederholte der Ritter, »die Hitze in Eurem Lande verwandelt den Boden in eine wie Wasser unsichere Masse; in meiner Heimat verwandelt die Kälte hingegen das Wasser oft in einen felsenfesten Stoff... Reden wir nicht weiter davon; denn die Vorstellung eines im Mondlicht schimmernden ruhigen, klaren Wintersees vermehrt mir nur die Schrecknisse dieser wilden Wüste, in deren Bereich die Luft, die man atmet, dem Dampfe eines Schmelzofens gleicht.«

Christ und Sarazene bildeten einen auffallenden Kontrast. Der erstere war eine kräftige Gotengestalt mit braunem Haar, das sich in dichter, reicher Fülle um den jetzt vom Helm entblößten Kopf kräuselte. Sein von der Sonne des Orients gebräuntes Gesicht zeigte eine viel dunklere Farbe als der Hals oder sein helles blaues Auge oder die Farbe von Haar und Bart vermuten ließen. Ein dichter Schnurrbart beschattete seine Oberlippe, sein Kinn aber war nach normannischer Sitte glatt rasiert. Seine Nase zeigte die griechische Form; der Mund war wohl etwas groß, aber mit einer Reihe starker und schöner weißer Zähne besetzt; der kleine Kopf ruhte anmutig auf dem Halse. Er konnte nicht über dreißig sein; wenn man aber den Einfluß von Klima und Strapazen in Anschlag brachte, konnte er gut für drei bis vier Jahre jünger gelten. Er war groß und von kräftigem Körperbau; seine Hände waren lang, schön und ebenmäßig; besonders stark und groß aber waren die Handgelenke und die Arme sehr muskulös und wohlgebildet. In seiner Sprache und seinen Bewegungen lag kriegerische Kühnheit und sorglose Freimütigkeit; seine Stimme hatte den Ton eines Mannes, der mehr gewohnt ist zu befehlen, als zu gehorchen.

Der sarazenische Emir war übermittelgroß, aber doch um ein paar Zoll kleiner als der Europäer, dessen Größe der eines Riesen gleichkam. Seine schmächtigen Gliedmaßen, die langen, mageren Hände und Arme waren zwar seiner Person und dem Ausdruck seines Gesichts angemessen, gaben aber von seiner Kraft und Gewandtheit keine Vorstellung. Sein Gesicht hatte mit dem morgenländischen Stamme, dem er entsprossen war, natürlich allgemeine Aehnlichkeit: es war klein, wohlgebildet und zart, doch dunkel gebräunt von der morgenländischen Sonne. Es verlief in einem wallenden schwarzen Barte, der mit besonderer Sorgfalt gepflegt zu sein schien; die Nase war gerade und regelmäßig; das schwarze, tiefliegende Auge funkelte, und seine Zähne waren wie Elfenbein seiner Wüsten. Er stand in der Blüte seiner Jahre und hätte für schön gelten können, wäre seine Stirn nicht zu schmal und sein Gesicht, wenigstens nach europäischen Begriffen, nicht zu hager und spitz gewesen. Sein Benehmen zeigte Ernst, Anmut und Würde.

Ihr Vorrat an Lebensmitteln war karg, das Mahl des Sarazenen aber noch weit karger als das des Europäers. Eine Handvoll Datteln und ein Stück grobes Gerstenbrot stillten ihm den Hunger, und ein paar Züge aus dem Quell, an dem sie ruhten, den Durst. Der Christ aß etwas kaltes Schweinefleisch, das dem Muselmann ein Greuel war; und den Durst löschte er aus einer ledernen Flasche, die etwas Besseres als Wasser enthielt. Der Sarazene, der mit seiner Mahlzeit zuerst fertig war, nahm auch zuerst das Wort. »Tapferer Nazarener,« sagte er, »geziemt es sich wohl, daß einer, der wie ein Mann kämpft, sich wie ein Hund oder Wolf nährt? Selbst ein irrgläubiger Jude schaudert vor der Kost zurück, die Ihr genießt.« – »Tapferer Sarazene,« antwortete der Christ, über den unerwarteten Vorwurf einigermaßen befremdet, »ich bediene mich eben meiner christlichen Freiheit, zu genießen, was den Juden verboten ist. Wir haben eine bessere Rechtfertigung für unser Tun und Lassen – Ave Maria! – wir wollen Gott für seine Gaben dankbar sein.« Bei diesen Worten tat er einen langen Zug aus der ledernen Flasche. – »Das nennt Ihr auch Freiheit,« sagte der Sarazene, »wie Ihr Euch tierisch sättigt, so stillt Ihr auch viehisch Euren Durst!« – »Törichter Sarazene,« versetzte der Christ ohne Zögern, »Du lästerst Deinen Vorfahren Ismael. Der Saft der Traube ist dem Menschen gegeben zu weisem Gebrauch; Wein erfreut des Menschen Herz nach der Arbeit, erquickt ihn in der Krankheit und tröstet ihn im Kummer. Wer ihn so genießt, mag Gott ebenso für seinen Wein danken, wie für sein täglich Brot; wer aber die Gabe Gottes mißbraucht, ist kein größerer Tor in seinem Rausche als Du bei Deiner Enthaltsamkeit.«

Das klare Auge des Sarazenen funkelte bei diesem Spotte, und seine Hand suchte den Griff des Dolches ... aber er hielt klugerweise an sich. »Deine Worte, Nazarener,« sagte er, »erzürnen mich nicht, weil Deine Unwissenheit mein Mitleid erregt. Siehst Du nicht, trotz Deiner Blindheit, daß die Freiheit, mit der Du prahlst, in allem, was Deiner Glückseligkeit am teuersten ist, die größte Beschränkung erleidet? Bindet Dich nicht Dein Gesetz an eine einzige Gattin, gleichviel ob sie krank oder gesund, fruchtbar oder unfruchtbar ist? gleichviel ob Du glücklich mit ihr lebst oder unglücklich?«

»Nun, bei seinem Namen, den ich im Himmel am höchsten verehre,« sagte der Christ, »bei ihrem Namen, den ich auf Erden am höchsten halte, Du bist ein verblendeter Ungläubiger! Die Liebe, die einen treuen Ritter an eine einzige Holde und Treue bindet, ist ein Diamant; die Neigung aber, die Du unter Deine dienstbaren Weiber und Sklavinnen verteilst, ist nur ein Splitter davon!«

»Nun, bei der heiligen Kaaba!« sagte der Emir, »Du bist ein Tor, ein Narr, der seine eiserne Kette liebt, als ob sie von Gold wäre. Betrachte diesen Ring! Die Hälfte seiner Schönheit verlöre er, wenn sein Siegel nicht mit diesen geringeren Brillanten gefaßt wäre, die ihn zieren und hervorheben. Der Diamant in der Mitte ist der Mann, dessen Wert auf ihm allein beruht; dieser Kreis von geringeren Juwelen sind Weiber, die von ihm den Glanz leihen, den er ihnen mitteilt, wie es ihm am angemessensten scheint. Nimm den Mittelstein aus dem Ringe, und der Diamant bleibt so wertvoll wie früher, während die geringeren Edelsteine den geringeren Wert haben.«

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