Jörg Püschmann - Die verderbte Stadt

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Nekropoden aus der Welt jenseits unseres Makrokosmos wollen alles zerstören. Um das Materielle zu schützen, wurden von den Alten Wesen die Leichenlichter als Barriere errichtet. Aber der Samen der Nekropoden kann diese durchdringen und dann Millionen und Milliarden von Jahren warten, bis die Bedingungen gut genug sind, in unsere Welt einzudringen und alles zu zerstören.
Richard Perlmann, ein Wissenschaftler, der sich mit Nekromantie befasst, erkennt einen solchen Versuch in der Kanalisation Berlins. Mit zwei Kollegen dringt er in die Unterwelt ein. Eine Mission, die gefährlich ist. Einer wird von Ghulen zerrissen, ein anderer von einem unterirdischen See verschluckt. Nur Richard kann sich der finalen Konfrontation stellen. Aber auch er büßt dabei sein Leben ein.
Sein Sohn Alexander liest in einer Mail, was sein Vater vorhat. Mithilfe des Geistes von John Dee, einem bekannten Gelehrten des Mittelalters, findet er einen anderen Weg ins verderbte Herz Berlins. Er sieht seinen Vater sterben, verschließt den Durchgang für die Nekropoden und verliert seinen Verstand.

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Coming home

I'm coming home- please, don't you leave me

U.D.O.; Coming Home (1987)

Was wird schon fehlen,

wenn ich einst gehe?

Sicher, ein paar Menschen werden Tränen vergießen,

doch wie viel Tropfen fasst der Ozean?

Dieser ewig wiederkehrende Fluss an

Verzweiflung

Melancholie

Hoffnung

Wogendes Leben – Wie falsch doch meine Vorstellung war.

Alexander Perlmann blieb vor dem respektablen Altbau mitten im Prenzlauer Berg stehen und streckte seine Glieder. Wie freute er sich, endlich wieder einmal duschen zu können. Er war glücklich, seine Forschungsreise nun hinter sich zu haben und wieder angekommen zu sein in der Heimat. Alexander wusste genau, dass sich dieses Gefühl nicht sehr lange halten würde, seine Neugier und seine Wissbegierde waren wesentlich größer als seine Verbundenheit zu seinem Wohnort. Aber nach diesen Wochen, nein Monaten, im brasilianischen Dschungel freute er sich auf die Annehmlichkeiten der sogenannten Zivilisation. Er ließ seine Blicke schweifen und nein: Hier mitten in Berlin tobte wie immer das Leben, steppte sogar der Bär; aber verändert hatte sich nichts. Auf dem Weg vom U-Bahnhof (was für ein gewaltiger Luxus, wenn er bedachte, auf welch mühselige Weise er sich in den letzten Wochen fortbewegt hatte) zu seiner Wohnung war er zweimal um einen Euro angebettelt worden und er hätte die Möglichkeit gehabt, drei Straßenzeitschriften zu kaufen und er hatte große Mühen, mit seinem Koffer den Hundehaufen auszuweichen. Und die Reste von Sauerstoff in der Berliner Luft erfreuten seine Nase.

Mit einiger Mühe öffnete er die schwere Eingangstür, welche ein empörtes Quietschen von sich gab. Irgendwie hatte sich Alexander immer gefragt, ob diese Tür einfach versuchte, die Geheimnisse, welche sich im Gebäude abgespielt haben mochten, für alle Zeiten innerhalb der Gemäuer einsperren wollte und deshalb protestierte, sobald frische Luft die Erinnerung vertreiben wolle. Automatisch schaute Alexander auf die Namen an den Briefkästen; nein; auch hier gab es keine Veränderungen. Manche Sachen änderten sich eben und manche eben nicht. Er hatte wenig Kontakt zu seinen Nachbarn im Haus, viel mehr als ein Guten Tag und Guten Weg gab es nicht. Meist war er mit seinen Gedanken bei seiner Arbeit, an alltäglichen Dingen hatte er nur geringes Interesse und Zeit hatte er sowieso kaum. Außerdem war er meist in Büchern vergraben und kam erst spät am Abend dazu, seine Wohnung zu verlassen. Oder er war sehr lange auf Forschungsreisen. Eigentlich waren diese das eigentliche Leben für ihn und die Aufenthalte in Berlin so etwas wie Urlaub von der Realität des wissenschaftlichen Lebens. Manchmal fragte sich Alexander, was seine Umwelt so von ihm dachte. Bestimmt wurde er für einen absoluten Sonderling gehalten.

Alexander betrat den Hausflur. Aus dem hellen und warmen Sonnenlicht trat er hinein in ein leicht schattiges Halbdunkel. Er bekam sofort eine Gänsehaut, denn der Temperaturunterschied betrug mindestens 10 Grad. Sobald er beim Betreten den ersten Atemzug genommen hatte, stellte sich sofort ein Gefühl von Vertrautheit und Heimat ein. Es war dieser leicht abgestandene Geruch von der Luft, die sich im Treppenhaus staute. Dazu eine für die Altbauten typische Mischung aus dem Läufer und der verwendeten Reinigungsmittel.

Der Kokosläufer war im gesamten Treppenhaus verlegt und zwar über alle Stockwerke. Alexander fiel erstmals auf, wie der Boden eigentlich wirklich beschaffen war.Er hatte noch nie darauf geachtet, dass es keine einzige Lücke in diesem Läufer gab.

So wurde dem ganzen Treppenhaus etwas Herrschaftliches verliehen, ohne arrogant oder vor Reichtum protzend zu wirken. Verstärkt wurde dieser Eindruck noch dadurch, dass die Fenster im Treppenhaus aus Mosaikglas hergestellt wurden. Auf jedem Treppenabsatz konnte man ein anderes Motiv alter Gemälde bewundern.

Dies sah nicht nur wunderschön aus. Durch die verschiedenen Farben des Glases tanzten die Sonnenstrahlen im Hausflur bunt wie ein Regenbogen und verbreiteten eine fröhliche, heitere und gelassene Stimmung. Jedes Mal, wenn Alexander nach einer langen Forschungsreise diesen Hausflur betrat, konnte er den ersten Ballast der Strapazen und des Stresses hier schon abschütteln. Er fand es unheimlich entspannend, diese Treppe zu benutzen. Ein tiefer Seufzer überwand die Sperre seiner Lippen. Ein Seufzer, der alle Beschwerlichkeiten aus ihm hinaus blies. Nun war er wirklich wieder angekommen.

Manchmal, wenn Alexander intensiv nachdenken wollte oder den Kopf freizubekommen versuchte, dann verließ er um die Mittagszeit seine Wohnung, stellte sich ins Treppenhaus und genoss das Farben- und Lichtspiel. Hatte er Zeit, dann stellte er sich sogar für ein paar Minuten auf einen anderen Treppenabsatz und studierte die Gemeinsamkeiten und Unterschiede, welche durch die verschiedenen Mosaike hervorgerufen wurden.

Stellenweise, je nach Sonneneinfall, hatte Alexander das Gefühl, beim Blick durch die Scheiben in ein Kaleidoskop zu schauen. Vor dem Fenster stand nämlich ein Baum und seine stündlich kahler werdenden Äste beugten sich leicht im Wind, der aufgekommen war. Trotz dieses überaus ästhetischen und hübschen Anblicks schauerte es den Heimkehrenden. Er sah, wie sich die Zweige beugten und dachte plötzlich den Titel eines Liedes seiner Lieblingsband. Es hieß The wind of mayhem und war von Bathory. Er schüttelte sich, rückte den Griff des Koffers wieder zurecht und setzte seinen Weg hinauf zu seiner Wohnung fort.

Das Treppengeländer war aus altem, dunklem und poliertem Holz hergestellt. An den Treppenabsätzen waren jeweils verschieden geschnitzte Tierköpfe angebracht und die Handläufe waren leicht in sich gedreht. Alles hatte eine gewisse Vornehmheit, ohne dabei aufgesetzt zu wirken. Und diesem Gebäude hatte, wie vielen anderen im Kiez auch, die politische Wende durchaus gut getan.

Ja, Alexander liebte sein Gebäude und er liebte es, hierher nach Hause zu kommen.

Dieses kleine Stück hier empfand er als Oase der Seligkeit.

Er stapfte langsam die Treppe zu seiner Wohnung hinauf. Er wohnte im 3. Stock, aber mit dem Koffer im Schlepptau dachte er noch vor der ersten Stufe, es könnte auch der Mount Everest sein. Wie man es aus vielen Berliner Altbauten kennt, knarrten die Stufen unter seinen schweren Schritten.

Aber eigentlich nahm Alexander nahm dies alles nur im Unterbewusstsein wahr und sein Herz freute sich auch, endlich, nach dieser langen Zeit wieder zu Hause zu sein, aber andererseits bemerkte er es gar nicht wirklich, denn er war mit seinen Gedanken ganz vertieft in das Gedicht oder das Kunstwerk seines Vaters, welches seit mehreren Jahrzehnten in dessen Büro hing. Je nachdem, mit welchem wissenschaftlich abwegigen Thema sich Richard Perlmann gerade beschäftigte, waren auch die Wände seines Arbeitszimmers mit entsprechenden Abbildungen, Diagrammen und Tabellen plakatiert. Dieses Gedicht aber hing die ganzen Jahre an einer Stelle, die Richard direkt von seinem Schreibtisch aus sehen konnte und wurde niemals entfernt.

Alexander konnte sich überhaupt nicht erklären, weshalb ihm das Werk gerade jetzt in den Sinn kam. Die ganzen langen Monate im südamerikanischen Regenwald hatte er nicht einen Gedanken daran verschwendet. Er hatte wohl fast täglich an seinen Vater gedacht, aber dieses Gedicht? Nein, keine Spur.

So weit hatten ihn seine Beine durch das Dickicht getragen. So oft stand Alexander vor dem Abgrund des Todes. Ja, wenn man alles zusammenrechnete, dann hatte er sich in den vergangenen 209 Tagen zirka zwanzig Mal in akuter Lebensgefahr befunden und davon hatte er dem Tod dreimal so dicht in die Augen geschaut, dass er jede seiner Poren wie einen Trichter vor sich hätte sehen können. Natürlich hatte er ein sehr inniges Verhältnis zu seinem Vater und sie tauschten sich sehr häufig über wissenschaftliche Themen aus, weil sie beide Grenzgänger waren und nicht unbedingt den wissenschaftlichen Mainstream vertraten. Und er hatte seinen Vater doch sehr vermisst. Anfangs hatten sie noch lose Kontakt gehabt, aber je mehr er sich in seine Forschungen vergraben hatte, desto seltener waren die Gespräche über das Satellitentelefon geworden. In der Ruhe nach einem solchen Ereignis, welches ihn in Lebensgefahr gebracht hatte, hatte er sich auch mehr als einmal gefragt, was wohl fehlen könnte, wenn er einst endgültig von der Bildfläche des Lebens verschwinden würde. Gerade weil er sich als Wissenschaftler in die tiefsten Geheimnisse der Natur einfühlen musste, war ihm klar, wie bedeutungslos ein einzelner Mensch vor dem Schatten der Ewigkeit doch war.

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