Bleibe bescheiden, wenn du als Botschafter deines Landes, deines Erdteils in die Fremde gehst. Bleibe auch dort mit deinem Herzen verbunden und folge den Prinzipien von Liebe und Licht. Das ist etwas, was die ganze Erde braucht, ja sogar das ganze Universum. Du wirst sehen, dass diese Botschaft überall gut verstanden wird, da bedarf es gar keiner Sprachkenntnisse. Wenn du in diesem Geiste reist, dann brauchst dir auch keine Sorgen über Krankheiten und Unfälle zu machen. Wir werden auch dort unseres schützende Hand über dich halten. Denn du fährst ja, um etwas mitzubringen, womit du hier deine Arbeit bereichern kannst. (02.09.1994)
Ihr müsst es lernen, Geduld zu haben mit euch selbst, mit eurem Verhältnis zueinander, mit euren Mitmenschen, mit den Angelegenheiten in eurer irdischen Realität und mit euren geistigen Fortschritten. Wenn ihr zu große Erwartungen habt, werdet ihr leicht enttäuscht. Wenn ihr euch aber leer macht und offen seid für das, was kommt, was vorgesehen ist, dann wird es euch sehr überraschen, wie wunderbar es doch mit euren Wünschen übereinstimmt, das meiste jedenfalls. Denkt nicht zu viel darüber nach und schon gar nicht über das, was ihr Probleme zu nennen gewohnt seid. Freut euch lieber an der Sonne, am Mond, an der Natur, an eurer Erde und an euch selbst. Genießt euer Leben, vergesst das niemals! Und seid darin ein Beispiel für andere, wie man dies wirklich tun sollte, oder werdet dazu. …
Achtet vor allem auf eure geistige Verbindung zueinander und, um diese zu erreichen, auch jeder für sich auf die eigene geistige Ausrichtung und Klarheit. Das ist sehr wichtig, denn ein Teil eurer künftigen Arbeit wird auf dem geistigen Gebiet liegen. Dazu braucht ihr nicht nur eine förderliche Umgebung dort, wo ihr lebt, sondern auch menschliche Beziehungen, die das ermöglichen. Es wird beides da sein: die Offenheit, vielen Menschen zu begegnen, aber auch Zeiten und Phasen des Rückzugs und der Selbstbesinnung. Hierin könnt ihr gemeinsam viel lernen – voneinander und von den Aufgaben, die euch gestellt werden.
Insbesondere müsst ihr es lernen, euch von belastenden, emotionalen Strukturen aus der Vergangenheit zu lösen. Das ist nicht immer ganz einfach und ganz schmerzlos. Dazu möchten wir euch eine Übung geben: Versetzt euch in eine eurer schmerzhaftesten Situationen und bleibt aufmerksam für euren Körper und eure Seele. Spürt den Schmerz noch einmal nach und vergebt euch selbst und den Menschen, die ihn sonst noch verursacht haben. Nehmt sie in Gedanken liebevoll in den Arm, denn die Schmerzen, die ihr miteinander erfahren habt, waren ein Stück auf dem Weg des Lernens, das ihr euch gegenseitig ermöglicht habt. Seid nicht böse, wenn dieses Lernen nicht ganz zufriedenstellend war, bei euch oder bei den anderen, denn Lernen vollzieht sich, wie ihr wisst, in Wellen und Schüben.
Meistens reicht die einmalige Erfahrung nicht aus, um etwas nachhaltig zu verändern, insbesondere in euren Emotionalkörpern, die so viele alte Erfahrungen gespeichert haben. Wenn ihr nun dieses bewusste Vergeben im Geist praktiziert, werdet ihr eine sehr große Herzenswärme in euch entdecken, die euch selber heilt und andere mitheilen kann. Das solltet ihr hin und wieder ausprobieren und euch davon überzeugen, dass es hilft. Für die kommende Zeit wünschen wir euch Nähe, Freude und die Zuversicht, dass sich alles zum Besten fügt. (21.10.1994)
Höhere Schwingungen wahrnehmen
Ihr müsst es lernen, in eurer eigenen Schwingung zu bleiben. Bevor ihr euch auf der Erde inkarniert, entwerft ihr so etwas wie einen Lebensplan, etwas, was ihr lernen wollt, um euch zu vervollständigen und zu reifen. Aber wenn ihr dann auf der Erde seid, sind viele andere Schwingungen um euch herum, viele Lebensmuster. Oft ist es so, dass ihr euch mit Gleichartigen trefft, mit Wesen, die ähnliche Strukturen haben wie ihr oder komplementäre Strukturen. Das heißt, wenn du es gewohnt warst, Sklave zu sein, dann wirst du vorzugsweise Wesen mit einem Herrenmuster treffen, jedenfalls als enge Kontaktpersonen. Auch dabei kannst du lernen, genauso wie in der Herrenrolle, aber es geht langsamer, wenn du deine höhere Schwingung vergisst.
Du selbst bist nicht nur das irdische Wesen mit einem bestimmten Verhaltensmuster, mit einem Emotional- und einem Mentalkörper, sondern du bist auch ein Stück göttliche Existenz, ein Stück der allumfassenden Energie. Diese Schwingung ist ein Teil von dir. Deine Entwicklung hängt davon ab, ob du ihr folgen möchtest oder nicht. Du entscheidest selbst, ob du lieber weiter wechselweise Herr und Sklave sein möchtest oder ob alles leichter und müheloser gehen soll. Lerne es, deiner höheren Existenz zu folgen!
Dazu sollt ihr regelmäßig meditieren. Es hilft euch dabei, euch von den grobstofflichen Seiten zu reinigen und die höheren Schwingungsebenen in euch stärker zum Leben zu erwecken. Oft seid ihr so sehr in eure Aktivitäten verstrickt, dass ihr die Bedeutung eures Lebens, warum ihr überhaupt auf die Erde gekommen seid, nicht mehr wahrnehmt. Ihr habt euren Lebensplan schlicht vergessen. Aber da ist ein Teil in euch, der ihn nicht vergessen hat. Wenn ihr ihn nicht regelmäßig wieder ins Bewusstsein holt, meldet er sich durch Begegnungen und Ereignisse. Aber wenn ihr nicht offen seid für diese Schwingungen und zu sehr verhaftet in euren alten Mustern, dann werdet ihr es nicht spüren und die Chance für eine Umwandlung, für eine Transformation auf eine höhere Ebene auslassen. Letztlich müsst ihr euch dann genau zu demselben Zweck erneut inkarnieren. Darum seid aufgeschlossen und aufmerksam, um es eurem höheren Bewusstsein zu ermöglichen, euch zu leiten. Gebt euch Zeiten der Ruhe und inneren Einkehr, und zwar regelmäßig. Genießt den Kontakt zu dieser höheren Sphäre und bleibt ganz wach. (21.12.1994)
1995 ~ Chance
Innere und äußere Erfahrungen
Manchmal sammelt ihr eure Erfahrungen mehr in der äußeren Welt und manchmal mehr in den inneren Welten. Das gehört beides zu eurem Leben auf der Erde. Du solltest dich nicht darüber grämen, wenn du eine Zeitlang weniger mit den inneren Welten und mit uns in Kontakt gewesen bist. Du kannst jederzeit wieder dort anknüpfen, wo wir zuletzt waren. Jedes Erdenwesen wählt sich eine oder mehrere miteinander verbundene Aufgaben für seine irdische Existenz – für eure Bestimmung, wie ihr es nennt. Stell dir vor, alle würden sich nur um die inneren Welten kümmern – das geht gar nicht, oder?
Nun liegt eine längere Reise nach Indien hinter euch sowie ein paar Ereignisse seit eurer Rückkehr. Es gab auch einige schmerzvolle Erfahrungen, die mit deinem Emotional- und Mentalkörper zusammenhängen. Das ist aber gar nicht schlimm, denn du bist ja zum Lernen da. Da kann nicht immer alles gleich so klappen, wie du es gern hättest. Und außerdem soll ja gar nicht alles nach deinen jetzigen Vorstellungen geschehen, denn sie sind viel zu begrenzt, um die allumfassende Entwicklung immer gleich zu begreifen. Manchmal geben wir Anstöße in großem Umfang und du leidest ein wenig darunter, obwohl du eigentlich gar nicht betroffen sein solltest. Das ist nun mal so, und es wird einen Ausgleich dafür geben. … Glaube uns, ihr seid nicht allein, ihr seid viele – viele lichtvolle Wesen – oder viele Wesen, die zum Licht streben. Reicht euch untereinander die Hände. (Ostern, 16.04.1995)
… Entscheidend ist nicht der Lehrer, der Meister, von dem du Anstöße bekommst, entscheidend bist du selbst. Du hast das ganze Potenzial schon in dir. Aber oft seid ihr Menschen einfach zu bequem. Kannst du dich noch an unsere ersten Worte zu dir erinnern? „Schlaf nicht wieder ein!“ Ihr müsst immer wach und aufmerksam sein, sogar im Schlaf und gerade dann. Denn das bereitet euch auf andere Dimensionen vor. Ihr braucht eine spirituelle Disziplin – das ist es, was euch eure Lehrer immer wieder sagen. Ohne Disziplin könnt ihr gar nichts erreichen. Denn ihr seid wirklich mitverantwortlich für das, was geschieht. Und ihr wollt doch ein Leben im Licht. Also seid verantwortlich dafür, dass es sich realisieren kann – in euch und um euch.
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