Alexander Nadler - Handover
Здесь есть возможность читать онлайн «Alexander Nadler - Handover» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Handover
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:4 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 80
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Handover: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Handover»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Da er die Antwort auf diese Frage in Hong Kong zu finden hofft, macht er sich auf den Weg nach Asien, wo er bei einem Zwischenstation in Thailand bei einem mysteriösen Autounfall beinahe ums Leben kommt.
Während seiner Recherchen in Hong Kong, das kurz vor dem Handover an China steht, begegnet Claude Alicia, die er auf deren Einladung hin auf ihrer Konzerttournee durch die Volksrepublik begleitet. Zurück in Hong Kong lernt Claude während der Übergabefeierlichkeiten schließlich jenen Mann kennen, den er für den Tod seines Bruders verantwortlich macht.
Handover — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Handover», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
‚Trug Philipp einen Ring?’ Claude reißt sich aus seinen geistigen Abschweifungen los und versucht noch einmal sich das Bild des auf dem Wohnzimmerboden liegenden Ermordeten ins Gedächtnis zurückzurufen, was ihm nur unvollständig gelingt. So sehr er sich auch bemüht, an einen Ring an seines Bruders Händen vermag er sich beim besten Willen nicht zu erinnern. Nachfragen bei der Kriminalpolizei wird ihm Klarheit auf diese Frage verschaffen.
„Ich möchte mich bei Ihnen bedanken.“ Claude stemmt sich hoch, Frau Schröder die Rechte zum Abschied hinhaltend. „Ich hoffe, ich habe Sie nicht allzu sehr belästigt mit meinen Fragen. Sie haben mir sehr geholfen. Nochmals besten Dank, aber jetzt muss ich los, ich möchte gerne noch die anderen Nachbarn befragen.“
Frau Schröder ist ihrerseits aufgestanden, ignoriert jedoch die ihr entgegengestreckte Hand. „Bitte, bitte, nichts zu danken, Herr Duchamp. Aber wollen Sie nicht noch auf eine Tasse Kaffee bleiben. Mein Mann und ich würden uns freuen, wirklich.“
„Das ist sehr nett von Ihnen, aber...“
„Kein Aber! Kommen Sie, nehmen Sie doch noch einmal Platz. Während meine Frau den Kaffee zusetzt, können wir uns noch etwas unterhalten. Abels, das Ehepaar nebenan, sind sowieso nicht da. Die sind letzte Woche in Urlaub gefahren und kommen erst nächste Woche wieder zurück. Sie haben uns gebeten, ihre Blumen zu gießen, daher weiß ich dies so genau. Und Frau Bernadetti, die neben den Abels wohnt, geht meistens erst spät abends aus. Und an Wochenenden ist sie oft nicht zuhause. Sie haben also noch Zeit!“
„Also gut, aber nur, wenn es Ihnen keine Umstände macht.“ Claudes Hoffnung, vielleicht doch noch etwas Wichtiges von den Eheleuten zu erfahren, veranlasst ihn, wieder seinen alten Platz einzunehmen.
„Aber woher, wir hätten jetzt ohnehin Kaffee getrunken.“ Frau Schröder verschwindet in Richtung Küche, während ihr Mann aus einem Sideboard Kaffeegeschirr holt, das er fachmännisch auf dem Couchtisch verteilt.
„Sie scheinen Frau Bernadetti nicht sonderlich zu mögen?", schließt Claude aus Herrn Schröders lakonischer, leicht spitzer Stimmlage, die er bei der Nennung des besagten Namens herauszuhören geglaubt hat.
„Oh, im Grunde genommen haben wir nichts gegen sie, wahrscheinlich liegt's an ihrem südländischen Temperament. Sie nimmt es nicht immer so genau mit der Lautstärke, besonders wenn sie ihre Freunde zu Besuch hat. Junge Leute sollen ruhig lebensfroh sein, was aber nicht heißt, dass man bis spätnachts einen Heidenlärm veranstaltet, der niemanden schlafen lässt. In letzter Zeit ist es etwas besser geworden, nachdem sich einige Mieter bei der Hausverwaltung beschwert haben. Und die Männer, die sie sich anlacht, sind auch nicht immer die allerhöflichsten. Übrigens: Sie hatte auch ein Auge auf Ihren Bruder geworfen.“ Den Tisch fertig deckend: „ Sie war aber, glaube ich, nicht sein Typ. Und seit er mit dieser Thailänderin zusammen war, hat sie ihn kaum noch angeschaut.“ Herr Schröder nimmt wieder Claude gegenüber Platz.
Das Gespräch der beiden Männer schweift ab, man redet über dies und das, ehe der hier Wohnende voller Stolz seine Münzsammlung präsentiert, die einige ganz besonders rare und interessante Stücke aufzuweisen hat, wie ihr Besitzer nachdrücklich betont. Claude muss offen gestehen, dass er von dieser Materie keinerlei Ahnung hat, was seiner Bewunderung für die Sorgfalt, mit der die umfangreiche Kollektion zusammengestellt wurde, aber keinerlei Abbruch tut. Bei Kaffee und selbstgebackenem Marmorkuchen erhält er einen Schnelleinführungskurs in Numismatik, erkennend, dass ihm ein wahrer Fachmann gegenübersitzt. Frau Schröder zeigt sich entzückt, dass Claude ihr seine Schwäche für Süßes und Gebackenes dadurch kundtut, dass er auch ihrer Offerte für ein viertes Stück des erst am Vormittag gebackenen und daher ofenfrisch auf der Zunge zergehenden Kuchens nicht ausschlägt, wobei sein - ihm beinahe schon peinlicher - Appetit nicht zuletzt auch dadurch bedingt ist, dass er an diesem Tag bis zu diesem Zeitpunkt noch nichts zu sich genommen hat.
Zwangsläufig kommt das Gespräch irgendwann auf Philipp zurück, so dass sich Claude die Chance des Nachhakens bietet: „Haben Sie eigentlich eine Ahnung, warum man Philipp ermordet haben könnte? Ist Ihnen irgendetwas aufgefallen? Wissen Sie irgendetwas, was ein Motiv abgeben könnte?“
Schröders schauen sich an, überlegen ein paar Sekunden, ehe sie unisono verneinen, woraufhin sie ergänzt: „Ihr Bruder war immer auf Ausgleich bedacht, zumindest soweit wir dies beurteilen können, nicht wahr Klaus.“ Ein stummes Nicken signalisiert Zustimmung. „Er hatte hohe, anspruchsvolle Ideale, aber das wissen Sie ja wahrscheinlich noch besser als wir. Doch versuchte er sie niemals radikal durchzusetzen, sie jemandem aufzuzwingen. Es war ihm wichtig, Überzeugungsarbeit zu leisten, selbst ein Beispiel zu geben, Vorbild zu sein. Stimmt doch, oder?“ Die Frage richtet sich an Claude, der in ihrer Kurzcharakterisierung seinen Bruder so wiedererkennt, wie er ihn von Jugend an kannte.
Eine Viertelstunde später schlendert Claude ziellos durch die Straßen des Viertels, nachdem er bei Frau Bernadetti vergeblich geklingelt hat. In einem nahegelegenen kleinen Park säubert er eine unter einer Buche stehende Bank von spät abgeworfenen Blättern, setzt sich gedankenverloren nieder, die Arme auf die Rückenlehne breitend, und während die Ohren dem Gezwitscher der in den Baumkronen trällernden Vögel lauschen, irrt seine Erinnerung ab nach Mailand, zur letzten Begegnung mit seinem Bruder zu dessen Lebzeiten.
Unvorstellbar scheint es ihm, dass diese bereits knapp eineinhalb Jahre zurückliegt. Philipp war gerade von den Seychellen zurück, wo er drei Wochen lang die neueste Bademode von einem der führenden Hersteller Italiens abgelichtet hatte, und der nächste Großauftrag wartete bereits auf ihn: Die Winterkollektion eines italienischen Modezaren, der seit Jahren mit seinem Bruder zusammenarbeitete - zur beiderseitigen Zufriedenheit. Ein Auftraggeber, wie ihn Philipp besonders schätzte, ließ er ihm doch stets freie Hand bei der Arbeit. Claude selbst war damals auf dem Sprung nach San Francisco, um dort neue Projekte in Angriff zu nehmen. Beide ahnten zu diesem Zeitpunkt nicht, dass sie einander nicht wiedersehen würden - zumindest lebend. Eigentlich wollte er nur reichlich ein halbes Jahr in den Staaten bleiben, einige kleinere Aufträge brachten seine Planung jedoch derart in Verzug, dass er jetzt, da nun schon weit über ein Jahr vorüber war, noch immer nicht mit seinem eigentlichen Projekt fertig war. Zwölf Tage war er in Mailand geblieben, hatte mit Philipp neue Pläne geschmiedet, den Stand und Fortgang ihrer bereits seit Längerem laufenden Unternehmungen durchgecheckt, sie waren abends durch die Stadt gezogen, hatten so manch schönem Mädchen nachgeschaut, bei dem unter der spätsommerlichen Sonne der Rocksaum bis weit über die Knie hochgerutscht war, hatten gelacht und miteinander gealbert, wie sie es seit Kindheit miteinander getan hatten, wissend, dass der andere selbst feinste Andeutungen treffend zu interpretieren wusste - Resultat und Schatz mentalen Gleichklangs. Und während Philipp tagsüber hinter der Kamera gestanden hatte, war er selbst durch die Straßen und über die Plätze der Stadt gestromert, war noch einmal Wege abgegangen, denen er ein Jahr zuvor schon einmal gefolgt war, damals allerdings nicht allein, sondern in Begleitung eines zauberhaften Mädchens, an dessen Seite er eine der lehrreichsten, aber auch bis dahin bittersten Lektionen seines Lebens erfahren hatte...
Während der Zeit, in der sein Bruder damals seinen beruflichen Verpflichtungen nachkam, erschloss er sich auf Schusters Rappen die Stadt, ließ sich, wie er dies stets tat, wenn er irgendwo neu war, seinen Augen und Ohren folgend durch das Gewirr der Straßen und Menschen treiben und kam schließlich an der Piazza Castello heraus, wo er sich beim Brunnen niederließ. Die Scharen der rings um ihn vor sich hin gurrenden Tauben versetzten bei ihrer Suche nach heruntergefallenen oder ausgestreuten Krümeln das Ringsum in divergierende Fließbewegungen, zerschnitten von hindurchschießenden Radfahrern und Passanten, die angesichts der fast selbstmörderischen Sturheit, mit der sich ihnen die gefiederten Zweibeiner in den Weg stellten, viel eher zum Anhalten genötigt wurden als dass es dem grauweißen Federvolk eingefallen wäre, einige kurzbeinige Trippelschritte zur Seite zu machen. Vom stundenlangen Spazieren und Schauen ermüdet, lauschte Claude zunächst einige Minuten dem Plätschern hinter seinem Rücken. Erst als er bereits mehrere Male den Kopf gehoben hatte, um einen waghalsig über das Pflaster dahinbrausenden Pedaltreter oder den Verursacher infernalen Hupens auszumachen, fiel ihm die Gestalt eines Mädchens auf, das, einem Fels in der Brandung gleichend, nahezu bewegungslos nur wenige Meter von ihm entfernt auf der Brunnenumfassung saß. Ein dicker Zopf kastanienbraunen Haares fiel ihr über die rechte Schulter, rhythmisch hob und senkte sich ihr Kopf, nahm offensichtlich irgendetwas ins Visier. Sie saß mit dem Rücken zu Claude, der außer ihrer schwarzen Jeans nur noch bemerkte, dass ihre im tiefen Rückenausschnitt sichtbare Haut von jener samtenen Bräune war, die in Werbeanzeigen Männerherzen zum Schmelzen bringt, begehrliche Sehnsüchte zu erwecken versteht. Minutenlang studierte er ihre immer wieder für Sekunden sichtbar werdenden feingliedrigen Finger, versuchte sich ihr Gesicht vorzustellen. Er fühlte Neugier in sich aufsteigen, zum einen, um sich von der Richtigkeit - oder Falschheit - seiner Imagination zu überzeugen, zum anderen, um herauszubekommen, womit sie sich derart konzentriert beschäftigte. Letzteres klärte sich auf einen Schlag, als sie aufstand, Skizzenblock und Stift aus der Hand legte und sich, Arme und Finger streckend, zu entspannen versuchte. Sich dabei umdrehend, sah er all seine Mutmaßungen über den Haufen geschmissen. Ein paar in die Stirn gekämmte Strähnen unterstrichen jene jugendfrische Weiblichkeit, die sich in den wohlgeformten Rundungen, die sich unter der weder zu eng noch zu weit geschnittenen orangefarbenen Bluse abzeichneten, andeutete. Deutlich spürte er einen Stich in der Herzgegend, als sich ihre Blicke für Sekundenbruchteile trafen. Im Laufe der nächsten halben Stunde, die sie wiederum zeichnend verbrachte, schielte sie noch einige Male verstohlen zu ihm herüber, wandte sich aber sofort wieder ihrer Arbeit zu, wenn sie feststellte, dass seine Blicke die ihren kreuzten. Eigentlich war es seinerseits ein Starren, ein verzaubertes Starren. Gerne hätte er mit ihr Kontakt aufgenommen, sah sich jedoch schon als Eindringling abgewimmelt; unentschlossen, was er tun solle, ließ er sodann geschehen, dass sie aufstand, ihre Sachen in die lederne Umhängetasche stopfte und - noch einmal sekundenschnell Blickkontakt aufnehmend - schließlich ging. Grüblerisch und sich am liebsten selbst in den Hintern tretend ob seiner Unentschlossenheit, verlor er sie in der Menge aus den Augen, blieb noch eine Weile sitzen und machte sich dann gleichfalls auf den Weg, in der Hoffnung, ihr Bild werde unter dem Eindruck der auf ihn einflutenden neuen optischen Reize allmählich verlöschen. Als er bei Einbruch der Dunkelheit bei seinem Bruder ankam, musste er sich allerdings unumwunden eingestehen, dass der Nachmittag wie im Traum an ihm vorübergezogen war, er konnte nicht mit Bestimmtheit sagen, wo er gewesen war, was er gehört, gerochen, gesehen hatte, außer dem einen, nicht aus seinen Sinnen weichenden Bild: ihr Bild, das ständig vor seinen Augen stand, ihn selbst beim gemeinsamen Abendessen mit seinem Bruder zum wortkargen Zuhörer machte, dem, weil er sie aufgrund seiner Geistesabwesenheit nicht verstand, jede Frage zwei-, dreimal gestellt werden musste. Philipp merkte rasch, dass irgendetwas nicht stimmte, bohrte aber nicht weiter. Dies taten beide nicht, da waren sie sich einig: Wer etwas wollte, sagte es, aus freien Stücken. Er war weiß Gott kein guter Gesprächspartner an diesem Abend, sein Beitrag beschränkte sich weitestgehend auf ein gelegentliches Nicken und ein kurz hingehauchtes ‚Ja‘ oder ‚Nein‘. So zog er sich denn beizeiten zurück und sank, noch immer ihr Bild vor Augen, nach längerem Sinnieren in einen traumerfüllten Schlaf, in dem er sie wiedersah, mal ganz nahe, dann wieder ganz fern, so als spiele sie mit ihm.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Handover»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Handover» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Handover» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.
