Christine Dr. Belz-Hensoldt - Tod in Burgund

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Vier Jahre waren sie Besatzungsmacht, jetzt sind sie auf dem Rückzug, deutsche Soldaten im Frankreich des Jahres 1944. Endlose, oft wahllos zusammengestellte Kolonnen mit allen möglichen Fahrzeugen, mit Fahrrädern, Pferdegespannen oder zu Fuß, streben nur in eine Richtung, nach Osten, zur deutschen Grenze. Französische Résistance-Gruppen und alliierte Flieger machen den Deutschen das Leben schwer, Tausende verbluten in den Straßengräben, und so gibt es immer wieder Eskalationen von Gewalt.
Es ist ein in Deutschland bisher unbekanntes Geschehen, von dem hier berichtet wird, nämlich von den Ereignissen in zwei Dörfern im Westen Burgunds, Dardault und Druy Parigny.
Emmanuel de Maigret und Christine Belz-Hensoldt arbeiten mit dem vorliegenden Buch ein weiteres Stück Geschichte des Zweiten Weltkrieges auf, das nicht vergessen werden darf, das den vielen Facetten dieses Krieges eine weitere hinzufügt.

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Die Methode Nadelstich

General de Gaulle hatte bereits am 18. Mai 1944 in einer Anweisung, die er in Algier verfasst hatte, geschrieben::

„Die Streitkräfte des Inneren [23]sollten sogleich nach der Landung der Alliierten direkt in den Kampf eingreifen, gemeinsam mit den Streitkräften der Alliierten, mit Aktionen, die die Befreiung aller Zonen der besetzten Gebiete zum Ziele haben...“

General Eisenhower, der Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte, war in seiner Formulierung vorsichtiger. Er erklärte, dass:

„jeder von Ihnen seine aktuelle Aufgabe fortsetzen soll, wenn er nicht einen anderslautenden Befehl erhält, was geschehen könnte, zum Beispiel einen Befehl, erst abzuwarten oder wenigstens Vorsicht walten zu lassen.“

Emmanuel de Maigret notiert:

„Bis Ende August werden neue Anweisungen vom alliierten Kommandeur der befehlshabenden Generale, namentlich von General Patton, folgen.

Die Mitglieder des Widerstandes werden die Befehle auf ihre Weise interpretieren und befolgen. Da ist es interessant, Näheres über die Guerilla-Taktik zu erfahren, wie sie seitens des Kommandos der FFI [24]des Département Nièvre genau beschrieben wird:

„Es ist Stellung zu nehmen am Rande einer bekanntermaßen häufig befahrenen Straße, am besten an einer Stelle, die gut getarnt ist und möglichst die Straße beherrscht, denn die Vegetation gestattet eine gute Tarnung, einen wirksamen Schutz und die Möglichkeit eines schnellen Rückzuges.

Wenn der Fahrzeug-Konvoi vorbeikommt, hat das leichte Maschinengewehr, das vorne installiert ist, die Aufgabe, das erste Fahrzeug zu blockieren. Hierdurch kommt die ganze Kolonne zum Stillstand, wird unbeweglich gemacht und kann von Seiten der Angreifer für kurze Zeit, höchstens 5 oder 6 Minuten, unter intensives, ja mörderisches Feuer genommen werden.

Ist dieser erste Überraschungsmoment vorbei, haben die Mitglieder des Widerstandes den formellen Befehl aufzuhören, sich zurückzuziehen und die Operation etwas weiter entfernt zu wiederholen.

Auf diese Weise werden die Deutschen die unangenehme Vorstellung haben, dass die Straßen und Wälder von Partisanen nur so wimmeln.“

Dies erklärt auch die Motivationen bestimmter Widerstandsgruppen und die Art und Weise, wie bestimmte Hinterhalte organisiert wurden, wie in Druy z.B.“

Wie diese Aktionen von Seiten der Deutschen wahrgenommen wurden, schildert de Maigret an anderer Stelle:

„Ein Bericht eines höheren deutschen Offiziers, der in Kriegsgefangenschaft geriet, illustriert diese Demoralisierung des Feindes, während seines Rückzuges aus unserer Region:„Wir hatten“, sagt er, ständig das Gefühl, dass der ganze Farn am Waldrand auf uns zielte’ [25], Alle paar Kilometer gerieten wir unter Feuer aus dem Hinterhalt. Kaum waren wir aus dem einen Schlamassel herausgekommen, stürzten wir in den nächsten Ansturm des unsichtbaren Feindes – und fanden nur diesen Farn.“

Charles Binon [26], ein Mitglied der Widerstandsbewegung, der nach dem Krieg in Druy lebte, hat de Maigret berichtet:

„Alle Deutschen, die später in Gefangenschaft gerieten, bekannten, eine so große Furcht gehabt zu haben, dass sie nicht mehr schlafen konnten. Jedes Mal, wenn sie entlang eines Feldes 100 Meter vorangekommen waren, kam beidseitig ein Waldstück, aus dem sie jede Sekunde mit einem Schuss rechneten. In Wirklichkeit gab es vielleicht einen oder zwei Tote, aber dennoch..... wir haben ihnen das Leben sauer gemacht, das ist eine Tatsache! Wir sind also für etwas nützlich gewesen!“

Diese Berichte erklären, warum ein Großteil der deutschen Truppen es später vorzog, nicht den bewaldeten Morvan als Rückzugsgebiet zu wählen, vielmehr besser übersehbare Straßen, auch wenn das für die Truppen erhebliche Umwege mit sich brachte.

De Maigret zitiert: [27]

„Der Morvan mit seinen in den Gebieten Aube, Yonne, Nièvre, Saône et Loire und der Côte d’Or [28]weit verstreuten Widerstandsnestern ist keineswegs untätig gewesen. Vielmehr machte diese Region seit Juni 1944 der deutschen Wehrmacht das Leben ganz besonders schwer. Im August erreichte die tatsächliche Zahl der Partisanen 5.000 Männer in der Region Aube, 4.000 in der Region Yonne und 6.000 in den drei anderen Regionen.

Die Deutschen versuchten, in die Richtung Belfort vorzustoßen: trotz aller getroffenen Vorsichtsmaßnahmen meldet ein Bericht des Auskunftsdienstes, trotz der bewachten Flanken, der Straßensperren an jeder Weggabelung, waren ihre Geleitzüge an jedem Abend aufgeteilt in zahllose Trupps von erschöpften, demoralisierten Männern. Nach Beginn des allgemeinen Guerillakrieges verloren die Deutschen in der Kampfphase tagtäglich 230 bis 250 Männer in jedem Departement des Morvan“.

Die Widerstandsgruppen der Region

„Die Gewalt von Seiten der Besatzer gegenüber der französischen Zivilbevölkerung nahm zu, vor allem in den Städten. Während die Deutschen nach Arbeitskräften suchten, zogen es viele junge Leute vor, an Stelle des Zwangsarbeitsdienstes STO [29]in den Widerstand zu gehen. Es war ihnen jedenfalls sehr viel lieber, als in den deutschen Fabriken zu arbeiten.

Die FTP [30]und die FFI [31]überredeten in der Folgezeit viele Männer, die Frankreich nicht verlassen wollten, sich ihren Reihen anzuschließen. Diese neue Jugend wurde zur Basis vieler Widerstandsbewegungen, aus ihrem Bestand kamen die wichtigsten Kontingente.

Auch mein Bruder Bruno hätte sich nach seiner Heimkehr nach Druy gerne dem Widerstand angeschlossen. Aber da stieß er auf das kategorische Nein unseres Vaters, der ihm erklärte, dass der Widerstand erfahrene Männer brauche, keine Jungen, die noch nicht wüssten, wie man ein Gewehr hält, die keine Ahnung von einer Granate und die absolut keine Kriegserfahrung hätten. So erledigte sich die Sache von selbst.

Die Landung in der Normandie wirkte für viele, die sich nach dem 6. Juni 1944 dem Widerstand anschlossen, wie ein zündender Funke.

Einer Studie [32]des Generals de La Barre aus Nanteuil zufolge erhöhte sich die Gesamtzahl der am Widerstand Beteiligten innerhalb der ersten 8 Monate des Jahres 1944 in 13 Départements eindrucksvoll: von 27.548 Männern zum 1. Januar 1944 auf 75.452 am 6. Juni, von 97.922 am 1. Juli bis auf 153.928 zum Ende des August.

Die uns geographisch am nächsten befindlichen Widerstandsgruppen waren:

Der Bloc Maquis Decize, der aus mehreren Sektionen bestand:

Die Compagnie Mercier, befehligt von Leutnant Mercier und die Compagnie Dunkerque, befehligt von Leutnant Dumeurger,

Der Maquis Beynac, befehligt von Jean Thély,

Der Maquis Julien, befehligt von Hauptmann Hennéguin, genannt Julien.

Der Bloc Maquis Decize

Der Bloc Maquis Decize wurde ab dem 15. Juli 1944 von dem Kommandanten de Soultrait auf Anweisung des Colonel Roche gegründet. Dieser war damals Militärkommandant des Département Nièvre. Die Gruppe nannte sich Fleury. Hierbei wurden verschiedene Einheiten nahe Decize, ferner neue Gruppen gegründet.

Dieser Bloc setzte sich zusammen aus den folgenden Gruppierungen:

der Kompanie Mercier, befehligt von Leutnant Mercier (Maquis-Name: Blanc),

der Kompanie Dunkerque, befehligt von Leutnant Dumeurger (Jones),

der Kompanie Chabet, gegründet von Hauptmann Emile Gribet im Wald von Chabet, bei Azy le Vif (Henri).

Schließlich gründete sich eine weitere Widerstandsgruppe im Wald von Munet, geführt wurde sie von Hauptmann Viard (Georges).

Andere Gruppen sollten noch gegründet werden von Oberleutnant Guyot und Hauptmann Lacour.

Diese Neuorganisation fand relativ spät statt, aber zu einer Zeit, in der noch nichts Entscheidendes geschehen war.

Die Kompanie Mercier

Die Compagnie Mercier gehörte zum Bloc Maquis Decize, kommandiert von Leutnant Mercier (Blanc). Sie interessiert uns in zweifacher Hinsicht. Zum einen, weil zu ihren Mitgliedern Louis Joannin gehörte, der damals mit seiner Familie le Haut-Jeandiot, 1 km westlich von Dardault und zu Sougy gehörend bewohnte und der nach dem Krieg in Druy wohnen sollte, nachdem er Denise Revenu geheiratet hatte. Zum anderen wegen einiger Aktionen des Widerstandes, die in der Umgebung von Druy stattgefunden haben.

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